Gab es wirklich eine weltweite Sintflut – oder ist das nur eine Legende?

Ich habe mich ein bisschen mit der Geschichte der Menschheit um 2300–2400 v. Chr. beschäftigt – also die Zeit, die manche Bibelausleger als Zeitraum der weltweiten Sintflut angeben. Zu dieser Zeit gab es schon große Zivilisationen:

In Mesopotamien waren Städte wie Uruk, Ur und Lagasch etabliert, mit Verwaltung, Bewässerungssystemen und Handel.

In Ägypten herrschten die Pharaonen, Pyramiden standen oder wurden gebaut, und es gab Schrift und organisierte Religion.

In der Industal-Region (heutiges Pakistan/Indien) existierten Städte wie Mohenjo-Daro mit geordnetem Straßennetz, Sanitärsystemen und Handel.

In China entwickelten sich frühe neolithische Kulturen wie Longshan mit Landwirtschaft und Töpferei.

Auch in Europa und anderen Regionen lebten Menschen in Siedlungen und verarbeiteten Metalle.

All das zeigt, dass die Menschen überall schon sesshaft waren, Landwirtschaft betrieben und komplexe Gesellschaften hatten. Eine weltweite Sintflut, wie sie in der Bibel beschrieben wird, wäre unmöglich gewesen – Menschen lebten auf allen Kontinenten, und Zivilisationen existierten gleichzeitig.

Dazu kommt, dass ich mich von den Endzeit-Lehren der Zeugen Jehovas lösen möchte, weil ich merke, dass sie Angst machen und sich stark auf Vorhersagen stützen, die historisch und wissenschaftlich nicht belegbar sind. Ich suche nach Wegen, wie man sich von solchen Lehren innerlich lösen kann, ohne dass sie weiterhin Angst oder Schuldgefühle erzeugen.

Wie seht ihr das? Gibt es historische, wissenschaftliche oder persönliche Ansätze, um diese Endzeitvorstellungen zu hinterfragen und sich davon zu lösen?

Religion, Christentum, Zeugen Jehovas, Glaube, Mythologie, Sünde, Sintflut