Zusammen mit seinen Brüdern stand er in innerer Distanz zum NS-Regime, war von den Ideen Stefan Georges und dessen Vision eines "geheimen Deutschland" geprägt. Stauffenberg hatte anfänglich auf die Machteroberung Hitlers als politischen Neuanfang gesetzt, übte aber früh Kritik an dessen Führungsstil und hoffte, dass es möglich sein werde, nach dem Krieg mit der "braunen Pest" aufzuräumen.

Seit dem Überfall auf die Sowjetunion wurde er sich darüber klar, dass Deutschland in eine militärische Katastrophe hineintrieb, die infolge der kontinuierlichen Überspannung aller Ressourcen unvermeidlich eintreten musste. Im Unterschied zu den siegversessenen Armeeführern erkannte er, dass die nach dem Rückschlag vor Moskau eskalierenden Verluste der Wehrmacht auf mittlere Sicht nicht mehr ausgeglichen werden konnten.

Auf Grund der Entschlusslosigkeit der von ihm als "Teppichleger im Generalsrang" verspotteten Marschälle, die widerstandslos Hitlers verbrecherisches Konzept eines "Rassenvernichtungskrieges" befolgten, sah Stauffenberg nur den Ausweg, Hitler durch ein Attentat auszuschalten.

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Der Doktor ist nicht zwangsläufig auch Professor, und der Professor hat nicht zwangsläufig auch einen Doktortitel. Der Doktor kann Mediziner sein, oder jemand, der in der Industrie tätig ist, oder er kann natürlich auch eine Professur haben und somit auch Professor sein. Ein Professor kann seine Professur mit oder ohne Doktortitel bekommen haben - nicht in jedem Fach und nicht in jedem Land ist es nötig, einen Doktortitel zu besitzen, um eine Professur zu bekommen. Das, was wir landläufig als "Doktor" bezeichnen, besagt lediglich, daß jemand eine Doktorarbeit geschrieben hat - lustigerweise jedoch nicht immer im Falle von Medizinern. Das, was wir landläufig als "Professor" beschreiben, ist eine berufliche Lehr- und Forschungstätigkeit an einer Universität, einem Polytechnikum, oder einer Fachhochschule, für die man zwar mit einem Doktortitel gut gerüstet ist, aber Voraussetzung ist es nicht in allen Fällen.

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