Von Eltern ausziehen - ALG II?

Ich stecke in einem Dilemma. Beziehe seit Kurzem ALG II / Hartz 4 und wohne in einem totalen Kaff in Bayern. Hier eine Arbeit zu finden ist sogut wie hoffnungslos. Ich habe mich schon in Berlin und Frankfurt umgesehen und in Frankfurt eine Stelle gefunden, allerdings vorerst für 2 Wochen auf Praktikumbasis. Nun ist ja der normale Vorgang --> Arbeit suchen --> dann Wohnung in der jeweiligen Stadt --> läuft!

Scheint aber ein Teufelskreislauf zu sein, weil ich jetzt eine Wohnung brauch, aber kein Beschäftigungsverhältnis vorweisen kann, weil Praktikum vorerst. Und andersrum kann ich das Praktikum und die damit verbundene Aussicht auf die Stelle auch knicken, ohne Wohnung! Das JobCenter stellt sich auch quer irgendwie. Da meinten sie, dass Wohnungskosten nicht übernommen werden und auch Provision nicht gezahlt wird für eine Wohnung. Hallo?? Ich bin 25 und habe ein Anrecht auf eine eigene Wohnung soweit ich weiß. Also dürfte es dem JobCenter doch egal sein, wo ich hinziehen will, selbst wenn ich da keine Praktikumstelle hab. Zumal ich in Frankfurt viel mehr Chancen habe, wieder auf eigene Beine zu kommen finanziell / beruflich, als in einem 5.000 Einwohner Kaff ohne KFZ.

Weiß hier Jemand aus eigener Erfahrung Bescheid wie mans am Besten anstellt? Mal unabhängig vom Praktikum und der Stelle, die ich jetzt hab - kann ich grundsätzlich sagen, ich möchte in eine eigene Wohnung ziehen nach Frankfurt, obwohl ich aktuell Hartz 4 bekomme? Ich hab da weiterhin keine Lust drauf in meinem Elternhaus zu leben und das sollte auch nur vorübergehend so sein und nicht auf Dauer. Ich mein was wäre denn wenn ich keine Eltern hätt? Ich muss doch als 25jähriger ein Anrecht auf einen eigenen Haushalt haben, in einem Sozialstaat.

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Wenn du das 25 Lebensjahr vollendet hast, kannst du nach § 22 SGB II in eine eigene Wohnung ziehen. Wenn das JC da nicht freiwillig mitmacht, musst du klagen. Das ist leider häufig so. Ansonsten ist man wie jeder andere auch befugt, den Wohnort selbst zu wählen.

LG

C.

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Nebenkosten: trotz Kamin, hohe Heizkosten, zu hohe Versicherungskosten

Hallo. Ich habe gestern meine Nebenkostenabrechnung erhalten und habe dazu ein paar Fragen, hoffe das ich hier Antworten finde.

Abrechnungszeitraum 15.05.2010 (einzugsdatum) - 30.04.2011.

Mietwohnung: 2 -personen (beide vollzeit berufstätig), 90m², Dachgeschoss, Altbau.

1.) Im Winter 2010 haben wir uns einen Kamin (8kw) zugelegt und seitdem wurde die Wohnung ausschließlich damit beheizt. Wir haben die Heizungen höchstens 1ne Woche in Gebrauch, ansonsten nur mit Kamin die Wohnung beheizt. Auf der Nebenkostenabrechnung sind alle Heizungen einzeln aufgelistet, der Verbrauch zb in der Küche liegt bei 499,0 (Einheit?), aber die küchenheizung war seit unserem Einzug NIE angeschaltet. Wobei der verbrauch zb im Bad bei 2327,0 liegt, das ist doch komisch oder?

Die Heizkosten liegen bei uns bei: 30% Grundkosten= 245,97 und 70% Verbrauchskosten= 450,52€, also insgesamt: 696,49€

Ich habe die Nebenkosten schon online durch einen Nebenkostenrechner geprüft, dieser sagt, das die Heizkosten im normalen Durschnitt liegen, aber wir haben ja kaum geheizt, so das diese doch sehr weit unter dem Durschnitt liegen müssen, oder?

2.) Außerdem zeigt der Rechner an, das die Versicherung viel zu hoch sei. Bei der Abrechnung steht ein Betrag von 315,30€, dies ist viel zu hoch oder?

3.) die Kaltwasserkosten und Kanalwasserkosten liegen bei 235,07€. Das ist ein ermittelter Wert für 2 Personen errechnet durch 10,923 Personen-Anteile (im haus leben 8 erwachsene und 3 Kinder). Im Mietvertrag steht nichts darüber das dass Wasser anteilig berechnet wird, ist dies dann zulässig? Denn ich zahle ja dann genau so viel wie die anderen die zb Rentner sind (ganzen tag daheim) und eine Badewanne (zum hohen Wasserverbrauch) haben.

Es wäre echt toll, wenn jemand da mal durchblickt und mir sagt, ob diese Zahlen wirklich plausibel sind - den ohne Kamin hätten wir uns ja dann arm geheizt. es wundert mich dass vom rechner ein durschnittlicher Heizkostenbetrag ermittelt wurde, obwohl so gut wie garnicht geheizt wurde, auch der Messwert für Küche wundert mich. UND wie siehts mit der Versicherung und dem Kaltwasser aus??

Fragen über Fragen, danke für eure Antworten. Ganz liebe Grüße und eiin tolles Wochenende wünsche ich euch, danke diejess

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Der Abrechnungszeitraum wird wohl vom 01.05.2010 bis zum 30.04.2011 gehen. Der von dir angegebene Zeitraum ab dem 15.05. dürfte der Nutzungszeitraum sein. Kürzere Abrechnungszeiträume als ein Jahr sind nämlich nur bei Vorliegen eines besonderen sachlichen Grundes möglich.

1. Ich habe in den vergangenen 20 Jahren noch nie einen Mieter erlebt, der von sich selbst der Meinung war, er würde auch nur durchschnittlich heizen. Alle waren felsenfest davon überzeugt, sie würden die Heizung nur ganz selten nutzen. Leider helfen solche Selbsteinschätzungen im Ernstfall nicht weiter. Wenn du hier einen Fehler geltend machen möchtest, musst du Fakten auf den Tisch legen. Dabei gibt es in der Regel nur 2 Ansatzpunkte: Zum einen kann die Ablesung falsch gewesen sein. Das könntest du nochmals kontrollieren. Zum anderen könnte es Übertragungsfehler oder Rechenfehler gegeben haben. Auch das solltest du kontrollieren. Ist nicht besonders schwer, wenn du die Zählerstände zum Einzug und zum Ablesetag notiert hast. Hast du das nicht, wird es jedoch schwierig. Diese beiden Fehlerarten kommen schon mal vor. Höchst selten funktionieren die Zähler nicht richtig. Wenn sie ordnungsgemäß geeicht sind und die Eichung noch gültig ist, musst du auch nachweisen, dass die Zähler nicht richtig funktionieren. Das geht nur über ein kostenintensives Sachverständigengutachten. die weit überwiegend ergeben, dass die Zähler richtig zählen. Lange Rede, kurzer Sinn: Mit deinem Gefühl bist du in guter Gesellschaft, es nutzt dir aber nichts, wenn du es nicht durch Fakten untermauern kannst.

2. Nach dem aktuellen Betriebskostenspiegel des Mieterbundes betragen die Versicherungskosten im Schnitt 0,14 € pro qm und Monat. Das wären bei euch ca. 150 €. Das würde ich mir in der Tat näher anschauen. Der Betrag ist mehr als doppelt so hoch. Das spricht für einen Fehler oder für Unwirtschaftlichkeit.

3. Wasser und Abwasser liegen im Schnitt bei 0,41 €. Das wären bei euch ca. 440 €. Der absolute Betrag ist also ziemlich niedrig. Wenn ihr keine Wasseruhren habt, die den Verbrauch ermitteln, müssten die Wasserkosten nach dem Gesetz eigentlich über die Wohnfläche ermittelt werden. Die Verteilung nach Köpfen setzt eine entsprechende vertragliche Vereinbarung voraus. Ich vermute aber mal, dass ihr damit ganz gut fahrt, wenn ich mir den Betrag und die Größe eurer Wohnung ansehe.

Fazit: Wasser sieht gut aus, Versicherung zu hoch, Heizung musst du mehr bringen als nur die übliche Vermutung. Da müssen Fakten auf den Tisch, erst recht wenn sich wie von dir selbst festgestellt im üblichen Rahmen bewegen.

LG

C.

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