Hallo,

welchen Druck hast Du denn in der Sprüghflasche? 5 bis 6 bar? Mit der Handpumpe reingepresst. Schlauch dran und in 1 m Wassertiefe hast Du einen Druck von 1,1 bar. Wenn Du dann den Druck in der Flasche frei gibst und die Luft in Deine Lunge fließt, dann wirst Du ein Problem haben. Die Lunge wird aufgebläht und kann wirklich platzen. Wir Taucher haben mit dem Atemregler einen Druckminderer, der den Flaschendruck genau auf den Umgebungsdruck im Wasser, je nach Tauchtiefe regelt. In unserer Lunge ist damit genau der gleiche Druck wie außerhalb unseres Körpers und so kann es nicht passieren, dass unsere Lunge platzt.

Was Du da basteln willst aus der Drucksprühflasche vom Baumarkt ist gefährlich. Das kann tödlich enden.

Auch das Atmen über einen langen Schlauch ist gefährlich. Unsere Schnorchel sind maximal 35 cm lang. Diesen Höhenunterschied und damit Druckunterschied kann unsere Lunge verkraften. Ein längerer Schlauch ist gefährlich und erhöht extrem die Kraft, die man braucht, um die Luft mit weniger Druck von der Wasseroberfläche einzuatmen. Das wird mit zunehmender Tiefe richtig schwer und im Schlauch ist ja auch Luft, die nur hin und her geschoben wird. Wie viel wirklich frische Luft (sauerstoffreiche Luft) kommt denn dann noch in der Lunge an? Zu wenig.

Lass bitte solche Experimente. Probier mal im Urlaub oder zu Hause im Tauchclub in der Nähe mal Schnuppertauchen. Das macht richtig Spaß.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

...zur Antwort

Guten Morgen,

50 m Streckentauchen (egal ob mit oder ohne Flossen) ist eine Super-Leistung.

Das ist Tauchlehrerniveau. Bei der Tauchlehrerprüfung CMAS müssen 50 m in 5 m Tiefe, im Neoprenanzug meist, mit Flossen zurückgelegt werden.

Das mache ich als Tauchlehrer auch nicht jeden Tag so ohne Vorbereitungen.

Meine Gratulation dafür.

Klaus Jorke - Tauchlehrer im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

wenn Du bei Frage 1 herausbekommen hast, dass der Druck in 20 m Wassertiefe = 3 bar ist, (1 bar je 10 m Wassertiefe + 1 bar "ungefährer" Luftdruck über der Wasseroberfläche (gilt so nicht für Bergsehen)), dann ist das schon mal richtig.

"ungefähr", weil der Luftdruck sich ja nach Wetterlage ändert (Hochs und Tiefs). Er ist selten genau 1 bar. Bei solchen Berechnungen wird aber 1 bar als Luftdruck der Einfachheit halber angenommen.

Dein Luftvorrat beim Tauchgang ist 200 bar x 15 Liter = 3000 barliter (jedenfalls für ideale Gase, real sind es eigentlich nur ca. 2750 barliter). Wir rechnen bei solchen Berechnungen aber trotzdem mit 3000 barliter.

In 20 m Wassertiefe atmest Du Luft mit 3-facher Dichte, also ist Dein Luftverbrauch 3 bar x 20 l/min, je Minute also 60 barliter.

3000 barliter geteilt durch 60 barliter/min = 50 Minuten.

Viele Grüße

Klaus Jorke - Tauchlehrer im Schwarzwald.

...zur Antwort

Hallo,

es gibt schon Bäder, die das Wasser mit Ozon von Bakterien befreien. Es darf aber nicht im Beckenwasser sein und wird nach der Desinfektion im Wasserkreislauf über einen Kohleaktivfilter wieder komplett entfernt. Damit hat nun das gereinigte Beckenwasser (wir sagen Reinwasser dazu) kein Desinfektionsmittel mehr und die Badegäste bringen ja auch ständig neue Bakterien mit ins Becken, die dann dort nicht abgetötet werden weil kein Ozon im Beckenwasser ist und eben nicht sein darf. Deshalb müssen diesem Wasser nach der Desinfektion mit Ozon kleine Mengen Chlor zugegeben werden, die als Puffer zur Desinfektion direkt im Beckenwasser verbleiben. Also auch Bäder, die mit Ozon desinfizieren brauchen noch Chlor im Beckenwasser.

Klaus Jorke - Schwimmeister im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

Alle Tauchautomatenhersteller bieten Atemregler mit 1. und dazu auch verschiedenen 2. Stufen an. Kombiniere niemals 1. und 2. Stufen verschiedener Hersteller an einem Automaten. Dann ist es eine "Neu-Herstellung" und Du verlierst die Produkthaftung des Herstellers.

Wichtige Hersteller von Atzemreglern sind: Mares, Scubapro, Aqualung, Apeks, Atomic, Cressi,

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

könnte es sein, dass die Jungs nicht 2 Stunden warten wollen, bis Du das Sprungbrett wieder frei gibst? Vielleicht übst Du zu Hause schon mal: vom Schrank ins Bett. Nach 100 Sprüngen und einem zerbrochenene Bettaufleger fällt es Dir bestimmt leichter, im Schwimmbad das Sprungbrett schneller durch einen beherzten Sprung ins Wasser zu verlassen.

Klaus - Schwimmeister im Scvhwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

das Chlorgas wird dem Wasser nach einer Düse in der Unterdruck entsteht eingesogen und nach dieser Düse in das zerstobene Wasser eingeführt. Das Chlor bindet sich sofort mit dem Wasser und es entsteht unterchlorige Säure (die ist für die Desinfektion,, also Bakterientötung") verantwortlich und es entsteht Salzsäure. Also Chlorgas selbst ist da gar nicht mehr im Wasser und kann somit auch nicht ausgasen. Die Mengen sind so zwischen 0,3 mg/l bis 0,6 mg/l. Also nicht mal ein Millionenstel an Masse an freiem Chlor (unterchlorige Säure). Die unterchlorige Säure bindet sich dann mit den Bakterien und anderen Schmutzteilchen und es entstehen andere Verbindungen wie Trihalogenmethane und Chloramine. Die können dann ausgasen und bilden zusammen den typischen Schwimmbadgeruch, der aber auch nur so richtig riechbar ist, wenn viele Badegäste viele Bakterien und viel Schmutz mit eintragen , weil sie sich zum Beispiel nicht vorher duschen. Gefährlich sind diese Gase aber nicht und eben auch nur in geringer Menge vorhanden und viele davon werden schnell vom Wind/der Lüftung verweht.

Klaus Jorke - Schwimmeister im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

ich kenne nur 2 Wracks im Bodensee, die man betauchen kann. Die Jura vor der schweizer Küste liegt in ca. 36 m Tiefe und vor Ludwigshafen liegt eine Leddine (Lehmschiff) in ca. 20 m Tiefe. Vor Überlingen liegt nahe Tauchplatz Graf in fast 40 m Tiefe noch ein Ruderkahn.

Andere betauchbare Wracks sind mir nicht bekannt.

Hast Du vielleicht etwas Geld übrig? Dann kauf doch mal ein schönes großes Boot und versenk es mal bei Nacht an einem flachen Tauchplatz so vielleicht vorm ehemaligen Campingplatz in Überlingen. Da ist es nur ca. 15 m tief und da wäre auch schön Platz für solch eine taucherische Spezialität.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

...zur Antwort

Guten Morgen,

ich mache es einfach so, dass ich mir die Baderegeln erzählen lasse und bei Seepferdchen sollte der Schwimmschüler 6 Regeln aufsagen können und bei Bronze 8.

Bei der DLRG-Seite findest Du z.B. die Baderegeln.

https://www.dlrg.de/informieren/regeln/baderegeln.html

Viele Grüße

Klaus - Schwimmeister im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

das ist ein Nasstauchanzug. Ein Halbtrocken hat einen anderen Reißverschluß und eine bessere, dichtere Halsmanschette und ist ebenso an den Armen und Füßen mit besseren "Dichtungen"/Manschetten versehen. Die Stärke erkennt man nicht. Alle 4 Fotos sind dafür nicht aussagefähig.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

viele Taucher bekommen beim Tauchen einen ordentlichen Druck auf die Blase. Manche halten das nicht, können aber den Tauchgang nicht einfach so abbrechen, um mal schnell auf die Toilette zu gehen.

Dann pieseln die mal schnell in den Neopren-Nassanzug. Der Urin vermischt sich mit dem im Anzug bereits vorhandenen Merr- oder Seewasser und verdünnt sich dort. Nach dem Tauchgang wird der Anzug gut gespült und ab und zu zu Hause auch mal in der Waschmaschine gewaschen.

Mir macht das nichts aus so einen gebrauchten Tauchanzug zu kaufen und zu nutzen, aber viele Leute sehen das anders und kaufen auch deshalb nicht gerne gebrauchte Anzüge. Wenn die Anzüge sehr alt sind, dann läßt die Isolierwirkung des Neoprens mit der Zeit nach, vor allem bei älteren Neoprensorten. Ich wasche den Neoprenanzug vor Erstbenutzung und dann hat es sich. Ich schätze mal, dass über 90% aller Taucher schon mal beim Tauchen in ihren Neoprenanzug gepieselt haben.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

bei einem Tauchkurs Stress und Rescue ist der Erste Hilfe Teil viel kürzer als für eine Fahrerlaubnis als Erste-Hilfe-Nachweis (mind. 9 Unterrichtsstunden) benötigt wird.

Auch ist der Erste Hilfe Teil beim Tauchkurs ganz speziell auf den Tauchunfall zugeschnitten und nicht so allgemein und umfassend wie er für eine Fahrerlaubnis benötigt würde.

Also keine Chance, den anerkannt zu bekommen.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

zum Tauchen brauchst Du eine Druckluftflasche in der normale Atemluft reingepreßt wird. Da kostet eine 12-Liter-Flasche mit einem Monoventil (nur ein Anschluß für einen Atemregler, wie es in Urlaubstauchgenieten üblich ist) ca. 235,- € (max. 232 bar ,es gibt auch 300 bar-Flaschen). Kaufen: bei Dir in der gegend im Tauchshop oder im Internet, dann kommen noch Transportkosten dazu.

https://www.ts-heinemann.com/polaris-stahlflasche-kurz-monoventil-erweiterbar/p-35619.html?ref=2

Wenn Du damit in Deutschland privat tauchen willst, dann kannst Du das tun. Es gibt keine Vorschrift, dass Du dazu einen Tauchschein brauchst. Selbstmord ist schließlich nicht strafbar. Ausgeliehen bekommst Du sie nur, wenn Du nachweisen kannst, dass Du dafür ausgebildest bist - also brauchst Du ein Tauchbrevet.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

Wasser hat bei 4 Grad Celsius seine größte Dichte (Anomalie des Wassers) und sinkt somit immer zum Grund der Flüssigkeit (z.B. See), wenn es nicht durch Strömungen oder andere Sachen nach oben gewirbelt wird. Alle anderen Schichten darüber sind im Sommer wärmer als 4 Grad.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

...zur Antwort

Hallo,

also bei einem Dekompressionsunfall müßte er schnellstens in eine Druckkammer.

Aber: Bei einer Tauchtiefe von 20 m, auf der er sich nach dem Abtauchen auch aufhält ist die Nullzeit ca. 30 Minuten. Nach 30 Minuten erst ist der Körper so mit Stickstoff gesättigt, dass es danach bei dem beschriebenen Notaufstieg zu gefährlich großen Bläschen in den Gefäßen kommen kann, die dann zu Verschlüssen (Embolien) führen kann mit den Dir bekannten Symptomen (Ameisenkribbeln auf der Haut, Hautrötungen, Schmerzen in den Gelenken, Lähmungserscheinungen usw.) einer Dekompressionserkrankung. je nach Kondition und Gesundheitszustand (Fitness, Übergewicht usw.) kann sich das bei manchen Tauchern auch schon eher passieren, dass nach kürzerer Zeit als 30 Minuten schon ein gefährlich hoher Stickstoff-Sättigungsgrad erreicht ist.

Viel gefährlicher ist, dass bei diesem Notaufstieg nicht abgeatmet wird, der Taucher die Luft anhält und dann kann es zu einem Lungenriß, wegen des Überdrucks in der Lunge (in 20 m Tiefe noch eingeatmet = 3 bar, an der Wasseroberfläche ist der Umgebungsdruck nur noch 1 bar), kommen. Hier ist dann die erste Hilfe: reinen Sauerstoff atmen lassen und einen Notarzt sofort heranbestellen.

Viele Grüße

Klaus - tauchlehrer im Schwarzwald

Klaus

...zur Antwort