Gibt es gute und schlechte Glasschneider?

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4 Antworten

Aus eigener Erfahrung kann ich auf jeden Fall schon mal dringlichst von diesen ganz billigen "Rollrad-Schneidern" aus dem Baumarkt abraten, die am Schneidkopf eine flache Sechskant-Mutter und 6 Schneidrädchen besitzen. Die Dinger sind echt für die Tonne und eignen sich pro Schneidrad höchstens je für 2-3 Schnitte ... und dann auch nur für ganz simples Glas bis etwa 3 mm. 

Wenn Du öfter mal Glas konfektionieren musst, so besorge Dir besser einen etwas besseren Glasschneider mit Hartmetall-Spitze oder Diamant.

Wie @HolgerHolger schon richtig sagte, so ritzt Du mit solch einem "Schneider" nur die Glasoberfläche entlang eines Lineals an. Der erste Ritz muss absolut gerade und durchgängig ohne Ansätze sein. Zur Bindung des Glasstaubes beim Anritzen gebe ich entlang der geplanten Bruchlinie Spiritus auf das Glas und ritze es dann "Nass" an.

Zur Arbeitsvorbereitung solltest Du genau unter der geplanten Bruchlinie noch eine absolut geradkantige Unterlage mit möglichst spitzer Ecke ( also ohne abstumpfenden Eckenradius ) unterlegen .

Dann ritzt Du das Glas an und brichst es durch einen kurzen aber angemessen festen Schlag auf das Abbruchstück dann . ( Handschuhe tragen und Schutzbrille )

Diese Technik funktioniert allerdings nur bei "Standard-Glas" ( auch Spiegeln ). Bei gehärtetem Sicherheitsglas funktioniert das ( zumindest für Laien ) nicht. Spiegel immer auf der unbeschichteten Frontseite anritzen.

Am besten vor der Arbeit am "finalen Objekt" erst mal an Reststücken normalen Glases üben.

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glasschneider ist das verkehrte wort,es sind glasritzer und dann wird es gebrochen.wenn du eine glatte fläche willst kommst du um schleifen nicht herum,sollest aber bei spiegel die schneidfläche nach dem schleifen mit lack versiegeln

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Ein Glasschneider schneidet das Glas nicht, sondern ritzt die Oberfläche an. Dann wird das Glas über eine Kante gebrochen.mit ausreichendem Druck an einem Lineal in einem Zug durchziehen, nicht in der Mitte neu ansetzen.

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Danke euch vorerst ↑

Dass der Begriff Glasschneider missverständlich ist weiß ich wohl, dennoch ist es ein üblicher Begriff. Unsere Zollstöcke sind ja auch Gliedermaßstäbe mit Zentimetereinteilung ☺ im Kontext sind solche Begriffe also nicht missverständlich.

Trotzdem danke für den Hinweis, lesen ja noch andere mit.

So einen uralten "Rollrad-Schneider" habe ich hier liegen, aber da rollt nicht wirklich was. Mit einem neuen für ein paar Euro mache ich nix verkehrt - oder?

Oft will ich Glas nicht ritzen ;-) Aber es sind jetzt so 16 bis 20 Schnitte. Petroleum (Lampenöl) hätte ich auch hier.

Was würde denn so ein Hartmetall- oder DiamantRITZER kosten? Wer weiß, was in Zukunft kommt.

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Kommentar von Parhalia
09.03.2016, 17:43

Für nur "ab und zu" fährst Du u.U. sogar besser, wenn Du Deine Gläser und Spiegel mal direkt zu einem Glaser trägst und dort zumindest "brechen" lässt.

Schnell gemacht und wenig Zeitaufwand.

Den Kantenschliff kannst Du DANN ja immer noch daheim ( nass ) durchführen .

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