Warum unterscheiden sich die Gebote des Alten und Neuen Testaments – und widerspricht sich Gott dabei?

Ich habe eine weitere Frage zum christlichen Glauben, die ich gerne respektvoll zur Diskussion stellen möchte:

Im Christentum wird gelehrt, dass Jesus ohne Sünde war, vollkommen liebend gehandelt hat und den Menschen Vergebung, Heilung und Barmherzigkeit gebracht hat. Gleichzeitig wird die Trinität vertreten – also dass Gott als Vater, Sohn (Jesus) und Heiliger Geist ein und derselbe Gott ist.

Wenn das so ist, stellt sich für mich folgende Frage: Ist dann nicht auch Jesus indirekt mitverantwortlich für die Gesetze und Handlungen, die im Alten Testament beschrieben werden, da der Vater ebenfalls Gott ist?

Im Alten Testament finden sich zahlreiche Gebote und Vorschriften, zum Beispiel:

  • Speisegesetze (z. B. Verbot von Schweinefleisch)
  • Kleidungsvorschriften (z. B. Bedeckung des Hauptes)
  • Gewaltanweisungen
  • harte Strafen und Gerichtshandlungen
  • Systematische Tötung von Menschen

Im Neuen Testament hingegen scheint vieles davon relativiert oder aufgehoben zu werden. Christen dürfen heute beispielsweise Schweinefleisch essen, viele alttestamentliche Regeln werden nicht mehr angewendet, und der Fokus liegt stark auf Liebe, Vergebung und Gnade.

Daher meine zentrale Frage:

Wenn Gott unveränderlich ist – wie lässt sich erklären, dass sich diese Gebote scheinbar so stark verändern? Handelt es sich um einen Widerspruch, oder gibt es eine theologische Erklärung dafür, warum bestimmte Regeln nur für eine bestimmte Zeit galten und später nicht mehr?

Und in diesem Zusammenhang:

Wenn Jesus selbst sagt, dass er nicht gekommen ist, um das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen – wie ist das konkret zu verstehen, wenn viele dieser Gesetze heute nicht mehr befolgt werden? Zu sagen ja der "heilige Geist" ist Paulus erschienen und hats ihm gesagt, deshalb glauben wir was Paulus sagt, kann man schnell weg argumentieren mit der Teufel ist ihm erschienen oder kp Einbildung. Denn wenn Gott ihm erscheint würde es ihn mit einen Propheten gleich setzen.

Ich würde mich über eine fundierte Einordnung freuen, die diesen scheinbaren Widerspruch verständlich erklärt.

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JESUS CHRSUTS WIDERLEGT NICHT DAS ALTE TESTAMENT, ER ERFÜLLT ES. DEN GEFALLENEN MENSCHEN - BEGINNEND IM ALTEN TESTAMENT - MUSS MAN ZUEEST ZURÜCKFÜHEN. DAS GEHT NICHT MIT HUMANISMUS.

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Wann meint die Bibel mit „alle“ wirklich alle Menschen?

Hallo zusammen, eine Frage zur Bibelauslegung, an alle die sich mit Griechisch / Kontext auskennen: Im NT steht oft „alle / pas“. Manchmal ist es klar rhetorisch gemeint, manchmal scheint es absolut universal zu sein. Wie unterscheidet ihr das?

Beispiele:
  • Mk 1,5: „ganz Judäa zog hinaus“ – offensichtlich Hyperbel, nicht jeder einzelne.

Ich lege so aus: Schrift legt Schrift aus. Hier sechs Stellen, jeweils mit Querverweis:

1️⃣ Römer 3,23 „denn sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.“: Querverweis: Römer 11,32 – „Gott hat alle beschlossen unter den Unglauben, auf dass er sich aller erbarme.“ Dieselben alle.

2️⃣ Römer 5,18 „Wie nun durch eines Sünde die Verurteilung über alle Menschen gekommen ist, also ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens über alle Menschen gekommen.“: Querverweis: 1. Korinther 15,22 – „gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden.“ Dieselbe Symmetrie, dieselben alle.

3️⃣ 1. Korinther 15,22 „denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden.“: Querverweis im selben Kapitel, Vers 28: „auf dass Gott sei alles in allen.

4️⃣ 1. Timotheus 2,4-6 „welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen … der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung“: Querverweis: Jesaja 46,10 – „Mein Ratschluss besteht, und ich tue alles, was mir gefällt.“ Dazu 2. Petrus 3,9.

5️⃣ 1. Timotheus 4,10 „wir hoffen auf den lebendigen Gott, welcher ist der Heiland aller Menschen, sonderlich aber der Gläubigen.“: Querverweis: 1. Johannes 2,2 – „er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

6️⃣ Kolosser 1,20 „dass durch ihn versöhnt würde alles zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel“: Querverweis: Epheser 1,10 – „dass alles zusammengefasst würde in Christus, beides, das im Himmel und auf Erden ist.“ Dazu Philipper 2,10-11.

Wie entscheidet ihr, wann „alle“ wirklich alle meint? Gibt es saubere exegetische Kriterien? Lehrtext vs. Erzählung, Grammatik, Parallelstellen?

Freue mich über begründete Antworten, gern mit Textbeleg. Bitte respektvoll bleiben.

Danke

Stefan

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Gute antworten heir ... jeder mensch kann zu gott finden, wenn er ehrlich sucht!

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Die Pille hat noch viel mehr NW, die man gar nicht direkt merkt ...

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Diese Tatsache belegt das chaos und den egoismus des modernen relativmsus und der patchwork beziehungen

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