Frage von Siggi1203,

Garten, Obstbaum, Krankheit?

Hallo, wir haben zwei alte (ca.30-40Jahre) Apfelbäume, die zwar bis dato gut getragen haben und deren Äpfel auch gut schmecken. Wir möchten Sie eigentlich gerne erhalten. 1. Leider hat einer der Bäume im Stammbereich einige Löcher (entstanden vom Äste entfernen durch früheren Besitzer) die ich nach abbürsten des Stammes mit Lehm schliessen möchte. Den Stamm mit Baumkalk streichen und einen Leimring anbringen. Dies ist meine Vorgehensweise und ich hoffe, ich kann Ihn retten. 2. Der andere Baum-Stamm sieht viel schlechter aus. Hier sind Teile der Rinde von allein abgefallen, nicht nur im Stammbereich auch an verschiedenen Ästen. Das Holz von den betroffenen offenen Stellen siet darunter schwarz aus. Ein Fachberater einer Baumschule dem ich Bilder zeigte sagte: Dies ist kein Baumkrebs, unerklärlich für Ihn! Ich habe hier von jedem Baum 2 Bilder eingestellt, vielleicht oder hoffentlich kann mir jemand da weiterhelfen! Es wäre schon Schade wenn ich Sie entfernen müsste. Sollte es keine Rettung geben, na dann...............

Stamm 1
Stamm 1
Stamm 1
Stamm 1
Stamm 2
Stamm 2
Stamm 2
Stamm 2
Hilfreichste Antwort von Buschmeister62,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Zuerst müssen alle Aststummel ( Bild 1 ) entfernt werden! Alle Löcher müssen verschlossen werden und Stellen ohne Rinde mit Baumwachs abgedeckt werden. Bei großen Löchern empfehle ich gewöchlichen Fertigmörtel, dessen Ränder nach dem Aushärten mit Baumwachs verschmiert werden. Das Bild rechts zeigt Obstbaumkrebs durch nicht versorgte Baumschnittwunde. Die Schwarzfärbung kommt von einem Schwarzschimmel oder Holzfäule die das freiliegende Holz befallen hat. Das größte Problem an den Bäumen ist der Baumkrebs. Das ist ein Pilz. Bekämpfen kann mann ihn nur durch konsequentes Entfernen der befallenen Äste und sofortiges behandeln aller Schnittstellen mit Baumwachs . So wird die Sporenbildung unterbunden. Ich verwende immer Lac-Balsam.

Kommentar von Buschmeister62,

Herzlichen Dank für Deinen Stern ! ;-)

Antwort von godertdan,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo, ich möchte meinen Kollegen nur ungerne widersprechen, jedoch sind sie was die Baumpflege angeht noch von der alten Schule. Aststummel müssen auf jeden Fall bis auf den Astring gekürzt werden. Und ein regelmäsiger Schnitt wirkt wie gesagt wunder.

Von dem Verschliessen, Beschmieren, Auskratzen oder Abbürsten der Wunden oder der Rinde rate ich aber auf jeden Fall ab. Vor 10 Jahren war es noch gang und gebe die Wunden auszukratzen und zu füllen. Im der Baumpflege gelangt man aber immer wieder zu neuen Erkenntnissen. So ist jetzt bewiesen, dass das Auskratzen sogar gegen den Baum arbeitet. Entsteht eine Fäulnis, wehrt der Baum sich dagegen, in dem er eine Grenze (Abschottung) baut. Durch das Auskratzen zerstört man diese Schutzschicht, sodass der Pilz leichteres Spiel hat. Abbürsten hat den gleichen Effekt; dem Baum wird dadurch eher geschadet. Das Beschmieren macht nur Sinn, wenn man es direkt nach der Verletzung macht. Macht man es erst nach einigen Tagen, hat der Baum sich schon selbst dagegen gewehrt, sodass die Beschmierung keinen Nutzen hat. Ausserdem besteht die Gefahr, dass ein Pilz hinter der Beschmierung besser Lebensbedingungen findet, und den Baum noch besser angreifen kann. Das gilt auch für "Befüllungen". Den Stamm mit Baumkalk streichen macht auf jeden Fall Sinn. So wird der Baum vor Sonneneinwirkungen bestens geschützt. Der Leimring gegen Schädlinge ist im Herbst anzubringen und im Frühjahr auf jeden Fall wieder zu entfernen, da sonst auch die Nützlinge kaputt gehen.

Aus Erfahrung in der Obstbaumpflege empfehle ich: Bäume regelmässig beschneiden und manche Äste evt. stützen, damit sie unter der schwerer Last des Obstes nicht brechen. Ansonsten hilft man dem Baum am besten, wenn man ihn sich selbst helfen lässt. Ich weiss, dass man sich dann hilflos vorkommt, aber der Baum wird es dir danken!

Antwort von chriskra44,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Buschmeister 62 hat eigentlich m.W.alles bereits richtig beantwortet! Die befallenen Stellen würde ich mittels Hohlstemmeisen gründlich auskerben und die Löcher entsprechend sorgfältig verschließen! Auch ein pedantischer, regelmäßiger Baumschnitt wirkt auf Dauer wahre Wunder und wird wohl sehr zum noch hoffentlich langem Lebenserhalt der Bäume beitragen! Allerdings ist es auch mal notwendig einen Baum zu fällen und dafür einen neuen zu pflanzen-zuvor aber einen qualifizierten Fachmann bitten, das Objekt zu begutachten....

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