Frau bekommt kein Geld, musste mehrere Monate in Zelt leben und ihr Leben ist ein einziges Kuddelmuddel?

Die Frau um die es geht ist jetzt 22 Jahre alt. Sie hat keinen Schulabschluss und hat noch nie eine Arbeit gehabt. Sie lebte (bevor sie obdachlos wurde) bis vor einem Jahr bei einem Verwandten, der dann aber wegen Demenz in ein Wohnheim gezogen ist. Zu ihren Eltern hat sie vor 4 Jahren wegen schlechtem Verhältnis den Kontakt abgebrochen und Freunde hat sie überhaupt keine zu denen sie gehen könnte.

Nachdem sie im Februar dieses Jahres obdachlos wurde hat sie zuerst ein paar Wochen im Hausflur eines Hochhauses geschlafen. Dort wurde sie dann erwischt und rausgeschmissen. Danach hat sie sie ein Zelt gekauft. In dem Zelt lebt sie jetzt schon seit ca. 10 Monaten. Essen muss sie sich meistens klauen (wobei sie schon mehrmals erwischt wurde und sehr viele Anzeigen hat). Sie hat auch schon mehrmals Restaurants und Taxis geprellt. Wegen Einbruch, Diebstahl und Schwarzfahren in der Bahn hat sie schon eine Strafe bekommen und ist jetzt vorbestraft. Sie ist eigentlich wegen psychischen Problemen nicht in der Lage zum Amt zu gehen oder ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Als sie mal beim Amt war, wurde sie abgewiesen weil sie erstens: keine Meldeadresse, zweitens: nicht mal ein Konto hat und drittens: hat sie ihren Ausweis verloren und hat kein Geld für einen neuen.

Sie lebt im Kuddelmuddel und findet keinen Ausweg mehr. Hat jemand Rat wie man aus so einem Kreislauf wieder rauskommt?

Leben, Familie, Miete, Geld, Alkohol, Psychologie, Anzeige, Arbeitslosigkeit, Chaos, klauen, Obdachlosigkeit, Psyche, Soziales, zelten, Lifestyle, Philosophie und Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzen
14 Antworten
Kann eurer Meinung nach eine Legasthenie (Lese- und Rechtschreibschwäche) einfach weggehen? Was tun wenn das auch noch im Zeugnis steht?

Bei mir wurde in meiner Kindheit eine Lese- und Rechtsschreibschwäche diagnostiziert. Blöderweise wird das im Zeugnis vermerkt und kann im Berufsleben zu sehr großen Schwierigkeiten führen. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb ich nach dem Schulabschluss überall abgelehnt wurde und bis dato noch keine Ausbildung bekommen habe.

Probleme beim Schreiben und Lesen hatte ich aber wirklich. In der 7. Klasse habe ich noch wie ein Zweitklässler vorgelesen und hatte in jedem Diktat 100 bis 200 Fehler. Mit der Zeit habe ich mich dann aber gebessert, sodass ich in der 9. Klasse bei jedem Diktat eine Note 3 oder 4 gehabt hätte.

Nichtsdestotrotz wurde im Zeugnis vermerkt, dass ich eine Legasthenie habe.

Ich kam zu dem Entschluss, dass ich in der Schule nichts gelernt habe was mich wirklich weiterbringt. Die Rechtschreibung musste ich mir selber beibringen. Es gibt immer noch Wörter die ich nicht richtig schreibe, aber das was andere in 9 Jahren gelernt haben, habe ich in nur 2 Minuten gelernt.

Ich wusste z.B. bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht, dass man Nomen immer groß schreibt und dass man Adjektive groß schreibt wenn ein Artikel oder versteckter Artikel davor steht. Das habe ich in 9 Jahren nicht gelernt. Erst als ich es im Internet gelesen habe, wusste ich innerhalb von 2 Minuten wie die Klein- und Großschreibung funktioniert. Das mit der Groß- und Kleinschreibung war eigentlich mein Hauptproblem.

Mein andres Problem war, dass ich in Mathematik Textaufgaben nie verstanden habe und noch in der 9. Klasse komplett falsch bearbeitete. Das hätte ich eigentlich auch im Griff, nur leider bringt es mir nichts mehr.

Bin mittlerweile 21 und habe noch nie gearbeitet. Mittlerweile habe ich schon wieder viel verlernt, da mein Schulabschluss schon 5 Jahre zurückliegt und ich in der Zwischenzeit nichts neues dazugelernt habe. Weiß jemand Rat?

Arbeit, deutsch, Schule, Deutschland, Diagnose, Abschluss, Wörterbuch, arbeitslos, Germanistik, Gesundheit und Medizin, Rechtschreibung, Zeugnis, Ausbildung und Studium
9 Antworten