Hallo,

es könnte sein, dass du bi bist, aber es kann auch sein, dass du lesbisch bist. Das kannst nur du sagen, und es ist schwer, das einfach so zu sagen.

Aber wenn du dir eine Beziehung nur mit einer Frau vorstellen kannst, kann es gut sein, dass du lesbisch bist.

Mir hat das hier sehr geholfen: https://docs.google.com/document/d/e/2PACX-1vT3f5IIzt5PG-M7G9_Z-gjY4gZaiUneTdMlYrFAcdBGcJo0-N-RDQcj2JfxOaBTxKa6J_DiDQNgqVpg/pub

LG

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Hi,

ich bin evangelische Christin und studiere sogar Theologie, um Pfarrerin zu werden. Ich hatte auf der einen Seite das große Glück, dass ich mein Umfeld immer als ziemlich akzeptierend wahrgenommen habe und mir auch ein solches Gottesbild von einem liebenden, mich akzeptierenden Gott vermittelt wurde. Natürlich hab ich auch andere Stimmen wahrgenommen, aber tatsächlich nicht so viele bzw nicht durch Menschen aus meinem direkten Umfeld. Besonders als ich dann angefangen habe Theologie zu studieren, habe ich mich auch noch mal mehr damit auseinander gesetzt und darin auch eher Bestärkung gefunden.

Zur Homosexualität nach unserem Verständnis steht eigentlich nichts in der Bibel. Einige Verse könnte man so deuten - Allerdings muss man alles, was in der Bibel steht, im historischen Kontext von damals sehen. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben! Eine Ehe zwischen Homosexuellen wird nicht erwähnt, ebenso wenig wie eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft! Mal abgesehen davon, dass das Konzept einer sexuellen Orientierung sehr neu ist und damals noch gar nicht bekannt war. Bei den Stellen geht es ausschließlich um Geschlechtsverkehr:

  • Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. (3. Mose 18,22)
  • Wenn jemand bei einem Manne schläft wie bei einer Frau, so haben sie beide getan, was ein Gräuel ist, und sollen des Todes sterben; ihre Blutschuld komme über sie. (3. Mose 20,13)
  • Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. (Römer 1,26-27)
  • Weder Unzüchtige / Hurer noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben / Weichlinge noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben. (1. Korinther 6,9-10)

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer miteinander, übernahm einer der beiden Männer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war.

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer (anal) miteinander, wurde ja einer der beiden Männer penetriert, übernahm einer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war. Das wurde als Verletzung der Ehre und als Zerstörung der Gesellschaftsordnung angesehen. Es bezieht sich außerdem auf die übliche Praxis, dass Männer Sex mit untergebenen Männern (also z.B. Sklaven oder Kriegsgefangenen) hatten zum Zeichen ihrer Machtdemonstration und Erniedrigung (also eigentlich mehr eine Vergewaltigung). In diesem Zusammenhang wird das Wort verwendet, was ins Deutsche irreführender Weise mit "Greuel" übersetzt wird.

Das hat also mit unserem heutigen Verständnis von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts zu tun.

Außerdem werden im Alten Testament so einige Sachen mit dem Tode bestraft (z.B. Arbeit am Samstag, Kleidung aus zwei verschiedenen Materialien tragen) oder wurden als falsch bezeichnet (z.B. sich einer Frau nähern, während diese ihre Menstruation hat), die heute völlig normal sind, im Gegenzug waren andere Sachen normal und erlaubt, die heute allgemein als nicht in Ordnung gelten (z.B. Sklaverei, sie wurde auch von Paulus nicht in Frage gestellt).

Die schlimme Geschichte in 1. Mose 19 ("Sodom und Gomorrha") muss bei dieser Frage außer Acht bleiben. Denn hier geht es um Vergewaltigung von Männern aufgrund von Fremdenhass / Rassismus. Wäre das ein Argument gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, so wären biblische Erzählungen von der Vergewaltigung einer Frau (die es auch in der Bibel gibt) auch ein Argument gegen heterosexuelle Beziehungen.

Und zu der Römerbrief-Stelle: Paulus verurteilt den Geschlechtsverkehr von Frauen und Frauen, Männern und Männern als "gegen die Natur". An anderer Stelle (1. Korinther 11,14) bietet Paulus das gleiche Argument gegen Männer auf, die das Haar lang wachsen lassen. Um "Natur" geht es da gewiss nicht. Haare wachsen bei Männern nicht weniger als bei Frauen und die Haartracht ist eine Frage von Kultur und Mode. Warum sollte der fragwürdige Naturbegriff des Paulus in der Homosexualitätsdebatte zum Urteilsgrund werden?

Und zum 1. Korintherbrief: Die "Lustknaben" werden manchmal mit "Homosexuelle" übersetzt. Das ist einfach falsch. Die "Lustknaben" stehen im Zusammenhang mit den Knabenschändern. Es geht um den Verkehr zwischen Männern und Kindern (Jungs) - also erst mal um Kindesmissbrauch (und das gilt dann auch für verschiedengeschlechtliche Verbindungen). Aber auch für den Fall, dass mit den Begriffen "Lustknabe" und "Knabenschänder" primär der Aspekt der Gewerbsmäßigkeit im Blick sein sollte (und weniger der Gesichtspunkt des Kindesmissbrauchs), also dass sich Kinder in der griechisch-römischen Kultur damals praktisch prostituiert haben, also "Beziehungen" mit älteren Männern hatten und von ihren "Mentoren" dann Geld bekommen haben - das wurde kritisiert, und dann gälte auch dies in gleicher Weise für heterosexuelle Praxis.

Und Jesus hat nie etwas zu Homosexualität gesagt! Es ist jedenfalls durch die Bibel nichts überliefert.

"Sünde" ist das, was einen von Gott trennt. Warum sollte es mich von Gott trennen, wenn ich als Frau eine andere Frau liebe? Das schadet weder Gott noch mir noch der anderen Frau, wenn wir eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft führen.

Und zu dem Argument, dass die Bibel die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau bestimmt hat: Falsch. Die Bibel definiert die Ehe auch als ein-Mann-viele-Frauen oder ein-Mann-viele-Frauen-und-viele-Geliebte oder Vergewaltiger-und-Opfer oder Eroberer-und-Kriegsgefangene... Das würde ich jetzt auch nicht so als das beste Eheverständnis ansehen...

Wie heißt es so schön im 1. Thessalonicherbrief: "Prüft alles, und das Gute behaltet". Und Menschen zu verdammen, nur weil sie andere Menschen mit ganzem Herzen lieben, die aber leider das "falsche" Geschlecht haben, ist mMn nicht gut.

Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Sie erzählt von Erfahrungen von Menschen mit Gott - wie sie die Welt wahrnehmen und was sie sich daraus schließen und denken über Gott. Diese Menschen haben in einer gewissen Zeit und einem bestimmten Kulturkreis gelebt. Heute machen Menschen neue Erfahrungen, mit Gott und der Welt. Das muss man bedenken.

Ich bin fest davon überzeugt: Gott liebt mich, egal ob ich heterosexuell, homosexuell, bisexuell, pansexuell, asexuell, usw bin.

Und ich habe Gott als großartig in meinem Leben wahrgenommen. Gott ist bei mir.

Ich bin queer und dennoch Christin. Ich bekenne mich zu Jesus Christus, der die Grenzen gesprengt hat. "Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus" (Gal 3,28) - es ist egal, welches Geschlecht ich habe, welche sexuelle Orientierung, welche Herkunft, welcher sozialen Schicht ich angehöre - all das spielt für Gott keine Rolle.

Glücklicherweise hat auch die evangelische Kirche in Deutschland inzwischen schon zu großen Teilen dieser Deutung zugestimmt. In vielen evangelischen Landeskirchen werden gleichgeschlechtliche Paare inzwischen gesegnet oder können sogar ganz "normal" kirchlich heiraten. Und evangelische Pfarrer*innen dürfen in Deutschland mit gleichgeschlechtlichen Partner*innen zusammen im Pfarrhaus wohnen.

Liebe Grüße

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Nein

Hallo,

also da gibt es ja zwei Aspekte in deiner Frage - einerseits die Hölle als Konzept und andererseits die Bisexualität.

Im Christentum gibt es zwei Konzepte, die beide biblische Grundlagen haben. Einerseits den "zweifachen Ausgang" (Gute in den Himmel, Böse in die Hölle), andererseits die "Allversöhnung" (alle Menschen werden mit Gott versöhnt und kommen in den Himmel).

Ich persönlich glaube nicht an eine Hölle als Ort der ewigen Qualen, sondern eher an eine "Hölle" als Zustand. Ein Gefühl. Kennst du das Gefühl vom mega schlechten Gewissen? Es ist ein wahnsinnig unangenehmes Gefühl, sodass einem fast schlecht wird, es nagt richtig an einem. Das könnte auch eine Interpretation sein: Wenn ein Mensch vor Gott kommt, erkennt er, was er in seinem Leben falsch gemacht hat, wo er Menschen verletzt hat, wo er sich von Gott entfernt hat, usw. Und das schlechte Gewissen ist dann wie eine ganz "persönliche Hölle". Das ist aber nicht das Ende. Denn ich glaube an einen gnädigen Gott, der einem vergibt und einen liebt. Und zu dem wir letzten Endes alle kommen werden.

Nun zum zweiten Teil deiner Frage, ob Bisexualität etwas so schlimmes ist in Gottes Augen, dass man dafür in die "Hölle" kommen könnte.

Zur Homo-/Bisexualität nach unserem Verständnis steht eigentlich nichts in der Bibel. Einige Verse könnte man so deuten - Allerdings muss man alles, was in der Bibel steht, im historischen Kontext von damals sehen. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben! Eine Ehe zwischen Homosexuellen wird nicht erwähnt, ebenso wenig wie eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft! Mal abgesehen davon, dass das Konzept einer sexuellen Orientierung sehr neu ist und damals noch gar nicht bekannt war. Bei den Stellen geht es ausschließlich um Geschlechtsverkehr:

  • Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. (3. Mose 18,22)
  • Wenn jemand bei einem Manne schläft wie bei einer Frau, so haben sie beide getan, was ein Gräuel ist, und sollen des Todes sterben; ihre Blutschuld komme über sie. (3. Mose 20,13)
  • Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. (Römer 1,26-27)
  • Weder Unzüchtige / Hurer noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben / Weichlinge noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben. (1. Korinther 6,9-10)

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer miteinander, übernahm einer der beiden Männer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war.

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer (anal) miteinander, wurde ja einer der beiden Männer penetriert, übernahm einer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war. Das wurde als Verletzung der Ehre und als Zerstörung der Gesellschaftsordnung angesehen. Es bezieht sich außerdem auf die übliche Praxis, dass Männer Sex mit untergebenen Männern (also z.B. Sklaven oder Kriegsgefangenen) hatten zum Zeichen ihrer Machtdemonstration und Erniedrigung (also eigentlich mehr eine Vergewaltigung). In diesem Zusammenhang wird das Wort verwendet, was ins Deutsche irreführender Weise mit "Greuel" übersetzt wird.

Das hat also mit unserem heutigen Verständnis von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts zu tun.

Außerdem werden im Alten Testament so einige Sachen mit dem Tode bestraft (z.B. Arbeit am Samstag, Kleidung aus zwei verschiedenen Materialien tragen) oder wurden als falsch bezeichnet (z.B. sich einer Frau nähern, während diese ihre Menstruation hat), die heute völlig normal sind, im Gegenzug waren andere Sachen normal und erlaubt, die heute allgemein als nicht in Ordnung gelten (z.B. Sklaverei, sie wurde auch von Paulus nicht in Frage gestellt).

Die schlimme Geschichte in 1. Mose 19 ("Sodom und Gomorrha") muss bei dieser Frage außer Acht bleiben. Denn hier geht es um Vergewaltigung von Männern aufgrund von Fremdenhass / Rassismus. Wäre das ein Argument gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, so wären biblische Erzählungen von der Vergewaltigung einer Frau (die es auch in der Bibel gibt) auch ein Argument gegen heterosexuelle Beziehungen.

Und zu der Römerbrief-Stelle: Paulus verurteilt den Geschlechtsverkehr von Frauen und Frauen, Männern und Männern als "gegen die Natur". An anderer Stelle (1. Korinther 11,14) bietet Paulus das gleiche Argument gegen Männer auf, die das Haar lang wachsen lassen. Um "Natur" geht es da gewiss nicht. Haare wachsen bei Männern nicht weniger als bei Frauen und die Haartracht ist eine Frage von Kultur und Mode. Warum sollte der fragwürdige Naturbegriff des Paulus in der Homosexualitätsdebatte zum Urteilsgrund werden?

Und zum 1. Korintherbrief: Die "Lustknaben" werden manchmal mit "Homosexuelle" übersetzt. Das ist einfach falsch. Die "Lustknaben" stehen im Zusammenhang mit den Knabenschändern. Es geht um den Verkehr zwischen Männern und Kindern (Jungs) - also erst mal um Kindesmissbrauch (und das gilt dann auch für verschiedengeschlechtliche Verbindungen). Aber auch für den Fall, dass mit den Begriffen "Lustknabe" und "Knabenschänder" primär der Aspekt der Gewerbsmäßigkeit im Blick sein sollte (und weniger der Gesichtspunkt des Kindesmissbrauchs), also dass sich Kinder in der griechisch-römischen Kultur damals praktisch prostituiert haben, also "Beziehungen" mit älteren Männern hatten und von ihren "Mentoren" dann Geld bekommen haben - das wurde kritisiert, und dann gälte auch dies in gleicher Weise für heterosexuelle Praxis.

Und Jesus hat nie etwas zu Homosexualität gesagt! Es ist jedenfalls durch die Bibel nichts überliefert.

"Sünde" ist das, was einen von Gott trennt. Warum sollte es mich von Gott trennen, wenn ich als Frau eine andere Frau liebe? Das schadet weder Gott noch mir noch der anderen Frau, wenn wir eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft führen.

Und zu dem Argument, dass die Bibel die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau bestimmt hat: Falsch. Die Bibel definiert die Ehe auch als ein-Mann-viele-Frauen oder ein-Mann-viele-Frauen-und-viele-Geliebte oder Vergewaltiger-und-Opfer oder Eroberer-und-Kriegsgefangene... Das würde ich jetzt auch nicht so als das beste Eheverständnis ansehen...

Wie heißt es so schön im 1. Thessalonicherbrief: "Prüft alles, und das Gute behaltet". Und Menschen zu verdammen, nur weil sie andere Menschen mit ganzem Herzen lieben, die aber leider das "falsche" Geschlecht haben, ist mMn nicht gut.

Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Sie erzählt von Erfahrungen von Menschen mit Gott - wie sie die Welt wahrnehmen und was sie sich daraus schließen und denken über Gott. Diese Menschen haben in einer gewissen Zeit und einem bestimmten Kulturkreis gelebt. Heute machen Menschen neue Erfahrungen, mit Gott und der Welt. Das muss man bedenken.

Ich bin fest davon überzeugt: Gott liebt mich, egal ob ich heterosexuell, homosexuell, bisexuell, pansexuell, asexuell, usw bin.

Und ich habe Gott als großartig in meinem Leben wahrgenommen. Gott ist bei mir.

Ich bin queer und dennoch Christin. Ich bekenne mich zu Jesus Christus, der die Grenzen gesprengt hat. "Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus" (Gal 3,28) - es ist egal, welches Geschlecht ich habe, welche sexuelle Orientierung, welche Herkunft, welcher sozialen Schicht ich angehöre - all das spielt für Gott keine Rolle.

Glücklicherweise hat auch die evangelische Kirche in Deutschland inzwischen schon zu großen Teilen dieser Deutung zugestimmt. In vielen evangelischen Landeskirchen werden gleichgeschlechtliche Paare inzwischen gesegnet oder können sogar ganz "normal" kirchlich heiraten. Und evangelische Pfarrer*innen dürfen in Deutschland mit gleichgeschlechtlichen Partner*innen zusammen im Pfarrhaus wohnen.

Liebe Grüße

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Hi,

das kann beides sein. Vielleicht bist du auch bi, aber Lesben dürfen auch Crushes auf fiktive Charaktere haben, ohne dass das ihre Identität entwertet.

Ich zitiere mal aus einem Dokument, das mir persönlich sehr geholfen hat:

Lesbians are allowed to like male celebrities and fictional characters. it’s usually a symptom of compulsory heterosexuality—male celebrities/fictional characters are completely unobtainable crushes and thus it allows the lesbian in question to distance themselves from men. Because it’s impossible to ever be with that person, they get to avoid the romance and intimacy, which is usually something that girls can recognize that they don’t want with men but can’t exactly place why or what it means. Even if the attraction to male celebrities/fictional characters is NOT an effect of compulsory heterosexuality (which would be really hard to figure out), it’s not fair that straight women can have “girl crushes” and straight men can have “man crushes” without anyone telling them they can’t be/aren’t straight anymore, so the reverse should not be applied to lesbians.

Hier ist der Link dazu: https://docs.google.com/document/d/e/2PACX-1vT3f5IIzt5PG-M7G9_Z-gjY4gZaiUneTdMlYrFAcdBGcJo0-N-RDQcj2JfxOaBTxKa6J_DiDQNgqVpg/pub

LG

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Hi,

niemand muss sich outen. Es ist eine Möglichkeit. Auch für pansexuelle Menschen.

Manche Leute fühlen sich wohler, wenn sie geoutet sind. Sie haben dann das Gefühl, dass sie "sie selbst" sein können und ihre Gefühle nicht verstecken müssen. Oder es nervt sie vielleicht, wenn sie immer danach gefragt werden, wie ihre Traumfrau aussieht und wann sie denn eine Freundin haben, aber in Wahrheit würden sie (auch) gerne einen Freund haben. Es vergrößert auch etwas deine "Möglichkeiten", z.B. wenn eine Person des gleichen Geschlechts weiß, dass ihr eventuell etwas für einander empfinden könntet.

Manche Leute fühlen sich aber auch nicht wohler damit, weil ein Outing für sie zu stressig ist und weil es eben leider immer noch homophobe Menschen gibt, die einem das Leben erschweren könnten... Oder weil sie es einfach als nicht notwendig ansehen, sich (offiziell) zu outen.

Manche Leute haben auch kein "offizielles" Coming out mit Verkündigung oder so, sondern sie erwähnen es einfach beiläufig mal, wenn das Thema aufkommt. Oder eine Frau kommt z.B. einfach mit ihrer neuen Freundin an...

Aber wenn du es deinen Freunden gerne sagen möchtest, dann kannst du das tun :)

Ich kann verstehen, wenn du zögerst. Du musst dich anvertrauen ohne zu wissen, wie dein Gegenüber reagiert. Andererseits: echte Freunde sollten dich so mögen wie du bist und du solltest mit ihnen reden können. Wenn du nicht weißt, wie deine Freunde zu dem Thema der Homo-/Bi-/Pansexualität stehen, musst du dich ja auch nicht direkt outen. Du kannst dich erst mal langsam an das Thema rantasten, gucken, was sie zu dem Thema allgemein äußern oder ob sie ablehnend wirken. Vielleicht guckt ihr mal einen Film oder eine Serie, wo ein lesbisches Paar drin vorkommt. Oder ihr begegnet auf der Straße einem schwulen Paar. Oder du sprichst sie wie zufällig auf das Thema an... Wenn du merkst, dass sie sich nicht negativ äußern, kannst du dich ja vorsichtig vielleicht erst mal einem besten Freund anvertrauen...? Wenn ihr dann schon mal zu zweit seid, kann sie dich vielleicht bei den anderen unterstützen.

Such dir vielleicht auch Beratung und Hilfe von Auswärts, wenn du das brauchst oder möchtest. Online-Beratung und Seelsorge sind meiner Meinung nach eine gute Sache, hat mir jedenfalls sehr geholfen. Du findest sie z.B. hier: https://www.diakonie-emailberatung.de/ oder hier: http://www.telefonseelsorge.de/ oder hier: https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html#log_in

Stress dich nicht, lass dir von niemandem etwas ein- oder ausreden, sondern höre auf dein Herz, deine Gefühle. Es ist dein Liebesleben.

Alles Gute

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Hallo,

Asexualität ist eine sexuelle Orientierung wie Hetero- oder Homosexualität usw auch.

Leider ist es oft etwas komplizierter zu erkennen, ob man selbst asexuell ist. Denn Asexualität definiert sich eben durch die Abwesenheit eines Gefühls, was es schwer macht, weil man keine wirklichen Vergleichspunkte hat.

asexuell zu sein bedeutet, dass man keine sexuelle Anziehung zu anderen Personen verspürt.

Ich sehe also nie eine Person an (egal welchen Geschlechts) und denke mir "Die Person ist heiß und ich würde sie gerne küssen oder mit ihr Sex haben" und zwar unabhängig davon, ob ich die Person auf der Straße sehe oder schon lange kenne und eine emotionale Bindung zu ihr habe.

Asexualität, Selbstbefriedigung und Sex mit anderen Menschen sind alles unterschiedliche Dinge, die sich überschneiden können, aber nicht müssen.

Und auch das, was man tut, hat relativ wenig damit zu tun: es gibt Asexuelle, die Sex haben und masturbieren (aus ganz unterschiedlichen Gründen) und Asexuelle, die so was gar nicht machen. Gemeinsam haben sie alle wie gesagt nur die fehlende sexuelle Anziehung zu anderen.

Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht brauchen und die nicht das Verlangen danach haben, aber für die es ok ist, ihn z.B. ihrem Partner zuliebe zu haben, die manchmal Sex sogar ganz gut finden (sex-positive Asexuelle). Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht selber haben wollen, aber für die es ok ist, ihren Partner anderweitig zu befriedigen, z.B. mit der Hand. Es gibt Asexuelle, die Sex überhaupt nicht wollen. Und auch manche nicht asexuelle masturbieren und andere nicht... Und dann gibt es noch die, die nicht nur asexuell sind, sondern auch noch aromantisch und keine Beziehung wollen.

Mir persönlich hat dieser Blog geholfen, da sind viele Anzeichen dafür gesammelt, dass man asexuell sein könnte: http://www.asexualityarchive.com/possible-signs-of-asexuality-part-1-about-you/

LG

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Hallo,

ich bin queer und religiös, genau gesagt (evangelische) Christin.

Zur Homosexualität nach unserem Verständnis steht eigentlich nichts in der Bibel. Einige Verse könnte man so deuten - Allerdings muss man alles, was in der Bibel steht, im historischen Kontext von damals sehen. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben! Eine Ehe zwischen Homosexuellen wird nicht erwähnt, ebenso wenig wie eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft! Bei den Stellen geht es ausschließlich um Geschlechtsverkehr:

  • Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. (3. Mose 18,22)
  • Wenn jemand bei einem Manne schläft wie bei einer Frau, so haben sie beide getan, was ein Gräuel ist, und sollen des Todes sterben; ihre Blutschuld komme über sie. (3. Mose 20,13)
  • Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. (Römer 1,26-27)
  • Weder Unzüchtige / Hurer noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben / Weichlinge noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben. (1. Korinther 6,9-10)

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer miteinander, übernahm einer der beiden Männer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war.

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer (anal) miteinander, wurde ja einer der beiden Männer penetriert, übernahm einer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war. Das wurde als Verletzung der Ehre und als Zerstörung der Gesellschaftsordnung angesehen. Es bezieht sich außerdem auf die übliche Praxis, dass Männer Sex mit untergebenen Männern (also z.B. Sklaven oder Kriegsgefangenen) hatten zum Zeichen ihrer Machtdemonstration und Erniedrigung (also eigentlich mehr eine Vergewaltigung). In diesem Zusammenhang wird das Wort verwendet, was ins Deutsche irreführender Weise mit "Greuel" übersetzt wird.

Das hat also mit unserem heutigen Verständnis von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts zu tun.

Außerdem werden im Alten Testament so einige Sachen mit dem Tode bestraft (z.B. Arbeit am Samstag, Kleidung aus zwei verschiedenen Materialien tragen) oder wurden als falsch bezeichnet (z.B. sich einer Frau nähern, während diese ihre Menstruation hat), die heute völlig normal sind, im Gegenzug waren andere Sachen normal und erlaubt, die heute allgemein als nicht in Ordnung gelten (z.B. Sklaverei, sie wurde auch von Paulus nicht in Frage gestellt).

Die schlimme Geschichte in 1. Mose 19 ("Sodom und Gomorrha") muss bei dieser Frage außer Acht bleiben. Denn hier geht es um Vergewaltigung von Männern aufgrund von Fremdenhass / Rassismus. Wäre das ein Argument gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, so wären biblische Erzählungen von der Vergewaltigung einer Frau (die es auch in der Bibel gibt) auch ein Argument gegen heterosexuelle Beziehungen.

Und zu der Römerbrief-Stelle: Paulus verurteilt den Geschlechtsverkehr von Frauen und Frauen, Männern und Männern als "gegen die Natur". An anderer Stelle (1. Korinther 11,14) bietet Paulus das gleiche Argument gegen Männer auf, die das Haar lang wachsen lassen. Um "Natur" geht es da gewiss nicht. Haare wachsen bei Männern nicht weniger als bei Frauen und die Haartracht ist eine Frage von Kultur und Mode. Warum sollte der fragwürdige Naturbegriff des Paulus in der Homosexualitätsdebatte zum Urteilsgrund werden?

Und zum 1. Korintherbrief: Die "Lustknaben" werden manchmal mit "Homosexuelle" übersetzt. Das ist einfach falsch. Die "Lustknaben" stehen im Zusammenhang mit den Knabenschändern. Es geht um den Verkehr zwischen Männern und Kindern (Jungs) - also erst mal um Kindesmissbrauch (und das gilt dann auch für verschiedengeschlechtliche Verbindungen). Aber auch für den Fall, dass mit den Begriffen "Lustknabe" und "Knabenschänder" primär der Aspekt der Gewerbsmäßigkeit im Blick sein sollte (und weniger der Gesichtspunkt des Kindesmissbrauchs), also dass sich Kinder in der griechisch-römischen Kultur damals praktisch prostituiert haben, also "Beziehungen" mit älteren Männern hatten und von ihren "Mentoren" dann Geld bekommen haben - das wurde kritisiert, und dann gälte auch dies in gleicher Weise für heterosexuelle Praxis.

Und Jesus hat nie etwas zu Homosexualität gesagt! Es ist jedenfalls durch die Bibel nichts überliefert.

"Sünde" ist das, was einen von Gott trennt. Warum sollte es mich von Gott trennen, wenn ich als Frau eine andere Frau liebe? Das schadet weder Gott noch mir noch der anderen Frau, wenn wir eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft führen.

Und zu dem Argument, dass die Bibel die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau bestimmt hat: Falsch. Die Bibel definiert die Ehe auch als ein-Mann-viele-Frauen oder ein-Mann-viele-Frauen-und-viele-Geliebte oder Vergewaltiger-und-Opfer oder Eroberer-und-Kriegsgefangene... Das würde ich jetzt auch nicht so als das beste Eheverständnis ansehen...

Wie heißt es so schön im 1. Thessalonicherbrief: "Prüft alles, und das Gute behaltet". Und Menschen zu verdammen, nur weil sie andere Menschen mit ganzem Herzen lieben, die aber leider das "falsche" Geschlecht haben, ist mMn nicht gut.

Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Sie erzählt von Erfahrungen von Menschen mit Gott - wie sie die Welt wahrnehmen und was sie sich daraus schließen und denken über Gott. Diese Menschen haben in einer gewissen Zeit und einem bestimmten Kulturkreis gelebt. Heute machen Menschen neue Erfahrungen, mit Gott und der Welt. Das muss man bedenken.

Ich bin fest davon überzeugt: Gott liebt mich, egal ob ich heterosexuell, homosexuell, bisexuell, pansexuell, asexuell, usw bin.

Und ich habe Gott als großartig in meinem Leben wahrgenommen. Gott ist bei mir.

Ich bin queer und dennoch Christin. Ich bekenne mich zu Jesus Christus, der die Grenzen gesprengt hat. "Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus" (Gal 3,28) - es ist egal, welches Geschlecht ich habe, welche sexuelle Orientierung, welche Herkunft, welcher sozialen Schicht ich angehöre - all das spielt für Gott keine Rolle.

Glücklicherweise hat auch die evangelische Kirche in Deutschland inzwischen schon zu großen Teilen dieser Deutung zugestimmt. In vielen evangelischen Landeskirchen werden gleichgeschlechtliche Paare inzwischen gesegnet oder können sogar ganz "normal" kirchlich heiraten.

Liebe Grüße

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Hi,

Substantive werden im Althebräischen nicht wirklich flektiert.

"Dativ" und "Akkusativ" werden durch Hilfswörter ausgedrückt. Zur Umschreibung des Dativs dient die Präposition "le", also wenn ich sage "er hat David etwas gegeben", steht an der Stelle nicht "david" sondern "ledavid". Beim Akkusativ ist es "et", z.B. "et david".

Beim "Genitiv" ist es etwas komplizierter.

Für einen "Genitiv" werden zwei Wörter miteinander verbunden, das ist die sogenannte Constructus-Verbindung. Diese besteht aus dem "regierenden Nomen" und dem "regierten Nomen". Das regierende Nomen steht dabei direkt vor dem anderen und verändert (meistens) seine Vokalisation (Verkürzung langer Vokale) und erscheint im "status constructus". Beispiel: "dawar" (in der Grundform, mit langem a) heißt "Wort". "mäläch" heißt "König", mit Artikel "hamäläch". "Das Wort des Königs" würde nun "dewar (mit kurzem a) hamäläch" heißen. Oder im Plural (die Worte des Königs): "dewarim" heißt "Worte". Im status constructur ändert sich das zu "diwre" --> "diwre hamäläch" sind die Worte des Königs.

Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte.

LG

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Hallo,

das ist gar nicht so allgemein zu sagen, weil das nämlich total unterschiedlich ist. Das hängt ganz viel mit der jeweiligen Kultur und den geltenden Werten zusammen.

Die römisch-katholischen Kirchen, die orthodoxen Kirchen, einige konservativere Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft und die meisten evangelikalen und pfingstlerischen Freikirchen und Gemeinschaften sind der Meinung, gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen widersprächen dem Willen Gottes. Aber auch da gibt es inzwischen einiges an Diskussion - einige katholische Würdenträger verlangen z.B. Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare...

Eine Reihe protestantischer Kirchen, vorwiegend in westlichen Ländern, haben sich akzeptierend gegenüber Homosexualität positioniert.

In 19 von 20 deutschen evangelischen Landeskirchen (die evangelische Kirche in Deutschland ist nämlich in so was wie "Bundesländer" unterteilt, die alle eigene Rechte haben) werden homosexuelle Paare mindestens in einem öffentlichen Gottesdienst gesegnet. Das sind zum Teil keine "normalen" Traugottesdienste, sondern eben Segnungen. Aber immerhin.

In fünf dieser evangelischen Landeskirchen gibt es die „Trauung für alle“: Hessen-Nassau, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Kurhessen-Waldeck, Baden und Rheinland. Wenn man auf dem Standesamt eine eingetragene Lebenspartnerschaft oder Ehe eingegangen und dort in der Kirche ist, dann kann man in einer evangelischen Kirche heiraten.

In drei weiteren Landeskirchen sind die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und die Trauung gleichgestellt: Nordkirche, Hessen-Nassau und Pfalz.

Natürlich gibt es auch einige Christ*innen, die Homosexualität gegenüber kritisch eingestellt sind und sich dafür auf die Bibel berufen, die angeblich sagt, dass Homosexualität eine Sünde sei.

Ich würde nicht sagen, dass sich die "liberaleren" Christ*innen von den Stellen (oder von der Bibel im Allgemeinen) distanzieren, sondern dass die Stellen (anders) interpretiert und mithilfe der historisch-kritischen Exegese (Bibelauslegung) in den historischen Kontext gesetzt werden.

Denn: Zur Homosexualität nach unserem Verständnis steht eigentlich nichts in der Bibel. Einige Verse könnte man so deuten - Allerdings muss man alles, was in der Bibel steht, im historischen Kontext von damals sehen. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben! Eine Ehe zwischen Homosexuellen wird nicht erwähnt, ebenso wenig wie eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft! Bei den Stellen geht es ausschließlich um Geschlechtsverkehr. Diese Stellen hast du ja auch schon oben genannt:

  • Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. (3. Mose 18,22)
  • Wenn jemand bei einem Manne schläft wie bei einer Frau, so haben sie beide getan, was ein Gräuel ist, und sollen des Todes sterben; ihre Blutschuld komme über sie. (3. Mose 20,13)
  • Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. (Römer 1,26-27)
  • Weder Unzüchtige / Hurer noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben / Weichlinge noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben. (1. Korinther 6,9-10)

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer (anal) miteinander, wurde ja einer der beiden Männer penetriert, übernahm einer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war. Das wurde als Verletzung der Ehre und als Zerstörung der Gesellschaftsordnung angesehen. Es bezieht sich außerdem auuf die übliche Praxis, dass Männer Sex mit untergebenen Männern (also z.B. Sklaven oder Kriegsgefangenen) hatten zum Zeichen ihrer Machtdemonstration und Erniedrigung (also eigentlich mehr eine Vergewaltigung). In diesem Zusammenhang wird das Wort verwendet, was ins Deutsche irreführender Weise mit "Greuel" übersetzt wird. Es bezeichnet die Ablehnung von Götzendienst.

Das hat also mit unserem heutigen Verständnis von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts zu tun.

Außerdem werden im Alten Testament so einige Sachen mit dem Tode bestraft (z.B. Arbeit am Samstag, Kleidung aus zwei verschiedenen Materialien tragen) oder wurden als falsch bezeichnet (z.B. sich einer Frau nähern, während diese ihre Menstruation hat), die heute völlig normal sind, im Gegenzug waren andere Sachen normal und erlaubt, die heute allgemein als nicht in Ordnung gelten (z.B. Sklaverei, sie wurde auch von Paulus nicht in Frage gestellt).

Die schlimme Geschichte in 1. Mose 19 ("Sodom und Gomorrha") muss bei dieser Frage außer Acht bleiben. Denn hier geht es um Vergewaltigung von Männern aufgrund von Fremdenhass / Rassismus. Wäre das ein Argument gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, so wären biblische Erzählungen von der Vergewaltigung einer Frau (die es auch in der Bibel gibt) auch ein Argument gegen heterosexuelle Beziehungen.

Und zu der Römerbrief-Stelle: Paulus verurteilt den Geschlechtsverkehr von Frauen und Frauen, Männern und Männern als "gegen die Natur". An anderer Stelle (1. Korinther 11,14) bietet Paulus das gleiche Argument gegen Männer auf, die das Haar lang wachsen lassen. Um "Natur" geht es da gewiss nicht. Haare wachsen bei Männern nicht weniger als bei Frauen und die Haartracht ist eine Frage von Kultur und Mode. Warum sollte der fragwürdige Naturbegriff des Paulus in der Homosexualitätsdebatte zum Urteilsgrund werden?

Und zum 1. Korintherbrief: Die "Lustknaben" werden manchmal mit "Homosexuelle" übersetzt. Das ist einfach falsch. Die "Lustknaben" stehen im Zusammenhang mit den Knabenschändern. Es geht um den Verkehr zwischen Männern und Kindern (Jungs) - also erst mal um Kindesmissbrauch (und das gilt dann auch für verschiedengeschlechtliche Verbindungen). Aber auch für den Fall, dass mit den Begriffen "Lustknabe" und "Knabenschänder" primär der Aspekt der Gewerbsmäßigkeit im Blick sein sollte (und weniger der Gesichtspunkt des Kindesmissbrauchs), also dass sich Kinder in der griechisch-römischen Kultur damals praktisch prostituiert haben, also "Beziehungen" mit älteren Männern hatten und von ihren "Mentoren" dann Geld bekommen haben - das wurde kritisiert, und dann gälte auch dies in gleicher Weise für heterosexuelle Praxis.

Und Jesus hat nie etwas zu Homosexualität gesagt! Es ist jedenfalls durch die Bibel nichts überliefert.

"Sünde" ist das, was einen von Gott trennt. Warum sollte es mich von Gott trennen, wenn ich als Frau eine andere Frau liebe? Das schadet weder Gott noch mir noch der anderen Frau, wenn wir eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft führen.

Und zu dem Argument, dass die Bibel die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau bestimmt hat: Falsch. Die Bibel definiert die Ehe auch als ein-Mann-viele-Frauen oder ein-Mann-viele-Frauen-und-viele-Geliebte oder Vergewaltiger-und-Opfer oder Eroberer-und-Kriegsgefangene... Das würde ich jetzt auch nicht so als das beste Eheverständnis ansehen...

Wie heißt es so schön im 1. Thessalonicherbrief: "Prüft alles, und das Gute behaltet". Und Menschen zu verdammen, nur weil sie andere Menschen mit ganzem Herzen lieben, die aber leider das "falsche" Geschlecht haben, ist mMn nicht gut.

Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Sie erzählt von Erfahrungen von Menschen mit Gott - wie sie die Welt wahrnehmen und was sie sich daraus schließen und denken über Gott. Diese Menschen haben in einer gewissen Zeit und einem bestimmten Kulturkreis gelebt. Heute machen Menschen neue Erfahrungen, mit Gott und der Welt. Das muss man bedenken.

Ich bin fest davon überzeugt: Gott liebt mich, egal ob ich heterosexuell, homosexuell, bisexuell, pansexuell, asexuell, usw bin. Und ich habe Gott als großartig in meinem Leben wahrgenommen. Gott ist bei mir. Ich bin queer und dennoch Christin. Ich bekenne mich zu Jesus Christus, der die Grenzen gesprengt hat. "Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus" (Gal 3,28) - es ist egal, welches Geschlecht ich habe, welche sexuelle Orientierung, welche Herkunft, welcher sozialen Schicht ich angehöre - all das spielt für Gott keine Rolle.

Liebe Grüße

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Hallo,

die katholischen Priester und auch die evangelischen Pfarrer*innen haben das Beichtgeheimnis zu wahren: Sie dürfen etwas, was ihnen in der Beichte anvertraut wurde, nicht verraten, auch nicht, wenn ein Leben in Gefahr ist (das eigene oder ein fremdes) oder z.B. ein (bisher ungelöster) Mord begangen wurde. Das Beichtgeheimnis darf unter keinen Umständen verletzt werden.

Geregelt ist dies für die katholische Kirche im Codex Iuris Canonici:

Can. 983 — § 1. Das Beichtgeheimnis ist unverletzlich, dem Beichtvater ist es daher streng verboten, den Pönitenten durch Worte oder auf irgendeine andere Weise und aus irgendeinem Grund irgendwie zu verraten.

Für die evangelische Kirche im Pfarrdienstgesetz der EKD:

§30: Beichtgeheimnis und seelsorgerliche Schweigepflicht
(1) Pfarrerinnen und Pfarrer sind verpflichtet, das Beichtgeheimnis gegenüber jedermann unverbrüchlich zu wahren
(2) Pfarrerinnen und Pfarrer haben auch über alles zu schweigen, was ihnen in Ausübung der Seelsorge anvertraut worden oder bekannt geworden ist. Werden sie von der Person, die sich ihnen anvertraut hat, von der Schweigepflicht entbunden, sollen sie gleichwohl sorgfältig prüfen, ob und inwieweit sie Aussagen oder Mitteilungen verantworten können.
(3) Soweit Pfarrerinnen und Pfarrern Nachteile aus der Pflicht zur Wahrung des Beichtgeheimnisses und der seelsorglichen Schweigepflicht entstehen, hat die Kirche ihnen und ihrer Familie Schutz und Fürsorge zu gewähren.

Das Beichtgeheimnis steht übrigens auch unter dem Schutz des Gesetzes. D.h.: Vor Gericht darf ein Pfarrer, wenn er verhört wird, auf das Beichtgeheimnis verweisen und somit die Aussage verweigern.

Sollte er das Beichtgeheimnis brechen, weil er es eben nicht mit dem eigenen Gewissen vereinbaren kann, hat das halt berufliche Folgen für ihn, die Kirche ergreift dann also Maßnahmen.

Das Einzige, was ein Pfarrer machen kann (wenn er den geleisteten "Eid" nicht verletzen will), ist, dem/der Beichtenden ins Gewissen zu reden, damit er/sie sich selbst stellt oder nicht noch mehr anstellt.

Liebe Grüße

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Hallo,

ja darf man.

Also zuerst einmal wird man als evangelische*r Pfarrer*in nicht in ganz Deutschland eingesetzt, sondern in seiner Landeskirche. In Deutschland gibt es 20 Landeskirchen, das sind Regionen, manche sind größer, manche kleiner. Hier findest du eine Karte:

https://www.ekd.de/evangelische-kirche-in-deutschland-14272.htm

Prinzipiell bleibt man erst mal in seiner Landeskirche. Man kann aber auch wechseln - das ist allerdings mit viel Papierkram verbunden (Und wenn man kurz vor der Rente erst wechseln will, wird das auch meist eher nicht akzeptiert). Geht aber theoretisch. Aber das ist dann auf eigenen Antrag, nicht weil die Kirche dich einfach irgendwo anders hin schickt.

Die ersten beiden Stellen (also deinen Ausbildungsort, wo du dein "Vikariat" machst, das ist so wie ein Referendariat, und die erste "richtige" Pfarrstelle, den sogenannten "Entsendungsdienst") kannst du dir nicht aussuchen, da wirst du hin geschickt. Die "Chefetagen" haben aber durchaus auch ein Interesse daran, dass ihre Pfarrer*innen nicht unglücklich werden, also kann man da auch Wünsche äußern und sich absprechen. Nur ob es dann was wird mit den Wünschen, das ist eine andere Sache. Aber wenn du z.B. verheiratet bist und Kinder hast, dann achten die da schon drauf. Wie gesagt - sie haben ja auch ein Interesse daran, dass es klappt und ihre Pfarrer*innen gerne da arbeiten.

Danach kannst du dich auf Stellen bewerben. Dann wählen die Gemeinden dich oder eben nicht. Aber du kannst dich bewerben und hast damit Mitspracherecht, wo du landest. Da guckst du auf den Stellenmarkt, nimmst Kontakt mit der Gemeinde auf, stellst dich da vor, und dann wird, wenn es mehrere Bewerber*innen gibt, gewählt.

LG

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Nein

Hi,

niemand muss sich outen. Es ist eine Möglichkeit.

Manche Leute fühlen sich wohler, wenn sie geoutet sind. Sie haben dann das Gefühl, dass sie "sie selbst" sein können und ihre Gefühle nicht verstecken müssen. Oder es nervt sie vielleicht, wenn sie immer danach gefragt werden, wie ihre Traumfrau aussieht und wann sie denn eine Freundin haben, aber in Wahrheit würden sie (auch) gerne einen Freund haben. Es vergrößert auch etwas deine "Möglichkeiten", z.B. wenn eine Person des gleichen Geschlechts weiß, dass ihr eventuell etwas für einander empfinden könntet.

Manche Leute fühlen sich aber auch nicht wohler damit, weil ein Outing für sie zu stressig ist und weil es eben leider immer noch homophobe Menschen gibt, die einem das Leben erschweren könnten... Oder weil sie es einfach als nicht notwendig ansehen, sich (offiziell) zu outen.

Manche Leute haben auch kein "offizielles" Coming out mit Verkündigung oder so, sondern sie erwähnen es einfach beiläufig mal, wenn das Thema aufkommt. Oder eine Frau kommt z.B. einfach mit ihrer neuen Freundin an...

Aber wenn du es deinen Freunden gerne sagen möchtest, dann kannst du das tun :)

Ich kann verstehen, wenn du zögerst. Du musst dich anvertrauen ohne zu wissen, wie dein Gegenüber reagiert. Andererseits: echte Freunde sollten dich so mögen wie du bist und du solltest mit ihnen reden können. Wenn du nicht weißt, wie deine Freunde zu dem Thema der Homo-/Bisexualität stehen, musst du dich ja auch nicht direkt outen. Du kannst dich erst mal langsam an das Thema rantasten, gucken, was sie zu dem Thema allgemein äußern oder ob sie ablehnend wirken. Vielleicht guckt ihr mal einen Film oder eine Serie, wo ein lesbisches Paar drin vorkommt. Oder ihr begegnet auf der Straße einem schwulen Paar. Oder du sprichst sie wie zufällig auf das Thema an... Wenn du merkst, dass sie sich nicht negativ äußern, kannst du dich ja vorsichtig vielleicht erst mal einem besten Freund anvertrauen...? Wenn ihr dann schon mal zu zweit seid, kann sie dich vielleicht bei den anderen unterstützen.

Such dir vielleicht auch Beratung und Hilfe von Auswärts, wenn du das brauchst oder möchtest. Online-Beratung und Seelsorge sind meiner Meinung nach eine gute Sache, hat mir jedenfalls sehr geholfen. Du findest sie z.B. hier: https://www.diakonie-emailberatung.de/ oder hier: http://www.telefonseelsorge.de/ oder hier: https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html#log_in

Stress dich nicht, lass dir von niemandem etwas ein- oder ausreden, sondern höre auf dein Herz, deine Gefühle. Es ist dein Liebesleben.

Alles Gute

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Hi,

diese Frage wird aktuell heiß diskutiert, aber verbindliche Vorgaben gibt es noch nicht. Das ist auch gar nicht so einfach, weil das von Person zu Person unterschiedlich ist und sich verschiedene Personen mit verschiedenem wohl fühlen.

Wenn du schriftlich mit der Person kommunizierst, kannst du das Gender-Sternchen benutzen, das schließt alle Geschlechter mit ein.

Wenn du die Person nicht kennst und noch nie mit ihr gesprochen / geschrieben hast, kannst du einfach mit "Guten Tag" starten. Oder mit "Sehr geehrte*r Noa Müller". Also einfach den Namen benutzen und keine Geschlechtsbezeichnung.

Bei mehreren Personen ist es einfach, geschlechtsneutrale Anreden zu nutzen: Sehr geehrte Kolleg*innen, liebe Mitarbeitende, usw.

Wenn du die Person kennst, frag sie einfach freundlich / höflich, mit welchen Pronomen und welcher Anrede sie angesprochen werden möchte.

Meistens kann man solche Anreden, wenn man mit einer Person direkt spricht und nicht über sie, vermeiden - eben durch "Guten Tag/Abend (oder Hallo, wenn ihr euch schon besser kennt)" und dann mit "Du / Sie" und dem Namen.

LG

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Psalm 121 finde ich besonders tröstlich:

1 Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
2 Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.
4 Siehe, der Hüter Israels
schläft noch schlummert nicht.
5 Der Herr behütet dich;
der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.
7  Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
8  Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit!

und Psalm 139 finde ich auch gut dafür geeignet.

1 Herr, du erforschest mich
und kennest mich.
2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
das du, Herr, nicht alles wüsstest.
5 Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch,
ich kann sie nicht begreifen.
7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist,
und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
8 Führe ich gen Himmel, so bist du da;
bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.
9 Nähme ich Flügel der Morgenröte
und bliebe am äußersten Meer,
10 so würde auch dort deine Hand mich führen
und deine Rechte mich halten.
11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken
und Nacht statt Licht um mich sein –,
12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,
und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.
13 Denn du hast meine Nieren bereitet
und hast mich gebildet im Mutterleibe.
14 Ich danke dir dafür,
dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / da ich im Verborgenen gemacht wurde,
da ich gebildet wurde unten in der Erde.
16 Deine Augen sahen mich,
da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.
17 Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!
Wie ist ihre Summe so groß!
18 Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand:
Wenn ich aufwache, bin ich noch immer bei dir.
19 Ach, Gott, wolltest du doch den Frevler töten!
Dass doch die Blutgierigen von mir wichen!
20 Denn voller Tücke reden sie von dir,
und deine Feinde erheben sich ohne Ursache.
21 Sollte ich nicht hassen, Herr, die dich hassen,
und verabscheuen, die sich gegen dich erheben?
22 Ich hasse sie mit ganzem Ernst;
sie sind mir zu Feinden geworden.
23  Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz;
prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.
24  Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin,
und leite mich auf ewigem Wege.

Lieb Grüße

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Hallo,

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Und: Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch - deshalb wird das meist nicht separat genannt), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, in wen man sich verliebt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. bisexuell und heteroromantisch ist, also sich sexuell zu zwei, aber romantisch zu einem Geschlecht hingezogen fühlt.

LG

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Hallo,

"divers" bezieht sich nur auf das biologische Geschlecht, also auf Personen, die biologisch (!) weder männlich und weiblich sind - das sind intersexuelle Menschen.

Intersexualität bedeutet, dass ein Mensch sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale besitzt. Diese Menschen sind einfach mit beidem geboren worden.

Das kann

  • genetisch (also bezogen auf die Geschlechtschromosomen)
  • anatomisch (bezogen auf Geschlechtsorgane)
  • hormonell (bezogen auf das Mengenverhältnis der Geschlechtshormone)

sein - also dass man deswegen weder eindeutig männlich noch eindeutig weiblich ist.

Eingeführt wurde das Geschlecht, damit solche Menschen nicht mehr in eines der binären Geschlechter (durch Zwangsoperation als Babys) "hineingezwungen" werden müssen, sondern bei der Geburt als divers eingetragen werden können.

LG

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Ich würde trotzdem mit der Person zusammen kommen, weil

Hi,

ich denke es gibt viele Vorurteile über Bisexuelle. Zum Beispiel dass sie nicht treu sein können.

Aber nur weil man bisexuell ist heißt das ja nicht, dass man die ganze Zeit Sex mit Männern und Frauen haben muss oder öfter fremd geht bzw zwischen den Partnern hin- und herspringt. Es besteht theoretisch die Möglichkeit dass man sich in einen Mann oder eine Frau verliebt. Und man verliebt sich ja auch nicht in JEDEN Mann und JEDE Frau, sondern man hat ja auch einen bestimmten "Typ". Der Datingpool ist also wahrscheinlich gar nicht so gut wie man vllt befürchten könnte. Natürlich besteht da auch die Möglichkeit, dass sich EIN Mann in EINE Frau verliebt, sie dann heiraten und zusammen bleiben, auch monogam.

Die Frage, ob man dem Partner das geben kann was er/sie braucht oder will, stellt sich immer, auch bei zwei Heterosexuellen. Was erwartet man von der Beziehung, dem Partner? Wird man in einer Beziehung mit dieser Person glücklich sein? Wird der Partner vielleicht einen "besseren" Partner finden und die Beziehung beenden? Die Fragen stellen sich nicht nur ein einer Beziehung mit einem Bisexuellen.

Auch als bisexuelle Person kann man total glücklich in einer heterosexuellen Beziehung leben. Nur weil er bisexuell ist, wird er nicht automatisch mit anderen schlafen wollen. Wenn man sich liebt, dann macht man sich gegenseitig glücklich. So einfach ist das. Und wenn zwei Personen sich gern haben, dann ist das doch sehr schön und dann würde ich das nicht wegwerfen, weil er theoretisch irgendwann mal mit einer anderen Person (ob Mann oder Frau) schlafen könnte. Es kann nämlich auch gut sein, dass er mit ihr glücklich ist und ihm das dann "reicht".

Und ein Ekel-Geühl kann ich in dem Zsammenhang gar nicht verstehen. Und auch bei Heteros stellt sich doch die Frage: Was haben sie schon (sexuell) gemacht oder sich vorgestellt? Sind das auch alles Sachen, die ich auch machen würde?

Meiner Meinung nach zählen nur die Gefühle zu einander.

Alles Gute :)

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Hallo,

ich denke das kommt ganz drauf an was du anziehst.

Oft trägt man im Standesamt zwar schicke Kleidung, aber nicht so überladene. Heißt: im weißen Ballkleid und langem Schleier gehen nur die Allerwenigsten aufs Amt.

Wenn du also z.B. "normale" formelle Kleidung trägst (oder auch, wenn es ein weißes Kleid ist, in dem du normal auf einem Stuhl sitzen kannst), dann ist das auch für ein Restaurant angebracht.

Aber: trag doch einfach das, was DU für richtig hältst! Wenn du dich auf dem Standesamt super schick anziehen willst, weil du findest, dass das zu dem Anlass passt: tu das! Wenn du dich eher "legerer" anziehst: auch ok! Wenn du dich fürs Restaurant umziehst: super! Wenn nicht: auch toll! Mach das, worin du dich wohl fühlst.

Es ist DEIN / EUER besonderer Tag, da solltest du dich nicht nach dem richten, was andere für gut halten, sondern danach, was ihr für gut haltet.

Alles Gute!

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Hallo,

die Konfirmation ist ein Gottesdienst, in dem du deinen Glauben vor der Gemeinde bekennst, also sagst, dass es gut ist, dass du getauft wurdest, und dass du an Gott glaubst.

Damit du auch weißt, wozu du da "ja" sagst, gibt es den Konfirmationsunterricht. Der dauert in manchen Gemeinden ein Jahr, in manchen zwei.

Der Unterricht wird meistens von den Pfarrer*innen / Pastor*innen geleitet.

Dort triffst du Jugendliche in deinem Alter (ca 14 Jahre) und ihr redet über "Gott und die Welt".

Bei uns hatten wir z.B. so Themen wie...

  • wie ist eigentlich ein Gottesdienst aufgebaut und was bedeutet das alles
  • was gibt es so für Feiertage bei der Kirche
  • was steht eigentlich so alles in der Bibel
  • wer war dieser Jesus und was hat er so gemacht
  • Regeln für ein gutes Zusammenleben
  • Bewahrung der Schöpfung / Umweltschutz
  • Verantwortung übernehmen in der Gesellschaft
  • Glaubensbekenntnis - Woran glaubt die Kirche eigentlich
  • Taufe und Abendmahl
  • usw....

Wir haben diskutiert, aber auch viel gesungen und gespielt, und die Themen nicht so wie normalen Unterricht in der Schule gestaltet, sondern etwas lockerer, mit viel Gruppenarbeit und spielerischen Ansätzen und Erlebnispädagogik.

Ich fand es sehr spannend da drüber zu diskutieren. Man muss auch etwas Glück haben mit den Leuten, die das leiten und die da mit dabei sind...

Aber du musst entscheiden, ob du das willst. Mit 14 bist du religionsmündig und kannst selbst entscheiden, woran du glaubst oder nicht. In der Konfirmation bestätigst du deinen Glauben. Das ist also etwas sehr persönliches. Du selbst solltest entscheiden, ob du das willst oder nicht.

LG

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Hallo,

meinst du mit "verkehren" Geschlechtsverkehr? Naja, das ist gar nicht so eindeutig zu beantworten.

Zur Homosexualität nach unserem Verständnis steht eigentlich nichts in der Bibel. Einige Verse könnte man so deuten - Allerdings muss man alles, was in der Bibel steht, im historischen Kontext von damals sehen. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben! Eine Ehe zwischen Homosexuellen wird nicht erwähnt, ebenso wenig wie eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft! Bei den Stellen geht es ausschließlich um homosexuellen Geschlechtsverkehr:

  • Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. (3. Mose 18,22)
  • Wenn jemand bei einem Manne schläft wie bei einer Frau, so haben sie beide getan, was ein Gräuel ist, und sollen des Todes sterben; ihre Blutschuld komme über sie. (3. Mose 20,13)
  • Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. (Römer 1,26-27)

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer miteinander, übernahm einer der beiden Männer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war.

"Mann-beim-Manne-liegend-wie-bei-einer-Frau" trifft ja gerade nicht auf den Homosexuellen zu, denn der liegt ja nicht bei einer Frau :D, sondern auf die in der Antike übliche Praxis, dass heterosexuelle Männer Sex mit untergebenen Männern hatten zum Zeichen ihrer Machtdemonstration (also eigentlich mehr eine Vergewaltigung) und Sex mit männlichen Tempelprostituierten hatten, um die Götter günstig zu stimmen. Gegen diesen „heidnischen“ Brauch wollte man sich ebenfalls abgrenzen. In diesem Zusammenhang wird das Wort verwendet, was ins Deutsche irreführender Weise mit "Greuel" übersetzt wird. Es bezeichnet die Ablehnung von Götzendienst.

Das hat also mit unserem heutigen Verständnis von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts zu tun.

Außerdem werden im Alten Testament so einige Sachen mit dem Tode bestraft (z.B. Arbeit am Samstag) oder wurden als falsch bezeichnet (z.B. sich einer Frau nähern, während diese ihre Menstruation hat), die heute völlig normal sind, im Gegenzug waren andere Sachen normal und erlaubt, die heute allgemein als nicht in Ordnung gelten (z.B. Sklaverei (sogar seine eigene Tochter durfte man als Sklavin verkaufen)).

Die schlimme Geschichte in 1. Mose 19 ("Sodom und Gomorrha") muss bei dieser Frage außer Acht bleiben. Denn hier geht es um Vergewaltigung von Männern! Wäre das ein Argument gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, so wären biblische Erzählungen von der Vergewaltigung einer Frau auch ein Argument gegen heterosexuelle Beziehungen.

Und zu der Römerbrief-Stelle: Paulus verurteilt den Geschlechtsverkehr von Frauen und Frauen, Männern und Männern als "gegen die Natur". An anderer Stelle (1. Korinther 11,14) bietet Paulus das gleiche Argument gegen Männer auf, die das Haar lang wachsen lassen. Um "Natur" geht es da gewiss nicht. Haare wachsen bei Männern nicht weniger als bei Frauen und die Haartracht ist eine Frage von Kultur und Mode. Warum sollte der fragwürdige Naturbegriff des Paulus in der Homosexualitätsdebatte zum Urteilsgrund werden?

Und Jesus hat nie etwas zu Homosexualität gesagt! Es ist jedenfalls durch die Bibel nichts überliefert.

Und zu dem Argument, dass die Bibel die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau bestimmt hat: Falsch. Die Bibel definiert die Ehe auch als ein-Mann-viele-Frauen oder ein-Mann-viele-Frauen-und-viele-Geliebte oder Vergewaltiger-und-Opfer oder Eroberer-und-Kriegsgefangene... Das würde ich jetzt auch nicht so als das beste Eheverständnis ansehen...

Wie heißt es so schön im 1. Thessalonicherbrief: "Prüft alles, und das Gute behaltet". Und Menschen zu verdammen, nur weil sie andere Menschen mit ganzem Herzen lieben, die aber leider das "falsche" Geschlecht haben, ist mMn nicht gut.

Was sagt nun die Kirche heute?

Von "der Kirche" gibt es keine einheitliche Meinung zu dem Thema.

Die römisch-katholischen Kirchen, die orthodoxen Kirchen, einige konservativere Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft und die meisten evangelikalen und pfingstlerischen Freikirchen und Gemeinschaften sind der Meinung, gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen widersprächen dem Willen Gottes. Aber auch da gibt es inzwischen einiges an Diskussion - einige katholische Würdenträger verlangen z.B. Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare...

Eine Reihe protestantischer Kirchen, vorwiegend in westlichen Ländern, haben sich akzeptierend gegenüber Homosexualität positioniert.

In 19 von 20 deutschen evangelischen Landeskirchen werden homosexuelle Paare mindestens in einem öffentlichen Gottesdienst gesegnet. Das sind zum Teil keine "normalen" Traugottesdienste, sondern eben Segnungen. Aber immerhin.

In fünf dieser evangelischen Landeskirchen gibt es die „Trauung für alle“: Hessen-Nassau, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Kurhessen-Waldeck, Baden und Rheinland. Wenn man auf dem Standesamt eine eingetragene Lebenspartnerschaft oder Ehe eingegangen und dort in der Kirche ist, dann kann man in einer evangelischen Kirche heiraten.

In drei weiteren Landeskirchen sind die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und die Trauung gleichgestellt: Nordkirche, Hessen-Nassau und Pfalz.

In der EKBO (Evangelische Kirche Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz) wurde im Juli 2016 die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit dem Traugottesdienst gleichgestellt und theologisch begründet.

Ein paar grundlegende Punkte sind:

  • Die Schöpfungserzählungen und entsprechende Verweise auf die Schöpfungserzählungen bieten den Spielraum, in ihnen nicht allein eine exklusive Begründung der Partnerschaft zwischen Mann und Frau zu lesen.
  • Die Intention der Schöpfungserzählungen und der mit ihnen verbundenen Passagen kann nicht allein darin gesehen werden, die Geschlechterdichotomie darzustellen
  • Die Bibel (insbes. Paulus) kannte keine gleichberechtigte homosexuelle Beziehung in Verbindlichkeit, Treue und Partnerschaftlichkeit, aber sie kannte im Umfeld eine zum Teil in der Kulturpraxis zum Teil im gesellschaftlichen Establishment verankerte sexuelle Freizügigkeit, gegen die sie sich abgrenzte
  • Die Bibel stellt die Liebe in den Mittelpunkt - und Gott ist die Liebe

Und: Die Einführung von "divers" als drittes Geschlecht macht das ganze ja noch mal komplizierter. Dann kann nämlich ein Mann mit einer Frau, einem Mann oder einer Intersexuellen Person ohne Geschlechtszuordnung zusammen sein. Und wer darf dann wen heiraten und woher will man wissen, dass die Person, die da vor einem sitzt und wie ein Mann aussieht, wirklich ein Mann ist und nicht eine intersexuelle Person. Inwieweit hat die Kirche dann die Kompetenz, zu entscheiden, ob und wen diese Person heiraten darf?

Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Sie erzählt von Erfahrungen von Menschen mit Gott. Diese Menschen haben in einer gewissen Zeit und einem bestimmten Kulturkreis gelebt. Heute machen Menschen neue Erfahrungen, mit Gott und der Welt. Das muss man bedenken.

Ich bin fest davon überzeugt: Gott liebt mich, egal ob ich heterosexuell, homosexuell, bisexuell, pansexuell, asexuell, usw bin.

Und ich habe Gott als großartig in meinem Leben wahrgenommen. Gott ist bei mir.

Liebe Grüße

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Hallo,

Zur Homosexualität nach unserem Verständnis steht eigentlich nichts in der Bibel. Einige Verse könnte man so deuten - Allerdings muss man alles, was in der Bibel steht, im historischen Kontext von damals sehen. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben! Eine Ehe zwischen Homosexuellen wird nicht erwähnt, ebenso wenig wie eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft! Bei den Stellen geht es ausschließlich um homosexuellen Geschlechtsverkehr:

  • Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. (3. Mose 18,22)
  • Wenn jemand bei einem Manne schläft wie bei einer Frau, so haben sie beide getan, was ein Gräuel ist, und sollen des Todes sterben; ihre Blutschuld komme über sie. (3. Mose 20,13)
  • Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. (Römer 1,26-27)

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer miteinander, übernahm einer der beiden Männer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war.

"Mann-beim-Manne-liegend-wie-bei-einer-Frau" trifft ja gerade nicht auf den Homosexuellen zu, denn der liegt ja nicht bei einer Frau :D, sondern auf die in der Antike übliche Praxis, dass heterosexuelle Männer Sex mit untergebenen Männern hatten zum Zeichen ihrer Machtdemonstration (also eigentlich mehr eine Vergewaltigung) und Sex mit männlichen Tempelprostituierten hatten, um die Götter günstig zu stimmen. Gegen diesen „heidnischen“ Brauch wollte man sich ebenfalls abgrenzen. In diesem Zusammenhang wird das Wort verwendet, was ins Deutsche irreführender Weise mit "Greuel" übersetzt wird. Es bezeichnet die Ablehnung von Götzendienst.

Das hat also mit unserem heutigen Verständnis von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts zu tun.

Außerdem werden im Alten Testament so einige Sachen mit dem Tode bestraft (z.B. Arbeit am Samstag) oder wurden als falsch bezeichnet (z.B. sich einer Frau nähern, während diese ihre Menstruation hat), die heute völlig normal sind, im Gegenzug waren andere Sachen normal und erlaubt, die heute allgemein als nicht in Ordnung gelten (z.B. Sklaverei (sogar seine eigene Tochter durfte man als Sklavin verkaufen)).

Die schlimme Geschichte in 1. Mose 19 ("Sodom und Gomorrha") muss bei dieser Frage außer Acht bleiben. Denn hier geht es um Vergewaltigung von Männern! Wäre das ein Argument gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, so wären biblische Erzählungen von der Vergewaltigung einer Frau auch ein Argument gegen heterosexuelle Beziehungen.

Und zu der Römerbrief-Stelle: Paulus verurteilt den Geschlechtsverkehr von Frauen und Frauen, Männern und Männern als "gegen die Natur". An anderer Stelle (1. Korinther 11,14) bietet Paulus das gleiche Argument gegen Männer auf, die das Haar lang wachsen lassen. Um "Natur" geht es da gewiss nicht. Haare wachsen bei Männern nicht weniger als bei Frauen und die Haartracht ist eine Frage von Kultur und Mode. Warum sollte der fragwürdige Naturbegriff des Paulus in der Homosexualitätsdebatte zum Urteilsgrund werden?

Und Jesus hat nie etwas zu Homosexualität gesagt! Es ist jedenfalls durch die Bibel nichts überliefert.

Und zu dem Argument, dass die Bibel die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau bestimmt hat: Falsch. Die Bibel definiert die Ehe auch als ein-Mann-viele-Frauen oder ein-Mann-viele-Frauen-und-viele-Geliebte oder Vergewaltiger-und-Opfer oder Eroberer-und-Kriegsgefangene... Das würde ich jetzt auch nicht so als das beste Eheverständnis ansehen...

Wie heißt es so schön im 1. Thessalonicherbrief: "Prüft alles, und das Gute behaltet". Und Menschen zu verdammen, nur weil sie andere Menschen mit ganzem Herzen lieben, die aber leider das "falsche" Geschlecht haben, ist mMn nicht gut.

Was sagt nun die Kirche heute?

Von "der Kirche" gibt es keine einheitliche Meinung zu dem Thema.

Die römisch-katholischen Kirchen, die orthodoxen Kirchen, einige konservativere Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft und die meisten evangelikalen und pfingstlerischen Freikirchen und Gemeinschaften sind der Meinung, gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen widersprächen dem Willen Gottes. Aber auch da gibt es inzwischen einiges an Diskussion - einige katholische Würdenträger verlangen z.B. Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare...

Eine Reihe protestantischer Kirchen, vorwiegend in westlichen Ländern, haben sich akzeptierend gegenüber Homosexualität positioniert.

In 19 von 20 deutschen evangelischen Landeskirchen werden homosexuelle Paare mindestens in einem öffentlichen Gottesdienst gesegnet. Das sind zum Teil keine "normalen" Traugottesdienste, sondern eben Segnungen. Aber immerhin.

In fünf dieser evangelischen Landeskirchen gibt es die „Trauung für alle“: Hessen-Nassau, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Kurhessen-Waldeck, Baden und Rheinland. Wenn man auf dem Standesamt eine eingetragene Lebenspartnerschaft oder Ehe eingegangen und dort in der Kirche ist, dann kann man in einer evangelischen Kirche heiraten.

In drei weiteren Landeskirchen sind die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und die Trauung gleichgestellt: Nordkirche, Hessen-Nassau und Pfalz.

In der EKBO (Evangelische Kirche Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz) wurde im Juli 2016 die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit dem Traugottesdienst gleichgestellt und theologisch begründet.

Ein paar grundlegende Punkte sind:

  • Die Schöpfungserzählungen und entsprechende Verweise auf die Schöpfungserzählungen bieten den Spielraum, in ihnen nicht allein eine exklusive Begründung der Partnerschaft zwischen Mann und Frau zu lesen.
  • Die Intention der Schöpfungserzählungen und der mit ihnen verbundenen Passagen kann nicht allein darin gesehen werden, die Geschlechterdichotomie darzustellen
  • Die Bibel (insbes. Paulus) kannte keine gleichberechtigte homosexuelle Beziehung in Verbindlichkeit, Treue und Partnerschaftlichkeit, aber sie kannte im Umfeld eine zum Teil in der Kulturpraxis zum Teil im gesellschaftlichen Establishment verankerte sexuelle Freizügigkeit, gegen die sie sich abgrenzte
  • Die Bibel stellt die Liebe in den Mittelpunkt - und Gott ist die Liebe

Und: Die Einführung von "divers" als drittes Geschlecht macht das ganze ja noch mal komplizierter. Dann kann nämlich ein Mann mit einer Frau, einem Mann oder einer Intersexuellen Person ohne Geschlechtszuordnung zusammen sein. Und wer darf dann wen heiraten und woher will man wissen, dass die Person, die da vor einem sitzt und wie ein Mann aussieht, wirklich ein Mann ist und nicht eine intersexuelle Person. Inwieweit hat die Kirche dann die Kompetenz, zu entscheiden, ob und wen diese Person heiraten darf?

Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Sie erzählt von Erfahrungen von Menschen mit Gott. Diese Menschen haben in einer gewissen Zeit und einem bestimmten Kulturkreis gelebt. Heute machen Menschen neue Erfahrungen, mit Gott und der Welt. Das muss man bedenken.

Ich bin fest davon überzeugt: Gott liebt mich, egal ob ich heterosexuell, homosexuell, bisexuell, pansexuell, asexuell, usw bin.

Und ich habe Gott als großartig in meinem Leben wahrgenommen. Gott ist bei mir.

Liebe Grüße

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Meine Freundin ist vermutlich Asexuel und ich bin es nicht und weiß nicht was ich tun soll?

Hey,

Ich bin seit einem Jahr in einer Beziehung mit einer ganz wundervollen Frau und könnte mir vorstellen mein Leben mit ihr zu verbringen.

Da mir schon am Anfang unserer Beziehung aufgefallen ist, dass sie bei weitem nicht so interessiert ist was sex angeht wie ich, es aber mich aber zu beginn nicht so gestört hat, hab ich es erst vor etwa einem Monat mal aufgebracht und sie gefragt woran das wohl liegen könnte.

Ihre Antwort war, dass sie einfach kein starkes Bedürfnis hat (welches sie ihren Depressionen und stress zugeschoben hat) und für sie in jeder Beziehung bisher sex eher ein Mittel war dass ihr Partner oder ihre Partnerin nicht mit ihr schluss macht. Sie hat einfach keinen Spaß daran.

Wie gesagt bedeutet sie mir wirklich viel, so viel sogar, dass ich zu dem Entschluss gekommen bin keine Intimität mehr zu iniziieren aus Angst, dass sie nur einwilligt weil ihr klar ist dass wir schon lange nicht mehr miteinander geschlafen haben.

Das war über ein Monat her, das letzte Mal dass wir miteinander geschlafen haben war Anfang Januar, und um ehrlich zu sein werd ich immer bitterer. Ich werde sie nicht dazu zwingen, ich werde sie nicht betrügen, ich kümmer mich schon selbst um meine Bedürfnisse aber ich bin nunmal erst 20 und ich seh es nicht ein, dass mein Sex Leben jetzt schon zu Ende sein soll.

So, Ellenlanger text, aber ich hoffe ihr versteht ungefähr was in mir losgeht. Ich will sie nicht verlieren, vor allem auch nicht weil sie mittlerweile meine beste Freundin ist, aber ich hätte nunmal ganz gern wieder intime momente in denen ich mich nicht innerlich dafür schäme dass ich ausversehen ihre Brust berührt habe (jaaaa, es ist mittlerweile ein bisschen eskaliert bei mir im Kopf)

Danke schonmal für Antworten

Wolf

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Hallo Wolf,

oh das Problem hatte ich auch mal, allerdings aus der anderen Perspektive. Ich bin selbst asexuell und war in einer Beziehung mit einem, dem Sex ziemlich wichtig war. Ich kann also aus meiner eigenen Sicht ein bisschen erzählen und dir damit vielleicht helfen.

Allgemeines zu Beziehungen zwischen Asexuellen und nicht Asexuellen

Das allerwichtigste ist erst mal Kommunikation. Man muss darüber reden, über die Gefühle, was einem wichtig ist und was ok für einen ist. Dann sucht man nach Kompromissen und Lösungen.

Asexualität heißt zuerst einmal nur, dass man sich nicht sexuell zu anderen Menschen hingezogen fühlt. Das sagt noch nichts über das sexuelle Verhalten aus.

Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht brauchen und die nicht das Verlangen danach haben, aber für die es ok ist, ihn ihrem Partner zuliebe zu haben, die manchmal Sex sogar ganz gut finden (sex-positive Asexuelle).

Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht selber haben wollen, aber für die es ok ist, ihren Partner anderweitig zu befriedigen, z.B. mit der Hand.

Es gibt Asexuelle, die Sex überhaupt nicht wollen. Dann muss man eine Lösung finden. Wichtig ist, dass beide mit der Lösung einverstanden sind!

Möglichkeiten wären

  • Beschränkung auf Masturbation deinerseits (also eben kein Sex miteinander)
  • offene Beziehung (also du kannst mit anderen Leute schlafen und deine Bedürfnisse somit sozusagen anderswo stillen; das ist nicht jedermanns Sache; wie gesagt, beide müssen einverstanden sein und davon wissen, sonst ist es Betrug)
  • etwas anderes, was die Partner gemeinsam verabreden

Es kommt wie gesagt komplett auf die Partner, deren Bedürfnisse, "Schmerzensgrenzen" und Gefühle an! Was ist ok für dich und für sie? Man muss reden und gemeinsam eine Lösung finden. Wenn das nicht funktioniert, werden sie nicht glücklich zusammen und sollten sich, so schmerzhaft es auch sein mag, wahrscheinlich besser trennen und nach Partnern suchen, die ähnliche Gefühle und Bedürfnisse haben

Wie gesagt bedeutet sie mir wirklich viel, so viel sogar, dass ich zu dem Entschluss gekommen bin keine Intimität mehr zu iniziieren aus Angst, dass sie nur einwilligt weil ihr klar ist dass wir schon lange nicht mehr miteinander geschlafen haben.
Das war über ein Monat her, das letzte Mal dass wir miteinander geschlafen haben war Anfang Januar, und um ehrlich zu sein werd ich immer bitterer. Ich werde sie nicht dazu zwingen, ich werde sie nicht betrügen, ich kümmer mich schon selbst um meine Bedürfnisse aber ich bin nunmal erst 20 und ich seh es nicht ein, dass mein Sex Leben jetzt schon zu Ende sein soll.

Das klingt schon mal nicht gut. Ich verstehe, dass sie dir wichtig ist, aber du musst dir die Frage stellen, wie das weiter gehen soll. Die Beziehung sollte ja für euch beide erfüllend sein.

Und: du sagst, dass sie es auf Depressionen schiebt. Vielleicht möchte sie in Therapie gehen und daran arbeiten? Das wäre vielleicht auch ein Lösungsansatz.

Wie war das bei mir?

Ich war wie gesagt in einer ähnlichen Situation. Ich hatte überhaupt kein Interesse an Sex, während es ihm ziemlich wichtig war. Wir haben echt super lange darüber geredet, uns immer wieder zusammengesetzt, uns unsere Gefühle versucht zu erklären, was wir denken und was uns wichtig ist... Und dann haben wir nach Kompromissen gesucht.

Wie bin ich das angegangen? Wir haben einen Tag zusammen verbracht. Nachmittags haben wir einen Spaziergang im Wald gemacht. Das bietet die Möglichkeit, dass man sich in Ruhe unterhalten kann, ohne dass ständig Leute vorbei kommen oder man komisch im Zimmer sitzt oder so...

Ich hab mich auch nicht gerade perfekt angestellt (aber perfekt kann so was glaube ich eh nicht wirklich laufen, weil es halt schwer ist), aber naja... Ich habe ihm einfach gerade heraus gesagt, dass ich asexuell bin, habe ihm dann erklärt was das ist (also dass eine heterosexuelle Person sich zum anderen Geschlecht hingezogen fühlt, eine homosexuelle zum gleichen Geschlecht und eine asxuelle Person eben sexuell zu keinem Geschlecht - und dass das aber nicht heißt, dass man sich nicht verlieben kann, weil die romantische Orientierung eben noch mal was Anderes ist usw). Dann habe ich meine Gefühle erklärt (also dass ich ihn trotzdem super doll mag und so und dass meine Asexualität nichts mit ihm direkt zu tun hat, er also nicht "schuld" ist, sondern dass das einfach meine sexuelle Orientierung ist und ich trotzdem wirklich gerne mit ihm zusammenbleiben würde, weil ...). Er hat einige Fragen gestellt und ich habe versucht sie so gut ich konnte zu beantworten. Das war's dann erst mal für den Tag, ich bin nach Hause gefahren, weil er es verarbeiten musste. Später haben wir uns immer wieder mal damit auseinander gesetzt und versucht Lösungen zu finden. Wir haben einfach alles durchgesprochen, über unsere Gefühle und Grenzen geredet usw...

Ich muss sagen, dass es bei uns nicht geklappt hat, weil es mir irgendwann einfach zu viel wurde, ich wegen der Beziehung irgendwie in eine leichte Depression abzurutschen drohte, weil wir eben keine Lösung gefunden haben, die für uns beide ok war. Dann haben wir uns eben getrennt. Inzwischen ist er in einer anderen Beziehung und super glücklich mit seiner neuen Freundin, während ich auch direkt nach der Beziehung mich wieder "frei" gefühlt habe und es mir besser ging.

Also: Rede mit ihr! Kommunikation ist das Wichtigste in einer Beziehung! Vielleicht gelingt euch ja das, was wir nicht geschafft haben. Ich kenne zumindest Paare, die das geschafft haben, also ist es nicht unmöglich :)

Alles Gute

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Hallo,

zu beachten ist, dass ihr beide damit leider noch warten müsst.

Denn nach deutschem Recht darf man unter 18 nicht heiraten, auch nicht mit Zustimmung der Eltern. Das durfte man früher, seit Juli 2017 aber nicht mehr. Jetzt müssen beide Partner 18 sein.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/ehemuendig-ab-18-jahren-481606

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Hallo,

das ist ganz unterschiedlich.

Intersexualität bedeutet, dass ein Mensch sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale besitzt. Diese Menschen sind einfach mit beidem geboren worden.

Das kann

  • genetisch (also bezogen auf die Geschlechtschromosomen)
  • anatomisch (bezogen auf Geschlechtsorgane)
  • hormonell (bezogen auf das Mengenverhältnis der Geschlechtshormone)

sein - also dass man deswegen weder eindeutig männlich noch eindeutig weiblich ist.

Deshalb kann man das pauschal nicht sagen, sondern muss von Mensch zu Mensch gucken...

LG

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Hallo,

ein Sündenbekenntnis ist eine ganz persönliche Sache. Deshalb musst du das schon selbst schreiben ;)

Dabei geht es darum, was du schlimmes gemacht hast und was dir Leid tut. Was hast du gemacht, was Gott wahrscheinlich nicht gut finden wird? Das sollst oder darfst du vor Gott bringen, um es dir und Gott einzugestehen, um dich von diesen belastenden Gedanken zu befreien und seine Vergebung zu bekommen.

z.B.: "Ich gebe zu, dass ich … (nicht) gemacht habe. Das belastet mich und tut mir leid. Guter Gott, verzeihe mir."

Das muss nichts "Extremes" sein, du kannst dich z.B. fragen:

  • Was belastet mich im Augenblick besonders?
  • Mit wem liege ich im Streit?
  • Wie gehe ich mit Andersdenkenden um?
  • Was tue ich für Menschen, denen "Lebensnotwendiges" fehlt?
  • Habe ich Menschen nicht geholfen (mit Worten oder Taten), die das vielleicht gebraucht hätten?

Beispiele wären:

  • Ich habe nicht geholfen, wo ich dringlichst gebraucht wurde.
  • Ich habe nicht gemerkt, wo andere traurig waren.
  • Ich habe zu sehr gezögert, wo ich eine Freude machen konnte.
  • Wo ich teilen konnte, habe ich alles für mich behalten.
  • Ich habe nicht um Verzeihung gebeten.
  • Ich habe nicht verziehen.
  • Ich habe nicht vergeben, wo man mich kränkte.
  • Ich habe meinen Vorteil gesucht auf Kosten anderer.
  • Ich habe anderen wehgetan.
  • Ich war lieblos zu Pflanzen und Tieren.
  • Ich bin nicht entschieden gegen Gewalttätigkeit vorgegangen.
  • Ich habe wenig für meinen Körper getan.
  • Ich gebe Süchten zu leicht nach.
  • Ich habe meine geistige und seelische Gesundheit vernachlässigt.
  • Ich habe mich zum Zorn hinreißen lassen.
  • Ich habe geschwiegen, wo ich sprechen sollte.
  • Ich habe dich, Gott, vergessen.

Liebe Grüße

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Sonstiges ... ich würde ....

Ich wäre nicht glücklich damit.

Aber nicht weil er eine Affäre mit einem Mann hat, sondern weil er überhaupt eine Affäre hat. Bei einer Frau würde ich ganz genauso reagieren.

Natürlich lebt man sich manchmal auseinander oder verliebt sich in einen anderen Menschen. Die Frage bleibt: wie gehe ich damit um?

Sieht er es als einmaligen Ausrutscher und will er bei der Frau bleiben? Oder will er mit dem Mann zusammen sein? Dann sollte er so fair sein und es der Frau sagen. Denn eine heimliche Beziehung neben einer "offiziellen" Beziehung ist das Letzte. Betrügen allgemein ist echt sch*** Oder vielleicht gibt es noch eine andere Möglichkeit? Na sollten Oma und Opa aber gemeinsam nach suchen.

Trotzdem ist es seine Sache und die Sache seiner Frau (und die der Affäre). Sie müssen das untereinander regeln. Wie es mit ihrer Ehe weiter gehen soll. Welches Recht habe ich mich in so eine Persönliche Angelegenheit einzumischen?

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Hallo,

Zur Homosexualität nach unserem Verständnis steht eigentlich nichts in der Bibel. Einige Verse könnte man so deuten - Allerdings muss man alles, was in der Bibel steht, im historischen Kontext von damals sehen. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben! Eine Ehe zwischen Homosexuellen wird nicht erwähnt, ebenso wenig wie eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft! Bei den Stellen geht es ausschließlich um homosexuellen Geschlechtsverkehr:

  • Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. (3. Mose 18,22)
  • Wenn jemand bei einem Manne schläft wie bei einer Frau, so haben sie beide getan, was ein Gräuel ist, und sollen des Todes sterben; ihre Blutschuld komme über sie. (3. Mose 20,13)
  • Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. (Römer 1,26-27)

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer miteinander, übernahm einer der beiden Männer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war.

"Mann-beim-Manne-liegend-wie-bei-einer-Frau" trifft ja gerade nicht auf den Homosexuellen zu, denn der liegt ja nicht bei einer Frau :D, sondern auf die in der Antike übliche Praxis, dass heterosexuelle Männer Sex mit untergebenen Männern hatten zum Zeichen ihrer Machtdemonstration (also eigentlich mehr eine Vergewaltigung) und Sex mit männlichen Tempelprostituierten hatten, um die Götter günstig zu stimmen. Gegen diesen „heidnischen“ Brauch wollte man sich ebenfalls abgrenzen. In diesem Zusammenhang wird das Wort verwendet, was ins Deutsche irreführender Weise mit "Greuel" übersetzt wird. Es bezeichnet die Ablehnung von Götzendienst.

Das hat also mit unserem heutigen Verständnis von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts zu tun.

Außerdem werden im Alten Testament so einige Sachen mit dem Tode bestraft (z.B. Arbeit am Samstag) oder wurden als falsch bezeichnet (z.B. sich einer Frau nähern, während diese ihre Menstruation hat), die heute völlig normal sind, im Gegenzug waren andere Sachen normal und erlaubt, die heute allgemein als nicht in Ordnung gelten (z.B. Sklaverei (sogar seine eigene Tochter durfte man als Sklavin verkaufen)).

Die schlimme Geschichte in 1. Mose 19 ("Sodom und Gomorrha") muss bei dieser Frage außer Acht bleiben. Denn hier geht es um Vergewaltigung von Männern! Wäre das ein Argument gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, so wären biblische Erzählungen von der Vergewaltigung einer Frau auch ein Argument gegen heterosexuelle Beziehungen.

Und zu der Römerbrief-Stelle: Paulus verurteilt den Geschlechtsverkehr von Frauen und Frauen, Männern und Männern als "gegen die Natur". An anderer Stelle (1. Korinther 11,14) bietet Paulus das gleiche Argument gegen Männer auf, die das Haar lang wachsen lassen. Um "Natur" geht es da gewiss nicht. Haare wachsen bei Männern nicht weniger als bei Frauen und die Haartracht ist eine Frage von Kultur und Mode. Warum sollte der fragwürdige Naturbegriff des Paulus in der Homosexualitätsdebatte zum Urteilsgrund werden?

Und Jesus hat nie etwas zu Homosexualität gesagt! Es ist jedenfalls durch die Bibel nichts überliefert.

Und zu dem Argument, dass die Bibel die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau bestimmt hat: Falsch. Die Bibel definiert die Ehe auch als ein-Mann-viele-Frauen oder ein-Mann-viele-Frauen-und-viele-Geliebte oder Vergewaltiger-und-Opfer oder Eroberer-und-Kriegsgefangene... Das würde ich jetzt auch nicht so als das beste Eheverständnis ansehen...

Wie heißt es so schön im 1. Thessalonicherbrief: "Prüft alles, und das Gute behaltet". Und Menschen zu verdammen, nur weil sie andere Menschen mit ganzem Herzen lieben, die aber leider das "falsche" Geschlecht haben, ist mMn nicht gut.

Was sagt nun die Kirche heute?

Von "der Kirche" gibt es keine einheitliche Meinung zu dem Thema.

Die römisch-katholischen Kirchen, die orthodoxen Kirchen, einige konservativere Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft und die meisten evangelikalen und pfingstlerischen Freikirchen und Gemeinschaften sind der Meinung, gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen widersprächen dem Willen Gottes. Aber auch da gibt es inzwischen einiges an Diskussion - einige katholische Würdenträger verlangen z.B. Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare...

Eine Reihe protestantischer Kirchen, vorwiegend in westlichen Ländern, haben sich akzeptierend gegenüber Homosexualität positioniert.

In 19 von 20 deutschen evangelischen Landeskirchen werden homosexuelle Paare mindestens in einem öffentlichen Gottesdienst gesegnet. Das sind zum Teil keine "normalen" Traugottesdienste, sondern eben Segnungen. Aber immerhin.

In fünf dieser evangelischen Landeskirchen gibt es die „Trauung für alle“: Hessen-Nassau, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Kurhessen-Waldeck, Baden und Rheinland. Wenn man auf dem Standesamt eine eingetragene Lebenspartnerschaft oder Ehe eingegangen und dort in der Kirche ist, dann kann man in einer evangelischen Kirche heiraten.

In drei weiteren Landeskirchen sind die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und die Trauung gleichgestellt: Nordkirche, Hessen-Nassau und Pfalz.

In der EKBO (Evangelische Kirche Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz) wurde im Juli 2016 die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit dem Traugottesdienst gleichgestellt und theologisch begründet.

Ein paar grundlegende Punkte sind:

  • Die Schöpfungserzählungen und entsprechende Verweise auf die Schöpfungserzählungen bieten den Spielraum, in ihnen nicht allein eine exklusive Begründung der Partnerschaft zwischen Mann und Frau zu lesen.
  • Die Intention der Schöpfungserzählungen und der mit ihnen verbundenen Passagen kann nicht allein darin gesehen werden, die Geschlechterdichotomie darzustellen
  • Die Bibel (insbes. Paulus) kannte keine gleichberechtigte homosexuelle Beziehung in Verbindlichkeit, Treue und Partnerschaftlichkeit, aber sie kannte im Umfeld eine zum Teil in der Kulturpraxis zum Teil im gesellschaftlichen Establishment verankerte sexuelle Freizügigkeit, gegen die sie sich abgrenzte
  • Die Bibel stellt die Liebe in den Mittelpunkt - und Gott ist die Liebe

Und: Wenn jetzt, wie das Verfassungsgericht gefordert hat, ein drittes Geschlecht eingeführt wird, wird das ganze ja noch mal komplizierter. Dann kann nämlich ein Mann mit einer Frau, einem Mann oder einer Intersexuellen Person ohne Geschlechtszuordnung zusammen sein. Und wer darf dann wen heiraten und woher will man wissen, dass die Person, die da vor einem sitzt und wie ein Mann aussieht, wirklich ein Mann ist und nicht eine intersexuelle Person. Inwieweit hat die Kirche dann die Kompetenz, zu entscheiden, ob und wen diese Person heiraten darf?

Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Sie erzählt von Erfahrungen von Menschen mit Gott. Diese Menschen haben in einer gewissen Zeit und einem bestimmten Kulturkreis gelebt. Heute machen Menschen neue Erfahrungen, mit Gott und der Welt. Das muss man bedenken.

Liebe Grüße

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Hallo,

ja, das darfst du, denn du bist gefirmt und darfst somit das Patenamt übernehmen.

Die Erlaubnis deiner Eltern brauchst du nicht, aber es ist natürlich schön, wenn sie auch dahinter stehen :)

Als Patin sollst du das getaufte Kind auf seinem Lebens- und Glaubensweg begleiten - also dem Kind von deinem Glauben erzählen und für es da sein. Paten können für Jugendliche insbesondere in der Pubertät wichtige Bezugspersonen werden, da sie mit mehr Abstand auf die Probleme zwischen Eltern und Kind schauen können. Dazu gehört natürlich ein regelmäßiger Kontakt zum Patenkind.

Im Gottesdienst selbst hast du dann noch ein paar Aufgaben, du musst z.B. sagen, ob du bereit bist das Patenamt zu übernehmen, wirst dafür gesegnet, evtl. kannst du auch ein Gebet sprechen, aber das wird dann individuell besprochen.

Viel Spaß und Gottes Segen für diese tolle Aufgabe! :)

LG

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Ok also in der Bibel gibt es ja vier Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Matthäus, Markus und Lukas sind untereinander sehr ähnlich: Geschichten finden sich teilweise in zwei oder allen drei von ihnen, manchmal etwas unterschiedlich, aber im Großen und Ganzen oft auch ähnlich oder sogar fast wortwörtlich.

Man sagt, dass Markus das älteste ist und Matthäus und Lukas sozusagen von ihm abgeschrieben haben.

Es gibt aber auch Geschichten, die sich nur in Matthäus und Lukas und nicht bei Markus finden.

Deshalb sagt man, dass es noch eine weitere Quelle geben muss (die Q genannt wird), aus der die beiden den anderen Kram haben, der übereinstimmt - das sind hauptsächlich Reden von Jesus.

Alle Evangelien haben aber auch kleinere Sachen, die nur bei ihnen stehen, das wird dann "Sondergut" genannt.

Verstanden? :)

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Hallo,

ja genau.

Beim biologischen Geschlecht gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und divers. Das bezieht sich also auf das biologische Geschlecht und bezeichnet Intersexualität.

Intersexualität bedeutet, dass ein Mensch sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale besitzt. Diese Menschen sind einfach mit beidem geboren worden.

Das kann

  • genetisch (also bezogen auf die Geschlechtschromosomen)
  • anatomisch (bezogen auf Geschlechtsorgane)
  • hormonell (bezogen auf das Mengenverhältnis der Geschlechtshormone)

sein - also dass man deswegen weder eindeutig männlich noch eindeutig weiblich ist.

Früher mussten die Kinder nach der Geburt ein Geschlecht zugewiesen bekommen, da wurden dann oft auch zwangsweise Operationen durchgeführt. Später hat sich das Kind dann oft seinem zugewiesenen Geschlecht nicht zugehörig gefühlt, weil es ja eben z.B. nicht als Mann geboren wurde.

Inzwischen kann man "divers" bei einem neugeborenen Kind, bei dem das zutrifft, eintragen lassen, oder das nachträglich ändern lassen, wenn man intersexuell geboren wurde.

LG

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Hallo,

Asexualität bedeutet, dass man keine sexuelle Anziehung zu anderen Personen spürt. Ich denke also nie "Wow mit dieser Person würde ich gerne Sex haben und / oder sie küssen!"

Das, was man tut oder mag ist davon erst mal unabhängig. Es gibt Asexuelle die masturbieren oder Sex haben, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Asexuell sind und bleiben sie, wenn sie sich nicht zu anderen Personen sexuell hingezogen fühlen.

Aber wie du schon sagst ist das ein Spektrum, Sexualität ist nicht schwarz/weiß. Es gibt auch die "Grauzone", das dazwischen.

Manche Menschen spüren nur sehr selten sexuelle Anziehung und bezeichnen sich als Grey/Grau-asexuell.

Manche Menschen spüren nur sexuelle Anziehung, wenn sie vorher eine tiefe emotionale Bindung zu der Person aufgebaut haben (was zu unterscheiden ist von "Ich finde ihn eigentlich heiß aber will erst Sex wenn wir uns gut kennen"!) und bezeichnen sich als Demisexuell.

Vielleicht ist einer dieser Begriffe etwas für dich.

Wenn nicht, ist das auch ok. Du musst dich ja auch nicht in Schubladen packen.

LG

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Hallo,

asexuell zu sein bedeutet, dass man keine sexuelle Anziehung zu anderen Personen verspürt.

Ich sehe also nie eine Person an (egal welchen Geschlechts) und denke mir "Die Person ist heiß und ich würde sie gerne küssen oder mit ihr Sex haben" und zwar unabhängig davon, ob ich die Person auf der Straße sehe oder schon lange kenne und eine emotionale Bindung zu ihr habe.

Asexualität, Selbstbefriedigung und Sex mit anderen Menschen sind alles unterschiedliche Dinge, die sich überschneiden können, aber nicht müssen.

Und auch das, was man tut, hat relativ wenig damit zu tun: es gibt Asexuelle, die Sex haben und masturbieren (aus ganz unterschiedlichen Gründen) und Asexuelle, die so was gar nicht machen. Gemeinsam haben sie alle wie gesagt nur die fehlende sexuelle Anziehung zu anderen.

Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht brauchen und die nicht das Verlangen danach haben, aber für die es ok ist, ihn z.B. ihrem Partner zuliebe zu haben, die manchmal Sex sogar ganz gut finden (sex-positive Asexuelle). Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht selber haben wollen, aber für die es ok ist, ihren Partner anderweitig zu befriedigen, z.B. mit der Hand. Es gibt Asexuelle, die Sex überhaupt nicht wollen.

Und auch manche nicht asexuelle masturbieren und andere nicht...

Ob du asexuell bist oder nicht kannst nur du sagen.

LG

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Hallo,

asexuell zu sein bedeutet, dass man keine sexuelle Anziehung zu anderen Personen verspürt. Ich sehe also nie eine Person an (egal welchen Geschlechts) und denke mir "Die Person ist heiß und ich würde sie gerne küssen oder mit ihr Sex haben" und zwar unabhängig davon, ob ich die Person auf der Straße sehe oder schon lange kenne und eine emotionale Bindung zu ihr habe.

Davon unabhängig sind andere Formen der Anziehung. Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, …

Und es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. asexuell und homoromantisch ist, also sich sexuell zu keinem, aber romantisch zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt, mit so einer Person eine Beziehung eingehen will usw..

Welches Geschlecht man bevorzugt (z.B. romantisch gesehen) und ob man einen Partner hat/will, hat also wenig mit der Asexualität selbst zu tun. Wenn man sich sexuell zu niemandem hingezogen fühlt, ist man per Definition asexuell.

Das mit dem Partner steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne einige Asexuelle die keinen Partner haben und auch keinen wollen. Es gibt natürlich auch welche die in Beziehungen sind oder sich eine wünschen. Aber das ist von Person zu Person verschieden und ändert nichts an der Asexualität.

Und auch das, was man tut, hat relativ wenig damit zu tun: es gibt Asexuelle, die Sex haben und masturbieren (aus ganz unterschiedlichen Gründen) und Asexuelle, die so was gar nicht machen. Gemeinsam haben sie alle wie gesagt nur die fehlende sexuelle Anziehung zu anderen.

Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht brauchen und die nicht das Verlangen danach haben, aber für die es ok ist, ihn z.B. ihrem Partner zuliebe zu haben, die manchmal Sex sogar ganz gut finden (sex-positive Asexuelle). Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht selber haben wollen, aber für die es ok ist, ihren Partner anderweitig zu befriedigen, z.B. mit der Hand. Es gibt Asexuelle, die Sex überhaupt nicht wollen.

Welche Orientierung dein Freund hat, kann niemand außer ihm selbst sagen.

LG

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Hi,

man kann von allen Plätzen die Bühne ziemlich gut sehen. Ansonsten wäre ein Opernglas (also ein kleines Fernglas) vielleicht eine Idee...? Die kann man sich da auch ausleihen.

Die Akustik ist in den ersten Reihen des Parketts und unter dem 1. Rang schlechter als im Rest des Saals.

Mein Lieblingsplatz ist im Parkett so etwa in der 13. Reihe, da hat man einen geraden Blick auf die Bühne und die Akustik ist super.

Loge ist von der Entfernung her auch ganz gut, am besten sieht man da am Rand, der zur Mitte zeigt.

Der 1. und 2. Rang sind natürlich weiter von der Bühne entfernt als das Parkett... Im zweiten Rang sieht man wahrscheinlich mit Sehbehinderung / ohne Brille nur sehr wenig. Der erste Rang ist etwas näher dran, aber auch nicht viel mehr.

Am nächsten dran ist man im Parkett Mitte bis vorne, und in den vordersten Logen. Das sind aber natürlich auch die teuersten Plätze...

LG

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Hallo,

1) Kann man mit dem Fachabitur an der Uni Hannover Theologie studieren?

In Niedersachsen kann man mit einer Fachhochschulreife an Fachhochschulen alle Studiengänge studieren. An Universitäten dürfen Studiengänge belegt werden, die der Fachrichtung der Fachhochschulreife entsprechen (§ 18 Abs. 3 NHG). Das wird also mit der Fachhochschulreife an der Uni nichts, denn Theologie zählt nicht als sozialpädagogisches Fach.

Es gibt auch kirchliche Hochschulen, an denen man studieren kann. Inzwischen kann man sich auch nach dem Studium der Evangelischen Religionspädagogik ordinieren lassen. Da kenne ich auch einige, die das gemacht haben, weil sie Theologie nicht studieren konnten. Einer davon ist jetzt inzwischen auch Pfarrer. Evangelische Hochschulen kannst du einfach mal googeln, die gibt es z.B. in Berlin, Nürnberg, Darmstadt, …

2) Kann mir jemand eine Website verlinken, die mir einen ungefähren "Plan" zeigt, wie man Pastor wird? Also Studium, dann (...), dann (...).

Also das "richtige" Theologiestudium verläuft so:

Zuerst mal musst du die alten Sprachen lernen (Latein, Altgriechisch, Althebräisch), dann beschäftigt man sich im Grundstudium (5-7 Semester) mit den Grundlagen aus Altem und Neuem Testament, Kirchengeschichte, Systematischer Theologie (Ethik und Dogmatik) und Praktischer Theologie (z.B. Religionspädagogik). Und dann kommt noch etwas "Kleinkram" dazu, so was wie andere Religionen...

Nach der Zwischenprüfung kommt das Hauptstudium (5 Semester), da vertieft man die oben genannten Fächer, hat Praktika, lernt in der Praktischen Theologie so was wie Predigt und Seelsorge, und dann kommt noch etwas Philosophie dazu und man kann sich mehr Schwerpunkte suchen…

Dann kommt das 1. Theologische Examen.

Danach schließt sich das Vikariat an (2-3 Jahre), wo man erst in der Schule und dann in der Gemeinde ist und noch mal ganz viel praktisch lernt und übt, parallel dazu ist man im Predigerseminar.

Dann kommt das 2. Theologische Examen, der Entsendungsdienst / Pfarrdienst auf Probe und man wird ordiniert und in die erste Gemeinde geschickt.

An den evangelischen Hochschulen ist das etwas anders, die Sprachen fallen weg, man lernt etwas mehr Pädagogisches (aber leider auch etwas weniger Fachliches). Die Fächer sind aber fast die Gleichen. Am Ende gibt es auch die Möglichkeit, ins Pfarramt zu gehen, mit den gleichen Rechten und Pflichten. Allerdings bekommt man meines Wissens etwas weniger Geld als die "Theologen-Pfarrer".

LG

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Faking it

The L Word

Orange is the new black

You Me Her

Sense 8

Weitere Serien / Filme, wo es eher nebenbei vorkommt:

Orphan Black

Riverdale

Denver Clan

Pretty Little Liars

Wynonna Earp

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Hallo,

Also erst einmal ist Transgender nicht das Gleiche wie das dritte Geschlecht. Transgender ist ein Mensch, bei dem das biologische und das soziale Geschlecht nicht übereinstimmen. So eine Person hat also beispielsweise männliche Geschlechtsteile, fühlt sich aber als Frau. Also wird diese Person auch als Frau angesprochen.

Das dritte Geschlecht bezieht sich auf Intersexuelle, also auf Menschen, bei denen das biologische Geschlecht (!) Nicht eindeutig ist, bezogen auf Genetik oder Anatomie (Geschlechtsteile usw) z.B.

Wie wird nun eine Person, die biologisch weder eindeutig männlich noch weiblich ist angesprochen?

diese Frage wird aktuell heiß diskutiert, aber verbindliche Vorgaben gibt es noch nicht.

Wenn du schriftlich mit der Person kommunizierst, kannst du das Gender-Sternchen benutzen, das schließt alle Geschlechter mit ein.

Wenn du die Person nicht kennst und noch nie mit ihr gesprochen / geschrieben hast, kannst du einfach mit "Guten Tag" starten. Oder mit "Sehr geehrte*r Noa Müller".

Bei mehreren Personen ist es einfach, geschlechtsneutrale Anreden zu nutzen: Sehr geehrte Kolleg*innen, usw.

Wenn du die Person kennst, frag sie einfach freundlich / höflich, mit welchen Pronomen und welcher Anrede sie angesprochen werden möchte.

Meistens kann man solche Anreden, wenn man mit einer Person direkt spricht und nicht über sie, vermeiden - eben durch "Guten Tag/Abend (oder Hallo, wenn ihr euch schon besser kennt)" und dann mit "Du / Sie".

LG

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Hallo,

also das in der "Schachtel" ist ein Bischofswappen, das erkennt man an dem Prälatenhut, dem Kreuz und den Quasten (6 pro Seite = "normaler" Bischof), die da runter hängen. Der Wahlspruch des Bischofs bedeutet "Sei gegrüßt, (du) unsere Hoffnung".

Das Wappen gehört genauer gesagt zu Bischof Heinrich Maria Janssen, der von 1957 bis 1982 Bischof von Hildesheim war.

Links steht Godehardus, das ist der heilige Godehard von Hildesheim.

In der Mitte steht Virgo Maria, also Jungfrau Maria.

Und rechts der heilige Epiphanius, der ein Heiliger der Stadt Hildesheim ist, es gibt sogar Reliquien von ihm. Er verlor jedoch immer mehr an Bedeutung, weil er von lokalen Heiligen (Godehard und Bernward) abgelöst wurde, weil sich die Gläubigen mehr mit ihnen identifizieren konnten.

Bischof Janssen wurde auch in der Kirche St. Godehard zum Bischof geweiht.

LG

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Hallo,

traditionell und auch teilweise in der Bibel (wie auch in anderen monotheistischen Religionen) wird Gott oft eher männlich dargestellt.

Der Grund dafür ist, dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde, vor sehr sehr vielen Jahren, in einer patriarchalen Gemeinschaft, also von Männern.

Oft werden männliche Vergleiche gezogen, weil Männer damals als die starken Versorger angesehen wurden, die die Familie beschützten, verteidigten und ihr vorstanden. Wenn von Gott als Vater gesprochen wird, ist das ein Vergleich, der eine familiäre, enge Beziehung symbolisiert.

Allerdings steht nirgendwo in der Bibel, dass Gott sagt, dass er* männlich ist. Ganz im Gegenteil. In der Schöpfungsgeschichte steht:

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Zum Bilde Gottes schuf er ihn, und er schuf ihn männlich und weiblich.

Wenn man überhaupt menschliche Geschlechterstrukturen auf Gott übertragen würde, dann wäre das weder nur männlich noch nur weiblich, sondern beides, etwas dazwischen, oder keins davon.

Und: Auch weibliche Attribute für Gott gibt es sogar schon in der Bibel, wenn Gott als "Mutter" beschrieben wird :)

Gott als Mutter: Jes 66,13; Jes 49,15f.; Hos 11,1-4

Gott als Gebärende: Dtn 32,18; Num 11,12; Jes 42,14, Ijob 38,8;29

Gott als stillende Mutter: Hos 11,4, 1Petr 2,2-3

Mütterliche Aspekte Gottes:

- Gott kleidet: Gen 3,21, Mt 6,25-34

- Gott erzieht: Jes 46,3-4

- Gott tröstet: Offb 21,4

Gott als Geburtshelferin/Hebamme: Ps 22,10-11; Jes 66,8-9

Gott als Bärenmutter: Hos 13,8

Gott als Hausherrin/Hausfrau: Ps 123,2; Ijob 10,10; Lk 15,8-10

Gott als Bäckerin: Mt 13,33 und Lk 13,20-21

Gott als Adlermutter: Ex 19,4 und Dtn 32,11-12

Gott als Henne: Ps 17,8-9; Ps 57,2

Mal abgesehen davon glaube ich, dass es Quatsch ist, Gott ein bestimmtes menschliches Geschlecht zuzuordnen. Gott ist nicht menschlich, also kann Gott auch nicht in menschliche Kategorien eingeordnet werden.

Als Gegenentwurf im Christentum gibt es z.B. die Bibel in gerechter Sprache, die genau das versucht: diese Strukturen und Traditionen aufzubrechen und Gott nicht mehr als rein männlich darzustellen.

Das Vater Unser ist so ein traditioneller Text, dass ich ihn niemals verändern würde. Es muss aber klar sein, dass das "Vater" nicht normativ ist insofern, dass es Gott ein bestimmtes Geschlecht zuweist. Es ist nur ein Vergleich.

Liebe Grüße

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Hallo,

traditionell und auch teilweise in der Bibel (wie auch in anderen monotheistischen Religionen) wird Gott oft eher männlich dargestellt.

Der Grund dafür ist, dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde, vor sehr sehr vielen Jahren, in einer patriarchalen Gemeinschaft, also von Männern.

Oft werden männliche Vergleiche gezogen, weil Männer damals als die starken Versorger angesehen wurden, die die Familie beschützten, verteidigten und ihr vorstanden. Wenn von Gott als Vater gesprochen wird, ist das ein Vergleich, der eine familiäre, enge Beziehung symbolisiert.

Allerdings steht nirgendwo in der Bibel, dass Gott sagt, dass er* männlich ist. Ganz im Gegenteil. In der Schöpfungsgeschichte steht:

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Zum Bilde Gottes schuf er ihn, und er schuf ihn männlich und weiblich.

Wenn man überhaupt menschliche Geschlechterstrukturen auf Gott übertragen würde, dann wäre das weder nur männlich noch nur weiblich, sondern beides, etwas dazwischen, oder keins davon.

Und: Auch weibliche Attribute für Gott gibt es sogar schon in der Bibel, wenn Gott als "Mutter" beschrieben wird :)

Gott als Mutter: Jes 66,13; Jes 49,15f.; Hos 11,1-4

Gott als Gebärende: Dtn 32,18; Num 11,12; Jes 42,14, Ijob 38,8;29

Gott als stillende Mutter: Hos 11,4, 1Petr 2,2-3

Mütterliche Aspekte Gottes:

- Gott kleidet: Gen 3,21, Mt 6,25-34

- Gott erzieht: Jes 46,3-4

- Gott tröstet: Offb 21,4

Gott als Geburtshelferin/Hebamme: Ps 22,10-11; Jes 66,8-9

Gott als Bärenmutter: Hos 13,8

Gott als Hausherrin/Hausfrau: Ps 123,2; Ijob 10,10; Lk 15,8-10

Gott als Bäckerin: Mt 13,33 und Lk 13,20-21

Gott als Adlermutter: Ex 19,4 und Dtn 32,11-12

Gott als Henne: Ps 17,8-9; Ps 57,2

Mal abgesehen davon glaube ich, dass es Quatsch ist, Gott ein bestimmtes menschliches Geschlecht zuzuordnen. Gott ist nicht menschlich, also kann Gott auch nicht in menschliche Kategorien eingeordnet werden.

Als Gegenentwurf im Christentum gibt es z.B. die Bibel in gerechter Sprache, die genau das versucht: diese Strukturen und Traditionen aufzubrechen und Gott nicht mehr als rein männlich darzustellen.

Das Vater Unser ist so ein traditioneller Text, dass ich ihn niemals verändern würde. Es muss aber klar sein, dass das "Vater" nicht normativ ist insofern, dass es Gott ein bestimmtes Geschlecht zuweist. Es ist nur ein Vergleich.

Liebe Grüße

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Hallo,

ja, die Kirche ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Mittags um 1 ist da eine Andacht, die geht 10 Minuten, ist öffentlich, aber währenddessen kann man eben nicht rum laufen und sich alles angucken. ;)

Die Gedenkhalle im alten Turm ist auch sehr interessant. Geöffnet ist sie Montag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 17.30 Uhr, Sonntag 12 bis 17.30 Uhr.

Es gibt öffentliche Führungen immer um viertel nach, also (je nach Wochentag): (10:15, 11:15) 12:15, 13:15, 14:15, 15:15 - die sind kostenlos, um eine Spende wird gebeten, dauern eine halbe Stunde (meistens 15 Minuten Gedenkhalle, 15 Minuten Neue Kirche). Sind sehr interessant.

Aktuell ist auch die Kapelle ab 13:00 geöffnet, da ist diese / nächste Woche eine Kunstinstallation zum 1. Weltkrieg, Eintritt frei...

Ansonsten viel Spaß beim Angucken.

LG

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Hallo,

Also ich(13 junge) habe bemerkt das ich eine zeir lang auf mädchen stand dann auf beides und jetzt nur auf jungs und das wechselt sich irgendwie öfters

Das klingt nach Bisexualität. Auch bei Bisexuellen ist es nicht unbedingt 50 / 50 sondern sie fühlen sich oft mehr zu einem Geschlecht hingezogen. Das kann auch in der Intensität wechseln. Das ist nicht schlimm.

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit" - das hast du ja auch angemerkt. Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

genauso hab ich gemerkt das ich immer meine lieblingsfarbe ändere am öftesten ist es grün oder lila manchmal pink und manchmal blau aber rot nicht weil ich rot (warum auch immer) hasse

Interessant, aber: Was hat das mit der Frage zu tun? :)

ebenfalls hab ich manchmal das gefühl das ich nicht männlich bin und auch nicht weiblich sondern irgendwie eine art neues geschlecht

Wieso hast du denn dieses Gefühl?

Wie erkennt man nun, dass man ein anderes Geschlecht hat? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer.

Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich sicher einem anderen Geschlecht zugehörig? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) trans* Menschen anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, die trans* sind und/oder darüber reden. Guck doch einfach mal rein.

und ich wollte fragen liegt das an der pubertät oder bin ich genderfluid?

Nach der Definition bedeutet es, dass man, wenn man genderfluid ist, "ein Geschlecht hat, das sich ändert". Das kann einen Wechsel zwischen den binären (männlich / weiblich), aber auch anderen Geschlechtern bedeuten (z.B. agender, non-binary, demigirl, ...). Man "hüpft" also zwischen den Geschlechtern hin und her.

Das verursacht oft eine ziemliche Dysphorie, also ein Unwohlsein, wenn Gender und Sex gerade nicht übereinstimmen (also wenn man biologisch ein Mädchen ist, sich aber gerade als Mann fühlt, dann hat man Probleme mit seinen weiblichen Geschlechtsteilen, dem Aussehen, den Pronomen und der Art, wie man angesprochen / von anderen gesehen wird, also so als wäre man transsexuell, aber halt temporär).

Genauso wie bei der ersten Frage kann dir niemand sagen, ob du genderfluid bist oder nicht. Das kannst nur du wissen. Es kann gut sein, dass das an der Pubertät liegt. Vielleicht hast du aber auch ein anderes Geschlecht...

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Hallo,

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles.

Asexuell zu sein bedeutet, dass man sich zu keinem Geschlecht sexuell hingezogen fühlt, also kein Verlangen nach sexuellem Kontakt mit einer spezifischen anderen Person empfindet.

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich sexuelle Anziehung anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, ...

Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht brauchen und die nicht das Verlangen danach haben, aber für die es ok ist, ihn z.B. ihrem Partner zuliebe zu haben, die manchmal Sex sogar ganz gut finden (sex-positive Asexuelle). Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht selber haben wollen, aber für die es ok ist, ihren Partner anderweitig zu befriedigen, z.B. mit der Hand. Es gibt Asexuelle, die Sex überhaupt nicht wollen.

Asexalität bedeutet nicht, dass der Körper irgendwie "defekt" ist. Man kann vielleicht folgenden Vergleich ziehen. Stell dir vor, vor dir steht ein Kuchen. Du findest Kuchen zwar nicht eklig, aber hast auch aktuell keinen Appetit auf Kuchen. Also würdest du jetzt nicht unbedingt freiwillig über ihn herfallen. Aber wenn du ein Stück Kuchen essen würdest, würde in deinem Mund trotzdem Speichel produziert werden, und dein Magen würde ihn trotzdem verdauen, auch wenn du keinen Appetit auf Kuchen hattest.

So ist das (meistens) auch bei Asexualität: Asexuelle Menschen empfinden zwar keine sexuelle Anziehung anderen Menschen gegenüber, aber sie könnten (meistens) trotzdem theoretisch Sex haben. Der Körper funktioniert. Sie haben nur einfach nicht so das Verlangen danach. Und sie können wissen, dass sie keinen Appetit auf Kuchen haben, auch wenn sie diesen speziellen Kuchen noch nie gegessen haben, oder?

Das mit dem Partner steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne einige Asexuelle die keinen Partner haben und auch keinen wollen. Es gibt natürlich auch welche die in Beziehungen sind oder sich eine wünschen. Aber das ist von Person zu Person verschieden und ändert nichts an der Asexualität. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein...

LG

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Hallo,

nein, das geht nicht. Das Namensrecht besagt:

  • man darf sich für einen Doppelnamen entscheiden, wenn nicht ein gemeinsamer Ehename gewählt wird (also Person 1 den Namen von Person 2 annimmt oder anders herum)
  • allerdings darf nur einer der beiden Partner*innen das tun, während der andere Partner seinen Namen behält (bspw. Frau Schmidt und Herr Schmidt-Müller)
  • Dieser Name wird dann der "Familienname", mit dem alle Kinder, die aus der Ehe entstehen, benannt werden (z.B. Paul Schmidt)
  • Die Reihenfolge des Doppelnamens kann frei gewählt werden (Schmidt-Müller oder Müller-Schmidt)
  • Es ist leider nicht möglich, dass beide Ehepartner*innen gemeinsam einen Doppelnamen tragen (also z.B. beide Schmidt-Müller heißen)
  • gleiche Nachnamen dürfen nicht zu einem Doppelnamen verbunden werden (Schmidt-Schmidt geht z.B. also nicht!)

Also: Nein, das ist nicht möglich.

LG

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Hi,

oh man, das ist echt ne Menge Zeug, also ich versuche mal alle Fragen zu beantworten und ein paar Gedanken beizusteuern.

Gender

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann - das ist auch offiziell vom Verfassungsgericht anerkannt).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "der Zustand, dass man ein Mann, eine Frau, beides, nichts, irgendwas dazwischen oder etwas ganz anderes" ist. Da geht es also mehr darum, wie man sich "fühlt".

Was gibt es noch so für Geschlechter (Gender)?

Es gibt einige Begriffe, die Geschlechter anseits von männlich / weiblich beschreiben. Non-binär bezeichnet eigentlich alles, was eben nicht im binären Bereich (männlich / weiblich) liegt. Agender bedeutet, dass man sozusagen gar kein Geschlecht hat. Es gibt viele Begriffe, die Menschen entwickelt haben, um das, was sie fühlen, zu beschreiben. Wenn du gut Englisch kannst, kannst du ja mal die YouTube Videos von Ash Hardell ansehen, da gibt es viel über das Thema "Gender".

Kein anderes Geschlecht, aber eine Bezeichnung für Mädchen / Frauen, die sich eher "typisch männlich" kleiden u.ä., ist Tomboy.

Transsexualität

Du schreibst:

Ich stand schon öfter vor dem Spiegel und habe meinen Körper betrachtet, doch ich finde nichts wirklich schlecht an ihm, also bin ich doch kein Junge? Aber dann ist da wieder dieses Gefühl in mir, dass ich kein Mädchen sein kann, zumindest nicht vollständig.

Nun ja, die meisten Transsexuellen beschreiben eine ziemliche Dysphorie, also ein Unwohlsein, wenn Gender und Sex nicht übereinstimmen, also wenn man biologisch ein Mädchen ist, sich aber als Mann fühlt, dann hat man Probleme mit seinen weiblichen Geschlechtsteilen, dem Aussehen, den Pronomen und der Art, wie man angesprochen / von anderen gesehen wird, usw.

Warum denkst du denn, dass du kein Mädchen sein kannst?

"Eigendiagnose"

Wie erkennt man nun, dass man ein anderes Geschlecht hat? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber. Wenn du schreibst:

Ich trage sowohl männliche als auch eher weibliche Kleidung wirklich gerne und finde mich darin super wohl. Ich hasse es mich zu schminken

dann ist das also nicht unbedingt ein Hinweis darauf, dass du nicht weiblich bist. Viele Frauen (inklusive mir) denken da so wie du.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer.

Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich sicher einem anderen Geschlecht zugehörig? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) trans* Menschen anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, die trans* sind und/oder darüber reden. Guck doch einfach mal rein.

Ich habe mich nie wirklich auf ein Geschlecht konzentriert sondern war immer einfach ich.

Dann sei du :) Du musst dich nicht in eine Schublade stecken oder nach den "Regeln" der Gesellschaft kleiden oder handeln. Auch Mädchen dürfen Fußball spielen und Anzüge tragen, und auch Jungs dürfen mit Puppen spielen, wenn sie es wollen. Mach das, was dich glücklich macht!

Liebe Grüße

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Hallo,

keiner, JHWH ist allein Gottes Name.

In der hebräischen Bibel steht, wenn Gott vorkommt, הוה' oder transskribiert JHWH.

Das Hebräische ist eine Konsonantensprache. Alle Buchstaben sind also Konsonanten. Die Vokale wurden erst später als Punkte und Striche darunter gesetzt, als die Sprache als Verkehrssprache schon ausgestorben war, damit man sie noch lesen konnte und trotzdem wusste, welche Vokale die "richtigen" sind.

Der Gottesname wurde von den Juden nicht ausgesprochen, es wurden immer andere Wörter benutzt, hauptsächlich Elohim (Gott) oder Adonaj (Herr).

Um das kenntlich zu machen und damit auch ja keiner den Namen beim lesen ausversehen ausspricht, wurden die Vokale von Adonaj unter die Konsonanten JHWH gesetzt. Dieses Wort ergab natürlich keinen Sinn, es existierte nicht. Es stellte nur sicher, dass "Herr" gelesen wurde und nicht etwa der Gottesname.

In der Lutherbibel steht dann, wenn JHWH im Original steht, "HERR" (groß geschrieben) dort. Das soll genau das wiedergeben: Dass der Name eben nicht ausgesprochen wurde, sondern immer ein Titel werwendet wurde.

LG

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Hallo,

also erst mal zum Alten Testament, weil das die "Grundlage" ist.

In der hebräischen Bibel steht, wenn Gott vorkommt, הוה' oder transskribiert JHWH.

Das Hebräische ist eine Konsonantensprache. Alle Buchstaben sind also Konsonanten. Die Vokale wurden erst später als Punkte und Striche darunter gesetzt, als die Sprache als Verkehrssprache schon ausgestorben war, damit man sie noch lesen konnte und trotzdem wusste, welche Vokale die "richtigen" sind.

Der Gottesname wurde von den Juden nicht ausgesprochen, es wurden immer andere Wörter benutzt, hauptsächlich Elohim (Gott) oder Adonaj (Herr).

Um das kenntlich zu machen und damit auch ja keiner den Namen beim lesen ausversehen ausspricht, wurden die Vokale von Adonaj unter die Konsonanten JHWH gesetzt. Dieses Wort ergab natürlich keinen Sinn, es existierte nicht. Es stellte nur sicher, dass "Herr" gelesen wurde und nicht etwa der Gottesname.

In der Lutherbibel steht dann, wenn JHWH im Original steht, "HERR" (groß geschrieben) dort. Das soll genau das wiedergeben: Dass der Name eben nicht ausgesprochen wurde, sondern immer ein Titel werwendet wurde.

Nun zu deiner Frage:

Wie oft kommt der Gottesname im NT vor?

Der Gottesname JHWH kommt für sich im NT nicht vor.

Er wird in Bibelzitaten immer als kyrios („Herr“) bezeichnet. So übersetzte die Septuaginta (also die griechische Übersetzung des Alten Testaments) den Hoheitstitel „Adonaj“ für JHWH - und das wird auch im Neuen Testament fortgeführt. Sonst bezeichnet es JHWH als theós („Gott").

Jesus war ein aramäisch sprechender, eventuell rabbinisch geschulter Galiläer. Daher ist es möglich, dass auch er den Namen nicht verwendet hat, sondern Titel verwendet hat - meistens spricht er Gott als "Vater" an. Er sprach mehrmals vom Heiligen des „Namens Gottes“ (Mt 6,9; Joh 12,28) - sprach ihn aber nach biblischer Überlieferung nicht aus. Sein Verbot jedes Schwörens (Mt 5,33-37) verschärfte eine jüdische Tradition, den Gottesnamen beim Schwören zu vermeiden. Wenn Jesus aus dem Alten Testament zitiert, z.B. aus den Psalmen, verwendet er für das Tetragramm ebenfalls das Wort "Herr" (z.B. in Matthäus 22,44).

In den allermeisten Übersetzungen ist dieser Name im NT nicht zu finden. In einigen wenigen Übersetzungen kommt er allerdings ein paar Mal bis ein paar Dutzend Mal vor. In der NWÜ sogar 237 Mal. Wenn man diese Übersetzungen miteinander vergleicht, merkt man deren große Uneinigkeit untereinander.

Übersetzungen sind immer eine Interpretation. Insbesondere die NWÜ ist mehr Interpretation als Übersetzung, die die Lehren der ZJ unterstützen sollen.

Liebe Grüße

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Hallo,

also ich habe keine interesse an sex oder so was ähnliches.
ich meine ich kann so was nicht machen oder über so was nicht reden.

Was denn nun? :)

Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht brauchen und die nicht das Verlangen danach haben, aber für die es ok ist, ihn z.B. ihrem Partner zuliebe zu haben, die manchmal Sex sogar ganz gut finden (sex-positive Asexuelle). Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht selber haben wollen, aber für die es ok ist, ihren Partner anderweitig zu befriedigen, z.B. mit der Hand. Es gibt Asexuelle, die Sex überhaupt nicht wollen.

Asexalität bedeutet nicht, dass der Körper irgendwie "defekt" ist. Man kann vielleicht folgenden Vergleich ziehen. Stell dir vor, vor dir steht ein Kuchen. Du findest Kuchen zwar nicht eklig, aber hast auch aktuell keinen Appetit auf Kuchen. Also würdest du jetzt nicht unbedingt freiwillig über ihn herfallen. Aber wenn du ein Stück Kuchen essen würdest, würde in deinem Mund trotzdem Speichel produziert werden, und dein Magen würde ihn trotzdem verdauen, auch wenn du keinen Appetit auf Kuchen hattest. So ist das (meistens) auch bei Asexualität: Asexuelle Menschen empfinden zwar keine sexuelle Anziehung anderen Menschen gegenüber, aber sie könnten (meistens) trotzdem theoretisch Sex haben. Der Körper funktioniert. Sie haben nur einfach nicht so das Verlangen danach. Und sie können wissen, dass sie keinen Appetit auf Kuchen haben, auch wenn sie diesen speziellen Kuchen noch nie gegessen haben, oder?

Ich mag das aber auch irgendwei

Was genau magst du denn?

aber nicht wenn ich irgendwas machen soll oder so!

Wenn du es nicht machen willst und dich nicht wohl dabei fühlst, dann mach es nicht! Sex soll Spaß machen. Wenn er dir keinen Spaß macht, dann ist das völlig ok, wenn du ihn nicht hast.

was kann ich dagegen tun?

Asexualität ist eine sexuelle Orientierung, wie die anderen sexuellen Orientierungen auch. Genauso wie du nichts gegen Hetero- oder Homosexualität machen könntest, ist es auch mit Asexualität...

ich will auch ganz normal sein wie viele andere aber wie?

Was ist schon "normal"?

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit" oder genau das Gegenteil, nämlich dass man solche Gefühle noch gar nicht hat. Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst - oder eben nicht, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

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Hi,

oh man, das ist echt ne Menge Zeug, also ich versuche mal alle Fragen zu beantworten und ein paar Gedanken beizusteuern.

Gender

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann - das ist auch offiziell vom Verfassungsgericht anerkannt).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "der Zustand, dass man ein Mann, eine Frau, beides, nichts, irgendwas dazwischen oder etwas ganz anderes" ist. Da geht es also mehr darum, wie man sich "fühlt".

So viel dazu. Kommen wir also zum Konkreten

Genderfluid

Nach der Definition bedeutet es, dass man, wenn man genderfluid ist, "ein Geschlecht hat, das sich ändert". Das kann einen Wechsel zwischen den binären (männlich / weiblich), aber auch anderen Geschlechtern bedeuten (z.B. agender, non-binary, demigirl, ...). Man "hüpft" also zwischen den Geschlechtern hin und her.

Das verursacht oft eine ziemliche Dysphorie, also ein Unwohlsein, wenn Gender und Sex gerade nicht übereinstimmen (also wenn man biologisch ein Mädchen ist, sich aber gerade als Mann fühlt, dann hat man Probleme mit seinen weiblichen Geschlechtsteilen, dem Aussehen, den Pronomen und der Art, wie man angesprochen / von anderen gesehen wird, also so als wäre man transsexuell, aber halt temporär).

Was gibt es noch so für Geschlechter (Gender)?

Es gibt einige Begriffe, die Geschlechter anseits von männlich / weiblich beschreiben. Von genderfluid hast du ja schon gehört. Non-binär bezeichnet eigentlich alles, was eben nicht im binären Bereich (männlich / weiblich) liegt. Agender bedeutet, dass man sozusagen gar kein Geschlecht hat. Es gibt viele Begriffe, die Menschen entwickelt haben, um das, was sie fühlen, zu beschreiben. Wenn du gut Englisch kannst, kannst du ja mal die YouTube Videos von Ash Hardell ansehen, da gibt es viel über das Thema "Gender".

"Eigendiagnose"

Wie erkennt man nun, dass man ein anderes Geschlecht hat? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer.

Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich sicher einem anderen Geschlecht zugehörig? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) trans* Menschen anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, die trans* sind und/oder darüber reden. Guck doch einfach mal rein.

Liebe Grüße

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, (Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken*)....

*) eher romantische als sexuelle Anziehung

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung, die du ja auch schon angesprochen hast. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. asexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu keinem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Zu Asexualität und Aromantik

Asexuell zu sein bedeutet erst mal nur, dass man keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen verspürt. Nicht mehr und nicht weniger.

Welches Geschlecht man bevorzugt (z.B. romantisch gesehen) und ob man einen Partner hat/will, hat wenig mit der Asexualität selbst zu tun. Wenn man sich sexuell zu niemandem hingezogen fühlt, ist man per Definition asexuell.

Das mit dem Partner steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne einige Asexuelle die keinen Partner haben und auch keinen wollen. Es gibt natürlich auch welche die in Beziehungen sind oder sich eine wünschen. Aber das ist von Person zu Person verschieden und ändert nichts an der Asexualität. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein...

Und auch das, was man tut, hat relativ wenig damit zu tun: es gibt Asexuelle, die Sex haben und masturbieren (aus ganz unterschiedlichen Gründen) und Asexuelle, die so was gar nicht machen. Gemeinsam haben sie alle wie gesagt nur die fehlende sexuelle Anziehung zu anderen.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit" - das hast du ja auch angemerkt. Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

...zur Antwort

Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, (Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken*)....

*) eher romantische als sexuelle Anziehung

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. heterosexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu einem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Zu Asexualität und Aromantik

Asexuell zu sein bedeutet erst mal nur, dass man keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen verspürt. Nicht mehr und nicht weniger.

Welches Geschlecht man bevorzugt (z.B. romantisch gesehen) und ob man einen Partner hat/will, hat wenig mit der Asexualität selbst zu tun. Wenn man sich sexuell zu niemandem hingezogen fühlt, ist man per Definition asexuell.

Das mit dem Partner steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne einige Asexuelle die keinen Partner haben und auch keinen wollen. Es gibt natürlich auch welche die in Beziehungen sind oder sich eine wünschen. Aber das ist von Person zu Person verschieden und ändert nichts an der Asexualität. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... u

Und auch das, was man tut, hat relativ wenig damit zu tun: es gibt Asexuelle, die Sex haben und masturbieren (aus ganz unterschiedlichen Gründen) und Asexuelle, die so was gar nicht machen. Gemeinsam haben sie alle wie gesagt nur die fehlende sexuelle Anziehung zu anderen.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

wie kann man, wenn man noch Jungfrau ist, sagen, ob man z.B. heterosexuell oder homosexuell ist?

Asexualität ist eine sexuelle Orientierung, bei der man sich sexuell zu keinem Menschen hingezogen fühlt, was noch nichts über das Verhalten aussagt. Ich als Asexuelle sehe also nie eine Person an und denke mir, dass sie "heiß" oder "geil" ist und ich gerne mit ihr Sex hätte.

Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht brauchen und die nicht das Verlangen danach haben, aber für die es ok ist, ihn z.B. ihrem Partner zuliebe zu haben, die manchmal Sex sogar ganz gut finden (sex-positive Asexuelle). Es gibt Asexuelle, die Sex zwar nicht selber haben wollen, aber für die es ok ist, ihren Partner anderweitig zu befriedigen, z.B. mit der Hand. Es gibt Asexuelle, die Sex überhaupt nicht wollen.

Asexalität bedeutet nicht, dass der Körper irgendwie "defekt" ist. Man kann vielleicht folgenden Vergleich ziehen. Stell dir vor, vor dir steht ein Kuchen. Du findest Kuchen zwar nicht eklig, aber hast auch aktuell keinen Appetit auf Kuchen. Also würdest du jetzt nicht unbedingt freiwillig über ihn herfallen. Aber wenn du ein Stück Kuchen essen würdest, würde in deinem Mund trotzdem Speichel produziert werden, und dein Magen würde ihn trotzdem verdauen, auch wenn du keinen Appetit auf Kuchen hattest. So ist das (meistens) auch bei Asexualität: Asexuelle Menschen empfinden zwar keine sexuelle Anziehung anderen Menschen gegenüber, aber sie könnten (meistens) trotzdem theoretisch Sex haben. Der Körper funktioniert. Sie haben nur einfach nicht so das Verlangen danach. Und sie können wissen, dass sie keinen Appetit auf Kuchen haben, auch wenn sie diesen speziellen Kuchen noch nie gegessen haben, oder?

Liebe Grüße

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Hallo,

verschiedene sexuelle Orientierungen finden sich bei Menschen aller Nationalitäten. Also gibt es auch russische und russischstämmige Lesben, Bisexuelle, Schwule usw. Ich persönlich kenne auch welche.

Leider werden Homosexuelle in Russland und anderen slawischen Ländern oft mehr oder weniger unterdrückt:

Homosexualität ist in Russland gesellschaftlich überwiegend tabuisiert; homosexuelle Handlungen sind jedoch legal. Mit dem Argument des Kinderschutzes wurde die sogenannte „homosexuelle Propaganda“ in der Öffentlichkeit in manchen Regionen Russlands von 2006 bis 2013 unter Verbot gestellt. Am 30. Juni 2013 unterzeichnete Präsident Wladimir Putin ein Gesetz auf föderaler Ebene, das jegliche positiven Äußerungen über Homosexualität in Anwesenheit von Minderjährigen oder über Medien wie das Internet unter Strafe stellt. Der Staat erkennt keine gleichgeschlechtlichen Partnerschaften an
Der Moscow Pride (russisch Московский Гей-Прайд, Moskowskij Gej-Prajd) ist eine Demonstration der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, kurz LGBT und deren Unterstützer. Sie soll seit 2006 jährlich im Mai in der russischen Hauptstadt Moskau stattfinden, wurde jedoch regelmäßig von der Stadtverwaltung, angeführt durch Oberbürgermeister Juri Luschkow verboten. Die Demonstrationen in den Jahren 2006, 2007 und 2008 waren allesamt begleitet von homophoben Attacken, diese konnten im Jahr 2009 verhindert werden durch eine Verlegung der Demonstration in letzter Minute.

(Quelle: Wikipedia)

Also: Homosexualität ist weitestgehend tabu, in der Gesellschaft, den Familien usw. Wenn man sein Leben lang hört, dass etwas nicht normal ist, ob jetzt von den Eltern, der Familie, den Freunden oder allgemein der Gesellschaft, in der man lebt, dann ist es eben nicht leicht, sich entgegen dessen frei zu verhalten.

Aber wie gesagt gibt es auch Gegenbeispiele, ich kenne solche, und auch in den Ländern und hier gibt es immer wieder Aktivist*innen u.a..

Aber auch in anderen Ländern gibt es Homophobie und eine starke Ablehnung. In Russland ist Homosexualität zwar tabuisiert, aber immerhin legal. Da gibt es leider auch einige Länder, in denen das nicht so ist:

Weltweit werden derzeit (Stand: Mai 2012) Homosexuelle in 78 der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen strafrechtlich verfolgt, wobei in fünf dieser Länder – Iran, Jemen, Sudan, Saudi-Arabien und Mauretanien – sowie in Teilen Nigerias und Somalias die Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Verkehr vorgesehen ist.

Traurig, aber wahr.

Liebe Grüße

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Hallo,

als Dating Plattform kann ich dir okcupid empfehlen, da kann man asexuell als sexuelle Orientierung angeben (was sehr selten ist) und es ist trotzdem eine sehr aktive Seite / App.

Ansonsten: wenn du in einer größeren Stadt wohnst, suche nach Ace Stammtischen.

Oder guck im Internet nach Communities: AVEN, oder auch die Ameisenbären z.B. (findest du über Facebook)

Lerne einfach andere Aces kennen und vielleicht entwickelt sich ja irgendwann mal irgendetwas. Vielleicht bekommst du aber auch "nur" viele neue Freunde :)

LG

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Hi,

Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen - das wurde übrigens vom Verfassungsgericht auch offiziell anerkannt).

In einigen Staaten wird übrigens bereits ein unbestimmtes Geschlecht anerkannt und in Reisepässen als Geschlechtsmerkmal ein X vorsehen: Argentinien, Australien, Bangladesch, Dänemark, Indien, Kanada, Kolumbien, Malta, Nepal, Neuseeland, Pakistan

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "the state of being a man, a woman, both, neither, somewhere in between, or something entirely different." Da geht es also mehr darum, wie man sich "fühlt". Und da gibt es viele Möglichkeiten. Eine genaue Zahl kann ich dir nicht nennen, aber es sind sehr sehr viele und ich kenne auch persönlich einige Menschen, die sich z.B. als non-binary, genderfluid oder agender bezeichnen.

Und ich denke nicht, dass es Menschen, die sich nicht als Mann oder Frau fühlen, erst seit kurzem gibt, genauso, wie es nicht plötzlich ganz viele Homo- und Bisexuelle gibt, sondern die Menschen trauen sich einfach heutzutage, offener darüber zu reden. Die Debatte ist differenzierter geworden.

Man kann das natürlich als "special snowflake Gehabe" abtun, man kann aber auch einfach akzeptieren, dass sich manche Menschen eben nicht als Mann oder Frau fühlen und dass es sie extrem belastet, wenn sie einem Geschlecht zugeordnet werden, wenn es ihnen aufgezwungen wird, obwohl sie sich ihm selbst nicht zugehörig fühlen. Und man kann nicht beweisen, dass sie es sich nur einbilden. Nur weil man selbst nicht so fühlt, soll das heißen, dass niemand sich so fühlt? Und warum will man die Leute nicht einfach glücklich lassen, sondern will ihnen einreden, wie und was sie zu sein haben?

Liebe Grüße

...zur Antwort

Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles. Wenn du dich also zu Männern und Frauen sexuell hingezogen fühlst, kann es sein, dass du bisexuell bist.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. asexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu keinem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles. Wenn du dich also zu Männern und Frauen sexuell hingezogen fühlst, kann es sein, dass du bisexuell bist.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. asexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu keinem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hi,

Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen - das wurde übrigens vom Verfassungsgericht auch offiziell anerkannt).

In einigen Staaten wird übrigens bereits ein unbestimmtes Geschlecht anerkannt und in Reisepässen als Geschlechtsmerkmal ein X vorsehen: Argentinien, Australien, Bangladesch, Dänemark, Indien, Kanada, Kolumbien, Malta, Nepal, Neuseeland, Pakistan

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "the state of being a man, a woman, both, neither, somewhere in between, or something entirely different." Da geht es also mehr darum, wie man sich "fühlt". Und da gibt es viele Möglichkeiten. Eine genaue Zahl kann ich dir nicht nennen, aber es sind sehr sehr viele und ich kenne auch persönlich einige Menschen, die sich z.B. als non-binary, genderfluid oder agender bezeichnen.

Man kann das natürlich als "special snowflake Gehabe" abtun, man kann aber auch einfach akzeptieren, dass sich manche Menschen eben nicht als Mann oder Frau fühlen und dass es sie extrem belastet, wenn sie einem Geschlecht zugeordnet werden, wenn es ihnen aufgezwungen wird, obwohl sie sich ihm selbst nicht zugehörig fühlen. Und man kann nicht beweisen, dass sie es sich nur einbilden. Nur weil man selbst nicht so fühlt, soll das heißen, dass niemand sich so fühlt? Und warum will man die Leute nicht einfach glücklich lassen, sondern will ihnen einreden, wie und was sie zu sein haben?

Liebe Grüße

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Halllo,

lesbisch und schwul sind ja nur umgangssprachliche Spezifikationen des Wortes homosexuell. Sie sollen genauer beschreiben, ob Männer oder Frauen involviert sind.

Das Gegenstück dazu ist heterosexuell. In einer heterosexuellen Beziehung ist immer ein Mann und eine Frau involviert, deshalb "braucht" man keine Spezifikationen wie bei Homosexualität. Die "betroffenen" Menschen kann man dann als Heterosexuelle oder Hetero(s) bezeichnen, eine eher abwertende Bezeichnung wäre noch die Hete.

Im Englischen gibt es als umgangssprachliches Wort noch straight, im Deutschen gibt es aber kein Pendant dazu.

Wenn man sich zu Männern oder Maskulinität hingezogen fühlt, dann kann man das auch als Androsexualität / androsexuell bezeichnet, aber das bezeichnet halt nicht nur Frauen, sondern Menschen aller Geschlechter, die sich zu Männern oder Maskulinität hingezogen fühlen.

LG

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Hallo,

also wenn du mit Datingseiten klar kommst (ich finde das nämlich super komisch und kann damit nichts anfangen, hab es mal ausprobiert und das Profil dann wieder gelöscht haha), dann würde ich dir OkCupid empfehlen. Da gibt es einige Asexuelle bzw. Menschen, denen der Sex nicht so wichtig ist...

Ansonsten suche dir eine asexuelle Community und lerne dort erst mal Leute kennen. Vielleicht entwickelt sich etwas, vielleicht findest du viele gute Freunde. :)

Ich habe in meiner Community viele tolle Leute kennengelernt und Freund*innen gefunden.

Ansonsten bin ich auch echt keine Expertin dafür, wie man eine Beziehung findet haha. Es soll ja Menschen geben, die klar zwischen freundschaftlichen und romantischen Gefühlen unterscheiden können und die unbedingt eine romantische Beziehung haben wollen... Ich gehöre nicht wirklich dazu :D

LG

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, (Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken*)....

*) eher romantische als sexuelle Anziehung

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. heterosexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu einem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

auch Bisexuelle bevorzugen oft ein bestimmtes Geschlecht, es ist nicht immer 50/50. Also könntest du dich als bisexuell bezeichnen.

Ein anderes Wort, das auf deine Beschreibung vielleicht noch etwas "besser" passt (aber was halt nicht so bekannt ist), ist heteroflexibel. Das sagt genau das aus: Dass man eigentlich hauptsächlich andersgeschlechtlichen Menschen gegenüber Gefühle hat, aber ganz ganz selten doch mal eine gleichgeschlechtliche Person dabei ist oder man sich diese Option "offen hält". Vielleicht kannst du dich ja damit etwas besser identifizieren?

Aber: Du musst dich auch nicht labeln. Wichtig ist, dass DU glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich halt - du kannst das eh nicht ändern ;)

LG

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Hallo,

Meinst du damit (nur) binäre Transgender? Also Frauen, die in einem männlichen Körper geboren wurden oder Männer, die in einem weiblichen Körper geboren wurden? Oder schließt das auch non-binäre Transgender ein (z.B. agender, nonbinaries, bigender, genderfluids, ...)?

Da "transgender" kein eigenes Geschlecht ist, sondern trans* Menschen ein Geschlecht haben (z.B. männlich, weiblich oder non-binär), gibt es auch keinen Namen für eine sexuelle Orientierung, die sich auf sie bezieht.

Der Begriff pansexuell / polysexuell beschreibt Menschen, die sich zu Menschen aller / mehrerer Geschlechter hingezogen fühlen können, also egal ob männlich, weiblich, non-binär, genderfluid, agender, ...

Bisexuell passt in deinem Fall m.M.n. mehr, weil du dich ja zu Männern und Frauen (egal ob trans oder cis) hingezogen fühlst.

Liebe Grüße

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Hey,

das hat nichts mit deiner Transsexualität oder deinem Geschlecht zu tun, sondern mit deiner Sprachfertigkeit. Du musst halt einfach Sprachen lernen...

Liebe Grüße

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles. Wenn du dich also zu Männern und Frauen sexuell hingezogen fühlst, kann es sein, dass du bisexuell bist.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. heterosexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu einem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

...zur Antwort

Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles. Wenn du dich also zu Männern und Frauen sexuell hingezogen fühlst, kann es sein, dass du bisexuell bist.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. heterosexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu einem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles. Wenn du dich also zu Männern und Frauen sexuell hingezogen fühlst, kann es sein, dass du bisexuell bist.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. heterosexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu einem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

zuerst einmal: mein herzliches Beileid zum Verlust deiner Oma.

Ich würde vorschlagen: Psalm 23, Psalm 121 oder Psalm 130.

Ansonsten: durchatmen, auf den Text konzentrieren.

Alles Gute und viel Kraft

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Hallo,

während der Firmung selbst musst du hinter dem Firmling stehen und ihm / ihr die Hand auflegen.

Die Patenschaft ist aber weitaus mehr als nur die Handauflegung bei der Firmung. Firmpaten sollten sich im Vorfeld über die Vorbereitung und den Firmgottesdienst informieren und Kontakt zum Firmling halten – natürlich auch nach der Firmung. Junge Menschen sollten sich an ihren Firmpaten orientieren können und von ihnen Impulse für ein gelingendes Leben – auch im Glauben – erhalten.

Du begleitest also den Firmling in Leben und Glauben.

Anziehen solltest du etwas Ordentliches, Feierliches. Keine Ahnung, ob du männlich oder weiblich bist - aber ich würde sagen, dass du mindestens eine ordentliche dunkle Hose und ein Hemd / eine Bluse anziehst...

Alles Gute für diese schöne Aufgabe :)

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Jein.

Nach § 262 Abs. 4 der Dienstanweisung für die Standesbeamten und ihre Aufsichtsbehörden soll der Vorname eindeutig männlich oder weiblich sein. Lässt ein Vorname Zweifel über das Geschlecht des Kindes aufkommen, so soll der Standesbeamte verlangen, dass dem Kinde ein weiterer, den Zweifel ausschließender Vorname beigelegt wird.

Eine Ausnahme stellen etablierte Namen wie Toni, Sascha, Nicola, Ashley, Robin, Andrea dar. Eine seit langem bestehende Ausnahme von der Geschlechtskennzeichnung stellt die Vergabe des weiblichen zweiten Vornamen Maria an einen Jungen dar (BGHZ 30, 132–140; mittlerweile sogar mit Bindestrich zulässig: Claus-Maria, AG Traunstein 10 UR III 61/92; Johannes-Marie, AG Mönchengladbach 15 III 7/97).

Das Bundesverfassungsgericht entschied dagegen 2008, dass das Gesetz keine Begrenzung der elterlichen Vornamenswahl auf einen geschlechtsbezogenen Namen vorsieht. Obengenannte Dienstanweisung ist daher für die Eltern nicht bindend.

Die elterliche Vornamenswahl findet ihre Grenzen nur da, wo eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, von der „allenfalls dann auszugehen [ist], wenn der gewählte Vorname dem Kind offensichtlich nicht und nach keiner Betrachtungsweise die Möglichkeit bietet, sich anhand des Vornamens mit seinem Geschlecht zu identifizieren“.

Kurz: Bei einem eindeutig weiblichen Vornamen für einen Jungen (bis auf wenige anerkannte Ausnahmen, z.B. Maria, oder in anderen Kulturen für Männer üblichen Namen wie Andrea in Italien) wird auf die Kindeswohlgefährdung verwiesen, weshalb das nicht erlaubt wird.

Liebe Grüße

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Hallo,

Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (Geschlechtsteile, Chromosomen usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "der Zustand, dass man ein Mann, eine Frau, beides, nichts, etwas dazwischen oder etwas ganz anderes" ist. Da geht es eher darum, wie man sich "fühlt".

Wenn Gender und Sex nicht zusammenpassen, nennt man das transsexuell / transgender.

Wenn sie zusammenpassen, dann nennt man das cisgender.

Die sexuelle Orientierung hat nichts damit zu tun.

LG

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Hallo,

wenn man sich zu Männern und Frauen hingezogen fühlt, dann ist man bisexuell.

Homosexualität und Heterosexualität sind jeweils dieAnziehung zu jeweils ausschließlich einem Geschlecht.

Oder um es anders zu sagen: Man sagt zu der Farbe Lila ja auch nicht "rot und blau gleichzeitig", sondern halt lila. (Ok, kein perfekter Vergleich, aber ich hoffe du verstehst trotzdem, was ich meine ^^)

Liebe Grüße

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles. Wenn du dich also zu Männern und Frauen sexuell hingezogen fühlst, kann es sein, dass du bisexuell bist.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. bisexuell und homoromantisch ist, also sich sexuell zu zwei, aber romantisch zu einem Geschlecht hingezogen fühlt.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Und Pornos sagen z.B. nicht unbedingt viel über die sexuelle Orientierung aus. Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hi,

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. bisexuell und homoromantisch ist, also sich sexuell zu zwei, aber romantisch zu einem Geschlecht hingezogen fühlt.

Und zum Thema "attraktiv finden": Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ... Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken. So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle. Eine Frage ist z.B. also auch, inwiefern du dich zu Männern hingezogen fühlst: "nur" ästhetisch oder auch romantisch oder anders?

Liebe Grüße

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Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. bisexuell und homoromantisch ist, also sich sexuell zu zwei, aber romantisch zu einem Geschlecht hingezogen fühlt.

Fühlst du dich denn sexuell nur zu Männern hingezogen oder auch zu Frauen?

Also homo-/bisexuell und heteroromantisch

-------------------------------------

Ansonsten: Bicurious (dass man auch Interesse an gleichgeschlechtlichen Sachen hat)

oder heteroflexibel (dass man sich hauptsächlich zu Menschen des anderen, aber ab und zu auch mal zu denen des gleichen Geschlechts hingezogen fühlt)

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Hi,

niemand muss sich outen. Es ist eine Möglichkeit.

Manche Leute fühlen sich wohler, wenn sie geoutet sind. Sie haben dann das Gefühl, dass sie "sie selbst" sein können und ihre Gefühle nicht verstecken müssen. Oder es nervt sie vielleicht, wenn sie immer danach gefragt werden, wie ihr Traummann aussieht und wann sie denn einen Freund haben, aber in Wahrheit würden sie (auch) gerne eine Freundin haben. Es vergrößert auch etwas deine "Möglichkeiten", z.B. wenn eine Person des gleichen Geschlechts weiß, dass ihr eventuell etwas für einander empfinden könntet.

Manche Leute fühlen sich aber auch nicht wohler damit, weil ein Outing für sie zu stressig ist und weil es eben leider immer noch homophobe Menschen gibt, die einem das Leben erschweren könnten... Oder weil sie es einfach als nicht notwendig ansehen, sich (offiziell) zu outenl.

Manche Leute haben auch kein "offizielles" Coming out mit Verkündigung oder so, sondern sie erwähnen es einfach beiläufig mal, wenn das Thema aufkommt. Oder eine Frau kommt z.B. einfach mit ihrer neuen Freundin an...

Aber wenn du es deinen Freunden gerne sagen möchtest, dann kannst du das tun :)

Ich kann verstehen, dass du zögerst. Du musst dich anvertrauen ohne zu wissen, wie dein Gegenüber reagiert. Andererseits: echte Freunde sollten dich so mögen wie du bist und du solltest mit ihnen reden können. Wenn du nicht weißt, wie deine Freunde zu dem Thema der Homo-/Bisexualität stehen, musst du dich ja auch nicht direkt outen. Du kannst dich erst mal langsam an das Thema rantasten, gucken, was sie zu dem Thema allgemein äußern oder ob sie ablehnend wirken. Vielleicht guckt ihr mal einen Film oder eine Serie, wo ein lesbisches Paar drin vorkommt. Oder ihr begegnet auf der Straße einem schwulen Paar. Oder du sprichst sie wie zufällig auf das Thema an... Wenn du merkst, dass sie sich nicht negativ äußern, kannst du dich ja vorsichtig vielleicht erst mal einer besten Freundin anvertrauen...? Wenn ihr dann schon mal zu zweit seid, kann sie dich vielleicht bei den anderen unterstützen.

Such dir vielleicht auch Beratung und Hilfe von Auswärts, wenn du das brauchst oder möchtest. Online-Beratung und Seelsorge sind meiner Meinung nach eine gute Sache, hat mir jedenfalls sehr geholfen. Du findest sie z.B. hier: https://www.diakonie-emailberatung.de/ oder hier: http://www.telefonseelsorge.de/ oder hier: https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html#log_in

Stress dich nicht, lass dir von niemandem etwas ein- oder ausreden, sondern höre auf dein Herz, deine Gefühle. Es ist dein Liebesleben.

Alles Gute

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles. Wenn du dich also zu Männern und Frauen sexuell hingezogen fühlst, kann es sein, dass du bisexuell bist.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. bisexuell und homoromantisch ist, also sich sexuell zu zwei, aber romantisch zu einem Geschlecht hingezogen fühlt.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Und Pornos sagen z.B. nicht unbedingt viel über die sexuelle Orientierung aus. Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

ich denke das kommt immer auf das Gegenüber an. Ich wurde mit meinen 170 schon von meinem Date als groß bezeichnet, weil mein Date eben nur 160 war. Aber ich werde auch regelmäßig von Leuten als klein bezeichnet, wenn ich in einer Runde stehe wo alle anderen zwischen 175 und 200 cm sind...

Die Durchschnittsgröße für deutsche Männer soll 180 cm sein. Alles was darüber ist könnte man bei Frauen vllt als groß bezeichnen... Aber eigentlich ist das doch echt egal :D Ich kenne glückliche heterosexuelle Paare, wo die Frau größer ist...

LG

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Hallo,

also, mal eins nach dem anderen...

Geschlecht

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "the state of being a man, a woman, both, neither, somewhere in between, or something entirely different."

Wenn Gender und Sex nicht zusammenpassen, nennt man das transsexuell / transgender.

"Eigendiagnose"

Wie erkennt man nun, dass man trans* ist? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Nicht alle Frauen tragen gerne Kleider und nicht alle Mädchen spielen gerne mit Puppen. Das ist es nicht, was eine Frau zu einer Frau macht. Das ist ganz normal und ok. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer! Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Du bist noch sehr jung! Es kann wirklich sein, dass das nur deine Hormone sind. Es könnte aber auch sein, dass du wirklich trans* bist. Das kann hier niemand beurteilen...

Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich wirklich als Junge? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) Transsexuellen anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, die trans* sind und/oder darüber reden. Guck doch einfach mal rein. Lass dir Zeit! Denk in Ruhe darüber nach. Überstürze nichts.

Und wenn du meinst, dass du ein Junge bist, dann ist das eben so! Und dann ist das auch ok!

Du bist dir sicher und willst weiter gehen?

Ich denke, dass es auch sehr befreiend sein kann, das zu erklären. Dann herrscht Klarheit. Das kann ziemlich beängstigend und komisch sein... Also, wie geht man so was am besten an?

Zuerst solltest du deine Gedanken klar formulieren, das hilft. Vielleicht schreibst du auf, was du fühlst und warum du überzeugt bist, dass du trans* bist. Ordne, sortiere deine Gedanken und "Argumente". Das ist dann auch eine bessere Grundlage für ein Gespräch.

Wenn ihr z.B. einen ruhigen Nachmittag habt und z.B. deine Mutter Zeit hat, setz dich mit ihr hin. Sag, dass du etwas wichtiges besprechen willst. Bitte darum, dass du ausreden kannst und nicht unterbrochen wirst, weil es dir wichtig ist, was du zu sagen hast und dass du willst, dass sie es verstehen, weil sie dir wichtig sind. Erkläre ihnen, dass es dich sehr verletzt, dass sie dir deine eigenen Gefühle nicht glauben. Sage klar, was genau du fühlst! Vor allem: Hab Geduld. Transsexualität ist meistens ein Schock, die Eltern wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen, verstehen es nicht, suchen "Schuld" und "Erklärungen" und "Gründe, warum das vielleicht doch nicht so ist" - sie werden etwas Zeit brauchen.

Such dir Beratung und Hilfe von Auswärts. Online-Beratung und Seelsorge sind meiner Meinung nach eine gute Sache. Du findest sie z.B. hier: https://www.diakonie-emailberatung.de/ oder hier: http://www.telefonseelsorge.de/ oder hier: https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html#log_in Hier findest du Beratungsstellen für trans* Menschen: https://transintersektionalitaet.org/?page_id=261 Suche dir einen Arzt oder Therapeuten, dem du vertrauen kannst!

Andere Seiten und Foren sind z.B. hier: http://www.meingeschlecht.de/ oder hier: https://t-gen.de/

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest! Was auch immer es ist: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist.

Liebe Grüße

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Hallo,

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Und es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, in wen man sich verliebt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. asexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu keinem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Wen man also (romantisch) lieben kann, hängt von der romantischen Orientierung ab. Und die ist bei jedem/r Asexuellen anders. Manche lieben nur Frauen, andere nur Männer, andere niemanden, andere zwei Geschlechter oder mehr....

Man kann Personen natürlich auch anders lieben, z.B. platonisch (also wie man z.B. vielleicht seinen Bruder liebt oder seine beste Freundin).

Liebe Grüße

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Hallo,

was genau meinst du denn damit, wenn du sagst, dass du "Geschlechter nicht anziehend" findest?

Fühlst du dich zu keinem Menschen sexuell hingezogen? Das könnte auf Asexualität deuten. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, z.B. dass du zu jung bist oder nicht bereit oder dass was mit deinen Hormonen ist oder dass du noch nicht den/die "Richtige(n)" getroffen hast oder was anderes...

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles. Wenn du dich also zu Männern und Frauen sexuell hingezogen fühlst, kann es sein, dass du bisexuell bist. Wenn du sagst, dass du dich mehr zu Jungs hingezogen fühlst, dann kann es auch sein, dass du eher homosexuell bist...

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei ganz wenigen Menschen=grey-asexuell, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. homosexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu einem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät ist das so eine Sache mit den Hormonen. Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Es ist nicht "unnormal". Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

oh man, das ist gar nicht so einfach...

Ob man zu einem evangelischen Geistlichen "Pfarrer/in" oder "Pastor/in" sagt, ist meist von der Region abhängig. Beide Bezeichnungen sind in der evangelischen Kirche üblich. In Norddeutschland sagt man eher Pastor/in - das bedeutet "Hirte/Hirtin". "Pfarrer/in" ist dort allerdings auch die offzielle Berufsbezeichung. Im Süden Deutschlands wird in der Regel nur dieses Wort verwendet.

Die ältere Bezeichnung "Priester" wird nur in der katholischen Kirche verwendet, wo es das Sakrament der Priesterweihe gibt. Zum Priester geweihte Geistliche verkünden das Evangelium, spenden die Sakramente und leiten die Eucharistiefeier. Die Priesterweihe ist Voraussetzung, eine Pfarrei leiten zu dürfen, also Pfarrer zu werden.

Bei mir in der Gegend werden evangelische Geistliche mit abgeschlossenem Theologiestudium übrigens Pfarrer genannt, aber Menschen, die eine Gemeinde leiten, ohne Theologie studiert zu haben (z.B. weil sie Gemeindepädagogik studiert haben und dann auf diesem Weg ordiniert wurden) werden Pastoren genannt.

Alles ziemlich kompliziert :D

Liebe Grüße

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Hi,

es könnte sein, dass du "einfach nur" männlich bist, und trotzdem gerne "typisch weibliche" Strumpfhosen oder Unterwäsche trägst. Das ist ok. Es kann aber auch sein, dass du ein anderes Geschlecht hast, also transgender bist.

Also ich versuche mal alle Fragen zu beantworten und ein paar Gedanken beizusteuern.

Gender

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "the state of being a man, a woman, both, neither, somewhere in between, or something entirely different."

Wenn sex und gender nicht zusammenpassen, dann heißt das transsexuell / transgender.

Über Strumpfhosen

Früher waren Strumpfhosen übrigens ausschließlich für Männer gedacht! Ende des 18. Jahrhunderts war se auf jeden Fall noch ein Männerkleidungsstück. Oder guck dir mal Mittelalterfilme an... In den 1950ern kamen Damenstrumpfhosen auf und wurden populär. In den 1960er und 1970er Jahren wurden zunehmend auch wieder (Strick-)Strumpfhosen für Männer hergestellt. Auch heute gibt es Strumpfhosen für Männer. Warum auch nicht? Sie können sehr warm sein... Aber selbst wenn du z.B. Netzstrumpfhosen o.ä. trägst, ist das ok. Es ist nur Kleidung. Kleidung hat kein Geschlecht. Klar, es wird von der Gesellschaft oft so zugeteilt. Aber im Grunde ist es doch schwachsinnnig, es ist ja nur Stoff.... Das ist jedenfalls meine Meinung.

"Eigendiagnose"

Wie erkennt man nun, dass man trans* ist? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet und mit meinem weiblichen Namen angesprochen zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer! Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich z.B. tatsächlich als Frau? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) transsexuellen anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, darüber reden. Guck doch einfach mal rein. Und es gibt im Internet auch Foren für Männer, die gerne Strumpfhosen tragen, z.B. das hier: http://www.strumpfhose.net/forum/maenner-in-strumpfhosen/

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest! Was auch immer es ist: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Du bist ja auch noch sehr jung, also das kann sich auch alles noch ändern. Vielleicht sind das einfach Hormone... Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn es dir hilft, dann finde das Label, welches zu dir passt.

Liebe Grüße

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Hi,

oh man, das ist echt ne Menge Zeug, also ich versuche mal alle Fragen zu beantworten und ein paar Gedanken beizusteuern.

Gender

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlichm, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "the state of being a man, a woman, both, neither, somewhere in between, or something entirely different."

So viel dazu. Kommen wir also zum Konkreten

Genderfluid

Nach der Definition bedeutet es, dass man, wenn man genderfluid ist, "ein Geschlecht hat, das sich ändert". Das kann einen Wechsel zwischen den binären, aber auch anderen Geschlechtern bedeuten (z.B. agender, non-binary, demigirl, ...). Man "hüpft" also zwischen den Geschlechtern hin und her.

Das verursacht oft eine ziemliche Dysphorie, also ein Unwohlsein, wenn Gender und Sex gerade nicht übereinstimmen (also wenn man biologisch ein Mädchen ist, sich aber gerade als Mann fühlt, dann hat man Probleme mit seinen weiblichen Geschlechtsteilen, dem Aussehen, den Pronomen und der Art, wie man angesprochen / von anderen gesehen wird, also so als wäre man transsexuell, aber halt temporär).

"Eigendiagnose"

Wie erkennt man nun, dass man Genderfluid ist? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer! Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich genderfluid? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) Genderfluids anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, die sich als genderfluid bezeichnen und/oder darüber reden. Guck doch einfach mal rein.

Und wenn du meinst, dass du genderfluid bist, dann ist das eben so!

Du bist dir sicher und willst weiter gehen?

Zuerst solltest du deine Gedanken klar formulieren, das hilft. Vielleicht schreibst du auf, was du fühlst und warum du überzeugt bist, dass du trans* bzw genderfluid bist. Ordne, sortiere deine Gedanken und "Argumente". Das ist dann auch eine bessere Grundlage für ein Gespräch.

Wenn ihr z.B. einen ruhigen Nachmittag habt und ein Elternteil Zeit hat, setz dich mit ihm/ihr hin. Sag, dass du etwas wichtiges besprechen willst. Bitte darum, dass du ausreden kannst und nicht unterbrochen wirst, weil es dir wichtig ist, was du zu sagen hast und dass du willst, dass sie es verstehen, weil sie dir wichtig sind. Erkläre ihnen, dass es dich sehr verletzt, dass sie dir deine eigenen Gefühle nicht glauben. Sage klar, was genau du fühlst! Vor allem: Hab Geduld. Transsexualität ist meistens ein großer Schock, die Eltern wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen, verstehen es nicht, suchen "Schuld" und "Erklärungen" und "Gründe, warum das vielleicht doch nicht so ist" - sie werden etwas Zeit brauchen.

Man kann das natürlich als "special snowflake Gehabe" abtun, man kann aber auch einfach akzeptieren, dass sich manche Menschen eben nicht als Mann oder Frau fühlen und dass es sie extrem belastet, wenn sie einem Geschlecht zugeordnet werden, wenn es ihnen aufgezwungen wird, obwohl sie sich ihm selbst nicht zugehörig fühlen. Und man kann nicht beweisen, dass sie es sich nur einbilden. Nur weil man selbst nicht so fühlt, soll das heißen, dass niemand sich so fühlt? Und warum will man die Leute nicht einfach glücklich lassen, sondern will ihnen einreden, wie und was sie zu sein haben?

Erkläre ihnen auch, dass Homosexualität ebenso "normal" ist wie Heterosexualität. Es gibt homosexuelle Menschen, ebenso wie homosexuelle Tiere. Warum lehnen sie denn Homosexualität ab? Hatten sie vor deinem Coming Out als genderfluid schon etwas gegen deine Beziehung bzw Homosexualität allgemein? Erkläre ihnen auch, dass du in deiner Beziehung glücklich bist und das wollen sie doch sicher, dass du glücklich bist.

Such dir Beratung und Hilfe von Auswärts. Online-Beratung und Seelsorge sind meiner Meinung nach eine gute Sache. Du findest sie z.B. hier: https://www.diakonie-emailberatung.de/ oder hier: http://www.telefonseelsorge.de/ oder hier: https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html#log_in Hier findest du Beratungsstellen für trans* Menschen: https://transintersektionalitaet.org/?page_id=261 Suche dir einen Arzt oder Therapeuten, dem du vertrauen kannst!

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest! Was auch immer es ist: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist.

Alles Gute für deinen Weg und viel Erfolg bei den Gesprächen mit deinen Eltern! Sie sollten dich Ernst nehmen, es ist dein Körper, dein Leben! Außer reden kannst du leider nicht wirklich etwas tun, denn es akzeptieren müssen sie selbst...

Liebe Grüße

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Hallo,

also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

ob du z.B. asexuell (oder etwas anderes) bist, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Wenn man anfängt seine sexuelle Orieniterung anzuzweifeln, ist das eine verwirrende und schwierige Phase. Und man will eigentlich sofort wissen, was man jetzt ist, und das Thema hinter sich haben. Aber ganz so einfach ist das eben leider nicht..

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei beiden=bi, bei ganz wenigen Leuten=gray-ace, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. asexuell und heteroromantisch ist, also sich durchaus eine romantische Beziehung zu einer Person des anderen Geschlechts wünscht.

Asexualität und deine Situation

Wie schon gesagt kann ich dir nicht sagen, was du bist. Vielleicht hast du einfach noch nicht die "richtige" Person gefunden. Oder du bist einfach zu jung und noch nicht "bereit" dafür. Vielleicht bist du aber auch im asexuellen Spektrum. Es ist schwer, aber wahrscheinlich musst du einfach noch ein bisschen abwarten. Andererseits: Wenn du dich mit einem Begriff wohl fühlst, dann nutze ihn! Und wenn er nicht mehr passt, dann ändere ihn wieder. Ich habe einige Label für mich benutzt, bevor ich zu dem gekommen bin, als was ich mich heute bezeichne.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Wenn du keinen Sex haben willst, ist das ok! Entweder es ändert sich noch - dann ist das gut, oder es ändert sich nicht - dann ist das auch gut! Vielleicht bist du einfach noch schüchtern oder nicht so weit - vielleicht bist du aber auch asexuell oder etwas ganz anderes, was du noch nicht auf dem Schirm hast. Was auch immer es ist: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Es braucht mindestens eine Patin oder einen Paten; allerdings sind mehr als zwei Paten nach katholischem Recht nicht erlaubt. Paten müssen katholisch sein. Weitere Wegbegleiter für das Kind können Taufzeugen sein. Auch evangelische Christen können Taufzeugen werden.

Um die Patenschaft zu übernehmen, muss ein Katholik das 16. Lebensjahr vollendet haben. Und: Vater oder Mutter dürfen nicht Pate ihres Kindes werden.

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But I'm a Cheerleader / Weil ich ein Mädchen bin (1999)

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Hi,

es könnte sein, dass du "einfach nur" männlich bist, und dich an manchen Tagen nicht so wirklich "männlich" fühlst. Das ist ok. Es kann aber auch sein, dass du ein anderes Geschlecht hast, also transgender bist.

Also ich versuche mal alle Fragen zu beantworten und ein paar Gedanken beizusteuern.

Gender

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "the state of being a man, a woman, both, neither, somewhere in between, or something entirely different."

Wenn sex und gender nicht zusammenpassen, dann heißt das transsexuell / transgender.

"Eigendiagnose"

Wie erkennt man nun, dass man trans* ist? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet und mit meinem weiblichen Namen angesprochen zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer! Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich z.B. tatsächlich als Frau? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) transsexuellen anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, darüber reden. Guck doch einfach mal rein.

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest! Was auch immer es ist: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn es dir hilft, dann finde das Label, welches zu dir passt.

Liebe Grüße

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Hallo,

ja, um die Pristerweihe empfangen zu können, muss man in aller Regel Theologie studiert haben.

Die Priesterausbildung dauert in der Regel sechs Jahre vom Abitur bis zum Ende des Studiums und zwei weitere Jahre im Pastoralkurs bis zur Priesterweihe. Für diesen gesamten Zeitraum ist das Priesterseminar zuständig.

Die allgemeine Hochschulreife als Voraussetzung für das Theologiestudium kann man auch auf dem „Zweiten Bildungsweg“ erwerben.

Wenn jemand ohne Abitur bereits mindestens 25 Jahre alt ist und eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, kommt für ihn der sogenannte „Dritte Bildungsweg“ in Frage. Dort erwirbt man als Priesteramtskandidat, der von seiner Heimatdiözese entsandt wird, einen kirchlichen Abschluss in Theologie, der die Zulassung zur Priesterweihe ermöglicht. Aber dafür muss man halt ein "besonders geeigneter, von der Gemeinde empfohlener" Mensch sein... Die Eignung wird auch noch mal vor der Weihe geprüft.

Aber das Studium ist schon wichtig. Im Studium lernt man wichtige Grundlagen und alles, um das Amt ordentlich erfüllen zu können, man lernt etwas über das Alte und Neue Testament, über Kirchengeschichte, Ethik, Dogmatik, Philosophie, Praktische Theologie (Seelsorge, Predigen, Gemeindeleitung, Liturgie, Religionspädagogik, ...) - das ist schon alles sehr sehr wichtig! Ein Priester ohne dieses Wissen könnte ja gar nicht fundiert predigen und die Gemeinde leiten...

Liebe Grüße

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Hallo,

ja, evangelische Pfarrer*innen dürfen heiraten und Kinder haben. Sie dürfen sogar gleichgeschlechtliche Partner*innen heiraten! :)

Pflichten gibt es viele:

  • Sonn- und Feiertagsgottesdienste (inkl. Vorbereitung)
  • Kasualien (Trauungen, Konfirmationen, Taufen, Beerdigungen, ...)
  • Beichte (das gibt es in der evangelischen Kirche auch! Aber in einer anderen Form als in der katholischen, eher im persönlichen Gespräch und auch nicht als Pflicht, sondern als Möglichkeit)
  • Seelsorge-Gespräche, manchmal Besuche bei Gemeindemitgliedern
  • Gruppen leiten wie Bibelstunde, Kindergottesdienst, Konfirmandenunterricht oder Seniorenkreis uvm (manchmal übernehmen das auch Ehrenamtliche)
  • Oftmals sind Pfarrer auch für kirchliche Einrichtungen wie Altenheime, konfessionelle Kindergärten und Krankenhäuser zuständig oder müssen/dürfen Religionsunterricht in Schulen geben
  • Gemeindeleitung / Geschäftsführung / Verwaltungsaufgaben: Gemeindekirchenratssitzungen, Mitarbeiter*innen einstellen und betreuen, Finanzen der Gemeinde betreuen, Gemeindefeste mit organisieren, Anträge stellen, z.B. mal eine neue Waschmaschine für das Gemeindehaus kaufen oder einen Auftrag geben, damit ein morscher Baum gefällt, das Kirchdach repariert oder die Fenster des Gemeindehauses saniert werden und so was halt...
  • Kontakte zu anderen Gemeinden, Kichenkreis (z.B. auch im Sprengelausschuss, Kreissynode, Bezirks-Synode usw), anderen Religionsgemeinschaften und Konfessionen (Ökumenearbeit)

Ein sehr herausfordernder Beruf, bei dem man nie Feierabend hat, sondern immer im Dienst ist. Aber auch ein sehr interessanter, erfüllender und schöner Beruf! :)

Liebe Grüße

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Hallo,

erst einmal mein herzliches Beileid zu deinem Verlust! Ich wünsche dir und allen Angehörigen, Freunden und Verwandten deines Freundes viel Kraft!!

Ich will aber auch versuchen, deine Frage zu beantworten: Warum ist Gott so böse?

Das ist eine Frage, mit der sich schon sehr viele Leute beschäftigt haben. Die "Warum lässt Gott ... zu?" wird mit dem Fachwort "Theodizee" überschrieben (übersetzt aus dem Griechischen: "Rechtfertigung / Gerechtigkeit Gottes").

Für die Theodizee Frage gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten. Es kommt auch immer darauf an, was für ein Übel bezeichnet wird, also ist es Sterblichkeit/Endlichkeit oder von Menschen verursachtes Böses (Krieg etc.) oder in der Natur vorhandenes Übel (z.B. Naturkatastrophen)

Deine Frage kann man vielleicht so beantworten (ich zähle einfach mal Lösungswege auf und du kannst entscheiden, ob davon etwas für dich plausibel klingt):

  • eine Strategie besteht darin, dass man das Übel "entübelt" oder "verharmlost", indem man z.B. dem Leid eine bestimmte Funktion zuweist, also sagt, Tod und Leiden sind notwendig; oder dass man sagt: Gott leidet mit. Jesus ist am Kreuz gestorben, auch er kennt Leid und Tod. Gott ist auch im Leid bei uns. Oder: Nach dem Leben jetzt mit Leid und Tod kommt ein besseres Leben bei Gott
  • eine andere Strategie besteht darin, die Eigenschaften Gottes zu modifizieren, also zu sagen: Gott ist nicht gut/allmächtig/allwissend --> Gott kann oder will also gar nichts dagegen machen oder hat einfach keine Ahnung, was hier auf der Erde so abgeht
  • eine dritte Strategie sagt: das Übel entsteht durch die selben Naturgesetze, die das Gute und das Leben ermöglichen, aber wo Licht ist, ist auch immer Schatten. Natürliche Übel entstehen immer als "Nebenfolge". Und so eine Nebenfolge kann eben auch mal sein, dass sich eine Zelle "falsch" entwickelt und zu Krebs wird. Das ist Teil von Evolution und Natur und wird von Gott nicht aktiv "zugeteilt", Gott bestraft keine Menschen, das ist einfach der Lauf der Natur...
  • Oder: Das, was wir hier haben, ist die beste mögliche Welt. Natürlich gibt es in unserer Welt Probleme oder Fehler, aber trotzdem ist es das bestmögliche. Besser können die Naturgesetze nicht werden. Und perfekte Menschen gibt es auch nicht und wird es nicht geben können.
  • vielleicht ist das alles aber auch einfach zu hoch für uns und es gibt keine Erklärung, die wir nachvollziehen können. "Gottes Wege sind unergründlich", heißt es. ...

Ich glaube nicht, dass Gott böse ist und Menschen extra Leid auf die Erde schickt, sie quält oder bestraft. Ich bin der festen Überzeugung, dass Gott uns liebt. Warum es Leid auf der Erde gibt, kann und will ich nicht sagen, das weiß ich nicht. Aber ich glaube fest daran, dass Gott immer um uns ist und mit uns leidet - ob er unser Leben hier beeinflusst oder nicht. Aber das ist meine Meinung...

LG

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Nein, da du ein Junge bist? Jungs sind nicht lesbisch ;) Du sagst, dass "ich aussehe wie ein Junge, mich wie ein Junge verhalte und auch als männlich wahrgenommen werden möchte". Dann bist du ein Junge. Wenn deine Freundin das auch akzeptiert und dich als Mann sieht, dann habt ihr eine heterosexuelle Beziehung. Alles Gute für euch :)

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Hi,

Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide und/oder fühle mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem sehe ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer! Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend.

Niemand zwingt dich dazu, figurbetonte Kleidung zu tragen oder dich "typisch weiblich" (was auch immer das heißt) zu verhalten. Es gibt viele unterschiedliche Menschen und jede/r hat eine andere Art und andere Vorlieben. Wenn du dich für Philosophie und Sprachen interessierst, dann ist das doch toll! Du wirst bestimmt auf deinem weiteren Weg Leute treffen, mit denen du dich darüber austauschen kannst, vielleicht im Studium?

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest! Was auch immer es ist: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn es dir hilft, dann finde ein Label, das zu dir passt.

Liebe Grüße

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Genderfluid oder Bigender?

Mir ist das etwas unangenehm zu fragen, ich hoffe dennoch auf Antworten.

Ich, männlich 16, fühle mich manchmal wirklich unwohl in meinem Körper. Es gibt immer mal wieder Momente wo ich mir wünschte ein Mädchen zu sein. Sobald ich diese Situationen erlebe, verspüre ich den Drang mich zu schminken, und im Allgemeinen auszusehen wie ein süßes Mädchen, nur um diesen 'weiblichen Köper' einen Schritt näher zu kommen. Transgender zu sein, kann ich mir aber nicht vorstellen! Die meiste Zeit über fühle ich mich wirklich wohl als Junge, aber diese Momente im falschen Körper zu sein existieren trotzdem. Dementsprechend fühle ich mich dann ziemlich unwohl. Als ich eine Bezeichnung für 'manchmal männlich, manchmal weiblich' suchte, bin ich über Genderfluid und Bigender gestoßen. Kann mir jemand beide Begriffe genauer erklären, und mögliche Unterschiede nennen? Was passt denn nun zu mir?

Denke das verstehen einige falsch. Natürlich mach ich das worauf ich Lust habe, und Aktivitäten wie Schminken oder Kleider anziehen bringe ich nicht in Verbindung mit meinem Geschlecht. Mir geht es um mein >Wohlbefinden< im Körper. Erlebe ich diese Momente wo ich ein Mädchen sein will, möchte ich feminin angesprochen werden und auch bei einen Mädchen Namen. Das hat mit meinen Aktivitäten nichts zu tun. Stellt euch einen Transsexuellen vor, dieser fühlt sich durchgehend im falschen Körper. Nimmt dieses Gefühl, und setzt es verteilt in mein Leben ein. Im Vergleich zu einen Transsexuellen fühle ich mich nur manchmal im falschen Körper, eben dafür gibt es diese Begriffe wie im Titel bereits genannt. Ich will die Definitionen dazu wissen.

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Hi,

also ich versuche mal alle Fragen zu beantworten und ein paar Gedanken beizusteuern.

Gender

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlichm, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "the state of being a man, a woman, both, neither, somewhere in between, or something entirely different."

So viel dazu. Kommen wir also zum Konkreten

Genderfluid

Nach der Definition bedeutet es, dass man, wenn man genderfluid ist, "ein Geschlecht hat, das sich ändert". Das kann einen Wechsel zwischen den binären, aber auch anderen Geschlechtern bedeuten (z.B. agender, non-binary, demigirl, ...). Man "hüpft" also zwischen den Geschlechtern hin und her.

Das verursacht oft eine ziemliche Dysphorie, also ein Unwohlsein, wenn Gender und Sex gerade nicht übereinstimmen (also wenn man biologisch ein Mädchen ist, sich aber gerade als Mann fühlt, dann hat man Probleme mit seinen weiblichen Geschlechtsteilen, dem Aussehen, den Pronomen und der Art, wie man angesprochen / von anderen gesehen wird, also so als wäre man transsexuell, aber halt temporär).

Bigender

Eine Person, die bigender ist, hat/erlebt zwei Gender. Und zwar gleichzeitig. Immer. Nicht 50/50, das kann variieren, aber die Person fühlt sich immer zu einem gewissen Grad männlich und zu einem gewissen Grad weiblich. An einem Tag vielleicht 85% mannlich und 15% weiblich, am nächsten Tag anders...

"Eigendiagnose"

Wie erkennt man nun, dass man Genderfluid oder bigender ist? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer! Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Wie du es beschrieben hast, klingt es schon ziemlich danach, als ob du nicht "einfach nur" cisgender bist. Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich genderfluid oder bigender? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) Genderfluids anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, die sich als genderfluid oder bigender bezeichnen und/oder darüber reden. Guck doch einfach mal rein.

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest! Was auch immer es ist: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn es dir hilft, dann finde das Label, welches zu dir passt.

Liebe Grüße

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Hi,

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlichm, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "the state of being a man, a woman, both, neither, somewhere in between, or something entirely different."

Nach der Definition bedeutet es, dass man, wenn man genderfluid ist, "ein Geschlecht hat, das sich ändert". Das kann einen Wechsel zwischen den binären, aber auch anderen Geschlechtern bedeuten (z.B. agender, non-binary, demigirl, ...). Man "hüpft" also zwischen den Geschlechtern hin und her.

Das verursacht oft eine ziemliche Dysphorie, also ein Unwohlsein, wenn Gender und Sex gerade nicht übereinstimmen (also wenn man biologisch ein Mädchen ist, sich aber gerade als Mann fühlt, dann hat man Probleme mit seinen weiblichen Geschlechtsteilen, dem Aussehen, den Pronomen und der Art, wie man angesprochen / von anderen gesehen wird, also so als wäre man transsexuell, aber halt temporär).

Wie erkennt man nun, dass man Genderfluid ist? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer! Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Nur die Person selbst kann wirklich sagen, was sie iist. Fühlt sie sich genderfluid? Dann ist sie es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann sollte man noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) Genderfluids anhören oder lesen und gucken, ob man vielleicht ähnliche Erfahrungen macht.

Also: Es kann sein, dass man z.B. einfach "nur" ein Mann ist. Auch Männer haben manchmal "weiblichere Seiten" und das ist ok. Es kann aber auch sein, dass man genderfluid ist. Oder dass man ein ganz anderes Geschlecht hat, das man (noch) nicht auf dem Schirm hat.

Liebe Grüße

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Hallo,

also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

ob du gray-asexuell (oder etwas anderes) bist, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Wenn man anfängt seine sexuelle Orieniterung anzuzweifeln, ist das eine verwirrende und schwierige Phase. Und man will eigentlich sofort wissen, was man jetzt ist, und das Thema hinter sich haben. Aber ganz so einfach ist das eben leider nicht..

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) bei Männern=homo, (nur) bei Frauen=hetero, bei beiden=bi, bei ganz wenigen Leuten=gray-ace, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. grey-asexuell und heteroromantisch ist, also sich durchaus eine romantische Beziehung zu einer Person des anderen Geschlechts wünscht.

Grey-Asexualität und deine Situation

Wie schon gesagt kann ich dir nicht sagen, was du bist. Vielleicht hast du einfach noch nicht die "richtige" Person gefunden. Vielleicht bist du aber auch im asexuellen Spektrum. Es ist schwer, aber wahrscheinlich musst du einfach noch ein bisschen abwarten. Andererseits: Wenn du dich mit einem Begriff wohl fühlst, dann nutze ihn! Und wenn er nicht mehr passt, dann ändere ihn wieder. Ich habe einige Label für mich benutzt, bevor ich zu dem gekommen bin, als was ich mich heute bezeichne.

Selbstbefriedigung sagt nicht unbedingt etwas darüber aus, ob man im asexuellen Spektrum ist. Einige Asexuelle masturbieren, für einige ist es einfach eine "Körperfunktion", die sich ganz gut anfühlt.

Da du schreibst, dass du sexuelle Fantasien über deinen Schwarm hast, nehme ich an, dass du dich sexuell zu ihm hingezogen fühlst. Das würde schon mal bedeuten, dass du nicht asexuell bist.

Ob du nun greya-asexuell bist oder "nur" heterosexuell, aber z.B. noch nicht so weit, um Sex zu haben, das kannst nur du sagen....

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Wenn du keinen Sex haben willst, ist das ok! Entweder es ändert sich noch - dann ist das gut, oder es ändert sich nicht - dann ist das auch gut! Vielleicht bist du einfach noch schüchtern oder nicht so weit - vielleicht bist du aber auch grey-asexuell oder etwas ganz anderes, was du noch nicht auf dem Schirm hast. Was auch immer es ist: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Was soll sie jetzt tun, hilfe?

Hallo. Meine Cousine (fast 13) redet mit mir über alles, und sie meinte letztens das sie glaubt sie steht auf Mädchen. Also sie hat es mir so geschrieben:

„Ich frage mich seit langer Zeit ob ich überhaupt hetero bin. Immer wenn ich Jungs sehe, finde ich zwar ab und an einen hübsch, aber ich kann mir nicht vorstellen einen Jungen zu küssen, mit ihm später zu schlafen, und mit ihm zusammen zu sein. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen aber mit Mädchen ist das ganz anders. Ich muss viele Mädchen sie nett zu mir sind, in letzter Zeit nurnoch anstarren und kann dann nicht mehr aufhören und stelle mir auch bei SB vor, wie es wäre mal ein Mädchen zu küssen und intimer mit ihr zu werden, und das erregt mich total. Naja, ich habe letztens einer Freundin erzählt, dass ich überlege ob ich lesbisch bin weil ich mir wie schon gesagt, nichts mit einem Jungen vorstellen kann aber mit Mädchen total. Und sie sagte auch, das es wenn dann so wäre, sie mich unterstützen würde und mich so akzeptieren würde wie ich wär, was mich total glücklich gemacht hat. Übrigens versuche ich in letzter Zeit immer meiner besten Freundin näher zu kommen was nicht so genau klappt naja. Aber viele meinen das wäre wenn dann vielleicht nur eine Phase weil ich ja mitten in der Pubertät bin aber das glaube ich nicht. Ich bin mir einfach so unklar darüber und würde mich gern einfach orientieren, weil ich total verwirrt bin und ich weiß nicht. Ich will einfach sagen können, ich bin hetero/lesbisch, whatever..“

Kann uns jemand helfen? Ich habe keine erfahrung mit dem gleichen Geschlecht. Ich würde mich über antworten freuen. LG

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Hallo,

also erst mal schön, dass ihr so ein vertrautes Verhältnis habt. Ich würde ihr folgendes sagen:

ob du hetero-, bi-, homosexuell oder etwas anderes bist, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Wenn man anfängt seine sexuelle Orieniterung anzuzweifeln, ist das eine verwirrende und schwierige Phase. Und man will eigentlich sofort wissen, was man jetzt ist, und das Thema hinter sich haben. Aber ganz so einfach ist das eben leider nicht..

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken....

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben dasganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) bei Männern=homo, (nur) bei Frauen=hetero, bei beiden=bi.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Es ist nicht (unbedingt) so, dass man 100% das eine oder andere ist, es gibt viele Graustufen. Viele Menschen, die sich als bisexuell bezeichnen, fühlen sich mehr zu einem Geschlecht hingezogen. Bisexuell zu sein heißt ja nur, dass die Möglichkeit besteht, dass man sich in eine Person verliebt, die ein Mann oder eine Frau sein kann. Dass man dann z.B. mit einer Frau zusammen kommt und sein Leben lang mit ihr zusammen bleibt, ändert nichts daran, dass man bisexuell ist. Aber es gibt auch viele Menschen, die sich als heterosexuell bezeichnen, obwohl sie z.B. ein Mal in eine Person des gleichen Geschlechts verliebt waren, sie sich aber sonst nur in Personendes anderen Geschlecht verliebt haben und sich mit dem Label einfach wohler fühlen...

Und noch was zu Attraktivität: Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Auf was für eine Art fühlst du dich denn zu Menschen hingezogen?

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt z.B. einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. biromantisch und heterosexuell ist.

Geh in dich, lass dir Zeit. Je nach Wohlbefinden / Möglichkeit kannst du ja auch mal etwas "herumprobieren" (einen Mann küssen, eine Frau küssen, ...). Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Alles Gute

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