Guten Abend,
bin vor 9 Monaten in meine erste eigene Wohnung gezogen. Schon nach kurzer Zeit, trotz ordnungsgemäßem Lüftungsverhalten, bildete sich schnell ein komischer Belag an den Wänden, der aber relativ leicht abwaschbar war. Weil ich nicht an einen Schimmelpilz glauben wollte, habe ich es als Fogging Effekt abgetan, was prinzipiell ja auch logisch klang.
Wie auch immer, mittlerweile ist die Situation ein wenig schlimmer. Ich hab jetzt hier keine ganzen Wände voller Schimmel, aber an einzelnen Stellen sieht man doch so dunkel gelb/braune Punkte/Verfärbungen. Das ganze ist wohl auch selbstverschuldet, da ich in den letzten 2 Monaten nicht wirklich sachgemäß gelüfet habe leider, aber das jetzt zu bereuen hilft mir eben auch nicht.
Der Vermieter war von Anfang an nicht gut auf mich zu sprechen und ich habe jetzt Angst evtl. eine Kündigung reinzukriegen sobald er das hier mal sieht. Kann er mir wegen sowas überhaupt Kündigen?
Ich mein, ich hab kein Geld, aber ich wäre natürlich bereit mich irgendwie an den Kosten zu beteiligen und habe mein Lüftungsverhalten jetzt ja auch wieder angepasst. Der Schimmel ist auch in dermaßen kleinem Ausmaß das ich mir vorstellen könnte, wenn es denn welcher ist, das er sich wieder von selber beseitigt, sobald ihm die Nährstoffe ausgehen.
Meine große Sorge ist nur, dass laut § 573, der Vermieter kündigen kann wenn:
der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht unerheblich verletzt hat,
oder
der Vermieter durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde;
Das ist eben so juristendeutsch. Je nachdem wie es mir ausgelegt wird, könnte man mir ja durchaus unterstellen meine Pflichten "nicht unerheblich" verletzt zu haben. Wie sieht das in der Praxis aus?
Habe schon gegoogled zu dem Thema, aber meist wird eben nur die andere Seite beleuchtet, das der Mieter kündigen möchte. Wäre super wenn da jemand was weiß..