Ablehung der Grundsicherung im Alter

Hallo, ich hoffe, dass ich hier einen Rat bekomme wie ich weiter vorgehen sollte.

Meine Oma (72 Jahre alt) hat vor ca. 1 1/2 Jahren noch alleine gewohnt. Krankheitsbedingt (Hüft-OP, Pflegestufe 1 wegen Demenz) haben wir als Familie entschieden, dass meine Oma zu uns nach Hause zieht. Meine Mutter ist, auf Grund des Platzmangels, extra dafür umgezogen, so dass meine Oma jetzt ein eigenes Zimmer mit Küche auf ihrer Etage hat und das alles behindertengerecht. Bedingt durch den Umzug, mussten wir auch das Sozialamt wechseln. Jetzt kommen probleme auf. Meine Oma hat, als sie alleine gewohnt hat, alles erstattet bekommen. In der alten Wohnung (Alfter) wurde vom Sozialamt Grundsicherung und Mietanteil wie auch NK-Anteil bezahlt. Nach dem wechsel nach Swistal ssieht es anders aus. Das Sozialamt beruft sich auf das Urteil vom 14.04.2011, B 8 SO 18/09 R, "...dass bei Zusammenleben einer volljährigen Person mit Nichtbeürftigen in einer Haushaltsgemeinschaft nach geltendem Recht KEIN Anspruch auf Berücksichtigung von anteiligem Bedarf für Unterkunft und Heizung nach Kopfteilen besteht, wenn es an einer eigenen rechtlichen Verpflichtung der nachgefragten Person mangelt. Es fehle in derartigen Fällen an den - nach Maßgabe von §35 SGB XII lediglich zu berücksichtigenden - tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung." Weiter steht noch: "Da Sie keine vertragliche Vereinbarung über die Zahlung von Unterkunfts- und Heizkosten abgeschlossen haben, besteht für Sie keine rechtliche Verpflichtung zur Zahlung von Unterkunfts- und Heizkosten."

Nach Rücksprache mit der Sachbearbeiterin, haben wir unseren Vermieter konsultiert der einen Untermietvertrag für meine Oma erstellt hat. Dazu hat sich der Vermieter mit der Sachbearbeiterin in Verbidung gebracht und sich die genauen Informationen eingeholt. Jetzt haben wir dennoch ein Ablehnungsschreiben erhalten, weil meine Oma nicht von Anfang an Mitmieterin in dem Haus war und das nicht rechtens wäre.

Meine Oma ist nicht im Stande, alleine in einer Wohnung zu bleiben. Die Gefahr, dass stürzt, etwas vergisst auszumachen (Demenz) ist in dem Falle nicht tragbar und wäre von unserer seite Verantwortungslos.

Was für Möglichkeiten habe ich in diesem Fall?? Wenn meine Oma wieder alleine Wohnen würde, würde das Sozialamt alle Kosten wieder übernehmen. Zur Informationen es geht um ca. 180€ monatlich. Wenn meine Oma alleine Wohnen würde, wären die Kosten um das dreifache Höher.

Bitte um Ratschlag, da ich mir den Weg zum Anwalt noch ersparen möchte.

Vielen Dank für alle Antworten und Hilfestellungen.

Alter, Grundsicherung, Sozialamt, Sozialhilfe, Anlehnung
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