Ergänzung: Noch zum Thema Heilung: Die schlimmsten Tage sind wie gesgt die ersten 2-4. Die Schmerzen danach sind relativ schnell gut erträglich. Was lange dauern kann, sind so "kleine" Dinge: es ziept noch lange in der Narbe (auch in der am Bein, wo die Ersatzvene herausgenommen wird - diese Narbe machte meinem Mann mehr Ärger als die am Brustbein), immer wieder ganz kleine Blutergüsse um die Narbe herum. Und sei geduldig mit ihm, er wird immer wieder mal Angst und Panik bekommen, wenn es ihm irgendwie nicht gut geht. Das ist normal und das darf auch sein. Hör ihm dann einfach zu, nimm es ernst und schick ihn lieber einmal zu viel zum Kardiologen - zur Beruhigung. Und ganz wird man die Angst nie weider los. Aber wenn man sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt, birgt das auch Chancen: auf eine gewisse "Weisheit" und mehr Lebensfreude. Man nimmt vieles nicht mehr so wichtig, anderes dagegen bekommt ganz andere Bedeutungen. Man lernt z.B. das Glück zu schätzen, einfah nur am Leben sein zu dürfen.

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Mein Mann (jetzt 65) hatte vor 20 Monaten auch eine Bypass-OP. Die ersten 2-4 Tage nach der OP sind ziemlich furchtbar, lass dich nicht erschrecken! Ich rate u n b e d i n g t zu einer stationären Reha. Dort muss und darf er sich um nichts weiter als um sich selbst kümmern und er wird kompetent und kontrolliert wieder an normale Belastungen herangeführt. Zu Hause macht man doch alles Mögliche - oder auch gerade nicht, man ärgert sich über alltäglich dinge usw. Man bekommt dort neben der Physiotherapie auch viel Informationen über die weitere Lebensweise. Ich denke, er wird nach der OP Blutdrucksenker, Betablocker und Blutverdünner (ASS 100 mg) bekommen. Und er sollte sich regelmäßig und angemessen bewegen. Man muss möglichst schnell ein Gefühl dafür entwicklen, wieviel dem Körper gut tut, damit man nicht zuviel tut ("Ich m u s s aber mindestens 30 Minuten laufen, auch wenn es sehr schwer fällt ..." - nein! man m u s s nämlich nicht, wenn es nicht gut tut!!!) aber auch nicht der Bequemlicheit nachgibt. Und bei allem Besonderen (lange Flüge, Skilaufen in großen Höhen, Fallschirmspringen) lieber den Kardiologen einmal zuviel als zu wenig fragen. Mein Mann fährt wieder Ski, auch in 3000 m Höhe, wir fliegen demnächst nach Kuba - aber Fallschirmspringen darf er z.B. nicht.

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