Hallo,

Wasser hat bei 4 Grad Celsius seine größte Dichte (Anomalie des Wassers) und sinkt somit immer zum Grund der Flüssigkeit (z.B. See), wenn es nicht durch Strömungen oder andere Sachen nach oben gewirbelt wird. Alle anderen Schichten darüber sind im Sommer wärmer als 4 Grad.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

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Hallo,

also bei einem Dekompressionsunfall müßte er schnellstens in eine Druckkammer.

Aber: Bei einer Tauchtiefe von 20 m, auf der er sich nach dem Abtauchen auch aufhält ist die Nullzeit ca. 30 Minuten. Nach 30 Minuten erst ist der Körper so mit Stickstoff gesättigt, dass es danach bei dem beschriebenen Notaufstieg zu gefährlich großen Bläschen in den Gefäßen kommen kann, die dann zu Verschlüssen (Embolien) führen kann mit den Dir bekannten Symptomen (Ameisenkribbeln auf der Haut, Hautrötungen, Schmerzen in den Gelenken, Lähmungserscheinungen usw.) einer Dekompressionserkrankung. je nach Kondition und Gesundheitszustand (Fitness, Übergewicht usw.) kann sich das bei manchen Tauchern auch schon eher passieren, dass nach kürzerer Zeit als 30 Minuten schon ein gefährlich hoher Stickstoff-Sättigungsgrad erreicht ist.

Viel gefährlicher ist, dass bei diesem Notaufstieg nicht abgeatmet wird, der Taucher die Luft anhält und dann kann es zu einem Lungenriß, wegen des Überdrucks in der Lunge (in 20 m Tiefe noch eingeatmet = 3 bar, an der Wasseroberfläche ist der Umgebungsdruck nur noch 1 bar), kommen. Hier ist dann die erste Hilfe: reinen Sauerstoff atmen lassen und einen Notarzt sofort heranbestellen.

Viele Grüße

Klaus - tauchlehrer im Schwarzwald

Klaus

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Hallo,als Taucher beginne ich beim Abtauchen sofort mit dem Druckausgleich. Manchmal reicht dazu einfach schlucken. Es sollte nie weh tun im Ohr. Wenn ich nicht schlucken kann und ein Schmerzgefühl im Ohr zu spüren ist, tauche ich nicht weiter ab, sogar ein bisschen wieder höher und mache das Valsalva-Manöver (Nase zuhalten und leicht schneuzen), bis der Druck wieder ausgeglichen ist und dann geht es weiter in die Tiefe.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

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Hallo,

einfach das Auto 1 km vom See/Meer entfernt abstellen und dann zu Fuß mitsamt der Tauch-Ausrüstung zur Einstiegstelle laufen und nach dem Tauchgang wieder zurück. Der Rückweg ist dann leichter, da 1,5 bis 2 kg Luft fehlen, weggeatmet worden sind.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

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Hallo Sebastian,

Schnorcheln muß man vor einem Tauchkurs noch nicht können. Das kann man dann auch im Kurs lernen, aber können muß man es als Taucher. Schwimmenkönnen muß man aber vorher schon. Die Prüfungsbedingungen bei allen Tauchsportorganisationen legen fest, dass man 200 m am Stück schwimmen können muß. Das lasse ich mir als Tauchlehrer auch vorschwimmen.

Viele Grüße und viel Spaß beim Schnuppertauchen

Klaus Tauchlehrer im Schwarzwald

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Hallo, wenn man Sport treibt (auch ohne Luftanhalten), Joggen, Boxen, Schwimmen usw. dann steigt da auch der Blutdruck. Ist Sport deshalb ungesund?

Es kommt doch darauf an, wie hoch der Blutdruck steigt. Wie stellst Du fest, dass beim Sport der Blutdruck steigt durch das Luftanhalten und nicht/oder durch die sportliche Bewegung. Kannst Du das genau trennen und messen?

Ungesund wird es dann, wenn man die Luft beim Tauchen im Pool zu lange anhält und auf Weltrekord-Kurs geht.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

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Hallo Olsen,

die Bügel an den Einstiegsleitern haben eine Höhe , die bei einem Erwachsenen bis zur Hüfte gehen, so dass man sie im Stehen davor mit den Händen greifen kann, um sicheren Halt zu haben. Einer ist für größere Menschen, der kleinere für Kinder z.B.. Noch wichtiger ist aber, dass bei gleichhohen Bügeln ein "Barren" (wie beim Turnen) entsteht und dieser einläd sich festhaltend mit den Beinen frei zu schwingen. Das kann ganz schnell in die Hose gehen - da ist ein Absturz vorprogrammiert. Das versuchen in den Bädern mehr Badegäste als man annehmen würde. Bei unterschiedlicher Höhe der Bügel ist ein Arm dabei nicht gestreckt und das Schwingen ist sehr schwierig mit einem gestreckten und einem gebeugten Arm. Probier es mal kurz aus. Vor allem macht es so keinen Spaß. So werden Unfälle dieser Art ganz geschickt verhindert.

Viele Grüße

Klaus - Schwimmeister in einem Bad im Schwarzwald

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Hallo,

Rettungsschwimmerausbildung machen, im Schwimmbad arbeiten als solcher und dann freiwillig den Nachtdienst (Aufpassen dass Nacht(Nackt-)-Schwimmer nicht das Bad entern) übernehmen. Polizei vorher über Nachtwächter im Bad informieren.

Man könnte natürlich mit dem Fallschirm über'm Bad abspringen, per Hubschrauber sich absetzen lassen (ist leider nicht unauffällig) oder im heimischen garten eine Grube graben mit Teichfolie und Wasser befüllen, das neue Naturbad benennen und einen Eintrittspreis festlegen. Als Betreiber eines solchen Bades hast Du jederzeit Zutritt und das auch nachts und nahezu unauffällig. Wie das mit der Baugenehmigung dafür aussieht bitte beim Bauamt Deiner Stadt erfragen.

Viele Grüße

Klaus - Schwimmeister im Schwarzwald

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Robert Kurson "Im Sog der Tiefe",

da geht es um ein deutsches U-Boot vor der Küste vor New York.

"Der letzte Tauchgang von Bernie Chowdhury

über zwei Höhlen- und Wracktaucher, deren letzter Tauchgang amoben genannten U-Boot stattfand.

https://smile.amazon.de/letzte-Tauchgang-Bernie-Chowdhury/dp/354825442X/ref=smi_ge_cnf_cnf_smi?_encoding=UTF8&%2AVersion%2A=1&%2Aentries%2A=0&ie=UTF8&pldnNewCustomer=1

Viele Grüße

Klaus Jorke - Taucher aus dem Schwarzwald

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Hallo,

eines der Reaktionsprodukte der unterchlorigen Säure im Schwimmbeckenwasser mit Bakterien und anderen Schmutzteilchen ist tatsächlich auch neben Chloraminen, Trichlorhalogenen und anderen Stoffen auch Chloroform. Natürlich in ganz geringen Mengen und es ist gasförmig und gast an der Wasseroberfläche sofort aus und kann von den Schwimmern eingeatmet werden. Es soll in größeren Mengen und über längere Zeiträume Krebs auslösen können. Es schadet aber im Wasser selbst nicht der Haut.

Klaus Jorke - Schwimmeister im Schwarzwald

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Hallo,

Wasser-Nase-Reflex bedeutet doch, dass beim Kontakt von Wasser an den Lippen und Nasenschleimhäuten die Atmung gestoppt wird und sich der Herzschlag verlangsamt. Das passiert automatisch und wird nicht vom Gehirn bewußt gesteuert weswegen es ja auch Reflex heißt.

Da gibt es doch nichts zu beherrschen. Beim Apnoetauchen hälst Du ja sowieso die Luft an, also keine Atmung. Eher ist das Ausatmen unter Wasser eine Möglichkeit gegen diesen Reflex bewußt anzugehen, denn die Ausatmung ist ja ein Teil der Atmung, die reflektorisch unter Wasser ja erst einmal still steht. Wenn man dann langsam durch die Nase ausatmet (so 20 sec lang könnte man das ja schon hinbekommen (das kann man ja schon mal über Wasser so üben)) und den Mund zu hat, dann kann ja kein Wasser in die Atemwege der Nase eindringen solange die ausgeatmete Luft das Wasser nach außen schiebt..

Für Taucher, die mit Druckluftflaschen tauchen, ist das schon eher wichtig wenn sie mal ohne Maske tauchen müssen (z.B. Notfallübung) und sie über das Mundstück des Atemreglers gegen diesen Reflex weiter ein- und ausatmen müssen. Der refektorische Stillstand der Atmung muß überwunden werden. Dann wird durch den Mund eingeatmet und man sollte durch die Nase ausatmen und nach Möglichkeit die Körperlage so gestalten, dass die Nasenlöcher nach unten zeigen. Damit läuft schon mal kein Wasser mit Schwerkraftunterstützung in die Nase.

Viele Grüße

Klaus - Tauchlehrer im Schwarzwald

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Hallo Coci,

Schnuppertauchen darf nur von und im Beisein eines Tauchlehrers durchgeführt werden. Der weiß genau was vorher zu sagen ist und welche praktischen Übungen er macht, bevor der eigentliche Spaß beginnt. Dafür ist er schließlich gut ausgebildet.

Mach das bitte nicht alleine, wenn Du nicht die nötige Qualifikation dafür hast.

Viele Grüße

Klaus Jorke - Tauchlehrer im Schwarzwald

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Hallo Naduschkaa,

wenn Du im Schwimmbad ein Praktikum machst, dann hat man Dir hoffentlich erklärt, dass Du das Chlor nicht richst, sondern Stoffwechselprodukte des zur Desinfektion ins Wasser zugegebenen Chlors wie Trihalogenmethane, Dichloramine und Trichloramine und andere Stoffe, die oft gasförmig sind und über die Wasseroberfläche in die Schwimmhallenluft ausgasen. Da kann man sie dann auch erriechen. In dieser gebundenen Form ist das Chlor nicht mehr aggressiv. Außerdem werden nur geringe Mengen Chlor dem Wasser zugegeben, welches sich sofort mit dem Wasser bindet und Salzsäure als auch unterchlorige Säure (diese tötet die Bakterien) bildet. Im Beckenwasser haben wir u.a. durch die Salzsäure einen pH-Wert von 6,5 bis 7,6 (auf Deiner Haut ist er ca. 5,5, also wesentlich saurer, zu 6,5 also 10 x saurer als im Wasser).

In einem Liter Wasser sind maximal 0,6 mg "freies Chlor" (das ist die unterchlorige Säure), das sind also 0,6 mg auf 1 kg Wasser oder 1000 g oder 1.000.000 mg ungefähr nur der 2 Millionenste Teil. So wenig. Das reicht aber aus, dass die Bakterien getötet werden. Deinen Fingernägeln wird da nichts passieren.

Viele Grüße Klaus Jorke - Schwimmeister im Schwarzwald

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Hallo,

mit einer Erkältung, bei der man durch Husten und Niesen die Viren (Grippe ist eine Virenerkrankung) im Schwimmbad verteilen will, sollte man zu Hause bleiben. Die anderen Badegäste haben doch keine Lust, durch grippal erkrankte Menschen angesteckt zu werden.

Mit einer Grippe bleibt man bitte zu Hause, kein Schwimmbadbesuch!

Klaus Jorke - Schwimmeister im Schwarzwald

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Hallo,

für solch dringende Fälle gibt es doch die Bademeister. Diesem ist das geheime Zeichen für "Ich muß mal" zu zeigen und dann wird diskret eine Puller-Ente (wie sie im Krankenhaus für Bettlegrige verwendet wird) gebracht. Auf der Treppe sitzend ist das dann ganz einfach den Urin loszuwerden.

Kleinkinder und schlaue Leute beugen aber vor und gehen sicherheitshalber gleich mit einer Schwimmwindel ins Wasser nur für den Fall, dass der Harndrang zu plötzlich kommt und der Weg aus dem Wasser raus zu nächsten Toilette, im Schwimmbad mangels schlechter Wegweisung nicht gleich zu finden ist.

Ein bisschen hilft natürlich auch immer erst nach einem Toilettenbesuch ins Schwimmbecken zu gehen und 3 Stunden vor dem Schwimmbadbesuch nichts mehr zu trinken und beim Frühstück den Kaffee weglassen.

Viele Grüße

Klaus - Schwimmeister im Schwarzwald

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Hallo,


Chlorgas selbst riecht sehr stark und unangenehm, selbst kleinste Mengen können wir sofort am Geruch erkennen. Im Schwimmbad wird meistens Chlorgas aus einem Druckbehälter aus Stahl ins Beckenwasser dosiert über eine Düse, wo es mit dem Wasserteilstrom ordentlich verwirbelt wird und dort die Wassermolleküle aufspaltet und es bilden sich ganz geringe Mengen Salzsäure (HCL) und unterchlorige Säure (HCLO). Diese unterchlorige Säure riecht man im Wasser oder an der Oberfläche nicht. Sie ist aber für die Desinfektion des Beckenwassers verantwortlich, weil sie die Keime in ca. 30 sec abtötet. Es muß also so viel unterchlorige Säure im Becken sein, dass das so schnell passieren kann (0,3 bis 0,6 ml pro Liter Beckenwasser).

Durch die Reaktion der unterchlorigen Säure mit den Bakterien (organisches Material) und auch mit anderen Schmutzstoffen im Becken (Hautpartikel, Sonnencreme, Seifenreste, Schweiß, Haare, Fäkalreste am Po und auch Urin (der Harnstoff im Urin ist ja weniger als 1%, der Rest vom Reingepinkelten ist ja Wasser)) entstehen gasförmige Stoffe wie Chloramine, Trihalogenmethane (z.B. Chloroform in ganz geringen Spuren) und anderen Reaktionsprodukte. Diese Stoffe gasen an der Wasseroberfläche in die Luft darüber aus und können vom Schwimmer über die Nase wahrgenommen werden. Das ist der typische Schwimmbadgeruch. Der Harnstoff selbst hat dabei einen sehr geringen Anteil.

Um diese gasförmigen Reaktionsprodukte zu verringern sollten die Badegäste unbedingt vorm Betreten der Wasserbecken gründlich duschen.


Viele Grüße


Klaus - Schwimmeister im Schwarzwald

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