Auf Grundlage welcher Daten nehmen wir unbewusst Gefahren war?

Kleines Beispiel. Ich war mal alleine nachts auf der Autobahn unterwegs und musste auf Toilette. Beim Aussteigen auf einem Rastplatz mit WC stellten sich mir schnell die Nackenhaare auf (ist mir noch nie passiert) und ich habe mich beobachtet gefühlt. Dadurch bin ich misstrauisch geworden und habe mich, die Lage abcheckend, umgesehen, habe aber keine Menschen Seele, nur geparkte Autos gesehen. Da ich männlich, sportlich und vom Kleidungsstil einen eher abschreckende Wirkung habe, mache ich mir in so "gruseligen" Situationen nie Sorgen.

Weil ich mir auf dieses Unsicherheitsgefühl keinen Reim machen konnte, bin ich dann ganz normal zum WC, wo 3 Herren rumlungerten, die keine Anstalten machten das WC zu benutzen, was mir dann bewusst spanisch vorkam. Den Vogel abgeschossen hat dann aber der Herr, der kurz vor meiner Abfahrt mit seinem entblößten Genital in der Hand an meinem Wagen vorbeischlenderte. Da ahnte ich dann grob wo ich da reingeraten war und hab meinem Wagen die Sporen gegeben ^^

Dass wir unbewusst Daten verarbeiten (wie beim Cocktailpartyeffekt) ist mir bekannt, aber auf einem Rastplatz mit ein paar Autos und LKW gibt es meines Erachtens nichts, was auf Gefahr hinweisen könnte. Womit kann das zusammenhängen? Hattet ihr auch schonmal ein "Nackenhaaraufstellerlebnis", wo sich dann später herausstellte, dass da tatsächlich was faul war?

Gefahr Menschen Psychologie Sinn Wahrnehmung
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