Frage von Muzir, 626

Ist Gott ein Egoist?

Ich habe mir gerade überlegt, ob Gott ein Egoist ist. Er schaut meiner Meinung nach nicht wirklich auf die Welt, sie zerfällt langsam und die Menschen beuten immer mehr andere Menschen aus. Schaut er also nur darauf, dass es ihm gut geht?

Natürlich basiert alles auf dem Gedanken, dass es Gott wirklich gibt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Plautzenmann, 266

Naja, in der Bibel wird nicht viel davon erwähnt, dass er irgendjemanden um seine Meinung bitten würde, von daher würde ich schon sagen, er ist egoistisch. Er tut immerhin alles nur, weil es ihm gefällt und denkt nicht über die Konsequenzen für seine Schöpfungen nach. Im Grunde ist das das Verhalten eines Kindes, das zunächst einen Hund haben möchte, sich dann aber nicht weiter darum kümmern will.

Vielleicht ist er aber auch einfach zwischenzeitlich gestorben, hat ein neues Hobby (oder eine Freundin) oder hat schlicht und ergreifend nie exisitert und wir alle sind das Ergebnis einer unwahrscheinlichen Aneinanderreihung glücklicher Zufälle. Aber wenn man 5 Millarden Jahre Lotto spielen würde, würde man sicher ein paar mal 6 Richtige haben (statistisch betrachtet), also wieso sollte das nicht die Wahrheit sein? Nur meine Gedanken dazu.

Hierzu hat jeder seine eigene, unumstößliche Meinung.

Kommentar von Schuettelbier ,

sehr treffend formuliert 

Kommentar von Plautzenmann ,

Danke. Nur meine spontanen Gedanken zu einer recht interessanten Frage, die ich mir so, warum auch immer, noch nicht gestellt habe.

Kommentar von scatha ,

Wer behauptet denn, daß die Bibel Gott beschreibt ? Dort kommen viele Götter vor !

Kommentar von Giustolisi ,

Hierzu hat jeder seine eigene, unumstößliche Meinung.
Meine Meinung dazu ist nicht unumstößlich, im Gegenteil. es braucht nur ein einziges schlüssiges Argument, um mich zu überzeugen.

Kommentar von Plautzenmann ,

Das ist auch schon der Hauptunterschied zwischen einem Agnostiker und einem Gläubigen. Der Agnostiker benötigt nur diesen einen, schlüssigen Beweis, um sich überzeugen zu lassen, während den wahrhaft Gläubigen keine noch so schlüssige Logik oder Argumentation vom Gegenteil überzeugen könnte.

Antwort
von Dxmklvw, 29

Das ist lediglich eine Frage der persönlichen Betrachtungsweise.

Wenn wir alles Böse in der Welt als einen Misthaufen betrachten, der unverzichtbar ist, damit darauf eine besonders wertvolle Pflanze wachsen kann, die mit zunehmendem Wachstum die Inhaltsstoffe des Misthaufens verzehrt, dann sieht die Welt plötzlich ganz anders aus.

Antwort
von AaronMose3, 161

Betrachten wir die christliche Geschichte.

Gott (ein allmächtiges Wesen) schickte sich selbst in menschlicher Gestalt auf diesen Planeten um den Menschen seine Ursünde zu verzeihen, um ihnen die Möglichkeit ins Paradies zurückzukehren wiederzugeben und das im Endeffekt nur um für die Ewigkeit dafür angehimmelt zu werden, das er seinen "Sohn" für uns opferte. 

Klingt sehr egoistisch, ja. Vor allem die Tatsache das er nun anscheinend zusieht wie sich die Menschheit selbst zerstört, macht es nicht besser. Aber wie es aussieht ist das ja ein ziemlich unterhaltendes Kino. 

Selbst wenn er nicht egoistisch ist. Wäre es von Bedeutung ? Für uns ändert sich doch nichts. 

Wenn er nicht egoistisch ist greift er nicht ein, wenn er es ist auch nicht. 

Egal wie man es dreht und wendet, Hilfe kann man von ihm so oder so nicht erwarten. Und nein auch Beten rettet den Planeten nicht.

(Alles natürlich unter der Voraussetzung das er tatsächlich Existiert)

Kommentar von Kufrmullah ,

Allmächtig ist unmöglich. Ein Allmächtiger kann alles, richtig ? Kann er ein Wesen erschaffen, dass Ihm überlegen ist ? Entweder kann er das und wäre dann nicht mehr allmächtig oder er kann es nicht und ist also auch nicht allmächtig. Ausserdem Mach Gott keinen Sinn.

Kommentar von AaronMose3 ,

Allmächtig ist unmöglich. Ein Allmächtiger kann alles, richtig ? Kann er ein Wesen erschaffen, dass Ihm überlegen ist ? Entweder kann er das und wäre dann nicht mehr allmächtig oder er kann es nicht und ist also auch nicht allmächtig. Ausserdem Mach Gott keinen Sinn.


Was tust du hier ? Du brauchst mir nicht erklären das Gott nicht existiert. Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Und auch das Allmachtsparadoxon ist mir längst bekannt und dieses stützt sich eher auf die Tatsache das Allmacht mit Allwissen verbunden ist, würde Gott aber alles wissen, wäre die komplette Geschichte komplett unnötig.

Ich schrieb nämlich (wenn man lesen könnte hätte man es gemerkt) das dieser Kommentar nur gültig ist, falls Gott existieren würde.

(Alles natürlich unter der Voraussetzung das er tatsächlich Existiert)


Antwort
von Suboptimierer, 204

Es ist (für uns Menschen) unvorstellbar, dass ein denkendes Subjekt kein Egoist ist. Es wird sich immer erhalten wollen, zu sich selbst den besten Bezug haben, versuchen, Gutes zu schaffen, um dadurch ein befriedigendes Gefühl zu erhalten.

Wenn man aber nach der Bibel geht, so ist es zum Beispiel bei Jesus sehr schwierig, Egoismus zu entdecken. Dass er ein gutes Gefühl durch gegebene Güte zurück bekommt, ist eine Unterstellung.

Egoismus ist überall anzutreffen. Das heißt aber nicht, dass jeder ein Egoist ist. Man kann egoistisch sein und für andere etwas Gutes tun, also den Egoismus zum Unterton werden lassen. In manchen Situationen kommt es halt zu einem Konflikt.

Stell dir vor, du wärest die einzige Entität im Universum. Du könntest denken. Wie könntest du nicht egoistisch sein? Für mich einfach unvorstellbar.

Kommentar von Iamiam ,

Das ist es. Wir denken einfach das, was wir uns vorstellen können und was wir gerne hätten, als Ideal des Guten.

Kommentar von Suboptimierer ,

Das sowieso

Antwort
von floppy232, 266

Ihm geht es in jedem Fall gut, weil er im theoretischen Himmel lebt, weshalb er sich um sein Wohl keine Gedanken machen müsste. 

Da allerdings alles Gottes Plan sei und er als Unfehlbar eingestuft wird, ist das ja alles geplant, also somit seinem Plan folgend. Deshalb ist er kein Egoist, sondern eher desinteressiert. 

Antwort
von Rosenblad, 46

"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde - nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie." (Gen. 1:27)

Antwort
von scatha, 75

Dass die Welt zerfällt, ist eine menschliche Wertung der Ursachen menschlicher Taten.

Die Welt ist seit dem Urknall perfekt und vollkommen. Jedenfalls sieht es für den Physiker so aus.

So, welchen Gott sollen wir jetzt beurteilen ? Der, den die Physiker sehen, oder der, den die pessimistisch-zynischen Möchtegern-Gesellschaftswissenschaftler argwöhnen ?

Kommentar von Kufrmullah ,

In der Physik gibt es keinen Gott. Somit haben Physiker auch kein Bild von Gott. Zumindest nicht in ihrer Eigenschaft als solche. 

Kommentar von scatha ,

Ich sagte ja schon, Gott ist NICHT der Weihnachtsmann !

Antwort
von Haldor, 53

Eine interessante Fragestellung! Ich meine, man kann Gott nicht mit den stark eingeschränkten Erkenntniskriterien und Wertmaßstäben unseres Verstandes beurteilen (die Frage, ob Gott existiert oder nicht, bleibt jetzt einmal ausgeklammert). Unser Verstand ist nur auf die Wahrnehmung und Erkenntnis unserer irdischen Welt zugeschnitten. Wenn wir sagen: der ist egoistisch, so können wir nur das Verhalten von Mensch und Tier damit meinen, denn Egoismus ist eine Eigenschaft des Menschen und des
Tieres. Egoismus aber mit dem Verhalten Gottes in Verbindung zu bringen, verbietet sich schon deshalb, weil eine derartige Diskussion sinnlos und überflüssig ist.

Das wäre genauso, als wenn eine Ameise darüber simuliert, warum das Wesen, an dessen Schuh die Ameise hochkrabbelt und dessen Umrisse sie schemenhaft wahrnimmt, ein Mensch nämlich, ihr nicht in das Ameisenloch folgt und ihr dort zur Hand geht. Die Dimension Gottes ist derart gigantisch – man denke daran, dass Gott ja der Schöpfer des gesamten unfassbaren Universums ist - , dass es unmöglich ist, diesen Gott und seine Absichten mit unserer Vernunft zu erfassen. Mit Recht spricht man von der höheren Vernunft Gottes.

Warum er das Leiden auf der Welt zulässt, können wir nicht erklären, schon gar nicht mit dem kleinlichen, allein auf irdische Verhältnisse bezogenen Begriff „Egoismus“. Wir können nur mit Hilfe unserer Vernunft versuchen, dem Sinn des Universums und des menschlichen Daseins näherzukommen oder aber, als Alternative, uns blindlings den Lehren einer Religion anvertrauen.




Antwort
von DBKai, 8

Laut der Bibel liegt die ganze Welt in den Händen von dem, der böse ist... also in den Händen von Satan und deshalb geht es auf der Welt auch so schlecht zu....

Wenn Gott ein Egoist ist, dann ist er sehr wahrscheinlich im guten Sinne ein Egoist... Er will das es ihm gut geht aber auch allen anderen... und wenn es allen anderen gut geht, geht es ihm auch gut... Das ist ja miteinander verbunden.

Negativer Egoismus wäre ja eher, dass man will, dass es nur einem selber gut geht und einem die anderen komplett egal dabei sind... 

Antwort
von Buckykater, 2

Ob es nun einen Gott gibt oder nicht. Alles schlechte was Menschen so machen einfach auf Gott zu schieben oder sagen er müsste was machen ist zu einfach.  Menschen sind schon selbst für das verantwortlich was sie machen. Wenn Menschen andere Menschen und die Natur ausbeuten dann machen sie das aus reinem Egoismus und reiner Geldgier und weil sie es selbst wollen.  Menschen sind oft Egoisten.  Menschen tun sich das mit Abstand meiste Leid einfach gegenseitig an. Die Menschen selbst sollten sich ändern und mal sollte Fehler eher bei sich selbst Suchen als alles auf Gott oder das Schicksal zu schieben.  

Antwort
von Schuhu, 219

Bist du ein Egoist, wenn du beim Spaziergang einen Ameisenhaufen, den du nicht gesehen hast, störst und die Ameisen scheinbar kopflos durcheinanderlaufen? Nein, du fühlst dich den Ameisen nicht verpflichtet. Warum sollte ein Gott sich die Mühe machen, die Welt einzurenken?

Kommentar von MoseGoldstein ,

So ist Gott nicht !!! Gott hat seinen Sohn gegeben damit wir ewiges Leben haben

Kommentar von Giustolisi ,

Die Kreuzigungsshow wäre für ein allmächtiges Wesen doch gar nicht nötig gewesen. Das hätte ein allmächtiges Wesen auch machen können, ohne dass jemand was davon mit bekommt, aber er wollte wohl eine Show, um sich im Anschluss dafür auf ewig loben zu lassen. Was für ein Egoist.

Kommentar von WeicheBirne ,

Warum sollte ein Gott sich die Mühe machen, die Welt einzurenken?

Weil Gott die Welt und die Menschen angeblich erschaffen hat und er sich laut Bibel andauernd absichtlich in die Geschicke der Welt einmischt.

Hast Du den Ameisenhaufen erschaffen? Oder die Ameisen? Und hast Du den Haufen absichtlich gestört? Dein Vergleich hinkt.

Antwort
von derMannohnePlan, 176

Was denkst Du?

An wem findet Gott den größeren Gefallen? 

An der Spinne? Oder an der Fliege im Netz ?

Antwort
von Schuettelbier, 150

Ich halte nicht viel von Gott. (ohne jetzt jemandem zu nahe treten zu wollen) Ich finde diesen ganzen christlichen Gottgedanken sehr unglaubwürdig. Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass es Gott gibt, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass er durchgehend Katastrophenspiele mit uns als Spielfiguren spielt. Durchaus egoistisch, ja

Antwort
von Illuminaticus, 16

Die Goetter im Himmel, also die Aliens, die uns damals als Goetter erschienen, sind Megaegoisten, immer auf ihren Vorteil bedacht, aber natuerlich dabei ihre Peroenlichkeit als Gott schuetzend, damit du das Spiel (Illusion) nicht durchschaust.

Je mehr Stress und Leid auf der Erde, desto besser geht es den boesen Gesellen im Himmel, leider.

Wir koennen das grosse Spiel, das Experiment, nicht durchschauen, weil uns eine falsche Realiatet vorgespielt wird.

Die einzige Chance der Hoelle auf der Erde zu entkommen, ist, zu erkennen, wer du wirklich bist.

Dann bist du frei und brauchst nicht wiederzukommen.

Antwort
von TimeosciIlator, 11

Gott ist voll der Egoist ! Hat die Welt völlig allein aufgebaut und Hilfe von anderen dabei abgelehnt. Außerdem nahm er sich den 7.Arbeitstag einfach frei ohne seinen Chef danach zu fragen.

Im Endeffekt hat er vieles rücksichtslos allein entschieden. Scheinbar waren ihm Begriffe wie sozial sein, Mitentscheidungsrecht und Emanzipation vollkommen gleichgültig...

Antwort
von Philipp59, 20

Hallo Muzir,

vielen geht es ähnlich wie Dir. Sie verzweifeln an der Frage, warum Gott sich scheinbar von uns Menschen weg gewandt hat und all das schlimme Leid auf der Erde zulässt. Doch auch wenn es anders aussieht, steht Gott uns keineswegs gleichgültig oder teilnahmslos gegenüber und sein Verhalten hat auch nichts mit Egoismus zu tun. Diese Behauptung möchte ich gern mit dem untermauern, was die Bibel zu dieser Frage sagt.

Es mag Dich vielleicht überraschen, doch selbst einige Schreiber der Bibel,wie z. B. der Prophet Habakuk, fragten sich, warum Gott das Leid so lange zulässt. Der Prophet sagte, zu Gott gewandt: "Wie lange, o Jehova, soll ich um Hilfe schreien, und du hörst nicht? [Wie lange] werde ich zu dir [wegen der] Gewalttat um Beistand rufen, und du rettest nicht? Warum läßt du mich Schädliches sehen und schaust ständig auf nichts als Ungemach? Und [warum] sind Verheerung und Gewalttat vor mir, und [warum] entsteht Gezänk, und [warum] wird Streit geführt?" (Habakuk, Kapitel 1, Vers 2, 3). Dass Gott diesem treuen Mann wegen seiner Fragen nie Vorwürfe gemacht hat, zeigt, dass er sehr gut versteht, wenn auch uns diese Frage beschäftigt. Es ist ihm auch nicht egal, dass heutzutage soviel Leid geschieht. Woher weiß man das?

Das geht aus einer Aussage Gottes in 2. Mose, Kapitel 3, Vers 7 hervor, wo Gott mit Blick auf sein in Ägypten leidendes Volk sagt: "Zweifellos habe ich die Trübsal meines Volkes, das in Ägypten ist, gesehen, und ich habe ihr Geschrei über die gehört, die sie zur Arbeit antreiben; denn ich weiß wohl, welche Schmerzen sie leiden." Kann man aus diesem Beispiel nicht deutlich erkennen, das Gott sieht, wie Menschen leiden? Wenn man sich noch einmal den letzten Teil des zitierten Verses ansieht - da sagt Gott: " Ich weiß wohl welche Schmerzen sie leiden." Würde das ein Gott sagen, der kalt und distanziert ist?

Gott sieht aber nicht nur das Leid, sondern es berührt ihn auch. Als es einmal darum ging, das Gottes Volk, die Israeliten, zu leiden hatten, heißt es gemäß Jesaja, Kapitel 63, Vers 9: "Während all ihrer Bedrängnis war es für ihn bedrängend. Und sein persönlicher Bote, er rettete sie. In seiner Liebe und in seinem Mitleid kaufte er selbst sie zurück, und er hob sie dann empor und trug sie all die Tage von alters her." Kann man nicht daraus schließen, dass Gott das Leid dieser Menschen sehr nahe ging und sollte man nicht daraus auch ableiten, das Gott wirklich mit uns fühlt und es ihn schmerzt, wenn wir leiden?

Du könntest nun fragen: Warum tut denn Gott nichts, wenn ihn das Leid der Menschen so sehr berührt? Liegt es wohl daran, dass er nicht über genügend Macht verfügt, es zu ändern? Nicht, wenn man das berücksichtigt, was in Jeremia, Kapitel 10, Vers 12, über ihn steht: "Er ist es, der die Erde durch seine Kraft gemacht hat, der das ertragfähige Land durch seine Weisheit fest gegründet und der durch seinen Verstand die Himmel ausgespannt hat." Wenn man bedenkt, wie viel Macht nötig war, um das riesige Universum, mit allem, was darin ist, zu erschaffen, müsste man dann nicht logischerweise auch erwarten, dass er seine Schöpfung im Griff hat?

Da Gott also in der Lage ist, dem Leid mit einem Mal ein Ende zu bereiten, müsste man da nicht annehmen, dass er gute Gründe hat, warum er noch nicht eingegriffen hat? Die Bibel lässt uns darüber nicht im Ungewissen.

Um die Frage umfassend zu beantworten, muss man an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückgehen. Dazu wäre es wichtig, folgende Begebenheit nachzulesen, die sich damals zutrug. In 1. Mose 3, Vers 1 - 5 heißt es: "Die Schlange nun erwies sich als das vorsichtigste aller wildlebenden Tiere des Feldes, die Jehova Gott gemacht hatte. So begann sie zur Frau zu sprechen: „Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?“   Darauf sprach die Frau zur Schlange: „Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: ‚Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.‘  “   Darauf sprach die Schlange zur Frau: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben.   Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“

Auch wenn heutzutage viele diesen Bericht belächeln, liegt doch gerade hier der Schlüssel zur Beantwortung der Ausgangsfrage. Dass bei dieser Begebenheit nicht eine buchstäbliche Schlange sprach, sondern in Wirklichkeit jemand anderes dahinter stand, zeigt ein Vergleich mit Offenbarung, Kapitel 12, Vers 9. Dieser Text verdeutlicht, dass sich Satan der Teufel im Garten Eden einer Schlange bediente, sie sich quasi zu einem Werkzeug machte.

Wenn wir die vorhin zitierte Bibelstelle ( 1. Mose 3:1-5) analysieren, fällt auf, dass der Teufel mit seiner Behauptung "ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben" Gott als Lügner darstellte, denn Gott hatte ja zu Adam gesagt, auf seinen Ungehorsam stünde der Tod. Damit stand plötzlich eine Behauptung im Raum, die geklärt werden musste. Dazu wurde Zeit benötigt. Mit der Behauptung Satans war mehr verbunden, als es zunächst scheint. Da er Gott als Lügner abstempelte, behauptete er im Grunde, er wäre ehrlicher als Gott. So sagte er eigentlich sinngemäß zu Eva: Gott lügt euch an, aber ich sage euch die Wahrheit. Damit hatte er eine Streitfrage sittlicher Natur aufgeworfen. Gott entschied sich dafür, den Ankläger nicht sofort zu vernichten, da dadurch die erwähnte Streitfrage nicht mehr hätte geklärt werden können. Außerdem wusste er, dass es am besten war, Zeit vergehen zu lassen, damit die Wahrheit letztendlich ans Licht kommen würde.

Kehren wir noch einmal zum Ausgangstext aus 1. Mose 3:1-5 zurück. Was behauptete Satan, was noch passieren würde, wenn Eva von der verbotenen Frucht äße? Er sagte, Ihr würden "die Augen geöffnet werden" und sie würde "wie Gott" werden, "erkennend Gut und Böse". Damit unterstellte der Teufel Gott, er würde den Menschen etwas Gutes vorenthalten. Das war somit eine weitere, heftige Anschuldigung. Mit anderen Worten ließ Satan durchblicken, dass es Eva - und im weiteren Sinne allen Menschen - besser erginge, wenn sie ein Leben frei von göttlicher Bestimmung leben würden.

Damit diese Anklage widerlegt werden konnte, entschied sich Gott auch in diesem Fall dafür, Satan den entsprechenden Beweis erbringen zu lassen. Damit sind wir beim zentralen Punkt: Gott erlaubte Satan, eine gewisse Zeit lang über die Welt zu herrschen, damit sich seine falschen Behauptungen letztendlich als falsch herausstellen würden. Das erklärt, warum es heute und in all den Jahrhunderten zuvor, so viel Leid gegeben hat, denn tatsächlich beherrscht nicht Gott diese Welt, sondern Satan der Teufel. Das geht deutlich aus folgendem Bibeltext hervor: " Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist." (1. Johannes, Kapitel 5, Vers 19).

Obwohl also Gott das Leid eine bestimmte Zeit zulässt, heißt das nicht, dass er nur gleichgültig zusieht. Aus der Bibel geht nämlich hervor, dass Gott für uns da ist, wenn wir Ängste und Sorgen haben. Das zeigt beispielsweise, was der berühmte König David, der in seinem Leben viel durchmachte, gemäß Psalm, Kapitel 31, Vers 7 sagte: "Ich will frohlocken und mich freuen in deiner liebenden Güte, da du meine Trübsal gesehen hast; Du hast gewußt von den Bedrängnissen meiner Seele."

Für David war es also ein echter Trost, zu wissen, das Gott alles sah, was er durchmachte. Da Gott sich seit den Tagen Davids nicht geändert hat, nimmt er ebenso das Leid in der heutigen Zeit wahr, und er hat beschlossen, es nicht auf ewig zuzulassen. Die Bibel zeigt mehrfach sehr deutlich, dass Gott dem Teufel bald das Handwerk legen wird und dann dem Leid für immer ein Ende machen wird. Interessant dazu ist folgende Aussage: "Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen" (1. Johannes 3:8). Ja, es kommt der Zeitpunkt, da Gott bald dafür sorgen wird, dass der Teufel keinen weiteren Schaden mehr anrichten kann. Ist das nicht ein sehr tröstlicher Gedanke?

Ja, es wird ein völlig neues Zeitalter anbrechen, das im letzten Teil der Bibel, der Offenbarung, wie folgt beschrieben wird:"Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.   Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4). Dann wird auch die schon seit langem geäußerte Bitte aus dem "Vater-unser" erfüllt werden, die da lautet: "Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde" (Matthäus 6:9,10). Wenn Gottes Wille auf der ganzen Erde geschehen wird, dann wird es überhaupt kein Leid mehr geben und das für immer!

LG Philipp

Antwort
von yoursunshine1, 7

FALLS es einen Gott gibt beobachtet er die Erde als wäre sie ein Experiment meiner Meinung nach. Nach dem Motto' Ich habe alles erschaffen, jetzt lass ich die Finger ausm Spiel, mal sehen wie es ausgeht'

Antwort
von scatha, 99

"Egoist" ist ein Kampfbegriff der Egoisten, um damit andere Menschen zu manipulieren.
Solch menschliche Wertungen auf Gott anzuwenden, damit würde ich vorsichtig sein.

Kommentar von Ryuuk ,

Gott bezeichnet sich selbst als eifersüchtig in der Bibel, also scheint er selbst menschliche Wertungen zu benutzen.

Kommentar von scatha ,

Wie ich schon sagte, Gott als Ganzes wird im alten Testament kaum beschrieben. Außer vielleicht an einer Stelle wo Er sich selbst in etwa "Ich bin, der ich bin" nennt. Im Gegenteil, dort werden mehrere Götter vorgestellt. In der Bibel gibt es so manche Namen, die im Deutschen einfach mit "Gott" übersetzt werden. Man hat wohl nachträglich versucht alles auf einheitlich und monotheistisch hinzubiegen. Das alte Testament ist ein Fabel- und Anekdotenbuch und als solches ausgezeichnet. In den Evangelien werden grundlegende geistige Gesetze beschrieben. Aber wenn ich "Gott" sage, dann meine ich NICHT(!) den Weihnachtsmann!

Wenn eine Eigenschaft Gottes beschrieben wird, sollte man es auf archetypische Aspekte in uns / psychische Gesetze beziehen. z.B. Exodus 20 "Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied" - ja, diese "Erbsünde" erleben wir auch heute, wenn wir die Neurosen unserer Eltern übernehmen und dann an unsere Kinder weitergeben.

Kommentar von WeicheBirne ,

Solch menschliche Wertungen auf Gott anzuwenden, damit würde ich vorsichtig sein.

Na, in dem Fall ist Gott auch nicht gütig oder liebevoll. Das sind alles bloß menshliche Wertungen, die Du auf Gott nicht anwenden solltest. ;oP

Antwort
von kakao0, 173

Gott ist kein Egoist. Und desinteressiert ist er auch nicht.
Für uns Menschen (und an dieser Stelle wird mir hoffentlich jeder zustimmen, dass der Mensch ein absolut begrenztes Verständnis hat) ergibt vieles keinen Sinn. Und dann Stufen sie die Dinge als böse, schlecht, ungerecht,... ab. Und gestalten auch so ihr Bild von Gott. Gott lässt sich aber nicht in eine Schublade stecken. (Das haben Götter so allgemein an sich.) Gott ist größer als das alles. Die Menschen reden ihn immer so klein. Auch Christen. Aber welcher Mensch fühlt sich schon befähigt, über alles urteilen zu können. Wir liegen alle mal falsch. Und ich glaube, Menschen liegen falsch, wenn sie sagen, dass Gott schlecht ist (meine Meinung). Ich erkenne nichts schlechtes an ihm. Oft will ich dass er's ist. Damit ich jemanden habe auf den ich wütend sein kann. Aber die meisten Fehler werden von uns Menschen verübt. Nicht von ihm. Wir sind schließlich nicht seine Marionetten (auch ein Grund warum Menschen gegen Gott sind. Denn es steht ihnen frei zu denken und zu handeln wie sie wollen).

Kommentar von Bebish05 ,

Super ausgedrückt!

Kommentar von Giustolisi ,

Ich erkenne nichts schlechtes an ihm.
Ein Massensterben herbeizuführen ist nicht schlecht?
Völkermord und Sklaverei zu befürworten ist nicht schlecht?
Zwei Städte inclusive aller Bewohner auszulöschen ist nicht schlecht?
Nichts gegen Katastrophen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche zu tun, ist nicht schlecht?

Bei deinem moralischen Kompass ist wohl die Nadel etwas verbogen.

Kommentar von Bebish05 ,

Ihr vergisst einfach oder wollt nicht wahrhaben, dass nach dem Tod das wahre Leben beginnt, wo jeder für seinen Taten Rechenschaft ziehen wird. Die Ungerechten werden gestraft, die Leidenden werden befreit. Ja, auf der Welt gibt es viel Übel und Grausamkeit, aber dabei bleibt es nicht. Wir müssen geduldig sein.

Kommentar von HumanistHeart ,

Bebish, das ist keine Antwort auf Giustolisis Frage. 

Sind die von ihm genannten Dinge schlecht oder sind sie das nicht?

Kommentar von Giustolisi ,

Ihr vergisst einfach oder wollt nicht wahrhaben, dass nach dem Tod das wahre Leben beginnt, wo jeder für seinen Taten Rechenschaft ziehen wird. Die Ungerechten werden gestraft, die Leidenden werden befreit. Ja, auf der Welt gibt es viel Übel und Grausamkeit, aber dabei bleibt es nicht. Wir müssen geduldig sein.

Nicht nur dass das meine Frage nicht beantwortet, es wäre auch keine kluge Vorgehensweise für einen Gott. Würde der wissen wollen, wer gerecht und wer ungerecht ist, hätte er sich im Hintergrund gehalten und die menschen nie wissen lassen, dass es ihn oder ein Leben nach dem Tod überhaupt gibt. 

Wenn man für Böse Taten mit Bestrafung droht und für gute Taten eine Belohnung in Aussicht stellt, wird das Bild nur verzerrt, denn auch ein Ungerechter würde sich dann an die regeln halten, um nicht bestraft zu werden und die Belohnung zu bekommen, also nur selbstsüchtig handeln. 

Um Ungerechte von Gerechten zu trennen, müssten alle Atheisten sein. Wer dann noch Gutes tut, tut dies selbstlos und nicht wegen der Belohnung oder aus Furcht vor der Strafe.

Merkwürdig, dass ein Gott nicht darauf kommt, aber ein Mensch schon.

Kommentar von Kufrmullah ,

Unlogisch!

Du tust so, als wäre es eine Tatsache, dass es ein Leben nach dem tode gibt. Dies muss man beweisen oder es lassen. 

Kommentar von Plautzenmann ,

Eine sehr gute Antwort. In der Tat sind wir nicht in der Lage, das Göttliche auch nur ansatzweise zu verstehen oder zu erkennen, geschweige denn einen etwaigen Sinn hinter allem. Alleine schon die Tatsache, dass der Mensch hinter allem einen Sinn braucht (ich würde fast schon sagen, dass der Mensch süchtig ist nach "Sinn"), sollte einen zum Reflektieren ob der eigenen Urteils- und Begriffsfähigkeit bringen.

Wie gesagt sehr gute Antwort.

Kommentar von HumanistHeart ,

Eine sehr schlechte Antwort.

Erst bescheinigen wir uns also zu beschränkt zu sein um Aussagen über das Absolute treffen zu können – und nehmen dann gerade diesen Umstand her, um auszusagen das Absolute müsse es geben.

Wie gesagt sehr schlechte Antwort.

Kommentar von Giustolisi ,

In der Tat sind wir nicht in der Lage, das Göttliche auch nur ansatzweise zu verstehen oder zu erkennenDann wären wir alle Atheisten.
Es gibt aber leute, die glauben, das Göttliche erkennen zu können und Aussagen darüber machen zu können. 

Alleine schon die Tatsache, dass der Mensch hinter allem einen Sinn braucht
Atheisten brauchen nicht hinter allem einen Sinn, den suchen nur viele Religiöse.

Antwort
von Formlos21, 15

Da ich Menschendenkfähig bin ,sage ich mal ,Gott hat sogar den Egoismus erfunden.Warum auch nicht.ist doch denkbar .Alles was denkbar ist,muss doch von Gott sein.Oder glaubst du  außer Gott gebe es noch einen aus dem Nichts der dir böse Gedanken macht? Wir werden in unserm denken immer von zwei Polen bestimmt egal was die Denkmaschiene denkt.Wir haben uns in der Denkmaschiene dafür entschieden (zumindest mehrheitlich)Egoismus als schlecht zu bezeichnen .obwohl wir es alle mehr o weniger sind.Die Religionen der Kirchen und sonstigen Oganisationen reden von einer Prüfung, Gottes, bei dem du dich mit deinem freien Willen entscheiden musst, für das Gute.Sonst wirst du nach dem Tode bestraft (Angst verbreiten)oder belohnt (unbewiesene Versprechen geben )Leider hat der sogenannte freie Wille des Menschen versagt ,der Egoismus lebt immer noch.Gibt es den freien Willen überhaupt bei diesen Auswirkungen.des Egoismusses? Solange ich nicht inder Lage bin ,meine Vergangenheit zu ändern,solange ich nicht meine eigene Zukunft so ändern und bestimmen kann, wie ich will,.finde ich es fragwürdig von einem freien Willen zu reden.Der Egoismus existiert, und der Gott der millionenfach falsch verstanden, und bewusst falsch interpretiert wurde, muss  ja ein Egoist sein .

Antwort
von Andrastor, 113

Laut Bibel ist Gott so ziemlich der größte Egoist der Geschichte. Er erschafft Die Welt, so wie er sie für richtig hält, inklusive Menschen aus reiner Langeweile, gibt den Menschen "freien Willen", aber wenn man sich nicht so verhält wie er sich das vorstellt, wird gnadenlos gemordet und in die Hölle geschickt.

Vor allem da er die Verehrung seiner Person als höchstes Gebot verkündet hat. Wer erschafft schon Lebewesen nur damit sie dem Schöpfer zu Füßen liegen?

Wir können von Glück reden, dass es ihn nie gegeben hat.

Kommentar von Dhalwim ,

@Andrastor

Was Humorvolles:

gibt den Menschen "freien Willen", aber wenn man sich nicht so verhält
wie er sich das vorstellt, wird gnadenlos gemordet und in die Hölle
geschickt.

Gott: "Ich gab dir einen freien Willen, also setze diesen genauso ein, wie Ich es dir Befehle!"

Vor allem da er die Verehrung seiner Person als höchstes Gebot verkündet
hat. Wer erschafft schon Lebewesen nur damit sie dem Schöpfer zu Füßen
liegen?

Jemand mit übelsten Minderwertigkeitskomplexen!

Wir können von Glück reden, dass es ihn nie gegeben hat.

Also Andi, für dich und mich existiert er nicht, da wir Atheisten sind. Wohl aber "existiert", diese Gestalt in den Köpfen der Menschen seit Jahrhunderten. Eigentlich ist Gott ja ein Fluch, und er wird nicht aufhören uns zu jagen, bis wir sogar den letzten Menschen aufgeklärt haben, dass er (eigentlich), nicht existiert.

LG Dhalwim

Kommentar von Andrastor ,

dein Wort in Gottes Ohr XD

Kommentar von Formlos21 ,

Er exiestiert nicht,sagt du. Sicher ist es nur ein Wort (Gott) die Bibel der Koran alles nur Wörter auch was drinn steht.Die Reden Predigten Zeremonien .Alles nur Wörter oder Zeichen oder mögliche Wegweiser?.Leider sind  wir Menschen fast immer  nicht in der Lage über den Tellerrand hinauszuschaun.Aus dem Grund sind die überzeugten Atheisten, gläubiger, als die Religionsgläubige.Wenn wir uns mal bewusst machen wer wir sind ,und dass es wahrhaftig nichts gibt, außer den Augenblick den wir jetzt erleben.Aber unsere Denkmaschiene unser Gehirn, dass 24Stunden täglich arbeitet und lärmt, meint es anders.Fürs Gehirn sind wir alle schuldig haben einen freien Willen,und Gott ist etwas anderes, als wir denken somit getrennt von uns.Wenn es einen Gott gibt,dann kann er nur jetzt und hier, und in uns, und durch uns erlebt werden,mit Gott ich bin.

Kommentar von Andrastor ,

Aus dem Grund sind die überzeugten Atheisten, gläubiger, als die Religionsgläubige.

Das ist mehr als nur falsch. Die meisten Atheisten denken wissenschaftlich und schließen Überzeugungen aus Prinzip aus.

Liefere Atheisten unwiderlegbare Beweise für Gottes Existenz und die meisten (Ausnahmen gibt es immer) werden seine Existenz nicht weiter abstreiten.

Nur gibt es eben keine Beweise, warum sollte man also an Gott glauben, wenn er nur widerlegt, nicht bewiesen wurde?

Wenn es einen Gott gibt,dann kann er nur jetzt und hier, und in uns, und durch uns erlebt werden,mit Gott ich bin.

Das ist wieder nichts weiter als glaubensromantischer Schwachsinn.

Kannst du einen Stein nur nier und jetzt und durch dich erleben, oder kann es sein, dass man dich auch anders von der Existenz eines Steins überzeugen kann?

Alles was es gibt, kann bewiesen werden, sachlich, nachvollziehbar und unwiderlegbar. Alles was es gibt hat Auswirkungen auf sein Umfeld und diese Auswirkungen können zum Ursprung zurückverolgt werden.

Nur bei Gott sieht es seltsamerweise immer anders aus. Dieser muss "erfahren werden". Weißt du was noch auf diese Beschreibung zutrifft?

Emotionen, Fantasiefreunde und Halluzinationen.

Antwort
von Kufrmullah, 37

Ob es Gott gibt, kann nicht bewiesen werden, genauso wie das Gegenteil. Das ist ja der Trick am Glauben. Mich wundert, dass niemand bei dieser Frage die Logic zu Rate zieht. 

Gott hat alles erschaffen und ist allmächtig. Für beides gibt es nirgends einen Beweis. 

Nur mal zur Allmächtigkeit : kann er einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er ihn nicht hochheben kann ? Jänner es nicht, ist er nicht allmächtig, kann er es doch, ist er auch nicht allmächtig. 

Gott ist allwissend ? Wenn er alles weiß, hat er doch selber die Verantwortung über die Menschen, die böse sind. Er hat sie doch selber erschaffen. Für diese Unlogik würde dann ein Ass aus dem Ärmel gezogen: der Teufel. 

Wer braucht Gott wirklich ? 

Priester und imame um ihren Schwachsinn zu rechtfertigen. 

Wer seine Spiritualität leben will braucht wirklich keinen Gott.

Fragen würden mich freuen. 

Antwort
von nobytree2, 122

Da Gott geschaffen hat und dieser Schöpfung in der Heimkehr zu Gott ein positives Ziel gesetzt hat, würde ich Gott nicht als egoistisch bezeichnen, da etwas Er etwas geschaffen hat, welches auch von Ihm profitiert. Gott leitet den Menschen auf Gott, weil Gott das höchste und beste Ziel für den Menschen ist.

Die Schlechtigkeit der Erde hindert diese Bezüge nicht. Der Mensch kann sich auch in größter Not für Gott entscheiden und nur das ist relevant, nicht die Umgebung in welcher die Entscheidung zu fällen ist.

Demnach würde ich die Schöpfung als Widerlegung eines negativen Egoismus bei Gott vermuten, da die Schöpfung einen Fremdbezug Gottes impliziert und nicht einen reinen Ich-Bezug. Der Bezug der Schöpfung auf Gott hingegen dient auch der Schöpfung, da Gott das eigentlich Gute ist.

Kommentar von WeicheBirne ,

Der Bezug der Schöpfung auf Gott hingegen dient auch der Schöpfung, da Gott das eigentlich Gute ist.

Er dient allen... bis auf denen, die laut Bibel brennen werden.

Antwort
von gottesanbeterin, 4

Gott ist ein Egoist, wie etwa eine gute Mutter, die sich wünscht, dass es ihren Kindern gut geht.

Nur eben leider hören diese Kinder nicht auf sie,  beuten einander aus und bringen sich gegenseitig um. - Und schätzen zum Großteil überhaupt nicht, was sie alles für sie getan hat und immer noch tut.

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von suziesext08, 42

das Wort Gott ist einfach bloss n leerer Umzugskarton. Kann jeder und jede Religion was reinpacken.

Der griechische Philosoph Epikur hat gesagt, die Götter sitzen in ihrem Olymp, lassen sichs gut gehn und was da unten alles so vor sich geht, ist denen völlig schnurz, so wie Honneckers in Wandlitz, oder heute den Milliardären an der Wallstreet oder den unseren samt ihren politischen Hausmeistern und Hausmeisterinnen in ihren idyllischen Refugien.

Gibt natürlich auch Religionen, die reden den ihren ein, der Gott ist so ne Art Chefprogrammierer und SysOp, aber dann wär er wohl kein Egoist, sondern n Pfuscher, der nicht mal n Job in der Werkstatt vom Media  Markt kriegen würde.

Und andere sagen, er ist n Scharfrichter, einer, der Menschen und Geister bloss gemacht hat, damit sie ihm dienen, oder er ist n Vater, was weiß ich.

Statt ner Frage kannste dir doch selber n Gott ausdenken, der kein Egoist ist und auch nicht so viele Widersprüche zeigt, und den  legste denn in deinen leeren Karton mit der Aufschrift 'mein Gott'.

Kommentar von Rosenblad ,

Der "Kartonbegriff" taugt als Gotteskategorisierung, wenn Du mir erlaubst rezipiere ich diesen Begriff für mich auch einmal in einem späteren Zusammenhang.

Antwort
von Giustolisi, 74

Ich glaube nicht an Gott, dazu sind die Geschichten über ihn einfach viel zu lächerlich.

Aber ich kann für einen Moment so tun, als wären sie wahr.
Dann kommt mir dieser Gott wie ein jähzorniges, egoistisches Kind vor.

Seiner Schöpfung will nicht so wie er? Das hätte er als allwissendes Wesen wissen müssen, aber lassen wir das mal bei Seite. Also vernichtet er einfach mal alle, die nicht so wollen wie er, und die Unschuldigen um sie herum natürlich gleich dazu. 

Man will nicht an ihn glauben? Dann wird man nach dem Tod auf ewig bestraft. Christen erzählen gerne die Geschichte von freien Willen, aber die läuft dem ganzen zuwider. Wozu den menschen einen Freien Willen geben, wenn man ihnen keine freie Wahl lässt?

Die Geschichte von Hiob ist auch die Geschichte eines egoistischen Gottes. All das leid und die vielen Toten lässt er zu, nur um eine Wette zu gewinnen. 

Selbst wenn man das heilige Buch der Christen her nimmt, beschreibt es nur ein bösartiges, egoistisches Wesen mit offensichtlich beschränktem Verstand, das nur die Leichtgläubigen belohnt.

Antwort
von TomMike001, 200

Er kann kein Egoist sein, weil es ihn gar nicht gibt.

Gott ist nur ein imaginäres Wesen, dass Menschen brauchen, um an irgendwas Höheres zu glauben und sich daran festzuhalten.

Nein, ich bin nicht in der Kirche!

Kommentar von DerTroll ,

Deswegen hat der Fragensteller doch extra geschrieben: "Natürlich basiert alles auf dem Gedanken, dass es Gott wirklich gibt."

Antwort
von AOMkayyy, 151

Naja wenn man an Gott glaubt, stellen ihn sich die Leute immer noch individuell vor. Falls man ihn sich als bärtigen Mann vorstellt, der im Paradies vor der Glotze sitzt und alles Unheil mit bekämpfen könnte, aber er grade keine Lust hat, da seine Lieblings-Serie läuft, dann wär er ein Egoist. Aber ich glaube kaum, dass Gott, in der Vorstellung der Meisten, sich um sein Wohl kümmern muss. Daher kann er auch kaum ein Egoist sein.

Kommentar von WeicheBirne ,

So passiv ist Gott gar nicht. Er verlangt, daß man ihn anbetet, oder es passiert was.

Gott ist also eher wie ein Aufmerksamkeit heischender Facebook-Nutzer, der tierisch ausrastet wenn man ihm keine Nachricht schreibt -oder schlimmer noch, wenn man die Facebook-Seite der netten Göttin von nebenan besucht.

Antwort
von gottesanbeterin, 26

Angenommen, die Mutter einer großen Kinderschar hat bereits tausende Male ihre Kinder gebeten, sich zu vertragen und sich nicht dauernd gegenseitig zu bekämpfen und zu verdreschen und einander die Schädeln einzuhauen, , sie war auch manchesmal ganz schön zornig deshalb,  und  jetzt wartet sie einfach unendlich geduldig , ob und bis die Kinder einsehen, dass es besser ist, sich zu vertragen und auf sie zu hören,

- ist diese Mutter dann deswegen egoistisch?

Antwort
von 666Phoenix, 90

Lass uns doch mal einen seiner ehemaligen Platzhalter auf Erden hören:

"Es gibt neben dem Schwert und dem Hunger eine noch größere Tragödie, nämlich die des Schweigens Gottes, der sich nicht mehr offenbart und sich scheinbar in seinen Himmel eingeschlossen hat, so als sei er des menschlichen Tuns überdrüssig." 

(Kein Geringerer als Papst Johannes Paul II. anlässlich einer Generalaudienz 2002)

Oder einen Angehörigen des von diesem Gott "auswählten Volkes":

"Nach Auschwitz besteht mein Atheismus nicht mehr einfach in der Bestreitung ´seines´ Daseins. Sondern in meiner Empörung über die Würdelosigkeit derer, die sich einem, der dies zugelassen hat, im Gebet nahen."

(der jüdische Schriftsteller Günter Anders)

Oder eine andere kluge Person:

"Gott ist die aufs lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor viertausend Jahren den Juden und vor knapp zweitausend Jahren den Christen offenbart haben, mit deutlicher Bevorzugung der weißen Rasse unter Vernachlässigung der Schwarzen, Gelben, und der Rothäute? Auf solche Märchen kann ich mühelos verzichten"

(Dichterin Claire Goll)

Mehr Egoismus und Selbstsucht kann man doch gar nicht beschreiben!

Kommentar von 666Phoenix ,

edit: "auserwählten Volkes"

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