Chef kontrolliert uns in Werkstatt mit Schließsystem, spioniert uns aus und belästigt Kranke – Was tun?

Hallo zusammen,

ich arbeite in einer Werkstatt bei einem Staatsunternehmen und die Situation mit unserem Chef wird langsam echt unerträglich. Er betreibt extremes Mikromanagement und baut einen psychischen Kontrollwahn auf, der das ganze Team spaltet. Ich brauche mal euren Rat, was wir da rechtlich und betrieblich tun können.

Hier mal die Punkte, was aktuell abgeht:

Wir müssen unsere Arbeitszeiten manuell eintragen. Jetzt wurde ein neues digitales Schließsystem eingebaut und der Chef meinte direkt, er könne jetzt nachschauen, wer wann kommt. Das Absurde: Das System trackt beim Rausgehen gar nicht (wir gehen einfach durch), und wenn ich einen Kollegen morgens mit reinlasse, gibt es eh keine korrekten Daten. Trotzdem nutzt er es als Druckmittel.

Er ruft ständig wahllos Mitarbeiter auf MS Teams an und fragt: „Wo ist XY?“ oder „Was macht der gerade?“. Er will im Grunde, dass wir unsere eigenen Kollegen ausspionieren. Ich habe ihm letztens, als er mich wieder nach meinem Sitznachbarn ausgehorcht hat, direkt gesagt: „Ich bin nicht die Dienstaufsicht.“ Außerdem ruft er ständig an, um Fristen abzufragen, obwohl wir alle Daten tagesaktuell in Echtzeit in SharePoint-Listen pflegen. Er könnte einfach nachschauen, ignoriert das aber und blockiert mit den Anrufen unsere Werkstattarbeit. Viele gehen schon gar nicht mehr ran.

Bis auf einen Mitarbeiter betrifft dieser Kontrollwahn alle. Dieser eine Kollege ist ein Fachkoordinator (FKO) und der absolute „Liebling“. Er darf meistens 2 Tage die Woche ins Homeoffice und hat alle Freiheiten. Seinem Vorgänger auf exakt derselben Stelle wurde Homeoffice damals noch streng verboten mit der Begründung: „Wir sind eine Werkstatt, hier gibt es kein Homeoffice“ (der Vorgänger hat am Ende gekündigt, weil er vom Chef nur angelogen wurde). Jetzt beim Nachfolger geht es plötzlich. Unser anderer FKO hingegen muss jeden Tag vor Ort sein, weil er an den Automaten und Schaltschränken arbeitet und den ganzen Office-Kram miterledigen muss.

Gestern hat sich der besagte Homeoffice-FKO krankgemeldet. Da der andere FKO im Urlaub ist, gab es keine Vertretung. Der Chef hat den Kranken gestern nach eigenen Angaben mindestens 5-mal privat kontaktiert und belästigt. Heute gegen 11 Uhr kam der Chef dann und meinte, die Liste sei jetzt endlich fertig und wir würden unsere Etiketten bekommen. Er hat also eiskalt einen krankgeschriebenen Mitarbeiter so lange unter Druck gesetzt, bis dieser im Krankenstand gearbeitet hat!

Ich habe wegen einer früheren Sache (da hat er vertrauliche Daten von uns weitergegeben) schon mal den Datenschutzbeauftragten der DB kontaktiert, aber da kam leider nie eine Rückmeldung. Die Gewerkschaft meinte, wir sollen das erst mal intern klären. Unser anderer FKO steht zum Glück auf unserer Seite.

Meine Fragen an euch:

  • Ist das mit dem Schließsystem und den Kontrollanrufen überhaupt erlaubt, wenn wir eine transparente SharePoint-Liste haben?
  • Was sagt die Gesetze dazu, wenn ein Chef nachweislich Kranke im Krankenstand zur Arbeit drängt?
  • Sollen wir als geschlossene Werkstattmannschaft direkt zum Betriebsrat gehen, und wie stehen unsere Chancen, den Chef damit einzubremsen?

Danke für eure Einschätzungen und Tipps!

Beruf, Arbeitgeber

10 Jahre "Hölle" vor der Periode – Endometriose ausgeschlossen, Verdacht auf schwere PMDS?

Hallo zusammen,

ich brauche mal euren Rat oder eure Erfahrungen. Ich kämpfe seit ca. 10 Jahren mit extremen Beschwerden, die immer etwa 10 Tage vor meiner Periode anfangen. Angefangen hat alles kurz nach einem Schwangerschaftsabbruch vor 10 Jahren – seitdem ist mein Zyklus ein Albtraum.

Meine Symptome:

  • Extreme Reizbarkeit & "Ausraster": Ich bin mittlerweile fast durchgehend gereizt, raste wegen Kleinigkeiten aus und fühle mich psychisch völlig am Ende.
  • Massive Schmerzen: Ich tracke meine Symptome sehr genau. Trotz 400mg Magnesium habe ich Schmerzspitzen von 7-8 (auf einer Skala bis 10). Die Krämpfe rauben mir den Atem, ich liege oft nur noch auf der Couch oder sitze auf dem Klo und kann mich nicht bewegen.
  • Zyklischer Verlauf: Sobald die Blutung einsetzt, sind die Schmerzen und die Gereiztheit fast schlagartig weg. Ich glaube ich bin eine der wenigen Frauen, die ihre Periode sehnlichst erwarten.

Wie es bisher lief:

  • Lange wurde ich mit "normalen Regelschmerzen" abgespeist. Ich saß da heulend vor Angst vor den Schmerzen.
  • Verdacht auf Endometriose, weil eine Zyste gefunden wurde auf dem Ultraschall: Ich hatte im Dezember eine Bauchspiegelung (OP), aber es wurde nichts gefunden.
  • Ich habe Adipositas und vertrage absolut keine hormonelle Verhütung (Pille), daher fallen Hormone als Therapie weg.
  • Mönchspfeffer und Magnesium nehme ich schon lange, aber mittlerweile ändert sich nichts mehr. Es sind nur 2 Tage weniger Schmerzen geworden.

Ich habe im Internet von PMDS gelesen und das passt besser als Endometriose. Ich verstehe auch nicht wie auf Endometriose geschlossen wurde, weil ich ja keine Schmerzen während der Periode habe.

Ich möchte meine Ärztin auf PMDS und das empfohlene Medikamente Naproxen und Sertralin (SSRI) ansprechen. Ich hatte früher mal einen Versuch mit Escitalopram, musste davon aber sofort erbrechen. Ich habe gelesen, dass die Medikamente am häufigsten verschrieben werden.

Meine Frage an euch:

Hat jemand von euch PMDS und kann berichten??

Danke fürs Lesen, ich freue mich über jeden Austausch!

Schmerzen, Endometriose, Frauenprobleme, Periode, PMS, PMDS
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