Frage von troaas, 58

Fahrverhalten von US Muscle Cars?

Hi Leute, Mich würde es mal interessieren wie das Fahrverhalten von Muscle Cars aus den späten 60er ist wie z.B. der Chevrolet Chevelle ist und wie sehr es beeinflussbar ist. Diesen Fahrzeugen wird ja ein extrem schlechtes Fahrverhalten und ein schwammiges Fahrgefühl nachgesagt. Jedoch werden mit solchen Autos in Filmen wie fast and furious oder Need for Speed die unglaublichsten Rennen gefahren. Natürlich ist mir Kla das Hollywood da größten Teil nur getrixt hat aber ich frage mich wie viel Wahrheit da dran ist. Ob man mit einem neuen Fahrwerk oder anderen Modifikation die Kurvenlage etc. so verbessern könnte das so ein Auto annähernd an die Fahrzeuge aus den Filmen ran kommen könnte. Vielleicht besitzt von euch jemand so ein Auto und kann aus erster Hand berichten :)

Antwort
von RefaUlm, 20

Liegt an deren weichen Fahrwerk welches damals verbaut war, auch die Bremsen waren gnadenlos unterdimensioniert! Das einzige was wirklich lange gelebt hat (und oft auch den Rest des Autos überlebte) waren die riesigen Motoren und die 4 Ganggetriebe...

Mit einem richtigen Getriebe, einer versteiften Karosserie, einem sehr guten Fahrwerk und ordentlichen Bremsen sind das schon recht schnelle Autos!

Bestes Beispiel ist die neue Corvette! Die hat dieses Jahr auf dem Sachsenring nicht nur den Nissan GTR mit Nürburgring Attack Pack sondern auch den nagelneuen R8 V10+ versägt und hat über 3 Sekunden Vorsprung auf beide gehabt obwohl die Vette als einzigste Hinterrad Antrieb hat 😎

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 16

Weil die so eine schlechte Straßenlage haben, lassen sich damit gut spektakuläre Szenen drehen. Wo da das Heck quitschend ausbricht, würde ein Porsche noch ohne jede Reaktion durchfahren.

Antwort
von chevydresden, 25

Im Zubehörhandel gibt es alle erdenklichen Fahrwerkskomponenten, Bremsenkits, Getriebeumbausätze, Motortuning... So kann man den meisten Fahrzeugen zu ordentlichen Fahrleistungen verhelfen.

Antwort
von TMB6Y, 27

Das liegt schon an der Bauweise solcher US Cars.Die wurden früher sehr preiswert gebaut. So ein Mustang hat damals neu gerade mal 5000 US Doller gekostet. Das meiste Geld steckt in den Motoren..Im Fahrwerk und Blech eher weniger weshalb es auch nicht mehr allzuviele von diesen Kameraden gibt..Stichwort Rost... Sie sind relativ Hoch wobei im Vergleich dazu die Fahrzeugüberhänge ( Das was über Die Achsen hinaus hängt) sehr groß sind. Somit hat er eine große Angriffsfläche beispielsweise für Seitenwind die auf den geringen Radstand wirken. Das Auto schwimmt also mehr durch was durch schlechte Straßen besonders auffällig ist da das Fahrzeug hier zu Wippen anfängt. Aus diesem Grund gibt es Tieferlegungen um die Fahrstabilität besonders in Kurven zu verbessern. Das trägt dazu bei das das Auto einen besseren Straßenkontakt hat. LG

Kommentar von Fraganti ,

Erst einmal hat ein Mustang keine 5000$ gekostet und offensichtlich hast du gar keinen Bezug zu dieser Zeit und dem damaligen Wert des Geldes. 

5000$ war ein durchschnittliches Netto-Jahreseinkommen in den USA, vergleichbar mit 50.000-60.000$ heute. 

Rest ist ebenfalls nur unsinnige Theorie. Von wegen es gäbe nicht viele Mustangs. Es gibt weltweit mehrere hundertausend Mustangs aus den 60ern. 

Kommentar von TMB6Y ,

Du musst es ja wissen...Hab es allerdings mal gelesen wie heutzutage der Vergleichbare wert ist ....Kaum zu glauben aber ein VW Käfer hat damals in den 60ern Jahren auch nur 5-6000€ gekostet...(: aber ich höre mir gerne deine Theorie an warum US Cars so sind wie sie sind. Gutes Gelingen.

Kommentar von Pfaffenhofener ,

Nur 5000€? Fasch! 5000 DM. Und soviel hat ein Arbeiter gerade mal im Jahr verdient.

Sagst du heute etwa auch, ein XY würde aktuell NUR 70.000.- kosten?

Kommentar von Fraganti ,

Ja, ich habe nicht bloß eine Stammtischmeinung, ich weiß, dass ein Mustang 2345$ Basispreis kostete was ca. einem halben US Durchschnittsjahreseinkommen entsprach. 

Ich weiß auch, dass ein Käfer einen Basispreis von 4200DM besaß, was ca. einem halben deutschen Durchschnittsjahreseinkommen entsprach. Dieser Preis stieg zum Ende der 60er sogar auf 6000DM, während die deutschen Löhne im gleichen Zeitraum fast stagnierten. 

Jetzt vergleich die Produkt- und Fahreigenschaften dieser beiden Wagen in Basisaustattung, dann weißt du, in welchem Land z.B. eine Sekretärin für ihr Geld das deutlich bessere Auto bekam!

Wenn du ein deutsches Fahrzeug suchst, das etwa die Produkt- und Fahreigenschaften des Basis-Mustangs erfüllt, musst du bei 6 Zylinder Mercedes schauen, wie ihn der Direktor des mittelständigen, deutschen Unternehmens fuhr, denn so etwas war deutlich teurer als ein durchschnittliches Jahresgehalt. 

Für relativ wenig Aufpreis kam der Mustang aber z.B. auch mit Klimaanlage oder elektrisch verstellbaren Sitzen, was kein deutscher Hersteller überhaupt liefern konnte! Die US Optionslisten wiesen schon in den 50er Jahren viele Gimmicks auf, die bis vor 10 Jahren, teilweise sogar noch immer, bei deutschen Herstellern nicht angeboten werden.

Besagter Mercedes kam gegen hohen Aufpreis mit Automatikgetriebe - das war das beste Extra auf der kurzen Optionsliste. Ein Getriebe, das grundlegend immer das selbe blieb, von 1961 bis 1989. Außerdem ist es nur die Kopie des General Motors Hydramatic Getriebes - einer US Entwicklung von 1939, Vorkriegszeit! Und so etwas nennt man in Deutschland dann "deutsche Ingenieurskunst" und "deutsche Wertarbeit". Langsam sollte dir ein Licht aufgehen, wie die deutschen sich permanent selbst verkaspern. 

US Cars sind keineswegs so, wie du dir das vorstellst ;)

Kommentar von TMB6Y ,

Ja mein Gott ob nun DM oder Euro. Klar war das früher ne Menge Geld aber ich wollte eigentlich nur darauf hinaus das diese Fahrzeuge für (einen lächerlichen Preis würde man heute sagen) trotzdem so im Wert gestiegen sind, siehe heute gut erhaltene Käfer ab 20-30.000€ oder sogar mehr . Abgesehen von der Währungsumrechnung DM  haben diese Fahrzeuge Trotzdem den Wert Verdoppelt oder verdreifacht.... wenn man jetzt die 5-6000 DM auf knapp 10.000€ umrechnet .Dagegen ein Beispiel : VW Up kostet ca 10.000€ also wäre der laut DM Umrechnungskurs ungefähr soviel wert wie Damals 2 Nagelneue VW Käfer. Dort wird sich der Wert nach mehr als 50 Jahren garantiert nicht verdrei oder vierfachen. Obwohl dann das heutige Durchschnittliche Jahreseinkommen bei knapp 25-30.000€ liegt.

Kommentar von Fraganti ,

Schon wieder falsch. 

Das heutige Durchschnittseinkommen liegt in Deutschland bei 35.000€. Ein UP kostet 10.000€, also 35% des Jahreseinkommens. 

Ein Käfer kostete Mitte der 60er Jahre etwa 50% des Jahreseinkommens und Ende der 60er Jahre knapp 65% des Jahreseinkommens. 

Geldwert: du kannst dir heute mit deiner Arbeitszeit einen UP leisten, Ende der 60er hätte die gleiche Arbeizszeit nur für etwa einen HALBEN Käfer gereicht!  

Ein guter Basiskäfer der späten 60er Jahre hat übrigens einen Wiederbeschaffungswert (Versicherung) von ca. 7500€. Am Markt findet man immer wieder mal welche für 5000-6000€, wenn man etwas Geduld hat. 

Kommentar von TMB6Y ,

Da hast du allerdings recht, das die Deutsche Automobilindustrie gerade im Vergleich zu den Südlandern um einige Jahrzehnte zurückhängt. LG

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