Wie funktioniert die Synapse?
Unser Körper führt tagtäglich unzählige Bewegungen aus. Damit du beispielsweise deinen Arm hebst, muss diese Information erst mal vom zentralen Nervensystem (ZNS) an deine Muskeln im Arm weitergeleitet werden. Die Information wird dabei von einer Nervenzelle auf die nächste übertragen bis sie schließlich im Arm ankommt. Den Ort, an dem zwei Nervenzellen auf einander treffen, bezeichnet man als Synapse. Wie die Information dort übertragen wird, werde ich dir im Folgenden erklären.
Synapsen sind also die Kontaktstellen zwischen einer Nervenzelle (präsynaptische Zelle) und einer nachfolgenden Nervenzelle (postsynaptische Zelle). Die Kontaktstelle zwischen zwei Nervenzellen nennt man interneuronale Synapsen. Eine Synapse zwischen einer Nervenzelle und einer Muskelzelle bezeichnet man als motorische Endplatte.
Es gibt erregende und hemmende Synapsen. Zudem kann man Synapsen auch nach der Art der Erregungsweiterleitung unterscheiden (chemische oder elektrische Synapse). Dazu gleich mehr.
Eine Synapse besteht aus der Membran des Endknöpfchens der vorgeschalteten Nervenzelle, (präsynaptischen Membran) und der Membran der nachgeschalteten Zelle (der postsynaptischen Membran) sowie dem Raum zwischen den beiden Membranen (synaptischer Spalt).
axon:
Nerven bestehen aus einem Zellkörper (medizinisch: Soma) und mehreren verschiedenen langen Fortsätzen. Einer dieser Fortsätze ist deutlich länger als die anderen: das Axon. Seine Aufgabe ist es, Informationen bzw. Impulse von "seiner" Zelle an andere Nervenzellen weiterzuleiten. Aufgenommen werden diese Impulse von den kurzen Nervenfortsätzen, den Dendriten.
Das Axon wird von mehreren Schichten einer Markhülle (Myelin) umgeben, die es elektrisch isoliert und so eine schnelle und störungsfreie Impulsübermittlung möglich macht.