Um die Versorgung mit Strom muss sich indes niemand Sorgen machen. Der Gesetzgeber hat anlässlich der Liberalisierung des Strommarktes eine Regelung für betroffene Kunden getroffen. Ist ein Stromanbieter insolvent, dann muss zunächst der örtliche Grundversorger die Stromlieferung übernehmen. Allerdings stuft dieser den Kunden in die Ersatzversorgung und anschließend in den Grundversorgungstarif ein. Dieser ist meistens wesentlich teurer als andere Stromanbieter. Doch in diesem Tarif ist man nicht langfristig gebunden, sondern kann sich umgehend einen neuen, günstigeren Anbieter suchen. Fast immer ist ein Stromanbieterwechsel innerhalb weniger Wochen möglich.
Anders sieht es aus, wenn der insolvente Stromanbieter von einem Mitbewerber oder Investor aufgekauft wird. Dann müssen die Altverträge erst einmal übernommen werden, sprich man kann den Strom zum gewohnten Preis beziehen. Sollte es nach der Übernahme kurzfristige Vertragsänderungen seitens des neuen Unternehmens geben, muss dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht gewährt werden. Dann hat man die Möglichkeit, den alten Vertrag zu kündigen und zu einem neuen Anbieter zu wechseln.