Um die Gebetsrichtung (Qibla) zu bestimmen, benötigst du Folgendes:

  • Die Koordinaten deines aktuellen Standortes
  • Die Koordinaten von Mekka
  • einen Kompass

Mit Hilfe der Koordinaten kannst du den Kurswinkel berechnen. Dieser gibt den Winkel zwischen der Nord- und Zielrichtung an. Auf der folgenden Website kannst du den Winkel ausrechnen:

https://www.arndt-bruenner.de/mathe/scripts/sphaerischr.htm

Für Interessierte ist auch die Berechnung auf der Seite erläutert.

Alternativ kann man mit einer Landkarte den Winkel berechnen. Dazu richtest du die Karte gen Norden aus. Jetzt zeichnest du eine Linie zwischen deinem Standort und Mekka. Dann den Winkel zwischen Nordrichtung und der eingezeichneten Linie ablesen.

Wenn du den Winkel (für Berlin beispielsweise 136 °) berechnet hast, legst du den Kompass einfach auf die Linie (nach Norden ausgerichtet) und kannst sehen, dass die Linie genau bei 136 Grad verläuft.

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Die Kernenergie ist in Deutschland politisch nicht gewollt. In den letzten dreißig Jahren wurde viel unternommen um die Kernenergie als ein Problem darzustellen. Das Gegenteil entspricht aber der Wahrheit: Kernenergie ist die Lösung, genauer gesagt: Kernenergie ist ein Teil der Lösung zur Reduktion des CO2.

Kraftwerksmanagement bezeichnet den ökologisch und ökonomisch sinnvollen Einsatz eines bestehenden Kraftwerkparks. In ein elektrisches Verteilernetz muss beständig genau soviel elektrische Energie eingespeist werden, wie gerade von den Verbrauchern benötigt wird. Kleinere Abweichungen führen zur Änderung der Netzfrequenz, größere können großräumige Stromausfälle verursachen. [...] Aus technischen Gegebenheiten unterschiedlicher Kraftwerkstypen und der Anreizwirkungen von Markt und Marktdesign ergibt sich der tatsächliche Einsatz verschiedener Kraftwerkstypen und das Zusammenspiel des Kraftwerksparks insgesamt. [Wikipedia]

Die Forderungen vieler Kernkraftgegner sind häufig unrealistisch. Das Kraftwerksmanagement ist eine wichtige Aufgabe für einer zuverlässige Stromversorgung.

Hierbei unterscheidet man zwischen der Grund- Mittel und Spitzenlast, für die verschiedene Kraftwerke zum Einsatz kommen.

Die Grundlast ist im Grunde die Menge an Strom, die nicht unterschritten wird. Sie muss also rund um die Uhr zur Verfügung stehen, weswegen hier Kraftwerke benötigt werden, die rund um die Uhr Strom liefern können. Das Problem: Wind und Sonne können das nicht, da hier die Stromproduktion vom Wetter abhängig ist. Insofern benötigt man grundlastfähige Kraftwerke. Hier bieten sich Kernkraftwerke an.

Kraftwerke, die als Grundlastkraftwerke betrieben werden, stellen Energie preisgünstig zur Verfügung oder haben eine geringe Leistungsänderungsgeschwindigkeit. Sie werden nach Möglichkeit rund um die Uhr mit nahezu voller Leistung betrieben. [Wikipedia]

Darüberhinaus gibt es Reaktoren, die ihre Leistung schnell verändern können. Insofern sind Kernkraftwerke vielseitig einsetzbar und ein wichtiger Bestandteil zur Reduktion des CO2-Ausstoßes.

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Wenn man kein Arabisch spricht, dann kann man den Koran auch auf einer anderen Sprache lesen:

Ja’far As-Sadiq (a.) berichtete, dass der Prophet Muhammad (s.) sagte: „Wenn eine fremdsprachige Person von meiner Gemeinde den Qur’an in einer Fremdsprache liest, dann heben ihn die Engel auf Arabisch empor.” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 2 Seite 343 Hadith 1]

Es wäre dennoch ratsam das Arabische zu erlernen:

Aslami berichtete von seinem Vater, dass Imam As-Sadiq (a.) sagte: „Erlernt das Arabische, denn es ist Gottes Wort, mit dem Er zu Seiner Schöpfung sprach.” [Wasa’il-ush-Shi’ah von Al-Hurr Al-Amili, Band 5, Seite 84, Hadith 1]
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Bei Kampfhandlungen im Rahmen des syrischen Bürgerkriegs wurden Teile der Moschee zerstört.

Die Khalid ibn al-Walid-Moschee war während des syrischen Bürgerkriegs ein Symbol der regierungsfeindlichen Rebellen. [...] Die Moschee, die nach Angaben der syrischen Regierung von den Rebellen in ein "Waffen- und Munitionsdepot" umgewandelt worden war, wurde am 27. Juli 2013 von den Rebellen verlassen. Der Beschuss durch die Regierungstruppen beschädigte das Grabmal von Khalid in der Moschee. Nach der Eroberung der Moschee durch die syrische Armee zeigten die staatlichen Medien schwere Schäden im Inneren der Moschee, darunter verbrannte Teile und eine zerstörte Tür zum Grabmal. Der tschetschenische Staatschef Ramsan Kadyrow ließ die Moschee wieder öffnen und reparierte sie. [Wikipedia]

Im schiitischen Islam werden irgendwelche Orte nicht einfach zerstört. Das ist ein Phänomen, dass man eher im sunnitischen Islam (insbesondere im Wahabismus und Salafismus) beobachten kann.

In Saudi-Arabien wird ganz massiv die islamische Geschichte zerstört:

Die Zerstörung des islamischen Kulturerbes in Saudi-Arabien findet hauptsächlich in der saudi-arabischen Region Hedschas statt, insbesondere in den heiligen Städten Mekka und Medina. Sie betrifft vor allem alte Moscheen, Friedhöfe, Häuser und Stätten mit Bezug zum Religionsstifter Mohammed und weiteren führenden Persönlichkeiten des frühen Islams. [...] Im 21. Jahrhundert werden Kulturstätten in Mekka und Medina in einem bisher unerreichten Ausmaß durch saudische Behörden beseitigt, wobei gleichzeitig Hotels, Restaurants und Einkaufszentren im Luxusbereich errichtet werden. [Wikipedia]

In Saudi-Arabien werden also religiöse Orte abgerissen um dort Hotels und Einkaufszentren zu errichten.

Dass extremistische Strömungen des sunnitischen Islam die Geschichte auslöschen wollen, ist kein Einzelfall:

Die Buddha-Statuen von Bamiyan waren einst die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt. Sie befanden sich bis zur Zerstörung durch die Taliban im März 2001 im 2500 Meter hoch gelegenen, mehrheitlich von Hazara bewohnten Tal von Bamiyan, das sich im Zentrum Afghanistans befindet und von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet ist. [...] Die Zerstörung konnte trotz vielfältiger Interventionen der UNO und westlicher sowie islamischer Regierungen nicht verhindert werden. Neben den Statuen von Bamiyan wurden auch fast alle buddhistischen Ausstellungsstücke des Museums in Kabul zerstört, die einen unwiederbringlichen Schatz an buddhistischer Kunst darstellten. [Wikipedia]

Auch ISIS liebt es die Geschichte auszulöschen:

Palmyra [...], gegenwärtig auch Tadmor genannt, ist eine antike Oasenstadt im heutigen Gouvernement Homs in Syrien. [...] Im Mai 2015 nahmen Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) Palmyra ein und sprengten in der Folgezeit bedeutende historische Bauwerke; zudem wurde die Stätte geplündert. [Wikipedia]

Auf der anderen Seite unternehmen Schiiten alles um solche Orte zu schützen. Medien berichten:

„Es gibt einen Grund, weshalb die Hisbollah nach Syrien gegangen ist, weshalb sich die Schiiten diese Sache zu eigen gemacht haben. Der Grund ist, dass das Grab von Zeynab, der Schwester von Imam Hussein, sich dort befindet. Und es geht um den Krieg gegen die Tyrannen in Syrien.“

Während die sunnitische Seite, insbesondere die Salafisten, aktiv die Geschichte auslöschen wollen, selbst die islamische Geschichte auslöschen wollen, machen Schiiten das genaue Gegenteil. Sie wollen die Geschichte erhalten und vor radikalen Salafisten schützen.

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Die politisch Linke lehnt häufig Nationalismus und Patriotismus ab, weswegen sie selbstverständlich in Symbolen wie einer Flagge ein Problem sehen.

Des Weiteren ist Deutschland wegen der dunklen Geschichte anders eingestellt als viele andere Staaten. Man zeigt höchstens bei einer Fußballmeisterschaft die Flagge, sonst nicht. Das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Flagge ist gestört. In anderen Staaten sieht man die Flagge sehr oft.

Daneben gibt es im politischen Spektrum auch Menschen, die Deutschland hassen, zum Beispiel die Antideutschen:

Antideutsche sind eine aus verschiedenen Teilen der radikalen Linken hervorgegangene politische Strömung in Deutschland und Österreich. Sie wenden sich gegen einen spezifisch deutschen Nationalismus, der insbesondere im Zuge der deutschen Wiedervereinigung erstarkt sei. [Wikipedia]
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Sollte man das islamische Kopftuch an allen öffentlichen Einrichtungen verbieten?

Mit "öffentlichen Einrichtungen" sind Schulen, Rathäuser, Gerichte, Universitäten etc. gemeint.

Es ist doch mittlerweile allgemein bekannt, dass das Kopftuch als eine Art "textiler Frontallangriff" auf die Freiheit klassifiziert werden kann und einzig und allein dazu dient, die gläubige Frau als "reine Frau" zu kennzeichnen, und im Umkehrschluss die "ungläubige" Frau ohne Kopftuch als "unreine Frau" abzustempeln. Außerdem pauschalisiert das Kopftuch die Männer als anstandslose- und triebgesteuerte Unzivilisierte, die jede leicht bekleidete Frau auf der Stelle belästigen und ggf. vergewaltigen würden.

Aber ich habe noch einen anderen, allgemeineren Grund warum ich gegen offen zur Schau gestellte Symbole bin. Es stört den Frieden in der Gesellschaft. Vor allem Schulen und Universitäten sollten wertfreie Orte des Zusammenseins sein!

Versteht mich nicht falsch: Ich bin auch gegen das Tragen von auffälligen Kreuzen und Odins Streitaxt an öffentlichen Einrichtungen. Warum ich aber explizit das Kopftuch erwähne liegt auf der Hand: Einem Juden oder einem Christen bittest du nur 1 mal religiöse Symbole abzulegen , diese tun das auch ohne Aufstand sofort. Bei Muslimas allerdings stößt man sofort auf Widerstand. Häufig argumentieren sie geschickt mit der Diskirminierungskeule, während sie sich in ihrer Opferrolle wälzen.

Privat kann doch jeder machen was er will. Warum muss man in der Öffentlichkeit seine Überzeugung so zur Schau stellen?

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Muslimische Frauen gehen ganz unterschiedlich mit der Frage um, ob sie sich verschleiern sollen oder nicht. Daneben stellt sich dann auch die Frage, wie sie sich verschleiern sollen. Nachfolgend werden die Fragen näher betrachtet.

Form der Verschleierung

Es gibt keine Aufforderung zu einer Vollverschleierung mit Burka oder Niqab.

Die Burka ist primär in Afghanistan zu finden. Der Niqab ist auf der arabischen Halbinsel anzutreffen. In anderen Ländern überwiegen andere Kopfbedeckungen. In anderen islamischen Ländern wie Ägypten steht man dieser Kleidung deutlich kritischer gegenüber. In manchen Ländern gibt es auch Verbote.

In Deutschland ist das Nicht-Zeigen des Gesichtes unüblich. Es passt nicht in das Bild unserer Gesellschaft. Da heutzutage primär extremistische Strömungen wie die Salafisten solche Kleidervorschriften befürworten, sollte Deutschland nicht aus falsch verstandener Toleranz das Tragen von Burka und Niqab ignorieren oder gar gutheißen.

Eine Frau darf ihre Zierde nicht zeigen. Im Koran heißt es:

„Sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihre Zierde nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. [...]” [An-Nur 24:31]

Die Frage ist also, was unter Zierde zu verstehen ist. Darunter fallen alle Körperteile außer das Gesicht, die Hände und Füße. Die nachfolgende Überlieferung verdeutlicht es:

Maruk Ibn Ubaid berichtete, dass Imam As-Sadiq (a.) gefragt wurde: „Was ist dem Mann zu erlauben (Halal), von der Frau zu sehen, wenn es sich bei ihm um jemanden handelt, mit dem es ihr nicht verboten ist (Mahram), eine Partnerschaft einzugehen?” Er sprach: „ Das Gesicht, die Hände und die Füße.” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 5, Seite 521, Hadith 2]

Eine Frau sollte also einen Hijab tragen. Es ist keine Pflicht, sondern eine Empfehlung. Sie sollte es aus eigenen Stücken wollen.

Wo sollte sich eine Frau verschleiern?

Ob sich eine Frau verschleiern sollte, hängt vom Verwandschaftsverhältnis ab:

Der Begriff Mahram [...] bezeichnet im Islam ein Verwandtschaftsverhältnis, in dem Heirat/Geschlechtsverkehr als Harām angesehen wird oder Personen, vor denen eine Muslima ihre ʿAura nicht verhüllen muss, das heißt, dass sie keinen Hidschab oder ähnliches wie in der Öffentlichkeit tragen muss. [Wikipedia]

Eltern, Großeltern, deren Vorfahren, genauso Geschwister und deren Nachkommen sind Blutsverwandte:

„[...] Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihre Zierde nicht offen zeigen, es sei denn ihren Partnern, ihren Vätern, den Vätern ihrer Partner, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Partner, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Blöße der Frauen nicht beachten. Sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit man gewahr wird, was für eine Zierde sie verborgen tragen. Bekehrt euch allesamt zu Gott, ihr Gläubigen, auf daß es euch wohl ergehe.” [An-Nur 24:31]

Vor Blutsverwandten braucht sich eine muslimische Frau also nicht verschleiern.

Ab welchem Alter ist die Verschleierung sinnvoll?

Jetzt stellt sich noch die Frage nach dem Alter. Ayatollah Ali al-Sistani sagt:

Frage: Wann gilt ein Mädchen aus Sicht der Scharia als erwachsen?
Antwort: Sie gilt als erwachsen, wenn sie neun Mondjahre vollendet hat (das entspricht etwa acht Jahren, acht Monaten und zwanzig Tagen des Sonnenkalenders). Sie sollte mit der Erfüllung ihrer religiösen Pflichten beginnen, wenn sie das Alter von neun Mondjahren, also das Alter der Pubertät, erreicht hat.

Mit dem Erreichen der Pubertät wäre die Verschleierung aus islamischer Sicht sinnvoll, also zwischen dem achten und neunten Lebensjahr.

Gesellschaftliche Situation

Medien berichten:

Eine Studie findet deutliche Belege für die alltägliche Diskriminierung von Frauen mit Kopftuch in Deutschland. [...] Die erste Beobachtung der Forscher: Bei gleichem Gesprächsinhalt zeigte sich bei den zwei Gruppen ohne Hidschab kein Unterschied in den Reaktionen der Passanten. In immerhin drei Viertel der Situationen wurde den Schauspielerinnen Hilfe angeboten. "Dies änderte sich jedoch, sobald eine Frau ein Kopftuch trug", sagt Mathias Poertner, einer der Autoren der Studie. Dann lag der Anteil der Situationen, in denen Hilfe angeboten wurde, rund acht Prozentpunkte niedriger. "Wir belegen, dass Frauen mit Kopftuch in Deutschland in ihrem alltäglichen Leben systematisch anders behandelt werden als Menschen ohne Kopftuch", sagt Poertner. Die Forscher sehen darin eine wissenschaftliche Bestätigung der zahlreichen Berichte kopftuchtragender Frauen über Diskriminierung in alltäglichen Situationen. [...] Das Ergebnis sehen die Forscher als Beleg dafür, dass viele Menschen bei Frauen, die Kopftuch tragen, automatisch sehr konservative Wertvorstellungen annehmen. "Tatsächlich belegen die Ergebnisse zahlreicher Studien, dass solche Vorurteile falsch oder veraltet sind. Die Wertvorstellungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind denen der Mehrheitsgesellschaft erheblich ähnlicher, als viele denken", sagt Poertner. Dabei macht er auch auf einen unfairen Doppelstandard aufmerksam: "Während Frauen mit Kopftuch in unserem Experiment diskriminiert wurden, wenn sie ein konservatives Weltbild zu erkennen gaben, war das für Frauen ohne Kopftuch und Migrationshintergrund nicht der Fall."

Kopftuchverbot

Kritiker fordern häufig ein Kopftuchverbot. Im oberen Teil der Antwort wurde bereits beschrieben, dass es islamische Staaten gibt, in denen gewisse Formen der Verschleierung verboten sind. Dies gilt aber nicht für ein normales Kopftuch, bei dem das Gesicht noch erkennbar ist.

Ob für Deutschland ein Kopftuchverbot sinnvoll ist, hängt davon ab, ob sich Deutschland als säkularer oder laizistischer Staat versteht. Aktuell ist Deutschland säkular ausgerichtet.

Medien berichten:

Die Türkische Republik wurde von Mustafa Kemal Atatürk (1881-1938) gegründet. Die von Atatürk geschaffene Staatsdoktrin, die eine strenge Trennung von Staat und Religion vorsieht, steht heute auf dem Prüfstand. [...] Den Frauen wurde das Tragen des Schleiers in der Öffentlichkeit verboten, den Männern der traditionelle Fez. Statt des arabischen Alphabets wurde die lateinische Schrift eingeführt. Die Verfassung und das Rechtssystem wurden nach europäischen Normen ausgerichtet.

Ein Kopftuchverbot ist kein rein westeuropäisches Phänomen. Der Medienbericht zeigt die Situation in der Türkei. Weiter heißt es:

Für die "säkulare" Staatselite verkörpert das Kopftuch einen Lebensstil, der mit Laizismus, also der Trennung von Staat und Religion, unvereinbar ist. [...] Falle das Kopftuchverbot, warnen sie, drohe der Gottesstaat. [...] "Das Kopftuch ist ein Zeichen für den Dogmatismus der Religion", sagt Professor Celal Sengör. Verhüllte Studentinnen begingen Verrat an der Wissenschaft und hätten deshalb kein Recht auf den Zutritt zu Hochschulen.

In der Türkei streitet man sich also über das Kopftuch: Erlauben oder verbieten?

Grundsätzlich sei gesagt, dass Europa als liberales Europa Freiheit hoch hält. Verbote stehen zur Freiheit im Widerspruch. Aus dem Grund sollte jeder selber über seinen Körper entscheiden können. Wer sein Haar zeigen möchte, sollte dies können. Wer es nicht möchte, sollte dies ebenso können.

Die Freiheit findet aber ihre Grenzen, wenn andere dadurch eingeschränkt sind. Eine Vollverschleierung ist in Deutschland unüblich. Das Gesicht zu zeigen ist in Deutschland normal, weswegen eine Vollverschleierung inakzeptabel ist. Beim Kopftuch verhält es sich anders. Dies schränkt andere Menschen nicht ein. Frauen sollten es tragen können, wenn sie es selber möchten.

Diese Regelung sollte für die öffentlichen Orte gelten. Das Hausrecht einer Unternehmung, einer Universität oder einer anderen Institution sieht womöglich anders aus. Hier kann es Vorschriften geben. Das Kopftuch sollte genauso unter eine mögliche Kleiderordnung fallen können.

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Dass der Koran unvollständig (verfälscht) ist, darin besteht kein Zweifel. Und diese Sicht teilen auch wichtige Gelehrte:

Muhammad Ibn Ya’qub Al-Kulaini schreibt: „Kapitel: Keiner sammelte den vollständigen Qur’an außer den Imamen (a.) und sie besitzen vollständige Kenntnis über ihn.” [Al-Kafi, Band 1, Seite 135, Kapitel 92]

und

Muhammad Al-Hurr Al-Amili schreibt: „Die Überlieferungen wurden konsekutiv (Mutawatir) berichtet, dass keiner den vollständigen Qur’an sammelte, außer den Imamen (a.) und dass jener, der behauptet, er habe ihn vollständig gesammelt, ein Lügner ist und es wurde authentisch (Sahih) überliefert, dass der Qur’an, der Muhammad (s.) herabgesandt wurde, 17.000 Verse betrug, doch der jetzige vorhandene beträgt lediglich ein Drittel von der Anzahl her und es ist möglich, dass diese Verse länger als die gegenwärtigen Verse sind und das Vorhandene davon ein Zehntel oder weniger beträgt und es wurde konsekutiv (Mutawatir) überliefert, dass wenn Imam Al-Mahdi (a.) in Erscheinung tritt, er den vollständigen Qur’an herausgibt, woraufhin die Mehrheit der Menschen vor ihm flieht und ihn nicht annimmt, außer einige wenige. Wie kann man also sagen, dass uns alle Verbote in diesem gegenwärtigen Qur’an ausführlich dargelegt wurden?” [Al-Fawa’id-ut-Tusiyyah, Seite 483]

Neben Gelehrten sprechen auch Gefährte von Änderungen:

Mujahid berichtete, dass Abdullah Ibn Abbas über den Vers ﴾Betretet nicht Häuser, die nicht eure Häuser sind, bis ihr euch bemerkbar gemacht habt.﴿ (24:27) sagte: „Der Schreiber hat einen Fehler gemacht. Es lautet: ﴾Bis ihr gefragt habt, ob ihr dürft.﴿” Al-Hakim An-Naisaburi schreibt: „Diese Überlieferung ist authentisch (Sahih) gemäß den Bedingungen der beiden Gelehrten (Al-Bukhari und Muslim), aber die beiden haben sie nicht veröffentlicht.” Muhammad Ibn Ahmad Adh-Dhahabi schreibt: „Sie erfüllt die Bedingungen von Al-Bukhari und Muslim.” [Al-Mustadrak, Band 2, Seite 430, Hadith 3496]

Den vollständigen Koran bewahrt die Familie des Propheten auf:

Jabir berichtete, dass Imam Al-Baqir (a.) sagte: „Keiner von den Menschen erhebt den Anspruch, dass er den Qur’an vollständig sammelte, wie man ihn herabsandte, außer einem Lügner, denn keiner sammelte und hütete ihn, wie ihn Gott herabsandte, außer Ali Ibn Abi Talib (a.) und die Imame (a.) nach ihm.” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 1, Seite 135 – 136, Hadith 1]

Auch wenn der Koran unvollständig ist, soll man sich als Muslim daran orientieren:

Ni’matullah Ibn Muhammad Al-Jaza’iri schreibt: „Sollte man fragen, wie das Lesen in diesem erlaubt sein kann, wobei er Veränderung unterzogen wurde, so sage ich, dass in den Berichten überliefert wurde, dass die Imame (a.) ihren Anhängern befahlen, diesen vorhandenen Qur’an im Gebet und außerhalb davon zu lesen und nach seinen Urteilen zu handeln, bis unser Gebieter, der Herr der Zeit (a.), erscheint, woraufhin dieser Qur’an aus den Händen der Menschen in den Himmel emporsteigt und der Qur’an zum Vorschein kommt, den der Befehlshaber der Gläubigen (a.) verfasste, damit man ihn liest und nach seinen Urteilen handelt.” [Al-Anwar-un-Nu’maniyyah, Band 2 Seite 317]

Zuletzt möchte ich auf ein Video von Sheikh Allahyari verweisen:

https://m.youtube.com/watch?v=ZuDjU1U7ZuQ

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Muslimische Frauen gehen ganz unterschiedlich mit der Frage um, ob sie sich verschleiern sollen oder nicht. Daneben stellt sich dann auch die Frage, wie sie sich verschleiern sollen. Nachfolgend werden die Fragen näher betrachtet.

Form der Verschleierung

Es gibt keine Aufforderung zu einer Vollverschleierung mit Burka oder Niqab.

Die Burka ist primär in Afghanistan zu finden. Der Niqab ist auf der arabischen Halbinsel anzutreffen. In anderen Ländern überwiegen andere Kopfbedeckungen. In anderen islamischen Ländern wie Ägypten steht man dieser Kleidung deutlich kritischer gegenüber. In manchen Ländern gibt es auch Verbote.

In Deutschland ist das Nicht-Zeigen des Gesichtes unüblich. Es passt nicht in das Bild unserer Gesellschaft. Da heutzutage primär extremistische Strömungen wie die Salafisten solche Kleidervorschriften befürworten, sollte Deutschland nicht aus falsch verstandener Toleranz das Tragen von Burka und Niqab ignorieren oder gar gutheißen.

Eine Frau darf ihre Zierde nicht zeigen. Im Koran heißt es:

„Sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihre Zierde nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. [...]” [An-Nur 24:31]

Die Frage ist also, was unter Zierde zu verstehen ist. Darunter fallen alle Körperteile außer das Gesicht, die Hände und Füße. Die nachfolgende Überlieferung verdeutlicht es:

Maruk Ibn Ubaid berichtete, dass Imam As-Sadiq (a.) gefragt wurde: „Was ist dem Mann zu erlauben (Halal), von der Frau zu sehen, wenn es sich bei ihm um jemanden handelt, mit dem es ihr nicht verboten ist (Mahram), eine Partnerschaft einzugehen?” Er sprach: „ Das Gesicht, die Hände und die Füße.” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 5, Seite 521, Hadith 2]

Eine Frau sollte also einen Hijab tragen. Es ist keine Pflicht, sondern eine Empfehlung. Sie sollte es aus eigenen Stücken wollen.

Wo sollte sich eine Frau verschleiern?

Ob sich eine Frau verschleiern sollte, hängt vom Verwandschaftsverhältnis ab:

Der Begriff Mahram [...] bezeichnet im Islam ein Verwandtschaftsverhältnis, in dem Heirat/Geschlechtsverkehr als Harām angesehen wird oder Personen, vor denen eine Muslima ihre ʿAura nicht verhüllen muss, das heißt, dass sie keinen Hidschab oder ähnliches wie in der Öffentlichkeit tragen muss. [Wikipedia]

Eltern, Großeltern, deren Vorfahren, genauso Geschwister und deren Nachkommen sind Blutsverwandte:

„[...] Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihre Zierde nicht offen zeigen, es sei denn ihren Partnern, ihren Vätern, den Vätern ihrer Partner, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Partner, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Blöße der Frauen nicht beachten. Sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit man gewahr wird, was für eine Zierde sie verborgen tragen. Bekehrt euch allesamt zu Gott, ihr Gläubigen, auf daß es euch wohl ergehe.” [An-Nur 24:31]

Vor Blutsverwandten braucht sich eine muslimische Frau also nicht verschleiern.

Ab welchem Alter ist die Verschleierung sinnvoll?

Jetzt stellt sich noch die Frage nach dem Alter. Ayatollah Ali al-Sistani sagt:

Frage: Wann gilt ein Mädchen aus Sicht der Scharia als erwachsen?
Antwort: Sie gilt als erwachsen, wenn sie neun Mondjahre vollendet hat (das entspricht etwa acht Jahren, acht Monaten und zwanzig Tagen des Sonnenkalenders). Sie sollte mit der Erfüllung ihrer religiösen Pflichten beginnen, wenn sie das Alter von neun Mondjahren, also das Alter der Pubertät, erreicht hat.

Mit dem Erreichen der Pubertät wäre die Verschleierung aus islamischer Sicht sinnvoll, also zwischen dem achten und neunten Lebensjahr.

Gesellschaftliche Situation

Medien berichten:

Eine Studie findet deutliche Belege für die alltägliche Diskriminierung von Frauen mit Kopftuch in Deutschland. [...] Die erste Beobachtung der Forscher: Bei gleichem Gesprächsinhalt zeigte sich bei den zwei Gruppen ohne Hidschab kein Unterschied in den Reaktionen der Passanten. In immerhin drei Viertel der Situationen wurde den Schauspielerinnen Hilfe angeboten. "Dies änderte sich jedoch, sobald eine Frau ein Kopftuch trug", sagt Mathias Poertner, einer der Autoren der Studie. Dann lag der Anteil der Situationen, in denen Hilfe angeboten wurde, rund acht Prozentpunkte niedriger. "Wir belegen, dass Frauen mit Kopftuch in Deutschland in ihrem alltäglichen Leben systematisch anders behandelt werden als Menschen ohne Kopftuch", sagt Poertner. Die Forscher sehen darin eine wissenschaftliche Bestätigung der zahlreichen Berichte kopftuchtragender Frauen über Diskriminierung in alltäglichen Situationen. [...] Das Ergebnis sehen die Forscher als Beleg dafür, dass viele Menschen bei Frauen, die Kopftuch tragen, automatisch sehr konservative Wertvorstellungen annehmen. "Tatsächlich belegen die Ergebnisse zahlreicher Studien, dass solche Vorurteile falsch oder veraltet sind. Die Wertvorstellungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind denen der Mehrheitsgesellschaft erheblich ähnlicher, als viele denken", sagt Poertner. Dabei macht er auch auf einen unfairen Doppelstandard aufmerksam: "Während Frauen mit Kopftuch in unserem Experiment diskriminiert wurden, wenn sie ein konservatives Weltbild zu erkennen gaben, war das für Frauen ohne Kopftuch und Migrationshintergrund nicht der Fall."
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Erst einmal sollten wir die Gemeinsamkeiten betrachten. Sowohl Sunniten als auch Schiiten betrachten sich als Muslime. Beide Gruppen glauben an Gott (Arabisch Allah), den Koran und folgen dem Propheten Muhammad.

Die Argumentation der sunnitischen und schiitischen Glaubenslehre (Arabisch Aqida) dreht sich hauptsächlich um die Frage, ob die Gefährten des Propheten (Arabisch Sahaba) oder ob die Familie des Propheten (die sog. Leute des Hauses, Arabisch Ahl al-Bait) die Nachfolge nach dem Ableben des Propheten Muhammad antreten.

Nachfolgend ist erklärt, warum die Schia (Deutsch Partei), womit die Partei Alis gemeint ist, der wahre Islam im Sinne dessen, was der Prophet Muhammad nach seinem Ableben wollte, darstellt:

Die Überlegenheit der schiitischen Religion gegenüber anderen Religionen liegt darin, dass sie die "wahre" Religion ist. Es gibt nur eine wahre Religion in allen Epochen. [...] Der Islam ist die letzte und die vollständigste der offenbarten Religionen. Gott wird keine andere Religion als den Islam akzeptieren. [...] Leider sind die Muslime wie die Menschen und Anhänger der früheren Religionen in verschiedene Religionen gespalten. Gewiss, sie können nicht alle gleichzeitig wahr sein. Der heilige Prophet des Islam sagte: " Meine Gemeinde wird in 73 Sekten geteilt sein, von denen eine im Paradies und 72 im Feuer sein werden." Der heilige Prophet des Islam (Friede sei mit ihm) sagte auch: " O Leute, ich hinterlasse euch zwei gewichtige Dinge, wenn ihr euch an beides haltet, werdet ihr nach mir niemals in die Irre gehen: das Buch Allahs und meine Nachkommenschaft - die Leute des Hauses." Abuzar Ghaffari, einer der vertrauenswürdigen und ehrenwerten Gefährten des heiligen Propheten (Friede sei mit ihm), berichtet: " Das Gleichnis meiner Leute des Hauses unter euch ist dasselbe wie das der Arche Noah unter seinem Stamm. Wer sie besteigt, wird gerettet werden, und wer sie meidet, wird ertrinken." [...] In den Überlieferungen, die vom Heiligen Propheten des Islam überliefert wurden, sind die Anzahl und die Namen der zwölf unfehlbaren Imame (a.s.) erwähnt worden. [...] Unsere Argumente für die Rechtschaffenheit der schiitischen Religion sind der Koran und die Sunna. Allah, der Allmächtige, hat uns befohlen, Gott, dem Gesandten und den Ulul Amr (den mit Autorität Ausgestatteten) zu gehorchen, die nach dem Ausspruch des Heiligen Propheten die schiitischen Imame sind. Es gibt eine große Anzahl von Koranversen, die sich auf die Führung und das Wilayat (Nachfolge) unserer Imame beziehen.

Heute gibt es unter den vielen islamischen Strömungen zwei Strömungen, die sich besonders für die wahren Muslime halten: Die Wahabiten und Salafisten. Bei genauerer Betrachtung stehen sie aber total im Widerspruch zum Islam:

Sie erklären die Suche nach der Fürsprache des Propheten und der unfehlbaren Imame, den Besuch ihrer Gräber, den Respekt und die Verehrung vor ihnen als eine Form der Innovation und des Götzendienstes. Daher verbieten sie solche Handlungen mit der Begründung, dass sie polytheistische Handlungen sind. Sie erlauben es nicht, den Propheten (Friede sei mit ihm) irgendwo anders als im Gebet zu grüßen, zu respektieren und zu verehren, und sie glauben, dass das Gedenken und die Verehrung des Propheten (Friede sei mit ihm) an dem Tag endete, an dem er von dieser Welt wegging. Sie betrachten jede Art von Bauten, Denkmälern und Gräbern auf den Gräbern der Imame und religiösen Heiligen als bid'ah (Neuerung) und sie glauben, dass der Gesandte Allahs (Friede sei mit ihm) ein Mensch war, der gestorben ist und der nicht mehr die Macht hat, irgendetwas zu tun, weil er keine Informationen über uns hat und nichts über das weiß, was in dieser Welt vor sich geht. Daher ist es verboten, sein Grab zu besuchen. Wir überlassen es Ihrem gesunden Menschenverstand, zu beurteilen, ob diese Lehren mit dem Koran oder der menschlichen Natur vereinbar sind. Ist dies die Liebe der Leute des Hauses, die als Lohn des Prophetentums angesehen wird? Hat der Quran nicht gesagt, dass die Märtyrer am Leben sind und von ihrem Herrn unterstützt werden?

Im weiteren Verlauf wird noch einmal en détail mit sunnitischen Überlieferungen der Irrweg der Sunniten aufgezeigt.

Der Prophet Muhammad wollte kurz vor seinem Tod die Nachfolge in einem Testament festhalten:

Sa’id Ibn Jubair berichtete, dass Abdullah Ibn Abbas sagte: „Donnerstag, welch ein Donnerstag!” Danach flossen seine Tränen bis ich sie auf seinen Wangen wie ein Netz aus Perlen sah. Er sagte: „Der Prophet Muhammad (s.) sprach:  »Bringt mir ein Blatt und Tintenfass. Ich schreibe euch auf, wonach ihr niemals irregeleitet werdet!« Umar Ibn Al-Khattab sprach:  »Dieser Mann (der Prophet) plaudert Unsinn!«” [Sahih Muslim, Hadith 1637]

Diese Überlieferung verdeutlich zu gut, dass der Gefährte Umar das Testament und somit die Festlegung der Nachfolge verhindern wollte.

Eine weitere sunnitische Überlieferung verdeutlicht noch einmal, was Umar von den Worten des Propheten gehalten haben muss:

Aber Umar sprach: »Der Schmerz hat den Propheten in die Knie gezwungen und ihr habt doch den Qur’an, uns reicht das Buch Gottes!« Daraufhin wurden sich die Leute im Haus uneinig. Es stritten sich jene von ihnen, die sprachen: »Kommt näher, damit euch der Prophet aufschreibt, wonach ihr niemals irregeleitet werdet!« Und es stritten sich jene von ihnen, die das sagten, was Umar sagte. Als sich der Lärm und der Streit vor dem Gesandten (s.) mehrte, sprach er: »Hebt euch hinfort!«” Ubaidullah berichtete, dass Abdullah Ibn Abbas sagte: „Es ist das Unglück von allem Unglück, dass zwischen dem Propheten (s.) und dass er es ihnen aufschreibt, ein Hindernis durch ihren Streit und ihr Geschrei lag.” [Sahih Al-Bukhari, Hadith 5345]

Es wird deutlich, dass Umar den Worten des Propheten keine Bedeutung schenken wollte.

Es handelt sich um zwei sunnitische Überlieferungen. Wir sehen als deutlich, dass sich die sunnitische Glaubenslehre mit sunnitischen Überlieferungen widerlegen lässt. In anderen Worten: Man kann die Sunniten mit ihren eigenen Waffen schlagen.

Natürlich klären die beiden Überlieferungen noch nicht die Nachfolge, was daher im nachfolgenden Absatz dargelegt wird.

Für Sunniten bilden die Gefährten, wie bereits erwähnt, die Nachfolge, zu denen Abu Bakr, Umar und Uthman zählen. Es handelt sich dabei um normale Personen, die auch viele Fehler und Verbrechen begangen haben. Wie Sunniten Menschen, die Fehler begehen, die Nachfolge anvertrauen können, ist nicht nachvollziehbar. Ihre Begründung kennt niemand.

Hingegen darf für Schiiten ausschließlich eine Person aus der Familie des Propheten die Nachfolge antreten. In der Schia ist es wichtig, dass nur Personen, die dem Propheten treu waren und die fehlerfrei waren, eine Nachfolge antreten können. Personen, die Fehler begingen, sind für das Amt nicht geeignet.

Im Koran wird die Unfehlbarkeit (ein wichtiges Konzept in der Schia) der Familie des Propheten in der Sure Die Gruppen (Arabisch al-Ahzab) deutlich:

Haltet euch in euren Häusern auf; und stellt euch nicht zur Schau wie in der Zeit der früheren Unwissenheit. Verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und gehorcht Allah und Seinem Gesandten. Allah will gewiß nur den Makel von euch entfernen, ihr Angehörigen des Hauses, und euch völlig rein machen. [al-Ahzab 33:33]

Wir sehen also, dass es im Koraneinen eindeutigen Beweis gibt, dass die Famile des Propheten unfehlbar und rein ist. Das trifft auf die Gefährten dagegen nicht zu.

Sunniten versuchen den Vers gern zu leugnen bzw. anders zu interpretieren, obwohl aus sunnitischen Überlieferungen eindeutig hervorgeht, wie der Vers zu interpretieren ist:

Safiyyah Bint Shaibah berichtete, dass Aishah sagte: „Eines Morgens ging der Prophet Muhammad (s.) hinaus, während er einen schwarzen Umhang aus Kamelhaaren trug. Danach kam Hasan, der Sohn von Ali (a.) und er nahm ihn unter den Umhang. Danach kam Husain (a.) und er nahm ihn unter den Umhang. Danach kam Fatimah (a.) und er nahm sie unter den Umhang. Dann kam Ali (a.) und er nahm ihn unter den Umhang. Dann sprach er: »Gott will nur jeglichen Makel von euch fernhalten, o ihr Leute des Hauses und euch stets in vollkommener Weise rein halten.«” (33:33) [Sahih Muslim, Hadith 2424]

Ein weiterer eindeutiger Beweis wäre das Ereignis in Ghadir Chumm (ein Ort zwischen Mekka und Medina).

Dort hat der Prophet Muhammad seinen Cousin Ali zum Nachfolger ernannt. In einer sunnitischen Überlieferung heißt es:

Der Prophet (s) sagte: "Oh ihr Muslime! Lasst mich wissen, wer mehr Macht über die Gläubigen bekommen hat, als sie selbst?“ Die Anwesenden antworteten: „Allah und Sein Gesandter wissen es besser.“ Als Prophet Muhammad (s) dies hörte, erklärte er von den Höhen der Kanzel von Ghadir: „Allah ist mein Herr. Ich bin der Herr der Gläubigen und ich habe mehr Recht über sie, als sie selbst besitzen. Deshalb: Wessen Gebieter (Führer) ich bin, dessen Gebieter (Führer) ist auch Ali.“ [Sahih Bukhari, B. 1, S. 375]

Wir sehen also, dass mit Hilfe von sunnitischen Überlieferungen die rechtmäßige Nachfolge durch die Familie des Propheten begründet werden kann.

An dieser Stelle weise ich darauf hin, dass viele Sunniten der Schia gern Dinge unterstellen, die gar nicht der Wahrheit entsprechen. Es werden teilweise bewusst Falschinformationen über die Schia verbreitet. Wenn du dich also näher mit dem Thema beschäftigst, solltest du darauf achten, dass du auf solche Falschinformationen nicht hereinfällst.

Zuletzt möchte ich noch einmal auf die Gefährten zu sprechen kommen. Abu Bakr und Umar, so zeigt es die Geschichte, haben primär aus machtpolitischen Interessen gehandelt. Unter dem Vorwand, den Islam zu verteidigen und zu verbreiten, wollten diese Gefährten ihre Macht ausbauen. Dabei haben sie auch bewusst die Familie des Propheten bekämpft.

Die sunnitische Glaubenslehre ähnelt an vielen Stellen einer politischen Ideologie, da Sunniten Religion und Politik nicht voneinander trennen. Ein wichtiges Konzept in der sunnitischen Glaubenslehre ist das sog. Kalifat.

Der Terrorismus, den wir heute erleben, ist nichts anderes als die sunnitische Glaubenslehre. Was Umar vorgelebt hat, das leben heute die Anhänger von ISIS (Arabisch Daesh) und anderen Terrororganisationen nach. Und das ist kein modernes Phänomen, sondern dieses Phänomen beobachten wir seit Jahrhunderten. Die Gewalt und der Hass gingen und gehen stets von sunnitischer Seite aus.

Ich empfehle dir dazu das Video von Sheikh Allahyari, der die sunnitische Glaubenslehre und Daesh vergleicht:

https://www.youtube.com/watch?v=gXsfvzuxzBo

Leider muss man mit Erschrecken feststellen, dass Daesh genau das macht, was Abu Bakr und Umar vorgelebt haben.

Anhand der Textstellen aus dem Koran und der sunnitischen Überlieferungen wird deutlich, dass die sunnitische Glaubenslehre total im Widerspruch zum Islam steht. Man kann nur hoffen, dass Sunniten sich mit ihrer Glaubenslehre besser vertraut machen und diesen Widerspruch eines Tages erkennen.

Des Weiteren zeigen die zitierten Textstellen, dass die Schiiten auf dem Weg des Propheten Muhammad sind. Der sunnitische Islam wurde durch die Kalifen immer wieder verändert, damit sie ihre eigene Macht erhalten konnten. Den Kalifen ging es nie um den Islam. Dasselbe sehen wir auch heute. Es gibt zwar keine Kalifen mehr, aber Staatsoberhäupter, die im Namen des Islam handeln. Und wir sehen, wie sie den Islam für ihren Machterhalt missbrauchen. Das schadet dem Islam.

Wenn du dich unabhängig und unvoreingenommen über den Islam informieren möchtest, dann solltest du Fachliteratur von Islamwissenschaftlern lesen. Das ist eine eigene Wissenschaft, die mit wissenschaftlichen Methoden den Islam untersucht. So erhältst du eine neutrale Sicht auf die Dinge und kannst erkennen und selbst beurteilen, was der wahre Islam ist.

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Die Beschneidung (Zirkumzision) ist im Islam bei Jungen vorgesehen. Hintergrund ist die Sunna des Propheten Muhammad, womit die Traditionen im Islam gemeint sind. Die folgende Überlieferung verdeutlicht es:

Ich befragte Imam Rida über die Vorhautreduktion beim Knaben am siebten Tage: Gehört es zur Sunnah oder verzögert man es? Was ist vorzüglicher? Er sprach: Am siebten Tage ist von der Sunnah und sollte man es verzögern, dann ist das nicht schlimm. [Wasail-ush-Shia, Band 15, Seite 165]
Imam Ali sagt: Wenn der Mann Muslim wurde, unterzog er sich der Vorhautreduktion, selbst wenn er ein Alter von 80 Jahren erreichte. [Al-Kafi, Band 6, Seite 37]

Die Hintergründe sind hier erklärt:

Ahmad Ibn Ali Ibn Abi Talib berichtete, dass man Imam As-Sadiq (a.) fragte: „So Unterrichte mich. Ist etwas an Gottes Schöpfung und Regelung auszusetzen?” Er sprach: „Nein.” Worauf man sprach: „So schuf Gott Seine Schöpfung unbeschnitten. Ist jenes eine Weisheit von Ihm oder ein Spiel?” Er sprach: „Nein, vielmehr eine Weisheit von Ihm.” Da sprach man zu ihm: „Ihr habt Gottes Schöpfung verändert (4:119) und euer Werk zur Beschneidung der Vorhaut für richtiger als das erachtet, was Gott für sie schuf. Ihr habt etwas an dem Unbeschnittenen auszusetzen, obwohl Gott ihn schuf und ihr habt die Beschneidung gelobt, obwohl sie euer Werk ist, oder sagt ihr etwa, dass jenes ein Fehler von Gott war, keine Weisheit?” Er sprach: „ Es ist eine Weisheit von Gott und richtig, aber Er führte jenes als einen Brauch (Sunnah) ein und erlegte es der Schöpfung auf. Genauso wie wir beim Neugeborenen, wenn es aus dem Bauch seiner Mutter heraustrat, feststellten, dass seine Nabelschnur mit seiner Mutter verbunden ist, genauso schuf Er sie, worauf Er den Dienern befahl, sie zu durchtrennen und im Belassen von ihr liegt deutliche Verderbtheit für das Neugeborene und die Mutter vor und genauso verhält es sich mit den Nägeln des Menschen. Er befahl, dass man sie schneidet, wenn sie länger werden und Er vermochte es am Tage, an dem Er die Schöpfung des Menschen regelte, sie als eine Schöpfung zu erschaffen, die nicht länger wird und genauso verhält es sich mit dem Haar vom Schnurrbart und Kopf, das länger wird, worauf man es abschneidet und genauso verhält es sich mit den Ochsen. Gott schuf sie männlich und dennoch ist ihre Kastration passender und in jenem liegt kein Makel an Gottes Regelung vor.” [Al-Ihtijaj von At-Tabarsi, Band 2, Seite 76]

Bei Frauen geht die Meinung zur Beschneidung auseinander. Der schiitische Islam lehnt es ab:

Die Beschneidung der Frau ist ein sehr kontroverses Thema unter Muslimen. Während einige Rechtsschulen (z.B. die dschafaritische) dieses ablehnen, wird es in manchen anderen Rechtsschulen geduldet bzw. sogar begrüßt und bedauerlicherweise auch praktiziert.

Im sunnitischen Islam hingegen ist es uneinheitlich. Dort gibt es die Genitalverstümmelung bei Frauen:

In den Rechtsbücher der vier sunnitischen Rechtsschule kommt an einigen Stellen die Rede über die Beschneidung der Frauen vor. Man findet aber unterschiedliche Meinungen zwischen "erlaubt", "empfohlen" oder sogar Pflicht. [...] Die Herkunft der Frauenbeschneidung ist nachweislich nicht islamischer Art, zumal sie auch pharaonischen Frauenbeschneidung genannt wird und in Ägypten auch von den Christinnen praktiziert wird. [...] Die Beschneidung der Frau weist im Gegensatz zur Beschneidung des Mannes keine medizinisch relevanten Vorteile auf, jedoch eine Reihe von Nachteilen [...] Aus [...] dem hohen Gebot des Islam, die Gesundheit des Menschen zu schützen, ist eine Frauenbeschneidung abzulehnen.

Die Beschneidung bei Männern kann auch später erfolgen, was Muslime betrifft, die erst später den Islam angenommen haben. Spätestens aber vor der Pilgerreise (Hadsch) ist die Beschneidung vonnöten.

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Es sollte keine klare Trennung zwischen der Vernunft und der Mehrheit gezogen werden. Allein auf Vernunft können nicht alle Entscheidungen aufgebaut sein, zumall wir als Menschen über begrenztes Wissen verfügen. Der heute wissenschaftliche Stand liefert andere Antworten als vor 100 Jahren. Und zukünftig treffen wir durch einen Fortschritt auf wieder andere Antworten.

Die Technokratie ist eine Form der Regierung oder Verwaltung, in der alle Handlungen auf wissenschaftlichem und technischem Wissen aufbauen sollen. Wissenschaftler, Ingenieure und andere naturwissenschaftlich und technisch fähige Personen, oft auch aus der Praxis der Wirtschaft, ersetzen dabei Politiker. Im Vordergrund steht die rationale, effektive Planung und Durchführung zielorientierter Vorhaben. Während sich die Aufmerksamkeit ganz auf Mittel und Wege konzentriert, verringert sich die Bedeutung der Parteien, der demokratischen Willensbildung und politischer Entscheidungsprozesse hinsichtlich der Wahl gesellschaftlicher Ziele. [...] In der 68er-Bewegung wurde diese Kritik an der Technokratie auf breiter Basis aufgegriffen. Der Technokratie und dem mit ihr verbundenen rationalen Sachzwang-Denken wurden von Künstlern und Intellektuellen beispielsweise Konzepte wie Subjektivität, der individuelle Wunsch, Selbstverwirklichung und Demokratisierung (bis hin zur Wirtschaftsdemokratie, siehe Mai 68) entgegengestellt. [...] Eine differenzierte Position zur Technokratie nimmt Hermann Lübbe ein. Technokratie ist nach ihm dort geboten, wo durch eine Evidenz des Richtigen eine Versachlichung der Entscheidungssituation gegeben ist. Für rationale Politik ist dies zwingend so, weswegen Politik auf wissenschaftliche Beratung angewiesen ist. Würde Politik auf technokratische Elemente verzichten, so würde nur die Perspektive der Herrschaft von Menschen über Menschen bleiben. Auch Karl Popper kann nicht bedingungslos als Kritiker der Technokratie aufgefasst werden. In seinem Werk "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" vertritt er ein Politikkonzept, das gegen prophetische Ideologien gerichtet ist und stattdessen eine Sozialtechnologie des Stückwerks propagiert, die von falsifizierbaren, also wissenschaftlichen, Einsichten abhängig sein soll. [Wikipedia]

Die Mehrheit ist nicht immer auf dem richtigen Weg. Insofern sind auch Abstimmungen der Bevölkerung ein falscher Weg. Die Bevölkerung kann zwar durch eine Wahl zeigen, welche Themen wichtig sind und welche nicht. Doch sollte die Bevölkerung niemals direkt in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Eine repräsentative (parlamentarische) Demokratie ist der richtige Weg.

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Muslime sollten einen Bart haben. Der sollte aber nicht zu lang sein wie es bei vielen Salafisten der Fall ist.

Imam Sadiq (a.s.) sagte: “Du packst mit deiner Hand deinen Bart und kürzt das, was übrigleibt.” [Man la Yahduruh-ul-Faqih, Band 1, Seite 130]

Ayatollah Ali al-Sistani sagt:

Frage: Was ist die Mindestanforderung für das Tragen eines Bartes?
Antwort: Das Rasieren des Bartes ist als obligatorischen Vorsichtsmaßnahme verboten (haram), und dies schließt die Haare ein, die an den Seiten des Gesichts wachsen. Es ist jedoch kein Problem, die Haare, die auf den Wangen und im Nacken wachsen, zu rasieren. Die Mindestanforderung an den Bart sollte so hoch sein, wie die Gewohnheitsnorm (Urf) besagt, dass "diese Person einen Bart hat", auch wenn er z.B. auf eine Bartgröße 3 getrimmt ist.

In anderen Worten: Es sollte ein Bart erkennbar sein, er muss aber nicht unbedingt lang sein. Zudem heißt es:

Frage: Ist es erlaubt, sich den Bart zu rasieren, wenn man sich in einer unvermeidlichen oder schwierigen Situation befindet?
Antwort: Es ist für einen Muslim nicht erlaubt, seinen Bart zu rasieren (obligatorische Vorsichtsmaßnahme), es sei denn, er befürchtet, dass sein Leben Schaden nimmt, wenn er sich nicht rasiert, oder wenn das Wachsen des Bartes ihn in Schwierigkeiten bringen würde (z.B. wenn er zu einer Ursache für Spott und Demütigung wird, die normalerweise von einem Muslim nicht toleriert wird).

Und:

Frage: Ist ein französisch geschnittener Bart [Henriquatre] zulässig?
Antwort: Aufgrund der obligatorischen Vorsichtsmaßnahmen ist es für einen Mann nicht erlaubt, seinen Bart zu rasieren. Ebenso ist es nicht zulässig, dass er nur das Haar am Kinn belässt und die Seiten rasiert. Auch dies beruht auf der obligatorischen Vorsichtsmaßnahme.

Wenn du Bartwuchs hast, solltest du dir einen Bart wachsen lassen.

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Nein du darfst es nicht

Aus islamischer Sicht ist es unzulässig. Ayatollah Ali al-Sistani sagt:

Frage: Ist es erlaubt, in einem Geschäft oder Unternehmen zu arbeiten, das Schweinefleisch verkauft?
Antwort: Ja: Wenn Sie kein Schweinefleisch transportieren, verkaufen oder an Kunden ausliefern, gibt es keine Einwände gegen Ihre Arbeit.

Und

Frage: Darf ein Muslim Wein oder Schweinefleisch an Nicht-Muslime kaufen oder verkaufen? Wie lautet die Fatwa über das Einkommen, das man durch eine solche Tätigkeit erhält?
Antwort: Es ist nicht erlaubt, diese Dinge zu verkaufen, und das Einkommen ist nicht halal.
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Kebab bezeichnet einfach gegrilltes Fleisch oder auch gebratenes Fleisch, weswegen da Gyros genauso einzuordnen wäre.

Kebab entstammt dem arabischen und persischen Raum und kann verschiedene Gerichte meinen, die auch unterschiedlich schmecken.

In der Regel sind es Fleischspieße mit Fleischstücken. Dazu isst man Reis. Ein bekanntes Gericht wäre Chelow Kebab aus der persischen Küche.

In Deutschland eher bekannt ist Döner Kebab. Dies ist ähnlich zu Gyros, wobei Gyros im Normalfall aus Schweinefleisch besteht, was bei Kebab nicht der Fall ist. Mit Hühnerfleisch lässt sich Gyros auch zubereiten.

Mir schmeckt beides gleich gut.

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Im Koran gibt es kein Verbot der Selbstbefriedigung. Der Islam bezieht sich aber neben dem Koran auch auf Überlieferungen, die zusätzliche Informationen erwähnen und Dinge detaillierter betrachten.

Eine Mehrheit der Gelehrten ist der Ansicht, dass Masturbation eine Sünde sei. Ayatollah al-Hakim sagt dazu:

Frage: So wie ich es verstehe, ist es verboten, sich selbst zu verletzen. Allerdings hat die Masturbation viele Vorteile, da sie Depressionen beseitigt, die sexuelle Spannung beseitigt, die Stress verursachen kann, das Risiko senkt, dass Kinder mit irgendeiner Behinderung geboren werden. Daher scheint es, dass nicht zu masturbieren so ist als würde man sich selbst schaden, und es wird von Ärzten empfohlen, also warum ist es im Islam verboten?
Antwort: Die folgenden Punkte können zur Beantwortung Ihrer Fragen herangezogen werden:Erstens: Der göttliche Gesetzgeber hat Vorschriften zur Gestaltung der sexuellen Beziehungen erlassen, die dazu führen, Sex ohne Unterdrückung und ohne die Notwendigkeit der Masturbation zu haben. Der Islam betont die frühe Heirat und erlaubt die Ehe auf Zeit. Die Gesellschaft hat jedoch Hindernisse und Hemmnisse für die richtige Umsetzung dieser Regeln und Richtlinien geschaffen. In Wirklichkeit trägt also die Gesellschaft die Schuld und der Mangel liegt nicht im islamischen Recht.Zweitens: Die medizinische Forschung präsentiert Ideen, die aufgrund der Entwicklung dieser Forschung Veränderungen unterliegen. Sie stellen keine endgültige, absolute Realität dar. Da solche Forschungen in der Zukunft Veränderungen und Entwicklungen unterworfen sind, kann man sich nicht auf sie verlassen. Solche wissenschaftlichen Forschungen sind auch nicht in der Lage, die Gesamtheit der Wirkungen der Masturbation zu erfassen, einschließlich der spirituellen Wirkung.Drittens: Wenn jemand gewohnheitsmäßige Selbstbefriedigung genießt und damit zufrieden ist, könnte dies zu sozialem Verfall führen. Wenn Frauen sich selbst befriedigen und Männer sich selbst befriedigen, wird dies der Bildung guter Familieneinheiten abträglich sein, und dieser Schaden ist größer als jeder Nutzen, den die medizinische Forschung zu beweisen versuchen kann, besonders nach der Existenz anderer Alternativen, die im ersten Punkt erwähnt wurden, wie frühe Heirat oder Ehe auf Zeit.

Genauso gibt es aber auch Sichtweisen, wonach es nicht verboten ist:

Masturbation ist im Islam eindeutig nicht haram, denn es gibt keine eindeutigen Beweise dafür, dass sie verboten ist, und der Islam schweigt zu diesem Thema. [...] Die meisten Artikel, die zum Thema Masturbation zu finden sind, werden von Personen geschrieben, die entweder blinde Anhänger von Madhabs sind oder einfach die falschen Fatwas von Gelehrten zitieren. [...] Das Thema Masturbation ist bei vielen Muslimen ein kontroverses und missverstandenes Thema. Aufgrund von Unwissenheit und kultureller Erziehung haben die meisten Muslime begonnen, Masturbation als etwas zu betrachten, das im Islam falsch und sündhaft ist. Es hat verschiedene Fatwas von Gelehrten unter den Salaf gegeben, die fälschlicherweise ihre Fatwa gegeben haben, dass Masturbation haram ist. Alle diese Fatwas basieren auf einem Vers im Quran, der nichts mit Masturbation zu tun hat.

Konkret geht es dabei um folgenden Vers:

und ihre Schamteile bewahren; außer gegenüber ihren Gattinnen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen; denn dann sind sie nicht zu tadeln. Diejenigen aber, die darüber hinaus etwas begehren, sind Übertreter. [al-Muminun 23:5-7]

Ob es sich um ein Masturbationsverbot handelt, ist strittig:

Der obige Vers im Koran ist aus dem Zusammenhang gerissen und wurde als Beweis für das Verbot der Masturbation verwendet. Der oben zitierte Vers erwähnt nur sexuelle Beziehungen zwischen anderen Personen als den eigenen Ehefrauen und Sklaven und Masturbation ist nur eine Sache, die man mit sich selbst ausübt und nicht mit anderen. Imam Shafi war die erste Person, die diesen Vers benutzt hat, um zu argumentieren, dass Masturbation verboten ist und viele andere haben diese Position von ihm blind übernommen, ohne zu hinterfragen, was er gesagt hat. Wenn Sie den Vers genau beobachten, würden Sie verstehen, dass das Wort Masturbation an keiner Stelle als verboten erwähnt wird. Das Wort "Diejenigen aber, die darüber hinaus etwas begehren, sind Übertreter." wird aus dem Zusammenhang gerissen und so interpretiert, dass der Masturbierende ein Übertreter ist, da er etwas sucht, das über das hinausgeht, was seine rechte Hand besitzt. [...] Im Koran und in den authentischen Hadithen werden als sexuelle Übertretungen Ehebruch, Unzucht und Homosexualität erwähnt. Dies sind die Dinge, die im Koran und in der Sunna verboten sind. [...] Wenn Allah (swt) und sein Gesandter (sal) etwas im Islam nicht sanktioniert haben, dann hat niemand das Recht, es nach seiner persönlichen Meinung zu verbieten. [...] Der Islam schweigt eindeutig zur Masturbation und es wurde nichts authentisch vom Propheten (sal) überliefert, das sie verbietet. [...] "Der Prophet (sal) sagte: "Wahrlich, Allah hat die Pflichten auferlegt - so vernachlässigt sie nicht. Und Er hat die Grenzen begrenzt - so überschreitet sie nicht. Und Sein Schweigen über die Dinge ist aus Seiner Barmherzigkeit, nicht aus Vergesslichkeit - so erforscht sie nicht." (Hasan Sahih-Ad-Darqutni Nr. 4/199 und auch Al-Baihaqi Nr. 10/122).

Auch stellt sich die Frage, ob das Verbot nicht im Widerspruch zum Koranvers 6:119 steht:

Sayyid Sabiq Al-Azhari schreibt: „Dass man mit seiner Hand masturbiert (Istimna’), widerspricht dem Anstand und guten Charakter [...] und die Rechtsgelehrten unterschieden sich in der Beurteilung davon. So gibt es jene von ihnen, die es als absolut verboten (Haram) erachten und jene von ihnen, die es unter gewissen Umständen als verboten (Haram) und unter anderen als erforderlich erachten und jene von ihnen, die es als verpönt (Makruh) erachten.” [...] „Was Ibn Hazm betrifft, so erachtete er die Masturbation (Istimna’) als verpönt (Makruh) und nicht als Sünde, da es einem Mann mit Konsens des ganzen Volkes zulässig (Mubah) ist, sein Genital mit seiner Linken anzufassen und wenn es zulässig (Mubah) ist, so gibt es nichts über dem Erlaubten hinaus, außer dem Vorsatz, zu masturbieren, was grundsätzlich nicht verboten (Haram) ist, da Gott sagt: "Er legte euch bereits im einzelnen dar, was Er euch verbot." (6:119) Und dies ist nichts, über das uns Gott im einzelnen darlegte, dass Er es für verboten (Haram) erklärte, weswegen es erlaubt (Halal) ist [Fiqh us-Sunnah, Seite 732]

Ob es nun erlaubt oder verboten ist, kann man daher nicht ultimativ sagen.

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Im Islam gibt es eine Trennung zwischen den Geschlechtern. Als Mann soll man sich nicht wie eine Frau verhalten, als Frau soll man sich nicht wie ein Mann verhalten. Das verdeutlicht die folgende Überlieferung:

Es ist von Abū ʿAbdillāh (aṣ-Ṣādiq) und Abū Ibrāhīm (al-Kāẓim) erzählt worden, dass sie sagten: Gottes Gesandter (ṣ.) sagte: „Gott verfluche diejenigen von den Frauen, die die Männer nachahmen und Gott verfluche diejenigen von den Männern, die die Frauen nachahmen.“ [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 5, Seite 552]

Insofern kommt es hier wieder stark auf die Interpretation an, was unter einer Frisur für Frauen zu verstehen ist.

Im sunnitischen Islam gibt es Überlieferungen, die noch einige weitere Einschränkungen machen, sodass beispielsweise kein Undercut erlaubt ist:

Al-Bukhaari (5921) und Muslim (2120) überlieferten von Ibn 'Umar, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) Qaza' verboten hat. Naafi' (einer der Überlieferer des Hadith) sagte und erklärte Qaza': Einen Teil des Kopfes eines Jungen zu rasieren und einen Teil zu lassen.
Al-Nasaa'i (5048) und Abu Dawood (4195) überlieferten von Ibn 'Umar, dass der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) einen Jungen sah, dem ein Teil des Kopfes rasiert worden war und ein Teil davon übrig blieb. Er forderte sie auf, das nicht zu tun und sagte: "Rasiert ihn ganz oder lasst ihn ganz." Al-Albaani stufte dies als saheeh in Saheeh al-Nasaa'i ein.

In anderen Worten: Entweder schneidet man die Haare gleichmäßig ab oder lässt sie wachsen. Aber viele Frisuren, die im Westen en vogue sind, wären nicht erlaubt.

In der Schia gibt es meines Wissens nicht solche Überlieferungen.

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Reaktorsicherheit ist bei Kernkraftwerken sehr wichtig:

Sicherheit von Kernkraftwerken soll Mensch und Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen ionisierender Strahlung schützen, die von Anlagen zur nuklearen Energieerzeugung ausgehen. [Wikipedia]

Es gibt drei Aufgaben:

  • Kontrolle der Reaktivität, siehe Reaktivitätsstörfall, z. B. Nuklearkatastrophe von Tschernobyl
  • Kühlung des Reaktorkerns, siehe Kühlmittelverluststörfall, Nachzerfallswärme, Kernschmelze, z. B. Nuklearkatastrophe von Fukushima
  • Sicherer Einschluss des radioaktiven Materials.
Ein Reaktivitätsstörfall ist eine Kombination von Fehlern, die zu einem starken Anwachsen der Spaltrate im Reaktor führt. Ohne Eingriff führt er zu unkontrollierbarem Leistungs- und Temperaturanstieg. Dies kann den Reaktorkern zerstören. Eine solche Leistungsexkursion (plötzliche Erhöhung der Leistung über die Nennleistung hinaus) hat 1986 den vierten Reaktorblock des Kernkraftwerkes in Tschernobyl völlig zerstört. Auslösende Ereignisse für einen solchen Reaktivitätsstörfall können sein: Versagen der Kontrollstäbe (unbeabsichtigtes Ausfahren oder Auswurf), Auswirkungen von Wasserdampfblasen, Temperatureffekte im Kühlmittel oder im Moderator , oder die Abnahme des Xenon-Gehaltes durch Zerfall oder Entweichen ( Neutronen absorbierendes Gas).
Als Kühlmittelverluststörfall [...] wird in der Kerntechnik ein Störfall bezeichnet, der zum Austreten von Kühlmittel aus dem Kühlkreislauf des Kernreaktors führt. [Wikipedia]
Die konkreten Schutzmaßnahmen hängen wesentlich ab von der eingesetzten Technologie (z. B. Leichtwasserreaktor, Hochtemperaturreaktor, Brutreaktor), vom geographischen Standort und von der nationalen Gesetzgebung. [Wikipedia]

Westliche Kernreaktoren sind sehr sicher:

In westlichen Leichtwasserreaktoren dienen sechs Barrieren zum Zurückhalten der radioaktiven Stoffe [...] Andere Reaktoren, insbesondere solche des ehemaligen Ostblocks, haben z. T. weniger und qualitativ schlechtere Barrieren. Aber auch nicht alle westlichen (oder deutschen) Reaktoren sind beispielsweise durch eine Stahlbetonhülle geschützt, die stark genug wäre, um dem Aufprall (z. B. Absturz) eines größeren Flugzeuges standzuhalten. [Wikipedia]

Bei weiterem Interesse sei die Lektüre Kernenergie: Kraftwerkstypen, Entwicklungen und Risiken von Harmut Frey (2021) zu empfehlen.

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Wie seht ihr die politische Landschaft 2021 nach der Wahl?

Willkommen meine neugierigen GF-Nutzer!

Ich habe mich mit der politischen Landschaft 2021 in DE beschäftigt und eine pol. Karte entworfen (siehe Politische Kordinatensystem) und die jeweiligen Parteien und deren dazugehörige Breitbande hinzugefügt. Diese sind versehen mit den Ovalen. Wichtig: sie repräsentieren lediglich die Breitbande einer Partei, nicht die Größe oder sonstiges.

Am Beispiel SPD. Alles im unterstem rechten Eck, soll den "rechten" Flügel repräsentieren, auch genannt: Seeheimer Kreis.
Oder die Schnittmenge zwischen AfD und CDU soll die WerteUnion oder schlicht die AfD-geneigten CDU-Mitglieder darstellen usw.

Deutlich werden sollte die jeweilige Nähe zur anderen Partei, seien es direkte Berührungen, Überschneidungen oder eben die auf der gleichen Höhe liegenden Parteien der jeweiligen Achse.

Ferner gilt ein weiterer wichtiger Hinweis. Die "Y-Achse" soll nicht die Beziehung zum Staat verdeutlichen - wie man es üblicherweise aus solchen Koordinaten kennt (Authoritarian, Libertarian) - sondern die gesellschaftliche/soziale Stellung einer Partei.

Die Rechtecke an den Ecken repräsentieren auch nur die jeweiligen Quadranten und sind nicht allzu sehr zu überinterpretieren. Beispielsweise ist mit "linksliberal" nicht sozialliberal gemeint.

So, soviel zur Legende.

Wie seht ihr die Verortung der jeweiligen Parteien? Was würdet ihr wie anders verorten?
Bin ich jeder Partei gerecht geworden? (Besonders an überzeugte Wähler o. Parteimitglieder einer Partei gerichtet)

Bitte um ausführliche Antworten.

Ach und solltest ihr euch über die Größe der AfD wundert, die ist bewusst so gewählt worden, weil sie irgendwo gewisse Nähe zu jeder Partei hat und damit soll auch ein wenig die Mitgliederwanderung deutlich werden.

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Insgesamt stimmig, aber...

Die AfD vertritt deutlich marktliberalere Ansichten, weswegen sie weiter rechts einzuordnen wäre. Das gilt genauso für die CDU/CSU.

Die Grünen sind deutlich autoritärer eingestellt. Die geben sich zwar gerne als liberale Partei, aber eigentlich sind die das genaue Gegenteil, da sie alles für den Bürger bestimmen wollen. Mündige Bürger wollen die nicht. Sie wollen alles mit Gesetzen und Verboten regeln.

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Bei der Suezkrise wollten Frankreich, England und Israel ihre kolonialen Interessen durchsetzen. Hintergrund ist die Verstaatlichung des Suezkanals.

Solche kolonialen Interventionen traten in der Geschichte immer wieder auf. Wenn Staaten nicht das machen, was seiner Zeit England und Frankreich wollten, wurde das Problem militärisch gelöst. Heute übernehmen die USA diese Aufgabe. Ein Staat, der sich nicht an die westlichen Spielregeln hält, wird bombardiert.

Auf Grund der Überlegenheit der Franzosen, Briten und Israelis konnten sich diese militärisch gegen Ägypten durchsetzen. Letztlich wurde das Problem aber durch internationalen politischen Druck gelöst.

Die Suezkrise ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Israel den Nahen Osten beherrschen will und gar nicht an Frieden interessiert ist. Israel will die arabischen Staaten beherrschen:

Am 29. Oktober 1956 begann Israel mit der Invasion des Gazastreifens und der Sinai-Halbinsel (Operation Kadesh) und stieß schnell in Richtung des Kanals vor. [Wikipedia]

Solche Invasionen sind völkerrechtswidrig. Israel hat massiv das Völkerrecht verletzt und einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg geführt.

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Die Vertriebenen besitzen nicht die israelische Staatsbürgerschaft. Es gibt viele Flüchtlinge, die staatenlos sind:

Als Nakba [...], deutsch Katastrophe oder Unglück, wird im arabischen Sprachgebrauch die Flucht und Vertreibung von etwa 700.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina bezeichnet. Sie vollzog sich zwischen dem UN-Teilungsplan für Palästina von 1947 und dem Waffenstillstand von 1949 nach dem Palästinakrieg, den sechs arabische Staaten gegen den am 14. Mai 1948 gegründeten Staat Israel führten. [Wikipedia]

Da sie keine israelischen Staatsbürger sind, können sie nicht in ihre alte Heimat zurückkehren und dort leben.

Das Rückkehrgesetz gilt lediglich für Juden:

Das Rückkehrgesetz [...] ist ein israelisches Gesetz von 1950, das Personen jüdischer Herkunft oder jüdischen Glaubens sowie deren Ehepartnern die Einwanderung nach Israel erlaubt. [Wikipedia]

Zuletzt sei gesagt, dass Israel seinen jüdischen Charakter nicht verlieren möchte, weswegen man nicht Tausende Araber im Land aufnehmen will. Im Gegenteil, die aktuelle Politik versucht gezielt Araber zu vertreiben:

Ein Sonderfall ist eine Siedlungspolitik wie im Falle Israels in Ostjerusalem. Dort wird in einigen Stadtteilen die eingesessene arabisch-palästinensische Bevölkerung zunehmend gegen eine jüdisch-israelische Bevölkerung ausgetauscht. Allerdings wird dabei nicht primär mit körperlicher Gewalt vorgegangen. Eingesessenen arabischen Palästinensern wird in der Regel zunächst auf juristischem Weg, insbesondere bei ungeklärten Grundeigentumsverhältnissen, das Bau- und Wohnrecht streitig gemacht. Die Umsetzung der juristischen Beschlüsse erfolgt häufig dadurch, dass vorhandene Bauten auf den betreffenden Grundstücken abgerissen und durch neue, zumeist höherwertig ausgestattete Gebäude ersetzt werden. Palästinenser, die aus Jerusalem wegziehen, verlieren zusätzlich ihre Aufenthaltserlaubnis. [Wikipedia]
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