Frage von ImmelmitP, 46

CPI GTR 50 läuft nicht , Öl im Motor?

Hey Leute , ich habe eine CPI GTR 50 , allerdings läuft die nicht. Die war jetzt schon 3 mal in 2 Werkstätten und die meinten , dass der Motor voll geschmiert und ölig sei. Zu Letzt wurde ein kleineres Ölventil eingebaut, lief länger , aber jetzt garnicht mehr. Woran kann es liegen , dass sie nicht läuft? Vielleicht kennt sich ja hier jemand aus. Danke

Expertenantwort
von RuedigerKaarst, Community-Experte für Roller, 13

Hallo, 

nach der Beschreibung als Kommentar bei Malkastenpark hört es sich eher so an, als gäbe es Probleme mit dem Zündfunken, oder der Spritversorgung.

Schraube die Zündkerze raus, kontrolliere und reinige sie, oder tausche sie aus.

Kontrolliere den Zündfunken.
Stecke dafür die Zündkerze in den Zündkerzenstecker und halte bei Startversuchen das Metall der Zündkerze an den Motorblock.
Ist kein Zündfunken zu sehen, wurde der Fehler bereits eingegrenzt auf Zündkerze, Zündkerzenstecker, Zündkabel, Zündspule oder CDI.

Wenn die Zündkerze trocken ist, dann liegt es an der Spritversorgung.
Der Vergaser muss gereinigt und danach eingestellt werden.

Um den Vergaser zu reinigen, muss dieser ausgebaut werden, was rasch erledigt ist.

Zuerst entfernst Du oben die beiden Schrauben.
Nun ziehst Du den Gaszug samt Gasschieber und Vergasernadel vorsichtig heraus.

Löse die Schläuche.
Du musst nur mit einer Zange die Klemmen zusammen drücken und kannst die Schläuche abziehen.

Jetzt kannst Du den Vergaser heraus nehmen.

Zum reinigen entfernst Du die unteren 4 Schrauben, und hebst den Deckel der Schwimmerkammer ab.

Den Vergaser sprühst Du nun mit Bremsenreiniger aus.

Die Düsen werden mit Druckluft durchgeblasen.
Solltest Du keinen Kompressor zur Hand haben, dann setze eine Flasche mit Feuerzeuggas auf und drücke.

Kontrolliere noch, ob der Schwimmer (das Plastikteil) sich problemlos bewegen lässt oder klemmt.

Jetzt setzt Du den Deckel wieder auf und schließt den Vergaser wieder an.

So stellt man den Vergaser ein:

Motor unbedingt warm fahren
Luftgemischschraube (die kleine, die fast versenkt ist) fast ganz hinein und dann 1 Umdrehung heraus drehen
Standgas an der Standgasschraube (die längere Rändelschraube mit der Feder) auf ca. 1200 bis 1500 Umdrehungen einstellen
Die Luftgemischschraube solange LANGSAM heraus drehen, bis die höchste Umdrehungszahl erreicht wurde
Standgas auf ca. 1200 bis 1500 Umdrehungen einstellen
Fertig

An der Luftgemischschraube immer nur 1/4 bis 1/2 Umdrehung drehen und abwarten.
Es kann etwas dauern, bis sich die Änderung bemerkbar macht.

Und wechsele die Werkstatt.

Antwort
von dfllothar, 6

Wenn du die Zündung überprüft hast, so wie RuedigerKaarst es in seiner Antwort beschrieben hat und hier alles funktioniert, dann wäre als nächstes die Spritzufuhr zum Vergaser zu kontrollieren. Ziehe den betreffenden Schlauch vom Vergaser ab und schaue ob da Sprit raus kommt wenn du den Anlasser betätigst. Wenn da nichts kommt, haben wir bereits schon einen Grund zur weiteren Untersuchung: Wenn dein Fahrzeug wie üblich einen Unterdruck-Benzinhahn aufweist, dann überprüfe seine Funktion, indem du den am Vergaser aufgesteckten Unterdruckschlauch abziehst und mit dem Mund mal dran Luft ziehst und dabei den noch abgezogenen Spritzufuhrschlauch beobachtest, es muß dann Sprit auslaufen. Aber Vorsicht, haben wir schon mal gehabt, daß du dabei Sprit in den Mund bekommst, wenn die Membran im Benzinhahn defekt ist. In diesem Fall mußt du den Benzinhahn erneuern.

Ich hab bereits schon mal in einem Kommentar ( Unterdruck-Benzinhahn?) über die Funktion des Benzinhahns geschrieben und bei möglichem Defekt auf die Folgen darauf hingewiesen, kann bis zum Motorschaden führen!

Damit wäre, ohne Untersuchung am Vergaser vorzunehmen, zunächst schon festgestellt, warum der Motor nicht anspringt.

Wenn das alles keinen Erfolg brachte, so bitte ich dich um Mitteilung, damit ich dir noch weiter helfen kann. Es gibt ja noch viele weitere Ursachen, über die ich jetzt zunächst nicht unbedingt schreiben muß, vielleicht hast du ja bereits die Ursache gefunden.

dfllothar ( Entw.-Ing.)

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