Beim Autokauf betrogen -> schwere Mängel: Was tun?

Hallo liebe Rechtsexperten!

Ich habe mir im Oktober einen Renault Twingo BJ '98 zugelegt, gekauft bei einem gewerblichen Verkäufer. Beim Abschluss des Kaufes wurde mir versichert, dem Auto einen neuen TÜV zu verpassen, alles was dem im Wege stünde, sollte repariert werden.

Was mir schon beim Abholen des Autos aufgefallen ist, war, dass aus dem Heckbereich bei jedem Federn des Autos merkwürdige Geräusche kommen. Der Händler jedoch versicherte mir, dass mit dem Auto alles okay sei. Darauf habe ich mich (auch vor dem Hintergrund, dass der Wagen tatsächlich einen neuen TÜV hat) dann auch verlassen, ich bin kein Experte auf dem Gebiet, muss ich dazu sagen.

Nun hat sich ein Bekannter von mir das Auto mal vorgenommen, nachdem auf der Autobahn aus dem Motorraum ein komisches Geräusch kam. Nach einer Testfahrt und einem Blick unters Auto (was insgesamt keine 10 Minuten gedauert hat), hat dieser mir eine erschreckende Liste von lebensgefährlichen Mängeln präsentiert, die bei Weitem noch nicht vollständig ist, die Ursache des Geräusches hat er nicht einmal gefunden. Alle vier Stoßdämpfer sind hinüber, der Auspuff ist locker, durch den großen Federweg und den losen Auspuff wird das Bremskabel zwischen Unterboden und Endrohr eingeklemmt und gequetscht (ist schon fast leckgeschlagen).

Über einen TÜV kommt dieses Auto, darüber sind er und ich uns einig, nicht.

Meine Frage: Was kann ich jetzt tun? Ich habe verschiedene Versionen gehört, die von "das ist Lehrgeld - davon siehst du nichts wieder!" bis hin zu "da das vorsätzlicher Betrug war, kannst du das Auto zurückgeben und das komplette Geld zurückbekommen, der Vertrag ist nämlich null und nichtig" reichen. Wer Ahnung hat, möge mich teilhaben lassen, ich danke Euch im Voraus für die investierte Zeit!

Auto, Betrug, Recht, Kaufvertrag, Autokauf, Vertragsrecht
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