In welcher Zeitform schreibt man Rückblenden?

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4 Antworten

Du hast da künstlerische Freiheit. 

Das Plusquamperfekt ist eine sehr unbequem zu verwendende Zeit, auch für Rückblenden - falls deine Geschichte im Präteritum erzählt wird.

Da würde es völlig reichen, wenn du am Anfang klarstellst, dass es sich um eine Rückblende handelt - und danach auf das sperrige Plusquamperfekt verzichtest.

Bei manchen Geschichten ist die Erzählzeit das Präsens. Da müsste die Rückblende dann eigentlich im Präteritum erfolgen. Aber hier gilt Ähnliches: Nachdem du klargestellt hast, dass es sich um eine Rückblende handelt, kannst du auch auf das lebendigere Präsens umschwenken. 

Künstlerische Freiheit eben. 

Viel Spaß beim Schreiben! 

Gruß, earnest

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Kommentar von Ladybird05
27.07.2016, 22:23

Alles klar. Auch dir danke für deine Antwort. Ich denke ich probiere einfach mal ein bisschen was aus

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Kommentar von earnest
28.07.2016, 06:39

Nachtrag.

Eine ganz einfache Methode (neben z.B. Kursivdruck) wäre zum Beispiel eine schlichte Datumsangabe. 

Danach ist alles klar. Und die sperrige Vorvergangenheit ist außen vor.

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Da kannst du fast jede Zeit nehmen, außer vielleicht Futur(wäre unlogisch). Es ist ja auch die Frage, ob du überhaupt vorhast, kenntlich zu machen, dass es sich um eine Rückblende handelt. Warum sollten die Leser nicht selbst darauf kommen können?

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In einer Erzählung gibt es oft mehrere Zeitebenen. Du musst zuerst entscheiden, ob der Leser wissen soll, ob es sich um eine Rückblende oder die geschehende Zeit handelt. Wilst du den Leser im Dunkeln darüber lassen, verwendest du in beiden Zeitstufen die gleiche Zeitform. Dies ist aber eine eher ungewöhnliche Methode, und man muss schon sehr gut schreiben können, um sie zu verwenden - denn sie kann den Leser schnell verwirren.

Normalerweise ist die Standardzeitform für die erzählende Zeitebene deshalb das Präteritum. In einer Rückblende benutzt man dann das Plusquamperfekt (vorgeordnete Zeitform).

Schreibst du die erzählende Zeitebene dagegen im Präsens, verwendest du in einer Rückblende als vorgeordnete Zeirforn das Perfekt. Im Präsens zu schreiben ist aber eher unüblich für Erzählungen und ik Roman verwendet man sie eher selten.

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Kommentar von earnest
27.07.2016, 22:12

Ja, das wäre das Standardverfahren.

Aber der kreative Geist kann, darf und soll sich über die pure Grammatik bei Bedarf hinwegsetzen.

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Wenn ein tatsächlicher Zeitsprung stattfindet, ist es durchaus legitim, auch im Präsens zu schreiben, da es ja zur damaliger Zeit im Präsens speilt. 

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Kommentar von Ladybird05
27.07.2016, 21:20

Da spricht also nichts dagegen? Ich finde nämlich im Präteritum klingt es komisch, aber ich konnte mir nicht vorstellen, das ich einfach alles im Präsens schreiben kann... 

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