Gefühl von „drohendem Unheil“ auf Elvanse?
Ich bin W/20 und wurde in der Kindheit aufgrund bitte meiner Lehrer diagnostiziert, da meine Eltern jedoch grundsätzlich gegen eine medikamentöse Einstellung waren, habe ich erst mit 18 angefangen Medikinet zu nehmen. Das Funktione eigentlich auch ganz gut, jedoch hatte ich so eine leichte flush Symptomatik entwickelt,. Im generellen hatte ich das Problem, das immer wenn ich Leuten von meiner Diagnose erzählte (das waren meistens auch Leute von denen ich wusste das sie adhs hatten, da es bei mir definitiv auch mit scham verbunden war) erzählten sie mir wie Medikinet ihr Leben zerstörte und das es depressiv macht und das Elvanse eben die bessere Alternative wäre und Joa.. keine Ahnung.. Dann habe ich meine Psychiater drum gebeten mir Elvanse zu verschreiben aufgrund der eben genannten flush Symptomatik sowie herzrasen etc.. Joa und habe dann eben Elvanse 30mg verschrieben bekommen.
Das Ding ist halt einfach jetzt nur, das ich auf dem Elvanse einfach in so einem dauerhaften fight or flight Modus stecke.. hab das am Anfang echt garnicht so realisiert, weil ich dachte dass das aufgrund von Stress einfach mein „state of mind“ ist zurzeit , bis ich es mal eine Woche abgesetzt habe und merkte das es mir mental irgendwie 1000 besser geht..
Ich brauche echt Rat, ich weiß nicht ob ich mich trauen kann wieder nach dem Medikinet zu fragen, oder ob das Elvanse besser eindosieren sollte oder so :( vielleicht kann mir da ja jemand seinen Rat geben.
Ich hatte auf dem methylphenidate vieeel wildere körperliche Nebenwirkungen, aber die sind im Vergleich irgendwie nichts zu den emotionalen Nebenwirkungen beim Elvanse. Idk, ich habe die ganze Zeit das Gefühl ich müsste mich jetzt entweder für ein geordnetes, aber emotional schädigendes Leben entscheiden oder eben einem Leben wo um mich herum einfach alles auseinander fällt. :(( Pest oder Cholera halt.
Konzentration und Schule bzw. Studium sind nicht das Problem, das war auch nie wirklich das Hauptding. Mein adhs bringt mich einfach dazu alles, wirklich ALLES um mich herum zu vernachlässigen und zu vergessen.. Ich hatte im Alter von 17-19 wirklich panische Angst das ich eine Frühform der Demenz entwickle, weil ich einfach so verdammt verpeilt bin. Ich funktioniere halt einfach unmedikiniert nicht (sagt man das so?), vorallem jetzt im Erwachsenen Alter wo die Verantwortung mit dem Alter immer wächst (Papiere, Rechnungen, Beziehungen etc…)
Jeder Rat und jede Erfahrung ist willkommen!