Ich bin auf ein paar Gedanken gestoßen, welche mich nicht loslassen, deswegen hätte ich gerne ein paar Meinungen zu dem Thema. Sorry für den langen Text.
Das Ziel eines jeden Menschen ist es ein glückliches Leben zu haben, alles was man erreicht hat wird durch den Tod irrelevant, ich weiß das, trotzdem gehe ich wahrscheinlich mein halbes Leben durch die Hölle, nur um mein Ziel zu erreichen. Für mich macht das keinen Sinn, warum macht man sich das Leben nicht so einfach wie möglich? Wenn das Ziel erreicht ist, ist es unmöglich, so glücklich und zufrieden deswegen zu sein, dass es die lange und harte Arbeit ausgleicht. Niemals wird der Punkt kommen an dem man sagt: "Ich habe alles erreicht, ich bin zufrieden.". Ich glaube nicht daran, an diesem Zeitpunkt vollkommen zufrieden sein zu können. Es wird erst genug sein, wenn man realisiert, dass es nie genug sein kann. Und deswegen frage ich mich, warum Leben Menschen nur für den hart erarbeiteten Erfolg und nicht für ein zufriedenes Leben? Warum sollte man harte Arbeit in Kauf nehmen, wenn sie am Ende nichts bringt außer vergängliches Glück und weitere Menschen, welche zu dir aufschauen und genauso sein wollen wie du? Fühlt sich Anerkennung und Status besser an als ein konstant zufriedenes Leben durch Dankbarkeit, Schmerzlosigkeit, Selbstfindung, Selbstliebe oder bedingungslose Wertschätzung durch andere? Oder wollen alle Menschen Anerkennung, weil alle Menschen Anerkennung wollen? Ist es der Sinn des Lebens, hart zu arbeiten um sich einen Traum ermöglichen zu können? Möchte das Leben uns beibringen, dass wir mit harter Arbeit, alles schaffen können? Oder eher, dass die ewige Zufriedenheit nicht durch Erfolg erreichbar ist? Was fühlt man nach dem erreichen eines lang ersehnten Traumes? Kann der Traum von Erfolg und Reichtum es überhaupt gerecht werden, einen Teil des Lebens dafür zu geben, obwohl er nach dem Tod irrelevant wird? Warum sollten Menschen das tun? Ist ein Großteil der Menschheit vielleicht einfach nur unzufrieden mit dem Leben in dieser Welt? Ist es das Streben oder die Hoffnung auf das leider unerreichbare ewige Glück? Könnte man aus dieser Theorie ziehen, dass sich ein Großteil der Gesellschaft, nicht mit dem Leben in der heutigen Welt wohlfühlt? Oder spiegelt sie eher die Undankbarkeit bzw. das nicht wertschätzen des Lebens der Menschheit wieder? Machen Menschen Erfolg zu dem Sinn ihres Lebens, nur um am Ende den Sinn ihres Lebens wieder zu verlieren? Könnte allein die Erkenntnis, dass der materielle Erfolg alleine, niemals zum Erfolg eines konstant zufriedenen Lebens führen kann, und dass ein ewiges Glück nicht existiert, wertvoller sein als jede Form äußerlichen Erfolgs, der sich lediglich an messbaren Gütern orientiert und die Qualität des gelebten Lebens unberücksichtigt lässt?