Wer muss die Entfernung des Mauersockels, welcher in das Nachbatgrundstück ragt, bezahlen, wenn der Nachbar eine neue Mauer an unserer Grundstücksmauer baut?

Ich besitze mit meinen Geschwistern ein Haus mit einem Grundstück im Salzburger Land das bisher an unbebautes Land grenzte. Nun wird ein großes Unternehmen die Fläche an einer Seite bebauen. Dafür ist eine neue, tiefergehende Mauer auf dem Nachbargrundstück notwendig. Dazu muss jedoch unsere Grundstücksmauer ( unser Grundstück und das Bauland ist leicht abschüssig) und unser Erdreich bis zu 2 Meter abgegraben werden und die Pflanzen an der Grundstücksgrenze ersetzt werden. Soweit haben wir uns schon geeinigt. Nun steht aber ein relativ großer Baum innerhalb dieser zwei Meter. Wir bestehen darauf, dass die kompletten Kosten also auch die für den Baum übernommen werden. Dies sind wohl mehrere Tausen Euro. Zusätzlich wollten wir auch einen Entschädigungsaufwand, denn unsere Mutter wohnt noch in diesem Haus und hat die Unannehmlichkeiten dieses Bauvorhabens. Nun sagt die Baufirma, es käme ihnen günstiger, wenn sie unsere Mauer stehen lassen. Sie hätten wohl eine Methode unser Grundstück nicht zu behelligen und trotzdem eine Mauer zu bauen, die weit unter das jetzt bestehende Niveua reicht. Dazu müssten wir die Kosten für das Abschlagen des seit 40 Jahren bestehenden Sockels tragen. Ich traue dem ganzen nicht. Denn ganz zu Beginn wollten sie ihre neue Mauer auf unserem Grundstück bauen und sagten unser Erdreich müsste nur 50cm weit abgetragen werden... Ich bin mir sicher, dass das Bauunternehmen lieber unsere Mauer abreißt und eine Neue baut, will uns jedoch finanziell unter Druck setzten indem sie uns diese Geschichte mit dem Abschlagen des Sockels auftischt. Und bei einem Rechtsstreit zwischen einem riesigen Bauunternehmen und uns kleinen Privatleuten würden wir den Kürzeren ziehen. Unsere Sockel raget anscheinend wirklich in das Nachbargundstück, allerdings war dieses 40 Jahre unbebaut. Gibt es da so etwas wie einen Bestandsschutz? Ist es überhaupt möglich eine Mauer direkt an unser Grundstück zu bauen und unterhalb unseres Grundstückes noch ca. zwei Meter in die Tiefe zu gehen ohne in unser Grundstück einzugreifen? Müssen sie nicht auch einen Sockel bauen, der in unser Grundstück ragt? Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand dieser Frage annimmt.

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Vielen Dank für die Antworten an alle!!!

Ich kann mir nun ein weiteres Bild machen. Es ist eine verzwickte Situation, aber es ist wichtig zu wissen, dass man tatsächlich eine Mauer bauen kann, die nicht auf unser Grundstück ragt.

Ja, mit Sockel habe ich das Fundament gemeint, welches die Mauer unter der Erde stabilisiert. Das muss von unserer Seite noch geprüft werden wieviel wirklich in das Nachbargrundstück ragt.

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