Hallo,
ich habe bereits 15 Beitragsjahre in Deutschland. Das ist aus meiner Sicht mit 33 Jahren alles andere als wenig und verdient Anerkennung. Es zeigt klar, dass ich früh begonnen habe, produktiv zu arbeiten und zur deutschen Wirtschaft beizutragen. Diese 15 Jahre sehe ich als fixen Sockel für meine Altersvorsorge ab 65, den ich sicher in der Tasche habe.
Mein Ziel ist es, mit 45 in Thailand in den Ruhemodus zu gehen. Dafür braucht man solide, langfristig funktionierende Finanzinstrumente – und man darf die Zeit nach 65 nicht ignorieren. Genau hier liegt für mich der Knackpunkt.
In Deutschland habe ich mit den bisherigen Beitragsjahren später eine gesetzliche Rente von rund 650 €. Nun plane ich, in die Schweiz auszuwandern, um dort zusätzlich AHV- und Pensionskassenansprüche aufzubauen.
Wenn ich 15 Jahre in der Schweiz arbeite, erhalte ich ab 65 eine AHV-Rente von ca. 810 CHF. Zusammen mit der deutschen Rente ergibt das rund 1.450 € fixe Altersrente, noch ohne Pensionskasse.
Zusätzlich kommt die Schweizer Pensionskasse, in die Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam einzahlen. Diese kann ab etwa 60 über einen Umwandlungssatz in eine Rente umgewandelt werden oder als Kapital weitergeführt werden.
Jetzt zur Strategie, die viele nicht auf dem Schirm haben:
Ich plane, 15 Jahre lang den Maximalbetrag in die Säule 3a einzuzahlen:
7.258 CHF × 15 Jahre = 108.870 CHF.
Bevor ich die Schweiz verlasse, kann ich dieses Kapital für einen Einkauf in die Pensionskasse verwenden. Über zwei Jahre zahle ich z. B. 100.000 CHF in die Pensionskasse ein und erhalte dadurch eine massive Steuerersparnis von etwa 10.000 CHF pro Jahr, also insgesamt rund 20.000 CHF.
Dieses Kapital – nach Besteuerung – nehme ich mit nach Thailand. Zusätzlich habe ich bereits 30.000 CHF in der Säule 3b investiert, die ich steuerfrei als Kapital auszahlen lassen kann. Insgesamt verlasse ich die Schweiz also mit deutlich über 50.000 CHF Liquidität, während das Pensionskassenkapital auf einem Freizügigkeitskonto in der Schweiz weiterliegt und verzinst wird.
Im Alter ergibt sich dann:
– Gesetzliche Rente DE + AHV CH
– Zusätzliche Leistungen aus der Schweizer Pensionskasse
➡️ Insgesamt etwa 2.000 CHF monatliche Rente, was absolut solide ist.
Die Zeit von 45 bis 65 überbrücke ich mit ETF-Entnahmen (4-%-Regel) und Dividendenerträgen. Das aus der Schweiz mitgenommene Kapital investiere ich zusätzlich breit, z. B. in MSCI World, um meinen Vermögensaufbau weiter zu verstärken.
Fazit:
Mit dieser Struktur kann ich realistisch mit 45 in den Ruhemodus gehen, ohne meine Altersabsicherung zu gefährden.
Ist genau deshalb die Auswanderung in die Schweiz der sinnvollste Hebel für einen frühen Ruhemodus – oder übersehe ich hier einen entscheidenden Punkt?