In diesem Fall geht es nicht um Pflegstufen, sondern - zumindest in Hessen - um Hilfebedarfsgruppen, die zwischen 5 Bedarfsgruppen, von denen die Fördergelder abhängig sind, unterscheidet. Ich assistiere zum Beispiel einem Autisten, der in Hessen unter die Hilfebedarfsgruppe 5+ zugeordnet wird, der höchsten Förderstufe. Es geht also nicht um Pflege, sondern um die Notwendigkeit von lebens-begleitender Hilfe - sowohl im Berufs- als auch im Privatleben.

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Autismusverdacht, Entwicklungsverzögerung - Kindergarten lehnt Integrationshilfe ab

hallo,

mein sohn ist 3 1/2 seit 8 wochen im kiga und geht dort auch sehr gerne hin. die erzieher sind dort aber mit seinem verhalten überfordert es wurde der heilpädagogische fachdienst zu rate gezogen. die kinderpsychologin vom fachdienst meint es bestehe ein verdacht auf autismus. ich muss dazu sagen dass auf meinen sohn wenn überhaupt die atypische autismus form zutreffen würde. er ist sprachverzögert wodurch es nicht einfach ist mit der kommunikation er kann aber durchaus sagen was er möchte und die sprache entwickelt sich immer weiter, er kreischt ab und zu wenn ihm was zuviel wird oder schmeisst sachen, das ist aber nicht ständig so, er hat eine kontaktstörung. das wars allerdings auch schon an anzeichen für autismus. nun hat der kiga mir verkündet dass mein sohn ab dezember nicht mehr in den kiga gehen darf und sie den vertrag mit mir kündigen. die integrationskindergärten in meiner stadt, die mir vom fachdienst empfohlen worden sind, sind bis ende 2012 voll ich müsste meinen sohn quasi 1 jahr zu hause betreuen. es gibt noch keinerlei diagnose bei meinem sohn. ich habe erst für dezember einen termin in der kinderpsychiatrie bekommen. ich könnte eingliederungshilfe für meinen sohn beantragen, es würde 1x die woche eine heilpädagogin und 3x die woche eine begleitende hilfe in den kiga kommen die nur für meinen sohn da sind. ich habe dem kiga vorgeschlagen ihn nur in dieser zeit und an diesen tagen in den kiga zu bringen so dass sie vollkommen entlastet wären mit seiner betreuung aber der kiga hat einfach abgelehnt. sie schmeissen meinen sohn einfach raus und ich weiß nicht was ich tun soll. ich möchte ihn keinesfalls in einen behindertenkiga schicken da mein sohn nicht geistig behindert ist und den umgang mit normalen kindern braucht um sich zu entwickeln! ich bekomme keinen platz in einem integrationskiga, im regelkiga bekommt mein sohn gar nicht erst die chance sich mit hilfe einzugliedern und wenn ich ihn daheim betreue kann ich nicht mehr arbeiten gehn! hat jmd ähnliches erlebt und kann mir einen rat geben? darf der kiga die eingliederungshilfe einfach so ablehnen? bin dankbar für jeden ratschlag!

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Die Vertragskündigung würde dem von der UN entwickelten Inklusionsgedanken, dem sich die BRD angeschlossen hat, widersprechen. An Deiner Stelle würde ich juristischen Rat zur Hilfe ziehen. Es besteht mittlerweile ein Recht zum Aufenthalt der Kinder in Regeleinrichtungen. Separierende Einrichtungen müssen langfristig abgeschafft werden. Ich rate Dir, Kontakt zur Lebenshilfe e.V. aufzunehmen, die deutschlandweit vertreten ist. Es wird zwar kein einfacher Weg, aber jedes behinderte Kind hat heute das Recht zum Besuch in einer Regeleinrichtung. Darauf würde ich die Verantwortlichen des Kindergartens hinweisen. Ich weiß, dass dies noch nicht in alle Köpfe eingedrungen ist. Schau auch mal auf die Wikipediaseite und gebe das Stichwort "Inklusion" ein. Dort ist vieles zum Thema ziemlich genau erklärt und such Dir auf jeden Fall Unterstützung. Solche Fälle allein durchzusetzen, ist ziemlich schwer. Leicht wird es ohnehin nicht - du musst für das Recht deines Kindes kämpfen. In Deutschland leider immer noch.

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Wie Sie es den Eltern vermitteln möchten, kann ich Ihnen nicht sagen, da solche Angelegenheiten meist sehr individuell angegangen werden müssen. Aber meiner Ansicht nach sollten diese Bedenken rasch angesprochen werden. Autismus sollte aber in jedem Fall von Experten diagnostiziert werden - je eher, desto besser, um möglichst früh mit entsprechenden Fördermaßnahmen beginnen zu können. Ich assistiere einem Autisten, daher weiß ich, dass es zumindest im Bundesland Hessen spezielle Autismiszentren wie z. B. in Langen gibt. Darüber hinaus findet sich auch im Internet einiges zum Thema. Ferner sollten Sie auch mal auf der Seite von "Autea" nachschauen, auf der Sie einiges Wissenswerte erfahren könnten. Auf www.autea.de finden Sie ferner einige "Links", die Ihnen weiterhelfen könnten. 

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Auch Autismus müsste zunächst diagnostiziert werden,denn es könnten auch andere Gründe(z.B.Psychose) zu solchen Verhaltensweisen führen. Ferner ist bekannt, dass bestimmte Lichtreize bei Epileptikern (nicht bei jedem) Anfälle auslösen können. Das hängt unmittelbar mit den Augen zusammen. Also könnte auch diese These stimmen. Letztendlich müssen das aber die jeweiligen Fachspezialisten ergründen.

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