OkCupid ist gut

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Hallo,

Pflichten gibt es viele:

   Sonn- und Feiertagsgottesdienste (inkl. Vorbereitung)

   Kasualien (Trauungen, Konfirmationen, Taufen, Beerdigungen, ...)

   Beichte (das gibt es in der evangelischen Kirche auch! Aber in einer anderen Form als in der katholischen, eher im persönlichen Gespräch und auch nicht als Pflicht, sondern als Möglichkeit)

   Seelsorge-Gespräche, manchmal Besuche bei Gemeindemitgliedern

   Gruppen leiten wie Bibelstunde, Kindergottesdienst, Konfirmandenunterricht, Christenlehre (im ehemaligen Osten) oder Seniorenkreis uvm (manchmal übernehmen das auch Ehrenamtliche oder Hauptamtliche)

   Oftmals sind Pfarrer auch für kirchliche Einrichtungen wie Altenheime, konfessionelle Kindergärten und Krankenhäuser zuständig oder müssen/dürfen Religionsunterricht in Schulen geben

   Gemeindeleitung / Geschäftsführung / Verwaltungsaufgaben: Gemeindekirchenratssitzungen, Mitarbeiter*innen einstellen und betreuen, Finanzen der Gemeinde betreuen, Gemeindefeste mit organisieren, Anträge stellen, z.B. mal eine neue Waschmaschine für das Gemeindehaus kaufen oder einen Auftrag geben, damit ein morscher Baum gefällt, das Kirchdach repariert oder die Fenster des Gemeindehauses saniert werden und so was halt...

   Kontakte zu anderen Gemeinden, Kichenkreis (z.B. auch im Sprengelausschuss, Kreissynode, Bezirks-Synode usw), anderen Religionsgemeinschaften und Konfessionen (Ökumenearbeit)

Ein sehr herausfordernder Beruf, bei dem man nie Feierabend hat, sondern immer im Dienst ist. Aber auch ein sehr interessanter, erfüllender und schöner Beruf! :)

Liebe Grüße

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Hallo,

Transfrauen sind auch Frauen. Also wenn sie als Frau (nur) auf Frauen steht (egal ob cis oder trans) dann ist sie lesbisch.

LG

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Hi,

oh man, das ist echt ne Menge Zeug, also ich versuche mal alle Fragen zu beantworten und ein paar Gedanken beizusteuern.

Gender

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann - das ist auch offiziell vom Verfassungsgericht anerkannt).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "der Zustand, dass man ein Mann, eine Frau, beides, nichts, irgendwas dazwischen oder etwas ganz anderes" ist. Da geht es also mehr darum, wie man sich "fühlt".

So viel dazu. Kommen wir also zum Konkreten

Genderfluid

Nach der Definition bedeutet es, dass man, wenn man genderfluid ist, "ein Geschlecht hat, das sich ändert". Das kann einen Wechsel zwischen den binären (männlich / weiblich), aber auch anderen Geschlechtern bedeuten (z.B. agender, non-binary, demigirl, ...). Man "hüpft" also zwischen den Geschlechtern hin und her.

Das verursacht oft eine ziemliche Dysphorie, also ein Unwohlsein, wenn Gender und Sex gerade nicht übereinstimmen (also wenn man biologisch ein Mädchen ist, sich aber gerade als Mann fühlt, dann hat man Probleme mit seinen weiblichen Geschlechtsteilen, dem Aussehen, den Pronomen und der Art, wie man angesprochen / von anderen gesehen wird, also so als wäre man transsexuell, aber halt temporär).

Was gibt es noch so für Geschlechter (Gender)?

Es gibt einige Begriffe, die Geschlechter anseits von männlich / weiblich beschreiben. Von genderfluid hast du ja schon gehört. Non-binär bezeichnet eigentlich alles, was eben nicht im binären Bereich (männlich / weiblich) liegt. Agender bedeutet, dass man sozusagen gar kein Geschlecht hat. Es gibt viele Begriffe, die Menschen entwickelt haben, um das, was sie fühlen, zu beschreiben. Wenn du gut Englisch kannst, kannst du ja mal die YouTube Videos von Ash Hardell ansehen, da gibt es viel über das Thema "Gender".

"Eigendiagnose"

Wie erkennt man nun, dass man ein anderes Geschlecht hat? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer.

Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich sicher einem anderen Geschlecht zugehörig? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) trans* Menschen anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, die trans* sind und/oder darüber reden. Guck doch einfach mal rein.

Liebe Grüße

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Ist es nur eine Phase oder eher nicht?

Hallo liebe Community,

ich bin ein Mädchen, doch fühle mich nicht wirklich so. Ich mag zwar viel Mädchenkram, aber ich fühle mich psychisch nicht wirklich als Mädchen. Aber zu 100% als Junge fühle ich mich auch nicht.

Mit 9 Jahren hatte ich zum ersten Mal den Wunsch ein Junge zu sein, aber mich hat damals keiner wirklich ernst genommen, weshalb ich diesen Wunsch irgendwann verworfen habe.

Mit 13 kam der Wunsch dann wieder, aber nur intensiver. Ich habe meine Haare abrasiert und mir Jungskleidung gekauft und mir einen Jungennamen gegeben. In der Schule wurde ich deshalb gemobbt, aber meine Freunde und deren Familien haben mich aktzeptiert, wie ich war. Meine Familie nicht.

Nach dem Tod meines Vaters wollte ich meiner Mutter wollte ich meiner Mutter nicht weiter zur Last fallen und habe diesen Wunsch wieder verworfen und wurde "wieder zum Mädchen".

Im letzten Jahr ist der Wunsch wieder größer geworden, aber es ist kompliziert. Einerseits mag ich es weiblich zu sein, andererseits fühle ich mich damit nicht wohl. Ich stelle mir oft vor ein Junge zu sein. Ich habe genaue Vorstellungen über mein Aussehen, meine Stimme, meine Beziehung, einfach alles. Aber als Mädchen kann ich mir mein zukünftiges Leben nicht vorstellen. Es fühlt sich einfach falsch an.

Ich bin total verwirrt deswegen und mich meiner Gefühle nicht im Klaren. Ich bin bisexuell und habe auch derzeit Gefühle für ein Mädchen, aber ich bin so verwirrt und durcheinander, dass ich das Kribbeln im Bauch kaum noch spüre, wenn ich mit ihr chatte oder Sonstiges.

Ich weiß nicht ob ich das alles ernst nehmen kann oder mich einfach nur reinsteigere.

Zum Einen liebe ich meine langen Haare und würde sie niemals abschneiden, zum Anderen würde ich sie mir am Liebsten wieder abrasieren. Mein Style ist generell eher männlicher, da ich viele Männershirts (Bandshirts) trage, aber auch etwas weiblich (Schuhe, Hosen). Ich weiß nicht mehr was ich tun soll.

Glaubt ihr, dass es nur eine Phase ist oder sollte ich auch in Betracht ziehen, dass ich ein Transgender bin? Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Danke im Voraus LG

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Hi,

oh man, das ist echt ne Menge Zeug, also ich versuche mal alle Fragen zu beantworten und ein paar Gedanken beizusteuern.

also erst mal zu Gender allgemein. Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen, die man also nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann - das ist auch offiziell vom Verfassungsgericht anerkannt).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "der Zustand, dass man ein Mann, eine Frau, beides, nichts, irgendwas dazwischen oder etwas ganz anderes" ist. Da geht es also mehr darum, wie man sich "fühlt".

Wie erkennt man nun, dass man ein anderes Geschlecht hat? Naja, das ist nicht so ganz einfach, aber ein paar Gedanken dazu: Es gibt einen Unterschied zwischen z.B. "sich männlich fühlen" und "gerne Männersachen" tragen und "sich tatsächlich wie ein Mann fühlen". Ich kleide mich an manchen Tagen sehr "weiblich" (Schminke, Kleid, usw), an anderen Tagen wiederum ziemlich "männlich" (Hemd und Krawatte/Fliege). Trotzdem fühle ich mich als Frau. Ich bin zufrieden damit, als "sie" bezeichnet zu werden. Ich bin weiblich und finde das auch voll ok so. Gender expression und Gender müssen nichts miteinander zu tun haben. Sie können es aber.

Was "männlich" ist und was "weiblich" ist, ist von der Gesellschaft ziemlich normiert. Aber man muss sich als Frau nicht immer besonders weiblich geben und fühlen. Das ist ganz normal. Manchmal fühlt man sich in seiner "Rolle" als Frau nicht wohl. Das gilt auch für Männer.

Dieses Unwohlsein kann ganz schön stressen und einen runterziehen. Wenn man auf der Suche nach seiner "wahren Identität ist", ist das verwirrend. Wenn man dann etwas findet, was seinen Zustand erklärt und beschreibt, ein Wort dafür bietet, was man vorher für "unnormal" gehalten hat, kann das befreiend sein.

Welcher Begriff passt aber für dich? Das kannst nur du sagen. Nur du selbst kannst wirklich sagen, was du bist. Fühlst du dich sicher einem anderen Geschlecht zugehörig? Dann bist du es wahrscheinlich. Nicht sicher? Dann solltest du noch etwas warten, nachdenken, Berichte von (anderen) trans* Menschen anhören oder lesen und gucken, ob du vielleicht ähnliche Erfahrungen machst. Auf YouTube gibt es eine ganze Menge Videos von Menschen, die trans* sind und/oder darüber reden. Guck doch einfach mal rein.

Liebe Grüße

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Hallo,

du findest das Buch im Alten Testament, also im ersten Teil der Bibel. Guck einfach im Inhaltsverzeichnis unter "Hesekiel" oder "Ezechiel", je nachdem, welche Übersetzung du hast, wenn du eine in Buchform hast.

Wenn du die Bibel nicht in Buchform hast, kannst du sie auch online lesen:

Das ist ist die "normale" evangelische Übersetzung nach Martin Luther: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-2017/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_bibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=ez

Das hier ist eine moderne Übersetzung, leichter zu verstehen: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/gute-nachricht-bibel/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_bibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=ez

Das hier ist die "normale" katholische Übersetzung: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/einheitsuebersetzung/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_bibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=ez

Liebe Grüße

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Mir ist ziemlich egal, was für eine sexuelle Orientierung ein Mann hat, wichtig ist, was für einen Charakter er hat, ob ich mich gut mit ihm unterhalten kann, er ein guter Kumpel ist usw.

Asexuelle Männer sind sehr unterschiedlich - das weiß ich aus Erfahrung, ich kenne da einige!

Und auch Frauen sind unterschiedlich. Also kann man das auch nciht pauschalisieren.

Wichtig ist es, wenn es um Beziehungen geht. Manche Frauen kommen mit der Asexualität eines Partners klar, andere nicht. Wichtig ist da Kommunikation.

Wie Frauen ansonsten asexuelle Männer "finden": Dating Plattformen wie okcupid (da kann man asexuell als sexuelle Orientierung angeben (was sehr selten ist) und es ist trotzdem eine sehr aktive Seite / App). Ansonsten: Ace Stammtische. Oder Internet Communities: AVEN, oder auch die Ameisenbären z.B. (findest du über Facebook) ;)

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Hallo,

ich kenne einige asexuelle Jungs und die sind gar nicht traurig. ;)

Asexualität ist eine sexuelle Orientierung, da gibt es also keinen Leidensdruck. Es ist ja nicht so, dass sie sich Sex wünschen, aber einfach "keinen bekommen", sondern die fühlen sich einfach sexuell zu niemandem hingezogen.

Manche Asexuelle haben Beziehungen, andere nicht.

Man könnte vielleicht folgenden Vergleich ziehen: Stell dir vor, vor dir steht ein Kuchen. Du findest Kuchen zwar nicht eklig, aber hast auch aktuell keinen Appetit auf Kuchen. Also würdest du jetzt nicht unbedingt freiwillig über ihn herfallen. Wärst du jetzt wegen dieses Kuchens die ganze Zeit traurig? Wahrscheinlich nicht, er wäre dir wahrscheinlich ziemlich egal. Anders würde das aussehen, wenn du gerade eine Diät machen würdest oder von deinem Arzt verboten bekommen hättest, Kuchen zu essen, das aber eigentlich egrn machen würdest. Das wäre dann aber nciht Asexualität sondern Enthaltsamkeit. Und das ist etwas anderes.

Es gibt Menschen mit mehr oder weniger Freunden. Einige sind mit vielen, andere mit wenigen Freunden glücklich. Oder eben traurig.

Und die Asexuellen, die ich kenne, sind meistens sehr sozial und haben viele Freunde. Denn obwohl ihnen Sex nicht so wichtig ist, sind es dann soziale Kontakte und Freundschaften doch. Die allermeisten Menschen brauchen eben doch Nähe auf irgedneine Art und weise - ob nun romantisch, sexuell, freundschaftlich, familiär, ...

Natürlich kann es sein, dass es asexuelle Jungs ohne Freunde gibt, die sehr traurig sind. Aber das liegt dann meistens weniger an der Asexualität und mehr an anderen Gründen.

LG

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Hallo,

auf http://hormonmaedchen.de/ablauf/ habe ich das hier gefunden (das ist für Transfrauen, ich bin mir nicht sicher, welches Geschlecht du hast, aber die Reihenfolge wird abgesehen von ein paar Änderungen eine ähnliche sein) - aber dein*e Therapeut*in kann dir da sicher auch sehr gut helfen und dich mit Infos versorgen (ab jetzt alles Zitat):

Es gibt keine festgelegte Reihenfolge, wie das Leben transsexueller Menschen abläuft. Jeder wird Phasen durchgemacht haben, in denen er sich gefragt hat, was er ist, wie weit er gehen mag oder wo er hin möchte. Einiges solltest Du aber schon einhalten, wenn Du Dich dazu entschlossen hast, Deinen Weg zu Ende zu gehen. 

Entscheidung (Bin ich transsexuell?)

  • Nun bevor Du die weiteren Schritte gehst, solltest Du Dir zwar schon sicher sein, dass Du (eventuell) transsexuell bist, doch hier ist der weitere Weg noch nicht unwiderruflich. Auch ich hatte mal das Gefühl, dass es „nur“ ein Fetischismus ist und auch noch am Anfang meiner Psychotherapie stand das Ziel für mich noch nicht fest. Wenn Du Dir sicher bist, umso besser.

Krankenversicherung (welche ist für mich günstig?)

  • Vor Beginn der Therapie bzw. Deinem ersten Besuch eines Arztes kann es sinnvoll sein, über den Wechsel Deiner Krankenkasse nachzudenken. Leider gibt es immer mehr Versicherungen, die sich nicht mehr an die Empfehlungen des MDKs halten und z.B. eine Nadelepilation oder einen möglichen Brustaufbau verweigern. Wenn Du also den Weg einmal angefangen hast, wird es schwer, sich eine andere Versicherung zu suchen. Frag hier am besten in einer Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe nach, die haben da aktuelle Erfahrungen. WICHTIG: Falls aber bereits irgendwo etwas in Deiner Versicherungsakte erscheint, solltest Du NICHT wechseln, da es auch sein kann, dass diese verschwiegene „Krankheit“ bei deinem neuen Vertrag nachträglich ausgeschlossen wird.

Selbsthilfegruppe für Trans*

  • Sinnvoll ist für die Eine oder den Anderen ein Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe in Deiner Umgebung (die findest Du HIER).(Meine persönliche Erfahrung zu Selbsthilfegruppen ist sehr unterschiedlich, deswegen höre auch dort nicht immer auf Alles, was man Dir rät, sondern finde Deinen eigenen Weg und Dein eigenes Tempo. Wobei sie Dir aber fast immer helfen können, sind aktuelle Adressen. Mittlerweile gibt es aber auch viele Gruppen und sogenannte virtuelle SHGs im Internet/auf Facebook (mich gibt es ja auch dort), so dass Du nicht mehr überall persönlich hin musst. Aber um die ersten Schritte zu machen, ist es manchmal recht hilfreich.

Therapeut für die Indikation

  • Such Dir nun einen Psychotherapeut (Die mir bekannten findest Du HIER.) Leider haben die meisten teilweise sehr lange Wartezeiten. Ein gute Therapeut wird Dir aber nicht sagen, was Du bist, er wird Dir helfen, es selber herauszufinden. (Falls für Dich keine geschlechtsangleichende Operation gewünscht ist, kannst Du mittlerweile auch auf eine Psychotherapie verzichten, da z.B. die Hormontherapie auch so verschrieben werden kann)

Alltagstest

  • Nun beginnt Dein Coming out, ich denke, das ist für viele die Phase, vor der sie am meisten Angst haben. Bei mir war das auch so, allerdings ist es nicht einmal halb so schlimm wie Du denkst. Auch ich habe gedacht: „Bei mir ist das und das ganz anders“. Vertrau Dich erst Deinen engsten Freunden an und gehe dann Schritt für Schritt vor. Ob Du dabei den langsamen optischen Umstieg zur Frau wählst (bin ich gegangen) oder Du Dir ein festes Datum aussuchst ab dem Du ganz im weiblichem Erscheinungsbild durchs Leben gehen möchtest, spielt dabei keine Rolle.
  • Erwarte nicht zu viel von Deinem Umfeld, die meisten kennen so etwas nur aus dem Fernsehen und haben ein völlig falsches Bild von den Dingen, die in uns vorgehen. Zeig Verständnis für deren Unsicherheit und so werden sie auch Dir nicht abweisend gegenüber stehen. Sicherlich wird der Tag kommen, wo Dich die ständigen Fragen nerven, doch denk immer daran, Du hattest Jahre, um Dich auf diesen Schritt vorzubereiten. Dein Umfeld wird meistens doch sehr überrascht reagieren. Hilfreich können hier auch Schreiben an Deine Nachbarn, Arbeitskollegen sein. (Da ich selbstständig bin, habe ich einen Brief an meine Kunden geschrieben, den Du PDF [24 KB] findest).
  • Wenn Du nicht ganz viel Glück hast, wirst Du auch Menschen verlieren. Aber auch hier gibt es Ersatz, Du wirst auch viele neue Menschen kennenlernen. Mach Dir bewusst, dass diese ehemaligen „Freunde“ nie wirklich welche waren.
  • Viele Krankenversicherungen und Therapeuten verlangen 1 Jahr Alltagstest. Dieser ist KEINE Pflicht sondern nur eine Empfehlung des MDKs

Ergänzungsausweis

  • Du kannst Dir, wenn die Diagnose bestätigt ist von der DGTI einen Ergänzungsausweis (Kosten 15 €) ausstellen lassen. Dieser ist zwar kein offiziell anerkanntes Dokument, hat mir aber bei einer Polizeikontrolle geholfen und gibt Dir ein gutes Gefühl. Nähere Infos und wie Du ihn bekommst erfährst Du HIER

Hormontherapie

  • Du brauchst KEIN ok von Deiner Krankenversicherung. Ebenfalls ist es FALSCH, das man 1 Jahr Alltagstest machen muss, bevor man die Hormontherapie beginnen kann. Dies ist eine Empfehlung des MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkasse) und nicht bindend. Dazu gab es mal eine Stellungnahme der BEK: „Die Hormontherapie bei gegengeschlechtlichen Behandlungen bedarf keiner Antragstellung bei der zuständigen Krankenkasse. Zu berücksichtigen ist die Therapiehoheit des Arztes. Dieser kann eigenverantwortlich über die Verordnung von Hormonpräparaten entscheiden. Eine Bewilligung bzw. Ablehnung der Kostenübernahme durch die Kasse ist unzulässig. Es gelten insofern die allgemeinen Ausführungen zur Verordnung von Arzneimitteln.“
  • Ich rate davon ab, dass man sich Hormone irgendwo auf dem Markt besorgt und/oder die Antibabypille schluckt. Ich habe gemerkt, was die Hormone unter ärztlicher Aufsicht mit mir gemacht haben und kann mir vorstellen, was passieren kann, wenn man sie nach eigenem Gutdünken einwirft.
  • Die Hormone kann Dir theoretisch jeder Arzt verschreiben. Es ist jedoch üblich, dass Dich ein Psychotherapeut zu einem Endokrinologen schickt. Ich kenne aber auch Fälle, bei denen die Hormontherapie von Anfang an über den Hausarzt lief. Wichtig sollte dabei sein, dass dieser sich ein wenig mit Hormonen auskennt und er/sie Dich nicht nach uralt Methoden behandelt (=Tabletten und auch extrem hohe Androcur Dosierung).

Epilation

  • Nun geht es an Deine Haare. Nach Beginn der Hormontherapie solltest Du Dir Gedanken machen wie Du Deine Gesichtsbehaarung los wirst (nähere Infos HIER). Ein gutes Studio schreibt Dir einen Kostenvoranschlag, den Du zwecks Kostenübernahme an Deine Krankenversicherung schickst. Nach Zusage wird das einer Deiner Hauptbeschäftigungen für die nächsten Monate sein.

Logopädie

  • Eventuell solltest Du nun auch mit der Logopädie anfangen. Wenn Du Deine Versicherung bereits informiert hast (Beginn der Hormontherapie und Epilation) solltest Du Dir ein Attest bei einem HNO-Arzt besorgen und eine Logopädie beginnen. Auch diese Behandlung ist sehr langwierig und wird Dich die nächsten Monate begleiten. Sie wird Dir aber auch beim „Passing“ helfen. Mittlerweile bin ich sogar der Meinung, dass die Veränderung der Stimme eines der ersten Dinge sein sollte, was Du in Angriff nehmen solltest. Die Stimme ist das, was wir nicht verbergen können und so gut wir uns auch dem weiblichen Erscheinungsbild anpassen können, einen Stimmbruch kann man leider nicht rückgängig machen. Falls Dich das Thema interssiert schaue auch HIER

Antrag auf Vornamens- und Personenstandsänderung

  • Relativ schnell wirst Du auch Deine Papiere offiziell ändern wollen. Dafür beantragst Du eine Vornamens- und Personenstandsänderung beim zuständigen Amtsgericht. Die genauen Details findest Du HIER

GaOP/GuOP

  • Irgendwann steht für Dich fest, dass Du auch den letzten Schritt machen möchtest. Wenn auch Dein Therapeut Deiner Meinung ist solltest Du Beratungsgespräche mit entsprechenden Ärzten machen (Nähere Infos findest Du HIER).
  • Du kannst oftmals die Gutachten der VÄ/PÄ für die GaOP nehmen. Viele Versicherungen akzeptieren diese. Zusätzlich brauchst Du nochmals ein Schreiben Deines Therapeuten über Deine Indikation (die Krankenkassen haben grob folgende Richtlinien, die allerdings nicht bindend: mind. 6 Monate Hormontherapie, 1,5 Jahre Therapie und Alltagstest). Es kann sein, dass Du noch zum MDK (medizinischer Dienst der Krankenkasse) musst, der ebenfalls noch einmal prüft ob Du transsexuell bist.
  • Erst nach Kostenzusage durch Deine Versicherung bekommst Du einen Termin von Deinem Krankenhaus/Operateur. Leider haben diese oftmals lange Wartezeiten
  • Einen Antrag findest Du HIER WORD [29 KB] / PDF [11 KB]

Brustaufbau

  • für manche von uns ist auch ein Brustaufbau mit Implantaten notwendig. Nachdem es in den letzten Jahren immer mal wieder zu Ablehnungen der Versicherungen kam, gab es in 2012 ein Grundsatzurteil hierzu (Mindestens Körbchen A muss erreicht werden, ansonsten ist die Krankenversicherung dazu verpflichtet einen Brustaufbau zu bezahlen), dieses findest Du HIER. Viele Krankenversicherungen wollen aber 2 Jahre Hormontherapie abwarten und die 1te GaOp. (Anmerkung: Ich hatte meinen Brustaufbau direkt mit der geschlechtsangleichenden OP beantragt und diesen dann auch genehmigt bekommen).

FFS

  • Facial Feminization Surgery (Gesichtsfeminisierung). Nun sind noch viele andere OPs möglich, alles was Dich in Deinen Augen weiblicher macht. Du wirst aber Schwierigkeiten haben, dass das Deine Versicherung bezahlt, aber versuchen kann man es ja. Nähere Info zu diesem Thema findest Du HIER

Fertig?

  • Fertig bist Du meines Erachtens wohl nie. Einige Dinge werden Dich wohl ein Leben lang begleiten und sei es die lebenslange Einnahme der Hormone. Mach Dir das bewusst. Nur die wenigsten werden völlig unerkannt ihr Leben fortsetzen. Du musst aber keine Angst vor diesem Weg haben, aber Respekt.

Wie lange

  • Ich habe für obige Dinge ca. 2 Jahre gebraucht (Beginn der Therapie 09/08 – 2te OP mit Brustaufbau 10/10). Sicherlich kann es auch doppelt so lange dauern, aber das ist auch egal und nicht entscheidend. Genieße die Zeit, sie ist einzigartig. Du wirst so viele Highlights erleben.
  • Lass Dir aber auch die Zeit, die Du brauchst, dieser Weg erfordert auch viel Kraft.
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Hallo,

Gegenfrage: Könntest du mit 16 entscheiden, ob du z.B. Hetero- oder Homosexuell bist? Oder: Wie kann man, wenn man noch Jungfrau ist, sagen, ob man z.B. heterosexuell oder homosexuell ist?

Asexualität ist eine sexuelle Orientierung, bei der man sich sexuell zu keinem Menschen hingezogen fühlt.

Um deine sexuelle Orientierung herauszufinden, musst du dich "nur" fragen: Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, (Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken*)....

*) eher romantische als sexuelle Anziehung

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Das kann man schon relativ früh merken - manche Menschen wissen schon sehr früh, welches Geschlecht sie "lieber mögen", auch im sexuellen Sinne! Die Sexualität entwickelt ich nämlich teilweise sehr früh. Meistens gibt es die großen Entwicklungen in der Pubertät. Aber das ist bei jedem anders: bei manchen früher, bei anderen später...

Das mit dem Partner steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne einige Asexuelle die keinen Partner haben und auch keinen wollen. Es gibt natürlich auch welche die in Beziehungen sind oder sich eine wünschen. Aber das ist von Person zu Person verschieden und ändert nichts an der Asexualität. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein...

Und auch das, was man tut, hat relativ wenig damit zu tun: es gibt Asexuelle, die Sex haben und masturbieren (aus ganz unterschiedlichen Gründen) und Asexuelle, die so was gar nicht machen. Gemeinsam haben sie alle wie gesagt nur die fehlende sexuelle Anziehung zu anderen.

Wenn du dich (aktuell) mit dem Begriff wohl fühlst, dann nutze ihn! Und wenn irgendwann etwas anderes besser passt, dann ändere den Begriff wieder. Sexualität kann auch fließend sein. Bleib einfach offen. Ich hab viele Begriffe genutzt, bis ich zu dem gekommen bin, wmit ich mit heute identifiziere. Und so ganz sicher, dass das wirklich das Richtige ist, bin ich mir immer noch nicht. Sexualität ist unglaublich kompliziert und das kann man eben nicht von einem Tag auf den anderen herausfinden, sondern das ist ein laaaaanger Prozess.

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Wenn du möchtest! Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät kann sich vieles auch noch mal ändern - das hast du ja auch angemerkt. Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich (nicht) verliebst, dann verliebst du dich (nicht) und wenn du dich zu jemandem (nicht) sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

"da hinten" befinden sich sehr viele Nervenenden sowie die Prostata, wodurch Mann dort sehr gut stimuliert werden kann. Also rein körperlich betrachtet ist es völlig "normal" das zu mögen. Ist halt eine erogene Zone.

Ansonsten ist es doch aber auch eigentlich egal, was "normal" ist, oder? Wenn es dir gefällt, dann mach es. Selbstbefriedigung soll ja Spaß machen. Und wenn es dir auf diese Weise Spaß macht ist es super! Es ist toll, wenn man so auf seinen Körper hört!

Wie du auch schon gesagt hast, macht dich anale Stimulation überhaupt nicht schwul. Schwul ist ein Mann, der sich sexuell zu anderen Männern hingezogen fühlt. Und auch bei heterosexuellen Männern / Paaren gibt es viele unterschieldiche Sexpraktiken, die man ausprobieren kann.

Viel Spaß! ;)

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Hallo,

zur Homosexualität steht einiges in der Bibel. Allerdings muss man alles, was in der Bibel steht, im historischen Kontext von damals sehen. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben! Eine Ehe zwischen Homosexuellen wird nicht erwähnt, ebenso wenig wie eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft!! Bei den Stellen geht es ausschließlich um homosexuellen Geschlechtsverkehr:

  • Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. (3. Mose 18,22)
  • Wenn jemand bei einem Manne schläft wie bei einer Frau, so haben sie beide getan, was ein Gräuel ist, und sollen des Todes sterben; ihre Blutschuld komme über sie. (3. Mose 20,13)
  • Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Männer mit Männern Schande über sich gebracht und den Lohn für ihre Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. (Römer 1,26-27)

Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer miteinander, übernahm einer der beiden Männer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war.

Zudem wurde Homosexualität damals auch immer mit Tempelprostition der „heidnischen“ Völker in Verbindung gebracht, gegen die man sich auch abgrenzen wollte.

Das hat also mit unserem heutigen Verständnis von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts zu tun.

Außerdem werden im Alten Testament so einige Sachen mit dem Tode bestraft (z.B. Arbeit am Samstag) oder wurden als falsch bezeichnet (z.B. sich einer Frau nähern, während diese ihre Menstruation hat), die heute völlig normal sind, im Gegenzug waren andere Sachen normal und erlaubt, die heute allgemein als nicht in Ordnung gelten (z.B. Sklaverei (sogar seine eigene Tochter durfte man als Sklavin verkaufen)).

Die schlimme Geschichte in 1. Mose 19 ("Sodom und Gomorrha") muss bei dieser Frage außer Acht bleiben. Denn hier geht es um Vergewaltigung von Männern! Wäre das ein Argument gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften, so wären biblische Erzählungen von der Vergewaltigung einer Frau auch ein Argument gegen heterosexuelle Beziehungen.

Und zu der Römerbrief-Stelle: Paulus verurteilt den Geschlechtsverkehr von Frauen und Frauen, Männern und Männern als "gegen die Natur". An anderer Stelle (1. Korinther 11,14) bietet Paulus das gleiche Argument gegen Männer auf, die das Haar lang wachsen lassen. Um "Natur" geht es da gewiss nicht. Haare wachsen bei Männern nicht weniger als bei Frauen und die Haartracht ist eine Frage von Kultur und Mode. Warum sollte der fragwürdige Naturbegriff des Paulus in der Homosexualitätsdebatte zum Urteilsgrund werden?

Und Jesus hat nie etwas zu Homosexualität gesagt! Es ist jedenfalls durch die Bibel nichts überliefert.

Und zu dem Argument, dass die Bibel die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau bestimmt hat: Falsch. Die Bibel definiert die Ehe auch als ein-Mann-viele-Frauen oder ein-Mann-viele-Frauen-und-viele-Geliebte oder Vergewaltiger-und-Opfer oder Eroberer-und-Kriegsgefangene... Das würde ich jetzt auch nicht so als das beste Eheverständnis ansehen...

Wie heißt es so schön im 1. Thessalonicherbrief: "Prüft alles, und das Gute behaltet". Und Menschen zu verdammen, nur weil sie andere Menschen mit ganzem Herzen lieben, die aber leider das "falsche" Geschlecht haben, ist mMn nicht gut.

Was sagt nun die Kirche heute?

Von "der Kirche" gibt es keine einheitliche Meinung zu dem Thema.

Die römisch-katholischen Kirchen, die orthodoxen Kirchen, einige konservativere Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft und die meisten evangelikalen und pfingstlerischen Freikirchen und Gemeinschaften sind der Meinung, gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen widersprächen dem Willen Gottes. Aber auch da gibt es inzwischen einiges an Diskussion - einige katholische Würdenträger verlangen z.B. Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare...

Eine Reihe protestantischer Kirchen, vorwiegend in westlichen Ländern, haben sich akzeptierend gegenüber Homosexualität positioniert.

In 16 von 20 deutschen evangelischen Landeskirchen werden homosexuelle Paare gesegnet. Das sind keine "normalen" Traugottesdienste, sondern eben Segnungen. Aber immerhin.

In drei der evangelischen Landeskirchen können auch Homosexuelle kirchlich heiraten (die Gottesdienste sind denen der Trauungen für Heteros gleichgestellt): Hessen-Nassau, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Rheinland. Wenn man auf dem Standesamt eine eingetragene Lebenspartnerschaft oder Ehe eingegangen und dort in der Kirche ist, dann kann man in einer evangelischen Kirche heiraten.

In der EKBO (Evangelische Kirche Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz) wurde im Juli 2016 die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit dem Traugottesdienst gleichgestellt und theologisch begründet.

Ein paar grundlegende Punkte sind:

  • Die Schöpfungserzählungen und entsprechende Verweise auf die Schöpfungserzählungen bieten den Spielraum, in ihnen nicht allein eine exklusive Begründung der Partnerschaft zwischen Mann und Frau zu lesen.
  • Die Intention der Schöpfungserzählungen und der mit ihnen verbundenen Passagen kann nicht allein darin gesehen werden, die Geschlechterdichotomie darzustellen
  • Die Bibel (insbes. Paulus) kannte keine gleichberechtigte homosexuelle Beziehung in Verbindlichkeit, Treue und Partnerschaftlichkeit, aber sie kannte im Umfeld eine zum Teil in der Kulturpraxis zum Teil im gesellschaftlichen Establishment verankerte sexuelle Freizügigkeit, gegen die sie sich abgrenzte
  • Die Bibel stellt die Liebe in den Mittelpunkt - und Gott ist die Liebe

Und: Wenn jetzt, wie das Verfassungsgericht gefordert hat, ein drittes Geschlecht eingeführt wird, wird das ganze ja noch mal komplizierter. Dann kann nämlich ein Mann mit einer Frau, einem Mann oder einer Intersexuellen Person ohne Geschlechtszuordnung zusammen sein. Und wer darf dann wen heiraten und woher will man wissen, dass die Person, die da vor einem sitzt und wie ein Mann aussieht, wirklich ein Mann ist und nicht eine intersexuelle Person. Inwieweit hat die Kirche dann die Kompetenz, zu entscheiden, ob und wen diese Person heiraten darf?

Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Sie erzählt von Erfahrungen von Menschen mit Gott. Diese Menschen haben in einer gewissen Zeit und einem bestimmten Kulturkreis gelebt. Heute machen Menschen neue Erfahrungen, mit Gott und der Welt. Das muss man bedenken.

Liebe Grüße :)

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Hallo,

ich persönlich kenne Paare, die z.B. 10 Jahre Unterschied haben und sehr glücklich zusammen sind.

Und wenn IHR mit dem Altersunterschied klar kommt und in eurer Beziehung glücklich seid, dann ist das doch toll und du solltest dir keine Gedanken darüber machen, ob das "normal" ist oder nicht - was zählt ist, dass ihr glücklich seid.

Nun zum Thema Kind. Eine Beziehung zu einer alleinerziehenden Person ist schwierig. Es gelten andere "Regeln".

  • Schon bevor eine neue Partnerschaft eingegangen wird, sollten Mütter oder Väter darauf achten, dass die Trennung zwischen ihr oder ihm und dem Kindsvater bzw. der Kindsmutter gut geregelt ist. Dadurch ergeben sich weniger Probleme für die neue Beziehung. Die Möglichkeit für das Kind, eine stabile Beziehung zu beiden Elternteilen zu haben, sollte also unbedingt gegeben sein. Das Kind sollte nicht befürchten müssen, durch den neuen Partner seinen anderen Elternteil zu verlieren. Wie sieht das denn bei deiner Freundin aus?
  • Auch wenn die Verliebtheit noch so stark ist: Eltern sollten ihrem Kind nicht sofort von einer neuen Beziehung erzählen. Sie sollten ihrer neuen Partnerschaft erst einmal Zeit geben, bis sie sich ihrer Sache sicher sind. Erst danach können sie beginnen, ihr Kind an den neuen Partner zu gewöhnen. Ansonsten könnte das das Kind verwirren.
  • weitere Infos findet ihr dann, wenn einige Zeit vergangen ist, hier: https://www.netmoms.de/magazin/familie/patchworkfamilie/das-kind-an-den-neuen-partner-gewoehnen/

Ob du mit 20 zu jung für ein Stiefkind bist? Das ist eine Frage, die dir hier niemand beantworten kann.

Denn es gibt Menschen, die so jung Kinder haben und die damit gut klar kommen. Für wieder andere ist es viel zu früh. Ein Kind zu haben ist eine große Verantwortung und nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Man ist für ein junges Leben verantwortlich. Ein Kind beeinflusst ein Leben komlett!

Wenn das Kind dann auch noch das Stiefkind ist, ist das Ganze gleich noch komplizierter. Ihr solltet es euch sehr sehr gut überlegen und so eine Entscheidung nicht leichtfertig treffen, sondern v.a. du solltest dir viel Zeit nehmen und in dich hinein hören, ob es wirklich das ist, was du willst! Ihr solltet dann, wenn es so weit ist, auch unbedingt klären, welche Rolle zu haben würdest, was das Kind angeht.

Es ist nicht einfach. Aber wenn ihr euch wirklich dafür entscheidet, dann kann das eine sehr spannende, schöne Aufgabe sein.

LG

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Hallo,

Junge Menschen sollten sich an ihren Firmpaten orientieren können und von ihnen Impulse für ein gelingendes Leben –v.a. im Glauben – erhalten. Er begleitet also den Firmling in Leben und Glauben.

Dafür muss er natürlich die Lehren der (katholischen) Kirche glaubhaft vertreten und vermitteln können. Eine Person, die aus der Kirche ausgetreten ist, kann das (zumindest nach Ansicht der katholischen Kirche) nicht tun.

LG

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Hallo,

das kommt darauf an, ob die Person sich mit einem der zwei Geschlechter männlich / weiblich identifiziert, oder non-binär ist.

Wenn das Erste der Fall ist, die Person also z.B. zwar mit männlichen Geschlechtsteilen auf die Welt gekommen ist, sich aber als Frau fühlt, dann redest du sie mit "Frau" an.

Es gibt aber auch Menschen, die sich weder als Mann oder Frau sehen.

Wenn du die Person nicht kennst, kannst du einfach mit "Guten Tag" starten und dann deinen Text schreiben. Wenn du die Person kennst, frag sie einfach mal persönlich und freundlich / höflich, mit welchen Pronomen und welcher Anrede sie angesprochen werden möchte. Meistens kann man solche Anreden, wenn man mit einer Person direkt spricht und nicht über sie, vermeiden - eben durch "Guten Tag/Abend (oder Hallo, wenn ihr euch schon besser kennt)" und dann mit "Du / Sie".

Liebe Grüße :)

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Hallo,

Asexualität ist leider immer noch ein Thema, über das nur wenige Menschen Bescheid wissen und das die Meisten eben auch einfach nicht nachvollziehen können.

Das Einzige, was man da machen kann, ist die Leute aufzuklären und zu informieren. Das kannst du selbst machen (und dabei, wenn du dich damit wohl fühlst, auch persönlcihe Gefühle und Erfahrungen einbringen), aber du kannst sie auch auf gute Internetseiten oder YouTube Videos verweisen...

Ich bin selbst asexuell und hatte damals eine Beziehung und als ich es erklären wollte, hat die Person zwar wirklich versucht mich zu verstehen, aber konnte es einfach nicht nachvollziehen. Genauso wie ich zwar weiß, dass andere Menschen sich sexuell zu anderen hingezogen fühlen, aber nachvollziehen kann ich es trotzdem nicht,. :D

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung (also in wen man sich verliebt oder mit wem man eine romantische Beziehung haben möchte), ästhetische Anziehung jemanden schön finden), sensuelle (das hat mit den Sinnen zu tun, also hauptsächlich Geruchs- und Tastsinn), platonische ("freundschaftlich"), usw.

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, wie du schon gesagt hast, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. (auch) bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Selbst eine heterosexuelle Frau kann ja sehen, wenn eine andere Frau schön ist oder gut aussieht. Das heißt nicht, dass sie gleich mit ihr schlafen will.

Man kann das vielleicht mit tollen Gemälden vergleichen - die sind wunderschön und ich gucke sie mir gerne an - Sex haben mit ihnen möchte ich aber nicht ;)

LG

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, (Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken*)....

*) eher romantische als sexuelle Anziehung

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung, die du ja auch schon angesprochen hast. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. asexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu keinem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Zu Asexualität und Aromantik

Asexuell zu sein bedeutet erst mal nur, dass man keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen verspürt. Nicht mehr und nicht weniger.

Welches Geschlecht man bevorzugt (z.B. romantisch gesehen) und ob man einen Partner hat/will, hat wenig mit der Asexualität selbst zu tun. Wenn man sich sexuell zu niemandem hingezogen fühlt, ist man per Definition asexuell.

Das mit dem Partner steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne einige Asexuelle die keinen Partner haben und auch keinen wollen. Es gibt natürlich auch welche die in Beziehungen sind oder sich eine wünschen. Aber das ist von Person zu Person verschieden und ändert nichts an der Asexualität. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein...

Und auch das, was man tut, hat relativ wenig damit zu tun: es gibt Asexuelle, die Sex haben und masturbieren (aus ganz unterschiedlichen Gründen) und Asexuelle, die so was gar nicht machen. Gemeinsam haben sie alle wie gesagt nur die fehlende sexuelle Anziehung zu anderen.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit" - das hast du ja auch angemerkt. Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, (Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken*)....

*) eher romantische als sexuelle Anziehung

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. heterosexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu einem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Zu Asexualität und Aromantik

Asexuell zu sein bedeutet erst mal nur, dass man keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen verspürt. Nicht mehr und nicht weniger.

Welches Geschlecht man bevorzugt (z.B. romantisch gesehen) und ob man einen Partner hat/will, hat wenig mit der Asexualität selbst zu tun. Wenn man sich sexuell zu niemandem hingezogen fühlt, ist man per Definition asexuell.

Das mit dem Partner steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne einige Asexuelle die keinen Partner haben und auch keinen wollen. Es gibt natürlich auch welche die in Beziehungen sind oder sich eine wünschen. Aber das ist von Person zu Person verschieden und ändert nichts an der Asexualität. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... u

Und auch das, was man tut, hat relativ wenig damit zu tun: es gibt Asexuelle, die Sex haben und masturbieren (aus ganz unterschiedlichen Gründen) und Asexuelle, die so was gar nicht machen. Gemeinsam haben sie alle wie gesagt nur die fehlende sexuelle Anziehung zu anderen.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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Hallo,

die sexuelle Orientierung erkennt man von außen genauso wenig wie wenn eine Person z.B. Homo- oder Bisexuell ist. Das weiß man nicht.

In der asexuellen Community ist es relativ verbreitet, einen schwarzen Ring am rechten Mittelfinger zu tragen. Das könnte (!!) ein Hinweis sein. Muss es aber nicht.

Ich persönlich trage die asexuelle Flagge als Armband. Ich hab bei anderen auch schon Buttons gesehen. Daran könnte man es erkennen. Machen aber nur sehr wenige.

LG

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Hallo,

Ok, also eins nach dem Anderen.

Über sexuelle Orientierungen allgemein

welche sexuelle Orientierung du hast, kann dir niemand sagen. Das kannst nur du wissen. Du kannst auch nicht sagen, welche Orientierung deine Freunde haben. Aber vielleicht kann ich dir auf dem Weg ein paar Hinweise geben.

Die sexuelle Orientierung besagt, zu welchem Geschlecht man sich sexuell hingezogen fühlt. Und das ist alles.

Aber: Alles ist ein Spektrum! Auch Bisexuelle fühlen sich meistens etwas mehr zu einem Geschlecht hingezogen, oder auch Hetero-/Homosexuelle finden vielleicht mal eine Person von dem Geschlecht attraktiv, auf das sie normalerweise nicht stehen. Alles möglich...

Es gibt eigentlich zwei Kriterien, an denen du erkennst, welche Orientierung du hast. Du musst "nur" erkennen, ob das auf Frauen, Männer, andere, manche, keine oder beide zutrifft.

Von wem wirst du sexuell Angezogen? In wen verliebst du dich?

Ein paar übliche Beschreibungen wie sich das anfühlt beinhalten: man will die Person küssen, mit ihr Sex haben, man hat einen schnelleren Herzschlag, sexuelle Phantasien mit der Person, "Schmetterlinge im Bauch", sexuelle Erregung um die Person, Wunsch die Person nackt zu sehen oder sie zu berühren/ihr nahe zu sein, (Wunsch bei ihr zu sein, die Stimme zu hören, Nervosität und Glück wenn man von der Person angeschrieben oder angesprochen wird, Sehnsucht wenn die Person nicht da ist, die Person als Mittelpunkt der Gedanken*)....

*) eher romantische als sexuelle Anziehung

Natürlich ist das von Person zu Person anders, manche beschreiben das ganz anders, aber das ist so das, was ich als üblich gelesen und gehört hab...

Bei wem hast oder hattest du diese Gefühle bisher? Oder ein paar davon?

Grob gesagt: (nur) beim gleichen Geschlecht=homo, (nur) beim anderen Geschlecht=hetero, bei mehreren Geschlechtern=bi/pan, bei niemandem=asexuell.

Zu Attraktivität:

Es gibt verschiedene Arten von Anziehung, nicht nur die sexuelle: Es gibt romantische Anziehung, ästhetische Anziehung, sensuelle, platonische, ...

Ästhetisch von einer Person angezogen zu sein, heißt einfach, dass man sie hübsch / gut aussehend findet, ohne sexuelle Gedanken.

So ist das z.B. bei mir: Ich bin asexuell, ich spüre keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen. Trotzdem gucke ich auch mal Leuten hinterher, bin total fasziniert von ihnen, finde sie wunderschön. Das ist dann ästhetische Anziehung und heißt nicht, dass ich hetero-/bi-/homosexuell bin, weil ich mich ja eben nicht sexuell zu ihnen hingezogen fühle.

Und noch was zum Thema verlieben / Beziehung wollen

Es gibt nicht nur die sexuelle, sondern auch die romantische Orientierung. Jeder Mensch hat beides, bei den Meisten überschneiden sie sich (also ein heterosexueller ist meist auch heteroromantisch), aber eben nicht immer. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... Und dann kann es eben durchaus auch sein, dass man z.B. heterosexuell und biromantisch ist, also sich sexuell zu einem, aber romantisch zu zwei Geschlechtern hingezogen fühlt.

Zu Asexualität und Aromantik

Asexuell zu sein bedeutet erst mal nur, dass man keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen verspürt. Nicht mehr und nicht weniger.

Welches Geschlecht man bevorzugt (z.B. romantisch gesehen) und ob man einen Partner hat/will, hat wenig mit der Asexualität selbst zu tun. Wenn man sich sexuell zu niemandem hingezogen fühlt, ist man per Definition asexuell.

Das mit dem Partner steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne einige Asexuelle die keinen Partner haben und auch keinen wollen. Es gibt natürlich auch welche die in Beziehungen sind oder sich eine wünschen. Aber das ist von Person zu Person verschieden und ändert nichts an der Asexualität. Mit wem man eine Beziehung haben will oder nicht, also zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, sagt die romantische Orientierung aus. Man kann hetero-, homo-, bi-, aromantisch oder etwas anderes sein... u

Und auch das, was man tut, hat relativ wenig damit zu tun: es gibt Asexuelle, die Sex haben und masturbieren (aus ganz unterschiedlichen Gründen) und Asexuelle, die so was gar nicht machen. Gemeinsam haben sie alle wie gesagt nur die fehlende sexuelle Anziehung zu anderen.

Tipps zum Schluss

Geh in dich, lass dir Zeit, probiere vielleicht auch nach Möglichkeit und Wohlbefinden einfach mal ein bisschen rum. Vielleicht ist es nur eine "Phase", in der Pubertät gibt es oft auch eine größere sexuelle "Experimentierfreudigkeit". Es kann aber auch sein, dass du eine andere sexuelle Orientierung hast. Was auch immer es ist und was auch immer du fühlst: Es ist ok. Du bist ok! Und: Es sind deine Gefühle, und du musst dich auch nicht in eine Schublade stecken!! Das Wichtigste ist, dass DU dich wohl fühlst und glücklich bist. Wenn du dich verliebst, dann verliebst du dich und wenn du dich zu jemandem sexuell hingezogen fühlst, dann ist das so - das kannst du eh nicht beeinflussen! ;)

Liebe Grüße

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