Zoo sollte etwas Besonderes bleiben. Immerhin kostet es auch Geld. Die Kinder sollten lernen, dass sowas nicht immer geht. Abgesehen davon gehört der Nahraum bei Kindern dieses Alters zu ihrem Erfahrungsraum.
Einmal die Woche kann man etwas machen, was den Interessen entspricht- Bastelgruppe oder Musikfrüherziehung. Öfter ist nicht sinnvoll.
Kleine Ausflüge müssen nicht viel kosten- wie wärs mit Enten oder Ziegen füttern gehen?
Bewegung brauchen Kinder immer: Bei jedem Wind und Wetter hinaus, Spielplatz, Sandkiste, Wald zum Balancieren, einen Drachen steigen lassen - Äpfel mitnehmen und etwas zu Trinken.
Mal einen Freund einladen und mit dem Spielen- keine Sorge, die schicken dich dann schon weg, Erwachsene stören da nur. Aber darüber, ihre Pizza selbst zu belegen freuen sie sich und da biste willkommen, wenn dus vorbereitest.
Wer eine Bauecke hat, der muss sich auch über Regentage keine Gedanken machen.
Ein Bettkasten mit Kartons, Bastelpapieren, Knackfolie, Wattekugeln, Papprohren, Schaumstoff, Stoffresten, Wolle usw ist mehr wert als ein volles Technikkinderzimmer. Auch mal wechseln- wenn du einen großen Karton hast und anfängst ein Fenster auszuschneiden, wird dein Kind sich da seine Teddys hineinholen oder oben eine Decke drüberlegen oder sonstwas.
Ab und zu brauchts dich dann doch mal. Ein bischen Langeweile ertragen Kinder- das ist produktiv, dann müssen sie sich was einfallen lassen. Wenns zu viel wird, hilft das gute alte Gesellschaftsspiel: Tempo kleine Schnecke, Monsterkartenspiele, Clownwürfeln usw.
Um wieder ruhig zu werden, tauchen immer noch die guten alten Bücher.
Stell ab und zu auch mal ein kleines Experiment hin. Frag zB ob ein Papiertaschentuch im Glas so ins Abwaschwasser getaucht werden kann, dass das Papiertaschentuch trocken bleibt. Wenns gelingt, wird das Staunen groß sein und vielleicht eine kleine PLaymobilfigur in die Taucherglocke gesteckt.
2 Zusammengeklebte Plastikflaschen, wovon eine mit Wasser gefüllt ist, lassen kaum das Wasser nach unten. Anders aber, wenn du durch Drehen einen Wirbelsturm erzeugst.
Mit selbstgemachter Knete können Kinder sich auch lange beschäftigen.
Meine Oma hat mich früher ins Kochen auch mit einbezogen. Ich stand auf dem Hocker und habe ihre geschälten Kartoffeln so in den Topf geworfen, dass ein Plumsspringbrunnen entstand.
Ein fettes DH für diese großartige Einstellung!
Ja von mir auch. Kinder dürfen doch heute oft kein Kinder mehr sein. Weil das Lernen ja soooo wichtig ist das man einen guten Beruf bekommt. Und schon bei 5 jährigen wird oft gesagt, ja es muss lernen es soll ja mal Abitur machen. Furchtbar!
Genau!
Und in der ganzen Hektik wird vergessen, wie viel Kinder eigentlich erfahren und lernen und sich entwickeln, wenn sie "nur spielen".
DANKE! Wie schön, dass es noch solche Eltern gibt! Ich HOFFE, ich werde es bei meinen Kindern besser machen ( als andere Mütter, nicht besser als meine Eltern. Meine Mutter war nicht arbeiten, als ich Kind war und ich war nur von 9 bis 12 Uhr im Kiga und hab zuhause gegessen. Aber da hat sich leider - auch gesellschaftlich - viel geändert...) Wenn ich darüber nachdenke, was Kinder heute leisten müssen und wie häufig sie einfach funktionieren müssen... Furchtbar.