Moralisches Dilemma: Medizinstudium oder Bundeswehr?

Servus meine Freunde,

ich (M/20) absolviere zur Zeit ein Auslandsstudium der Humanmedizin für 5000€ pro Jahr. Mein ursprünglicher Plan war es, Arzt bei der Bundeswehr zu werden, hat aber nicht ganz gereicht. Ich habe allerdings meine Eignung als Offizier mit recht interessanten Verwendungsmöglichkeiten erhalten. So, auf alle Fälle habe ich mir gedacht, dass ich später als Arzt auch zum Bund gehen kann, wie es nun eigentlich mal geplant war. Aber: Mein Vater hat vor einem Jahr ca. einen schweren Herzinfarkt gehabt aufgrund von hoher beruflicher Belastung. Er arbeitet seit dem "leider" immer mehr, um mir hier mein Studium finanzieren zu können. Mich plagt das persönlich sehr. Ich habe mich deswegen auch um ein Stipendium beworben, was ich auch erhalten habe (300€ p.Monat). Die Studiengebühren selber (30.000€) habe ich mir von einer bekannten geliehen. Sie zahlt mir immer den zu zahlenden Betrag aus und sollte ich z.B jetzt abbrechen, muss ich nur das zurückzahlen, was sie mir auch zur Verfügung gestellt hat. Für mich persönlich ist das Problem folgendes: Mit jedem Monat steigt für mich die Belastung enorm, denn, ich bekomme ja jeden Monat Geld von mehr oder weniger fremden Leuten. Sollte ich das Studium nicht schaffen (bin jetzt noch im 1.Semester), muss ich das Stipendium innerhalb von einem Monat zurückbezahlen ( wären z.B nach 1 Jahr schon ca.4000€). Dann dazu die Studiengebühren, also nochmal 5000€. Ergo, 9000€ aus dem nichts. Und wer muss es dann zahlen? Richtig. Mein Vater, weil ich ja kein Einkommen habe. Am liebsten würde ich gefühlt zur Bundeswehr gehen, wobei ich muss ehrlich gestehen: Ich bin mir absolut unschlüssig, wie ich das Entscheiden soll. Ich fühle mich bzgl. meines Vaters extrem mieß und aufgrund der Situation extrem unter Druck gesetzt. Aber ist das eine Rechtfertigung dafür, das hier hinzuschmeißen? Bundeswehr würde mich auch mega reizen. Ich bin total zerrissen irgendwie. Was meint ihr?

LG

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