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Fair trade nachteile?

gefragt von Viggo am 16.09.2008 um 14:59 Uhr

Gibt es für die Landwirte und Händler im Ausland auch Nachteile durch den fair trade? Ich werde dieses Thema demnächst mit einigen Jugendlichen ausarbeiten und wollte zuvor eure Meinung hören.


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kaesbrot
beantwortet von kaesbrot am 16. September 2008 15:00
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Nein, die sind ein wenig fairer als die normalen Händler. Nur sich gleich Fair zu nennen, ist schon eine Frechheit!

Kommentar von maganz am 16. September 2008 15:04

Kann Du Deine Wertung auch begründen?

Kommentar von A85ec3806be0e9452a006f95981d93c5smallkaesbrot am 16. September 2008 15:09

Ja, diese Preise werden von Händlern mit den Bauern besprochen, aber sollte der Bauer doch "zuviel" verlangen, was normalerweise ein fairer Preis wäre, dann wird es kein Handel stattfinden. Letzendlich muß der Bauer trotzdem nachgeben, damit er ihn als Kunde erhält und bekommt somit ein paar Kröten mehr, aber fair ist das sicherlich nicht! Sollte es fair sein, dann könnten unsere Discounter diese Waren nicht anbieten...z.B hat Penny neuerdings etliche Produkte, die gerade mal ein Euro teurer sind als die "normalen" Waren.

Kommentar von maganz am 16. September 2008 15:13

Interessante Definition von "fair" = nicht gewinnbringend. Entspricht aber wohl nicht der allgemeinen. Außerdem geht es um den ANTEIL am Gesamtpreis, den die Produzenten bekommen, nicht um einen absolut gesehen niedrigen Preis.


anonym
beantwortet von TimRobot am 16. September 2008 15:04
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Na ja häufig ist es so das sich die Mafia den mehrverdienst zurückholt die so ein Bauer bekommen hat! Also müssen sich diese Bauern vor dem Zorn der anderen nicht berücksichtigten Bauern und deren dunklen Machenschaften fürchten weil sie mehr Geld bekommen für ihre Ware als die andern!


anonym
beantwortet von maganz am 16. September 2008 15:09
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Händler sind nie benachteiligt, wenn, dann die Produzenten oder die Konsumenten.

An Produkten, die in der Dritten Welt erzeugt werden, naschen viele mit. Die eigentlichen Produzenten kriegen am wenigsten ab. Fair Trade & Clean Clothes wollen das ändern. Schuhe und Kleidung werden häufig in Fernost produziert. Die Markenkonzerne beauftragen Vermittler in Hongkong oder Südkorea mit dem Fertigungsprozess. Diese geben den Auftrag an kleine Fabriken in China, Indonesien oder Thailand weiter. Der Markenhersteller selbst stellt eigentlich gar nichts mehr her, er beschränkt sich auf die Planung und das Design neuer Modelle und um die Vermarktung. Bei Modeartikeln wird bis zu vier Mal pro Jahr eine neue Kollektion aufgelegt. Und Werbung dient kaum der Produktinformation, sondern es geht darum, neue Bedürfnisse zu wecken, Marken von der Güterwelt loszulösen und zu einer Lifestyle-Philosophie hochzustilisieren. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Sponsoring von Sportlern oder Popstars, mit denen sich die Menschen identifizieren sollen. Sportschuhe, für die ein Konsument 120 Euro zahlen muss, werden zum Beispiel um 16,20 Euro (= 16,2% vom Nettopreis) produziert. Den überwiegenden Teil des Kaufpreises verschlingen Marke und Handel: zusammen 78 Euro.

Fair gehandelte Produkte weisen eine signifikant andere Preisstruktur auf. Beispiel Schokolade: Statt 6 Euro bekommen die Produzenten 33 Euro. Weiterverarbeitung und Einzelhandel verbuchen zusammen 44 Euro, Transport und Zölle wiederum 22 Euro. Fair gehandelte Produkte bieten also dem Verbraucher die Sicherheit, dass die Produzenten einen wesentlich größeren Anteil des Kuchens bekommen.





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