Mein Vermieter verlangt das ich die Wohnung Kündige, was kann ich tun?

Hallo, mein Problem ist folgendes: Ich bin 2015 zu meinem Neuen Lebensgefährten nach Leverkusen gezogen, mein Sohn, damals 23 Jahre, ist in der Wohnung in Berlin geblieben. Er hat dort nach jahrelanger Suche endlich einen Ausbildungsplatz gefunden. Ich habe meinen Vermieter angeschrieben meinen Sohn mit in den Mietvertrag rein zu nehmen. Ich bin mit meinem Sohn in die Wohnung in Berlin eingezogen, aber nur ich stehe im Mietvertrag, jedoch hat mein Vermieter Kenntnis von dem mit Einzug meines Sohnes, da ich ihn auf einem Fragebogen des Vermieters mit angeben musste. Mir wurde seitens einer Mitarbeiterin per E-Mail mitgeteilt das dazu diverse Unterlagen Notwendig sind. Nun Irgendwie ist das in den 2 Jahren Unter gegangen. Ich habe genug Probleme durch eine Laufende Scheidung und durch Privatinsolvenz. Die Miete wurde immer Pünktlich weiterbezahlt. Mein Lebensgefährte und ich wollen Heiraten sobald ich geschieden bin, außerdem habe ich eine Schmerzkrankheit die es nicht mehr zu lässt das ich meinen Job in einer Arztpraxis ausüben kann. Zufällig habe ich in Köln eine Anstellung gefunden von der ich von zuhause aus Arbeiten kann. Ich habe Meine bitte nach Aufnahme in den Mietvertrag erneuert, jedoch wird das seitens einer Mitarbeiterin Verneint. Für die bin ich unbekannt verzogen, wohne nicht mehr in der Wohnung und bin auch nicht mehr in Berlin gemeldet. Sie weist darauf hin, dass es seitens des BGB und BGH keine Verpflichtende Begründung gibt den Vertrag zu ändern. Sie stimmen einer Vertragsänderung zur Untermiete nicht zu. Wir erwarten ihre Kündigung. Ich habe darauf mit meinen Geänderten Lebensumständen geantwortet und Versichert das die Miete weiter Pünktlich kommt. Auch die Mitteilung von einer Mitarbeiterin über die Unterlagen habe ich beigefügt. Zurück kam das gleiche Schreiben mit dem Schlusssatz: Wir erwarten ihre Kündigung. Auszug aus dem Mietvertrag, sinngemäß: Untervermietung und Nachmieter bedürfen der Zustimmung des Vermieters. Eine Überlassung an dritte ist ein fristloser Kündigungsgrund. Ich werde Nicht Kündigen, denn ich habe keinen Grund darin sehe meinem Sohn das Dach über dem Kopf wegzunehmen. Warum sollte ich das tun? Ich fahre öfters mit meinem Lebensgefährten nach Berlin und Übernachten dort. Wieso Kündigt mein Vermieter nicht? Muss ich darauf irgendwie Reagieren? Oder kann ich die Miete einfach weiterzahlen als hätte ich nichts unternommen? Was kann ich tun das mein Sohn die Wohnung übernehmen kann?Ich verstehe dieses Sture Verhalten meines Vermieters nicht, da er seine Miete pünktlich bekommt und mein Sohn absolut unauffällig in der Wohnung lebt. Bisher gab es keine Beschwerden über irgendetwas, da ich davon ausgehe das mein Vermieter obwohl ich angeblich unbekannt verzogen bin mich angemahnt hätte. Meine Neue Adresse ist ihm seit 2015 Bekannt.Die Briefe meines Vermieters kommen ja bei meiner Neuen Adresse an. Ich hoffe ihr könnt mir einen guten Rat geben was ich tun kann. Annette

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Hier als Nachsatz was möglich wäre um den Sohn in den Mietvertrag zu bekommen. Sie Kündigt und beendet das Mietverhältnis vorzeitig vor Beendigung der 3 Monatsfrist. Meine Lebensgefährtin erfüllt 2 der 3 Punkte. Somit wäre der Sohn drin. Nur wollen wir es nicht unbedingt auf einen Prozess ankommen lassen. Wie ist da eure Meinung?

Gesetzliche Rahmenbedingungen: Wann darf ich einen Nachmieter stellen?

In bestimmten Fällen ist ein Mieter berechtigt, ein Mietverhältnis vorzeitig zu beenden und einen Nachmieter zu stellen. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag eine Nachmieterklausel enthält oder der Mieter ein berechtigtes Interesse für eine vorzeitige Beendigung vorweisen kann. Ein solches berechtigtes Interesse kann vorliegen, wenn:

der Mieter aus beruflichen Gründen zu einem Ortswechsel gezwungen ist der Mieter heiratet oder sich Familienzuwachs ankündigt und somit eine größere Wohnung benötigt wird sich der Mieter aus altersbedingten Gründen nicht mehr allein zu Hause versorgen kann und in einem Pflegeheim untergebracht werden muss

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Mein Vermieter verlangt das ich die Wohnung Kündige, was kann ich tun?

Hallo, mein Problem ist folgendes: Ich bin 2015 zu meinem Neuen Lebensgefährten nach Leverkusen gezogen, mein Sohn, damals 23 Jahre, ist in der Wohnung in Berlin geblieben. Er hat dort nach jahrelanger Suche endlich einen Ausbildungsplatz gefunden. Ich habe meinen Vermieter angeschrieben meinen Sohn mit in den Mietvertrag rein zu nehmen. Ich bin mit meinem Sohn in die Wohnung in Berlin eingezogen, aber nur ich stehe im Mietvertrag, jedoch hat mein Vermieter Kenntnis von dem mit Einzug meines Sohnes, da ich ihn auf einem Fragebogen des Vermieters mit angeben musste. Mir wurde seitens einer Mitarbeiterin per E-Mail mitgeteilt das dazu diverse Unterlagen Notwendig sind. Nun Irgendwie ist das in den 2 Jahren Unter gegangen. Ich habe genug Probleme durch eine Laufende Scheidung und durch Privatinsolvenz. Die Miete wurde immer Pünktlich weiterbezahlt. Mein Lebensgefährte und ich wollen Heiraten sobald ich geschieden bin, außerdem habe ich eine Schmerzkrankheit die es nicht mehr zu lässt das ich meinen Job in einer Arztpraxis ausüben kann. Zufällig habe ich in Köln eine Anstellung gefunden von der ich von zuhause aus Arbeiten kann. Ich habe Meine bitte nach Aufnahme in den Mietvertrag erneuert, jedoch wird das seitens einer Mitarbeiterin Verneint. Für die bin ich unbekannt verzogen, wohne nicht mehr in der Wohnung und bin auch nicht mehr in Berlin gemeldet. Sie weist darauf hin, dass es seitens des BGB und BGH keine Verpflichtende Begründung gibt den Vertrag zu ändern. Sie stimmen einer Vertragsänderung zur Untermiete nicht zu. Wir erwarten ihre Kündigung. Ich habe darauf mit meinen Geänderten Lebensumständen geantwortet und Versichert das die Miete weiter Pünktlich kommt. Auch die Mitteilung von einer Mitarbeiterin über die Unterlagen habe ich beigefügt. Zurück kam das gleiche Schreiben mit dem Schlusssatz: Wir erwarten ihre Kündigung. Auszug aus dem Mietvertrag, sinngemäß: Untervermietung und Nachmieter bedürfen der Zustimmung des Vermieters. Eine Überlassung an dritte ist ein fristloser Kündigungsgrund. Ich werde Nicht Kündigen, denn ich habe keinen Grund darin sehe meinem Sohn das Dach über dem Kopf wegzunehmen. Warum sollte ich das tun? Ich fahre öfters mit meinem Lebensgefährten nach Berlin und Übernachten dort. Wieso Kündigt mein Vermieter nicht? Muss ich darauf irgendwie Reagieren? Oder kann ich die Miete einfach weiterzahlen als hätte ich nichts unternommen? Was kann ich tun das mein Sohn die Wohnung übernehmen kann?Ich verstehe dieses Sture Verhalten meines Vermieters nicht, da er seine Miete pünktlich bekommt und mein Sohn absolut unauffällig in der Wohnung lebt. Bisher gab es keine Beschwerden über irgendetwas, da ich davon ausgehe das mein Vermieter obwohl ich angeblich unbekannt verzogen bin mich angemahnt hätte. Meine Neue Adresse ist ihm seit 2015 Bekannt.Die Briefe meines Vermieters kommen ja bei meiner Neuen Adresse an. Ich hoffe ihr könnt mir einen guten Rat geben was ich tun kann. Annette

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Untervermietung nicht erlaubt: Vermieter muss unter Umständen Schadensersatz zahlen

Für Mieter kann es sich in manchen Situationen lohnen, ihre Wohnung unterzuvermieten. Erlaubt der Vermieter dies nicht, muss er unter Umständen Schadensersatz zahlen. Dies entschied der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 349/13).

Verbietet ein Vermieter seinen Mietern die Untervermietung der Wohnung, ist er unter Umständen dazu verpflichtet, Schadensersatz zu zahlen. Foto: jumedita/fotolia.com Foto: jumedita/fotolia.com

Wenn sich Mieter über längere Zeit in einer anderen Stadt oder im Ausland aufhalten, bietet es sich an, einen Teil ihrer Wohnung unterzuvermieten – schließlich lassen sich so Kosten sparen und der Wohnraum wird in der Zeit ohnehin nicht benötigt. Wenn Mieter ihre Wohnung untervermieten wollen, müssen sie immer die Erlaubnis des Vermieters einholen. In vielen Fällen muss der Vermieter aber zustimmen. Macht er das nicht, muss er unter Umständen Schadensersatz zahlen, wie der Bundesgerichtshof nun in einem Urteil bestätigte.

Im vorliegenden Fall hatten die Kläger seit 2001 eine Dreizimmerwohnung in Hamburg gemietet. Ab Ende 2010 hielten sie sich aus beruflichen Gründen für eine befristete Zeit ein Kanada auf. Sie ließen ihren Vermieter daher wissen, dass sie zwei Zimmer ihrer Wohnung für zwei Jahre untervermieten wollen. Der Vermieter stimmte jedoch nicht zu. Daraufhin verklagten ihn die Mieter auf Schadensersatz, die Höhe entsprach der entgangenen Untermiete bis Oktober 2011: ein Betrag von von 7.475 Euro.

Untervermietung im Interesse der Mieter

Der Bundesgerichtshof gab den Mietern in letzter Instanz Recht. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) können Mieter von ihrem Vermieter die Erlaubnis zur Untervermietung verlangen, wenn sie ein berechtigtes Interesse daran haben. Ein solches Interesse sei durch den Auslandsaufenthalt gegeben. Weil der Vermieter die Untervermietung jedoch nicht erlaubte, habe er seine mietvertragliche Pflicht verletzt und müsse daher den daraus entstandenen Schaden tragen.

Unerheblich sei bei der Entscheidung gewesen, dass die Hauptmieter vorhatten, das verbliebene dritte Zimmer nur gelegentlich zu Übernachtungszwecken zu nutzen. Der Mieter habe auch dann ein Recht darauf, Teile der Wohnung unterzuvermieten, wenn er die Wohnung nicht vollständig aufgibt – zum Beispiel wenn er ein Zimmer zurückbehält, um darin gelegentlich zu übernachten oder Möbel zu lagern.



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