Wie wurde eure rheumatische Erkrankung diagnostiziert?
Der Weg hin zu einer Diagnose kann vielfältig sein, von einfach bis hin zu einer gefühlten und wahrhaftigen Odyssey.
Wie war es bei euch?
Was waren eure größten Herausforderungen oder Überraschungen auf dem Weg von ersten Symptomen hin zur Diagnose?
Ich persönlich, ich empfinde den Weg als immer sehr spannend, auch wenn es mir teils sehr leid tut, wie schwer es bei manchen läuft und sie gefühlt gegen Windmühlen kämpfen. Ich finde es interessant, wie man darauf reagiert, es ist so individuell wie die Erkrankung selbst, es geht von Erleichterung bis hin zu Erschütterung, ich habe viele Menschen kennengelernt, die ihr ganzes Leben gelebt haben und dann die Diagnose erhalten haben und auf einmal hinterfragt haben "Kann ich so weiter leben, wie bisher?" oder auch "Wie soll ich jetzt noch umdenken, muss ich umdenken?" während es für andere, die damit aufgewachsen sind es nichts überraschendes mehr ist, es wirkt beinahe manchmal schon so, als würde man mehr erwarten wollen, aber am Ende kriegt man nur, was man schon kennt, nur eben an einem anderen Gelenk, einem anderen Organ.
Bei mir ist es so, ich bin damit aufgewachsen, ich kenne es nicht anders und doch freue ich mich auf jede Diagnose, weil ich keine Überraschungen mag. Ich kenne mein Rheuma, ich weiß im groben zu was es fähig ist, ich kenne die Hochs und Tiefs durch die ich gegangen bin und gleichzeitig und ja, ich erkenne den Widerspruch, bedauere ich es manchmal, wenn die Medizin allem Neuem gleich diesen altbekannten Stempel aufdrücken möchte, weil es schlüssig klingt, das macht es dann schon schwer sag ich mal, Diagnosen zu kriegen, die über die schon bestehende Erkrankung hinausgehen, eine schmerzende Schulter muss nicht automatisch rheumatisch sein,