Frage von hannarion97, 156

Darf ich als Christ an einer buddhistischen Meditation teilnehmen?

Im Rahmen eines Seminars sollen wir Teilnehmer, um den Buddhismus näher kennen zu lernen, auch an einer Meditation teilnehmen. Ich habe absolut kein Problem damit, den Buddhismus als Religion kennen zu lernen. Im Gegenteil, ich freue mich sogar darauf. Nur bin ich mir sehr unsicher, ob es von meinem Glauben aus in Ordnung ist, wenn ich an dieser Meditation teilnehme, oder ob Gott das nicht möchte. Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll, denn ich würde ungern etwas tun, was gegen meine eigene Religion ist. Kennt vielleicht jemand eine Bibelstelle, die mir da genauere Auskunft darüber gibt bzw. kennt sich jemand mit der Thematik aus?

Antwort
von seguiendo, 11

Die ersten Christen hatten mal das Problem, dass das meiste Fleisch vorher im polytheistischen Kult einem der römischen Götter geweiht worden war und es daher "Götzenopferfleisch" war. Da haben sie sich die Frage gestellt, Fleisch essen dürfen, von dem sie nicht wissen, ob es solches "Götzenopferfleisch" ist oder nicht. Und Paulus hat damals sehr treffend der Gemeinde, die ihn brieflich gefragt hatte, geschrieben "Dem reinen ist alles rein" und dann inhaltlich in etwa: Es gibt nur einen Gott und der hat alles Fleisch erschaffen, andere Götter gibt es nicht, das ist also einfach ganz normales Fleisch, ihr könnt es im Prinzip einfach essen. Nur wenn ihr Götzenopferfleisch esst, um damit tatsächlich anderen Göttern zu opfern oder andere das von euch glauben, dann geht das nicht.

Mal davon abgesehen, dass es bei buddhistischen Meditationen gar nicht um andere Götter geht, lässt sich das ganz gut auf deine Situation übertragen: Du glaubst an Gott und daran, dass er der einzige Gott ist. Wo ist also das Problem, solange du das nicht tust, um deinen Glauben zu verleugnen, und das ist ja offensichtlich nicht der Fall. Du probierst einfach eine Methode aus. Und die steht nicht im Widerspruch zum Christentum. Wo ist also das Problem?

Antwort
von Wilkinson, 56

@ Titioesi: Ich will Dir jetzt um Gottes Willen nicht auf die Füße treten...

Ich gebe bei dieser Frage einfach mal zu bedenken, was Martin Luther mal gesagt, bzw. geschrieben hat: " ....ein jeglicher Christenmensch ist zweierlei Natur, geistlicher und leiblicher... Denn Gott kann nicht geehret werden, ihm werde denn Wahrheit und alles Gute zugeschrieben, wie er denn wahrlich ist. Das tun aber keine guten Werke, sondern allein der Glaube des Herzens.

Darum ist er allein die Gerechtigkeit des Menschen und aller Gebote Erfüllung"...

" DENN WER DAS ERSTE HAUPTGEBOT ERFÜLLET, DER ERFÜLLET GEWISSLICH UND LEICHTLICH AUCH ALLE ANDEREN GEBOTE"

Wichtig ist doch dass man Gott in seinem Herzen trägt. Seinen Glauben. Wo man ist, das ist doch letztendlich wurscht. 

Ein letzter Abschnitt noch, ebenfalls von Martin Luther:

" Denn wo ein Herz!! also Christum höret, das muss fröhlich werden von ganzem Grunde...  Denn wer will einem solchen Herzen Schaden tun, oder es erschrecken"???

Mit dieser Zuversicht, braucht  sich ein Christenmensch nicht zu sorgen.

Wo immer er sich auch befinden mag.

Kommentar von Titioesi ,

Hallo Wilkinson.

Danke für deinen langen Kommentar und ich fühle mich keineswegs auf den Schlips getreten.

Ganz verstehen tu ich deinen Kommentar aber nicht. Was meinst du genau damit? Das ein Christ sich keine Sorgen machen brauch? Das er frei ist alles zu lassen oder zu tun?

Es stimmt, dass er sich keine Sorgen machen brauch. Das ist wahr. Wir dürfen zu allen Zeiten Gott vertrauen.

Bezüglich der Freiheit ist es hilfreich zu definieren, was einen Christen ausmacht. Du hast es in einem Kommentar von Luther sehr schön schon beschrieben: Der Glaube ist es, an Gott und an seinen Sohn Jesus Christus.

Gerechtigkeit kommt aus dem Glauben. (Kann man schön im Römerbrief nachlesen, der Brief der Luther zu Christus führte und zur Rechtfertigung aus Gnade, nicht aus Werken vgl. Röm 3, 26; Eph. 2, 4 + 5.)

Nun ist die Frage: Was bedeutet Glaube? Ich möchte, dass an einer kleinen Illustration verdeutlichen:

Wenn ich dir sage, dass ich unter deinem Bett 1.000€ hingelegt habe (und du brauchst tausend Euro für eine Waschmaschine) und du glaubst mir, was hat das für folgen?

Du wirst sie gewisslich da abholen. (Bitte keine Theoretisierungen, die an dem Thema vorbeigehen)

Glauben hat immer eine äußere oder innere Handlung zur Folge .

Kommen wir zurück zum Glauben ind zur Freiheit.

Wenn ich nach dem Zitat Luthers von Herzen glaube, dann glaube ich Gott und dem was er sagt. Wenn nun im ersten Gebot schon festgehalten ist wir sollen Gott lieben, dann werde ich nicht mit anderen Göttern "flirten". (Wie wenn ein Mann sein Frau liebt).

Es geht ja nicht darum mit den Buddhisten keine Zeit zu verbringen, dass ist ein Teil des missionarischen Befehls, aber wir müssen und sollen (gilt nur für den, der am Gott glaubt) deren Riten ausführen, was einem Götzendienst nahe kommt.

Ja wir Christen sind frei, die freiesten Menschen der Welt. Wir müssen uns nicht rächen, wir müssen nicht zornig sein, wir müssen nicht über andere Lästern, wir müssen nicht unseren nichtigen Gedanken nachgehen, wir müssen uns nicht angegriffen fühlen, wenn jemand uns beleidigt, wir müssen unsere Hoffnung nicht auf Geld oder Gesundheit legen... uvm. (Auch wenn es immer wieder passiert, dass wir es doch tun) Das einzige, was wir müssen ist zu glauben (was uns auch zu allem anderen befähigt) an den Namen des Herrn Jesus Christus. Der Rest erfolgt aus diesem Glauben. (Kann ich persönlich bestätigen.)

Antwort
von wilees, 59

Definition Meditation:
der Vorgang, dass jmd. durch Anwendung bestimmter Techniken (der
Körperhaltung, Atmung, Konzentration, durch das Wiederholen bestimmter
sprachlicher Formeln usw.) einen bestimmten Zustand des Bewusstseins
herbeiführt, in dem er Wahrheiten erkennt und seine Konzentration völlig
in einem Punkt gesammelt ist.

Dazu benötigt man keine Bibelstelle, sondern nur ein "offenes Herz ".

Gott ist großzügig und macht garantiert keine kleinlichen Vorschriften.

Antwort
von eleteroj3, 21

Gegenfrage, was für unheimliche Praktiken assozierst du denn mit Buddhistischer Meditation?

Die Buddha-Lehre ist keine Religion, sie kann zwar religiös praktiziert werden, muss aber nicht. Der Buddha hat nichts über Götterwelten gelehrt, nichts über Seele, über das Sein und die Ewigkeit.

Er hat sich selbst als Heiler, als Arzt gesehen, und die Befreiung gezeigt vom Nichtwissen, Nichtwissen Wollen, von der psychischen Umnachtung als Wurzel des allgegenwärtigen Leidens. In der Buddha-Praxis flehen wir keine Gottheiten an, wir füllen unser Gemüt nicht mit Glaubenssätzen an, sondern machen unser Gemüt besänftigt und leer, damit wir das, was ist, wahrnehmen können wie es wirklich ist, ohne unsere Zuschreibungen.

Einst weilte der Erhabene unter dem Kuru-Volk, bei einer Ortschaft der Kuru mit Namen Kammāsadamma. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: «Ihr Mönche! » - «Ehrwürdiger! » antworteten da jene Mönche dem Erhabenen. Und der Erhabene sprach also:
«Der einzige Weg ist dies, o Mönche, zur Läuterung der Wesen, zur Überwindung vonKummer und Klage, zum Schwinden von Schmerz und Trübsal, zur Gewinnung der rechten Methode, zur Verwirklichung des Nirwahn, nämlich die vier Grundlagen der Achtsamkeit.

Da ist hier, o Mönche, der Mönch in den Wald gegangen, an den Fuß eines
Baumes oder in eine leere Behausung. Er setzt sich nieder, mit verschränkten Beinen, den Körper gerade aufgerichtet, die Achtsamkeit vor sich gegenwärtig haltend, und achtsam eben atmet er ein, achtsam atmet er aus.

Lang einatmend, weiß er: <Ich atme lang ein>; lang ausatmend, weiß er: <Ich atme lang aus>. Kurz einatmend, weiß er: <Ich atme kurz ein>; kurz ausatmend, weiß er: <Ich atme kurz aus>. <Den ganzen (Atem-) Körper empfindend, werde ich einatmen>, so übt er; <Den ganzen (Atem-) Körper empfindend, werde ich ausatmen>, so übt er. <Die (Atem-) Körper-Funktion beruhigend, werde ich einatmen>, so übt er; <Die (Atem-) Körper-Funktion beruhigend, werde ich ausatmen>, so übt er. Gleichwie, o Mönche, ein geschickter Drechsler oder Drechslergeselle, wenn er lang anzieht, weiß: <Ich ziehe lang an>; wenn er kurz anzieht, weiß: <Ich ziehe kurz an>, - ebenso, o Mönche, weiß da der Mönch, wenn er lang einatmet: <Ich atme lang ein>; lang ausatmend weiß er: <Ich atme lang aus>

Sag selbst, ist da irgenwas bei, was ein Christ nicht machen darf? Nein? Richtig. Das sehen übrigens auch einige katholische Orden, wie die Benediktiner und Jesuiten, so und studieren eifrig unsere Meditationschriften.

Kommentar von Wilkinson ,

@eleteroj3: ich kann mich als Christ inhaltlich Deinem Kommentar nur anschließen. Ich sehe nichts Verwerfliches an einer Meditation. Auch nicht zusammen mit Buddhisten. 

In einem evangelischen Kirchenlied kommt das sehr gut über:

So jemand sprich: " Ich liebe Gott" und hasst doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott und reisst sie ganz dar nieder. Gott ist dies Lieb' und will dass ich, den Nächstenliebe gleich als mich.

Und mein Nächster kann, darf und wird nicht nur der Christenmensch sein. Gott hat diese Welt nicht nur für die Christen geschaffen. 

Ich glaube von Herzen, dass Gott immer an meiner Seite ist. Es wäre überheblich zu sagen, das trifft auf Andersgläubige nicht zu.

Dieser Kommentar von mir macht mich jetzt nicht zum Buddhisten. Er soll zum Ausdruck bringen, dass Engstirnigkeit diese Welt und auch das Miteinander der Religionen nicht weiter bringt.

Wenngleich ich jetzt wahrscheinlich dem einen oder anderen Christen "vor den Bug schieße", denke ich doch, dass Toleranz sowohl im täglichen Leben, als auch in der Religion gerade in der heutigen Zeit angeraten ist.

Die Meinungen werden sicherlich auseinander gehen...

Antwort
von ArbeitsFreude, 55

Liebe(r) Hannarion,

mir gruselt vor Deiner Auffassung ganz genauso wie vor dem Islam!

Aus Dir spricht alleine die Angst!

Was hat das mit einem gütigen Gott zu tun?

Als Buddhist hätte ich Dir gerne zugeraten, aber: Mit einer solchen Haltung ist MEIN Ratschlag an Dich: Lass es sein! (und huschhusch zurück in Deinen selbstgemachten Käfig - So lange, bis Du erkennst, dass es einer ist!)

Ich wünsche Dir, dass Du Deine Buddhanatur irgendwannmal auch trotz Deines Glaubens erkennen kannst (so wie es übrigens viele Christen tun, die ich kenne...)

Antwort
von josef050153, 52

Erlaubt ist alles, aber nicht alles ist gut.

Entscheiden (und auch verantworten) musst du das selbst. Das ist einfach der Preis der Feiheit.

Antwort
von Geisterstunde, 43

Natürlich darfst Du, Du gibst dadurch Deinen Glauben ja nicht auf. Es könnte sogar eine Bereicherung sein.

Antwort
von nowka20, 9

das darfst du, um deinen horizont zu weiten (aber nicht, um vom glauben abzufallen)

Antwort
von OnkelSchorsch, 44

Der Begriff "Meditation" entstammt dem Christentum.

Es gibt katholische Geistliche, die in buddhistischen Gruppen Meditationskurse leiten.

Also da ist echt überhaupt kein Problem.

Antwort
von Kheber, 32

Hallo hannarion97,

ich weiß nicht, was die anderen Antworten für einen Inhalt haben, aber ich möchte Dir zu Deiner Frage eine Antwort geben, die ich vertreteund mich nicht nach anderen richten.

Du fragst, ob DU auch zu buddistischen Meditationen teilhaben kannst. Verzeih bitte meine Offenheit, aber ich will Dir nichts vormachen.
Eigentlich müsste ich Dich jetzt fragen, bist Du Christ oder bist Du christlich. Du verstehst, was ich damit meine?

Wenn Du Christ bist und Deinen G'tt von Herzen liebest, dann wirst Du von Dir aus gar kein Verlangen nach solchen Irrlehren haben. G'tt sagt im AT, schon im 1. Gebot, wir sollen keine anderen Götter haben, denn ER ist der einzigste G'tt. Auch sagt ER: dass ER  ein eiversüchtiger G'tt ist! Es wurden z. Bsp das Volk der Kanaaniter vernichtet, weil sie anderen Göttern dienten und auch SEIN Volk Israel wurde oft gewarnt, sich nicht  mit Göttern der umliegenden Völker eins zu machen. Oder frag DIch doch selber, ob G'tt das verdient hat, dass Du zu anderen Religionen gehst, auch wenn es vielleicht nur Neugier ist.

Ich rate DIr, las die Finger weg! Ließ Deine Bibel und Du wirst Freude in Deinem Herzen haben.

Du fragst nach Bibelstellen. Es gibt einige Stellen, die das ausdrücken.Hier nur ein kleiner Auszug:


2Mo 34,14 denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heißt ein Eiferer; ein eifernderGott ist er.

Oder ließ noch: 5. Mose 4,24, oder auch 5. Mose 5,9, oder 5. Mose 6,15 oder auch Nahum 1,2

Ich hoffe dass DIr diese Bibelstellen genug Antwort sind und wünsche Dir alles Gute

Kommentar von earnest ,

Was für eine Arroganz, einen anderen Glauben als "Irrlehre" zu verunglimpfen.

Kommentar von hardles ,

das 5 gebot ist du sollst nicht töten, und dennoch vernichtet Gott ein ganzes Volk ??

also irgend etwas stört mich hier

und wie viele Kriege wurden und werden im Namen Gottes geführt

soviel zum glauben an Gott

Antwort
von ischdem, 6

jaaaaaaa ich habe oft an diesen Meditationen teil genommen.....inner ruhe + zu mir zu finden +

ich bin und bleibe Christ....aber liebe diese art von buddh. Meditationen.

Antwort
von ThomasJNewton, 7

Da werde sogar ich religiös, und nicht mal etwas Meditationserfahrung lässt mich auf einen guten Schlaf hoffen.

Wahrscheinlich werde ich alles vergessen und mich die ganze Nacht in Gedanken, Wünschen und Krämpfen winden:

Lass es einen Troll sein!
Lass es einen Troll sein!
Lass es einen Troll sein!
Lass es einen Troll sein!
Lass es einen Troll sein!
Lass es einen Troll sein!

Antwort
von earnest, 50

Bist du ein freier Mensch - oder nicht?

Gruß, earnest

Kommentar von earnest ,

Deine Frage erinnert mich, pardon, an die unzähligen (und oft unsäglichen) haram-Fragen von "GF-Muslimen".

Freiheit und freie Entscheidung scheinen offenbar für manche Menschen etwas Schreckliches, Bedrohliches in sich zu tragen.

Kommentar von Wilkinson ,

@ earnest: Hoc est verum!  Unter anderem DAS sollte in meinem Kommentar zum Ausdruck kommen. Die Freiheit des Christenmenschen. Und natürlich auch die, Andersgläubiger.

Kommentar von Wilkinson ,

@ earnest: Das MUSS ich noch erwähnen: Das könntest Du nicht passender schreiben!! Super und Danke!!!

Kommentar von earnest ,

Danke für die "Blumen", Wilkinson. 

Wie es der Zufall (oder was auch immer so will): Die ganze Zeit hatte ich nicht nur den Titel von Luthers Schrift ("Von der Freiheit eines Christenmenschen) im Kopf.

"Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemandem untertan."

(Den nächsten Satz lasse ich jetzt mal unberücksichtigt.)

Kommentar von earnest ,

-upps: Die Klammer in Zeile 2 ist verrutscht. Und der Fettdruck der letzten Zeile ließ sich nicht mehr rückgängig machen.

Antwort
von Whitekliffs, 43

Hast du schon Jesus gefragt? Hätte Jesus an einer buddhistischen Meditation teilgenommen?

Spontan fällt mir Stichwort 'andere Götter ' ein. Kannst du eingeben in die Suchmaschine einer online Bibelseite wie bibel-online.net

Kommentar von earnest ,

Angesichts dieser, pardon, dusseligen Frage, ob Jesus schon an einer buddhistischen Meditation teilgenommen habe, möchte ich dich ganz unschuldig fragen: Kann ein Toter eine Antwort geben?

Aber DU könntest Jesus ja mal nach seiner Auffassung über buddhistische Meditationen fragen und hier über Jesu Antwort berichten ...

Kommentar von Whitekliffs ,

Ja, das wäre wirklich dusselig, total blöd und nutzlos, wenn Jesus tot wäre. Das ist ja grad der Punkt, dass er das nicht ist.

Kommentar von earnest ,

Ich buche das mal unter unfreiwilliger Komik ab, Whitekliffs.

Kommentar von Whitekliffs ,

Wie du willst :-)

Kommentar von earnest ,

Du meinst das offenbar wirklich ernst.

Also entschuldige bitte, wenn ich mich noch einmal melde: Hast du inzwischen mit Jesus über das Thema gesprochen? Was meint er denn zu besagter buddhistischer Meditation?

Kommentar von Whitekliffs ,

Mein Vorschlag, lieber earnest: frag ihn doch einfach selber! So schwer ist das nicht :-)

Antwort
von NewKemroy, 64

Die buddhistische Meditation ist gar nicht soweit entfernt von der christlichen Kontemplation. Da gibt es sehr große Übereinstimmungen, wie man z.B. an dem Buch: "Die Wolke des Nichtwissens"  erkennen kann. Guckst Du hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wolke_des_Nichtwissens

Antwort
von Titioesi, 44

Hallo Hannarion97

Ich (evangelischer Christ) möchte dir raten, nicht an der Meditation teilzunehmen.

Frage: Warum?

Der Buddhismus ist eine andere Religion (davon gibt es viele) aber wir Christen glauben ja es gibt nur einen Weg zu Gott und somit nur eine Religion (theoretisch). Das andere sind alles Irrwege des Satans (dem Widersacher). (Ich freue mich schon auf die Kommentare bezüglich meiner Aussage zum Satan. )

Und so ist es auch mit dem Buddhismus (ja auch die Kontemplation ist dem ähnlich, aber die haben auch beide denselben Ursprung (Mystik/Buddhismus). Kontemplation ist nichts christliches.)

In einer Meditation öffnet man seinen Geist. Aber was geschieht dort? Man entleert sich. Und wenn man sich entleert ist Platz für etwas, was du vielleicht nicht kontrollieren kannst.

(Siehe das Beispiel in der Bibel mit dem Geist der durch wasserlose Gegenden zieht und später sieben bösere Geister mit sich nimmt (Matt. 12, 43ff. Ich weiß, dass es sich hier um Austreibungen (die nicht durch Christus geschahen) handelt, aber es soll verdeutlichen, dass es diese Geister gibt.)

Es gibt einen Holländer (der gut deutsch spricht) der sein Glück im Buddhismus suchte. Nach anfänglicher Begeisterung in der Meditation wurde er immer depressiver, da er nur noch diese Gefühl der Erleuchtung wollte.(Am besten du schaust es dir selber durch: Martin Kamphuis. Bevor ich was falsches erzähle.) (Oder auch Rabindranath R. Maharaj, der Tod eines Guru) (behandelt Hinduismus)

Mit dem was ich dir hier sage, will ich dir keine Bürde aufbinden, sondern dich bewahren.

Du kannst natürlich auch dort hingehen, dass bleibt dir überlassen, aber du wolltest einen Ratschlag.

Am Allerbesten ist aber wirklich darüber zu Gott zu beten und in der Bibel zu lesen.

Als Textstellen empfehle ich das alte Testament, wo es um dir Vermischung von Religionen geht und was daraus folgte (Es ist spät und ich bin ein bißchen faul alle aufzuschreiben :( bzw. im neuen Testament das was Jesus sagte: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich.. (Joh. 14, 6) (Siehe oben)

Und noch weitere, aber wie gesagt, ich muss ins Bett. Wenn du bis morgen warten kannst.

Gute Nacht

Kommentar von earnest ,

Ich gehe jetzt mal in deine "Falle" und äußere mich zu deinem provokanten Satz, alle anderen Lehrern seien "Irrwege des Satans".

Mal abgesehen davon, dass der Glaube an diesen Herrn nun in sich schon in deinem Sinne eine "Irrlehre" sein müsste, - nämlich schierer Aberglaube - abgesehen davon sollte dir vielleicht bewusst sein, wie hochmütig und intolerant eine solche Aussage ist, die alle anderen Glaubensrichtungen verunglimpft.

Kommentar von Titioesi ,

Hallo Earnest.

Deine Antwort macht teilweise keinen Sinn und ist erklärungsbedürftig. Warum sollte der Satan eine Irrlehre im Sinne des christlichen Glaubens sein. Auf was fußt diese Aussage und Definition?

Wieso ist meine Antwort hochmütig?

Ich weiß nicht ob du Fußballfan oder Autofan oder Ehemann bist? Wenn nun jemand seinen Verein, als besten der Welt darstellt, weil er ihn gern hat, oder seine Frau als beste der Welt, darf er das denn nicht? Wenn diese Person das glaubt?

Und wenn meine Aussage intolerant ist, was ist dann deine? Denn jemanden intolerantes nicht zu tolerieren ist intolerant. Wenn, dann muss man mit denselben Gewichten messen und nicht zweierlei Maß anlegen.

Und wenn man es so sehen will, dann ist meine Aussage intolerant und ich stehe dazu.

Aber noch eine persönliche Frage: Warum bist du so polemisch? Es fällt mir nämlich schwer, da auf weitere Kommentare einzugehen, da du Antworten von mir und anderen Christen/Andersdenkenden anscheinend nicht bedenkst und einfach nur drauf los wütest.

Kommentar von earnest ,

Ich wüßte nicht, wo ich hier "wüte", Titioesi.

Und wo war ich in meinem Kommentar zu deiner Antwort "polemisch"?

Selbstverständlich ist es hochmütig und intolerant, allen anderen Menschen, die anderen Glaubens sind, zu unterstellen, sie folgten einer Irrlehre. 

Wenn du das nicht begreifst, dann hat es keinen Sinn, mit dir zu reden.

Als Ehemann würde ich meine Angetraute selbstverständlich als beste aller Frauen sehen, völlig klar. Aber das würde mich nicht dazu verleiten, die Nachbarin für eine Schl.mpe zu halten.

Und wenn ich Fan vom FC Turnschuh wäre, dann würde ich deswegen nicht alle anderen Vereine als Truppe von fußkranken Schlappekickern bezeichnen.

Jemanden, der intolerant ist, nicht zu tolerieren, soll intolerant sein? Wie kommst du denn auf diese seltsame Idee? 

Intoleranz sollte nicht toleriert werden, so herum wird ein Schuh draus.

Das sage ich dir in aller Deutlichkeit, aber auch in aller Ruhe, völlig unpolemisch und völlig ohne "Wüten".

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