Warum fragen Muslime immer, wo denn in der Bibel drin stehen würde, dass Jesus Gott ist, wenn es doch mehrfach drin steht?

Der Gott des Islam hat 99 Namen: https://de.wikipedia.org/wiki/Gottes_sch%C3%B6ne_Namen http://www.islam.de/73.php

Der Gesandte Allahs (S) sagte:
"Allah (T) hat neunundneunzig Namen. Wer sie auswendig lernt, der wird ins Paradies eintreten. Allah ist ein Einziger und liebt, dass man in jeder Handlung ungerade Zahl macht." (z.B. wenn man dreimal aus etwas trinkt, drei Datteln isst, usw.)

Quelle: 40 Hadithe über den Alltag von Dipl. Päd. Uslu Hülya & Dipl. Päd. Uslu Vahit.

Unter ihnen "die Wahrheit", "die Auferstehung", "der Erste & der Letzte", "der König der Könige" und "das Licht". Jesus hat sogar selbst gesagt, dass er Gott ist:

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Johannes 14,6
Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Johannes 11,25-26
Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Offenbarung 22,13

Es gibt noch weitere Bibelzitate:

Sie werden mit dem Lamm Krieg führen, aber das Lamm wird sie besiegen. Denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige. Bei ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Treuen. Offenbarung 17,14
Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12

Wieso fragen Muslime dann, wo in der Bibel drin stehen soll, dass er Gott ist? Jesus ist demnach der Gott des Islam. Er ist Allah.

Religion, Islam, Christentum, Philosophie und Gesellschaft
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Warum glauben Muslime, Jesus habe zum Dschihad aufgerufen?

Muslime behaupten, dass Jesus selbst zum Dschihad aufgerufen hat und zitieren zur Untermauerung ihrer These Matthäus 10,34-36:

Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 

Tatsächlich hat Jesus nie zu einem bewaffneten Kampf aufgerufen. Dies wird deutlich, wenn wir uns Lukas 12,51-53 ansehen:

Denkt ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung. Denn es werden von nun an fünf in einem Haus entzweit sein; drei mit zweien und zwei mit dreien; es werden entzweit sein Vater mit Sohn und Sohn mit Vater, Mutter mit der Tochter und Tochter mit der Mutter, Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und Schwiegertochter mit der Schwiegermutter.

Jesus rief nicht zum bewaffneten Kampf auf, sondern vielmehr warnte er davor, dass seine Botschaft Menschen spalten würde. Selbst Mitglieder der eigenen Familie würden einander zu Feinden werden. Matthäus 10,21-22:

Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben gegen die Eltern und sie zu Tode bringen. Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen.

Jesus erklärte also, seine Botschaft werde dazu führen, dass Menschen zum Schwert greifen werden, um diejenigen zu bekriegen, die ihm nachfolgen.

Muslime behaupten doch immer, dass Dschihad lediglich Verteidigung sei und sagen, dass Jesus ein Muslim gewesen ist, da er dem einen wahren Gott - sprich Allah - diente. Wieso sollte er dann also zu einem Dschihad aufgerufen haben, wenn der Gott der Muslime so friedlich sein soll?

Religion, Islam, Christentum
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Warum behaupten muslimische Konvertitinnen u. Konvertiten, die vorher Christinnen oder Christen waren, dass Mohammed Frauen die meisten Rechte zugesprochen hat?

Die Lehren bzw. Einstellungen von Jesus und Mohammed gegenüber Frauen könnten diametraler kaum sein. Diese Unterschiede alle aufzuzählen würde wohl den Rahmen sprengen, aber nachfolgend einige Beispiele:

  • Mohammed sagte unter anderem, dass Frauen ein "böses Omen" sind oder Unglücksbringer sein würden. Auch machen sie das Gebet zunichte.
  • Mohammed attestierte ihnen eine mindere Intelligenz und deswegen ist ihre Zeugenaussage nur halb so viel wert (Sure 2,282): https://sunnah.com/bukhari/6/9
  • Mohammed ließ sie weniger erben: Sure 4,11.
  • Mohammed lehrte, dass Muslime die Erlaubnis haben, Frauen und Kinder als Sklavinnen oder Sklaven zu nehmen. Kapitel 29 im achten Buch der Hadithensammlung Sahih Muslim trägt die Überschrift: "Es ist erlaubt, sexuellen Verkehr mit einer gefangenen Frau zu haben, nachdem sie (von der Menstruation oder der Geburt) gereinigt ist. Falls sie einen Ehemann hat, ist ihre Ehe aufgehoben, sobald sie in Gefangenschaft gerät." Siehe auch Sure 4,24.
  • Mohammed lehrte, dass verheiratete Frauen dem Mann untergeordnet sind und geschlagen werden dürfen, wenn sie sich auflehnen: Sure 4,34 (siehe auch die Überlieferung).
  • Mohammed lehrte, dass die verheirateten Frauen ein "Saatfeld" des Mannes sind: Sure 2,223. Auch dürfen sie sich sexuell nur in Ausnahmefällen verweigern, siehe etwa diesen Hadith: "Wann immer der Ehemann mit seiner Frau Verkehr haben möchte, darf sie sich ihm nicht verweigern, auch wenn sie auf dem Rücken eines Kamels sitzt." (Zitiert in "Frauen und die Scharia" von Prof. Dr. Christine Schirrmacher und Prof. Dr. Ursula Spuler-Stegemann, 2. Auflage, Taschenbuchausgabe Juni 2006, Seite 127 (das Kapitel ist von Christine Schirrmacher))

Mohammed stellte Frauen negativ dar, Jesus aber behandelte Frauen genauso wie Männer. Er hat nie etwas Konkretes darüber gesagt, dass der Charakter der Frauen anders sei als der der Männer. Jesus lobte Frauen für ihren Glauben, er vergab ihnen Sünden, er trieb ihre Dämonen aus und er heilte auch ihre Krankheiten - genauso, wie er es auch bei Männern machte. Wieso stellen sie dann ausgerechnet Mohammed als ersten Feministen dar - und eben nicht Jesus?

Religion, Islam, Politik, Christentum, Philosophie und Gesellschaft
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Warum konvertieren einige wenige Christen zum Islam, obwohl der Koran Fehler bezüglich des Christentums enthält?

Gerade Christen müssten doch erkennen, dass der Koran fragwürdige Angaben über ihren (ehemaligen) Glauben (und andere) enthält. Beispiele:

  • Christen werden im Koran auch als Beigeseller (5,72) dargestellt und man wirft ihnen vor Drei zu sagen (4,171), obwohl Christen strenge Monotheisten sind und auch Jesus nichts anderes lehrte (Matthäus 22,34-38).
  • Der Koran sagt: Und wenn Allah sagt: „O ʿĪsā, Sohn Maryams, bist du es, der zu den Menschen gesagt hat: ‚Nehmt mich und meine Mutter außer Allah zu Göttern!‘?“ (5,116) Kein Christ glaubt an drei Götter (Maria ist keine Gottheit) und sie ist auch kein Gegenstand der Dreifaltigkeit.
  • Auch wird Jesus im Koran zitiert, nur soll dieser (die Mutter der Schrift, 3,7; 13,39; 43,4) schon ewig bei Allah im Himmel existiert haben auf der wohlverwahrten Tafel (85,22). Wie soll dann Jesus darin zitiert worden sein? Auch wird erklärt, dass diese ursprüngliche Schrift an herausgehobene Propheten offenbart worden war, dann indes verfälscht wurde: Thora (Moses), Psalmen (David) und Evangelium (Jesus). Nur der Koran wurde nicht verfälscht. Allerdings wird hier ja ein geschichtlicher Ablauf erklärt, obwohl der Koran kein geschichtliches Buch sein soll.
  • Alle Evangelien der Bibel können demnach aus muslimischer Sicht nicht richtig sein, da sie alle nach Jesus entstanden sind und Jesus folglich keines dieser Evangelien offenbart bekommen haben kann. Aber dieses ominöse Barnabas-Evangelium wurde Jahrhunderte nach Jesus verfasst und in diesem prophezeite er das Kommen des Propheten Mohammed. Wieso berufen sich viele Muslime dann hierauf, wenn auch dieses Evangelium erst nach Jesus entstanden ist?
  • Der Koran lag also auf der wohlverwahrten Tafel, aber Verse wurden dann abrogiert (16,101; 2,106). Auch daran erkennt man doch, dass es eine geschichtliche Abfolge gab und dass der Koran nicht ewig schon bei Allah im Himmel gelegen haben kann.
  • Ferner hat Mohammed für bestimmte Situationen Verse offenbart bekommen, der Koran weist also einen Bezug zu Mohammeds Biographie auf.
Religion, Islam, Politik, Christentum, Philosophie und Gesellschaft
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