Erfahrungen im Bereich TM Meditation?

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1 Antwort

ich habe 1967 damit begonnen und bin dadurch wieder aus der drogenwelle rausgekommen, habe aufgehört mit kettenrauchen und im laufe der jahre immer mehr einsichten, erfahrungen und lebensweisheiten entdeckt. ich kam mir plötzlich vor wie ein philosoph, bis ich auf einem vertiefungskurs der tm erfuhr, das sich meine einsichten vollkommen mit dem deckten, was in der vedischen literatur schon seit jahrtausenden bekannt ist.

zehn jahre später begannen die etablierten kirchen plötzlich, tm als jugendsekte zu bezeichnen, was mich aber nicht mehr irritieren konnte, da ich bereits selber erfahren hatte, wie ich dadurch immer bewusster und selbständiger wurde. vorher hatten pfarrer oft meditationskurse mit tm in ihren gemeindehäusern etc. genehmigt und gefördert. auch heute gibt es wieder viele priester, nonnen und mönche, die tm als technik der selbstversenkung nutzen und verbreiten.

es gab auch zeiten, in denen ich wieder aufhörte zu meditieren, weil mich das leben in andere gesellschaftsbereiche drängte, in denen es kaum möglich war zu meditieren und die mich auf die schiefe bahn drängen wollten. aber dann hat mich das meditieren auch aus diesen bereichen wieder herausgeholt und meinen lebensweg wieder geebnet.

heute kann ich sagen: wenn ich damals nicht auf tm gestoßen wäre, wäre ich sicher nicht so ein glücklicher mensch, sondern hätte wahrscheinlich meine schattenseiten voll ausgelebt und das später wieder bereut.

1981 hatte ich in einer längeren rückzugsphase mein heimkehr-erlebnis, ich habe mein innerstes Selbst erkannt und kam mir vor wie der verlorene sohn, der heimkehrt zur mutter, oder wie adam, der zurückkehrt ins paradies. in dieser phase habe ich auch meine schattenseiten entdeckt und war völlig erschrocken, welche versteckten und verdrängten neigungen alles in meiner seele schlummerten. aber glücklicherweise musste ich diese negativen tendenzen nicht wirklich ausleben, sie wurden mir nur bewusst und ich merkte, dass ich niemanden auf der welt, der diese seiten auslebt, verachten kann, ich kann ihn nur bemitleiden, weil er sich dadurch auf dauer selber schadet.

heute empfinde ich die ganze welt als meine heimat und alle menschen als ausdruck desselben kosmischen selbst, das auch in mir lebendig ist, und darum fällt es mir schwer, einem anderen wesen schmerz zuzufügen, da es mit schließlich selber wehtun würde.

das in kürze über meine ganz persönlichen erfahrungen mit tm. jeder mensch macht aber andere erfahrungen, je nachdem, wie sein nervensystem strukturiert ist und welche verdrängten neigungen auf seiner seele schlummern und durch das regelmäßige eintauchen in die tiefe seines bewusstseins zutage treten.

und manche hören genau in diesen phasen wieder auf zu meditieren, wenn sie plötzlich in sich etwas entdecken, womit sie nie gerechnet hätten. sie brechen den weg zum selbst genau an der stelle ab, an der sie gerade eine strecke durch sumpf waten müssen, ohne zu wissen, dass der sumpf nach ein paar weiteren schritten schon wieder aufhört.

deswegen sind auch die weiteren seminare sehr hilfreich, in denen die mechanismen der stresslösung durch entspannung und die schritte erklärt werden, wie sich höhere bewusstseinszustände entfalten. sie liefern die nötige theorie, um die eigenen erfahrungen besser einordnen und verstehen zu können.

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