Und wieso überhaupt bezeichnet man ein Mädchen überhaupt als "Büchse"? Ist das nicht ein wenig diskriminierend?

da, bittesehr, die Profis sitzen in Neufinsing, wer hätte das gedacht.. :-)
Du hast es nur falsch geschrieben...
http://www.bv-neufinsing.de/content/view/27/36/

ein wenig schon Diskriminierung , aber meist eben spaßig gemeint.....aber mit etwas Phantasie, weisst du warum man eben ab und zu solche Ausdrücke verwendet...auf nähere und tiefgründigere Ableitung brauch man wohl nicht einzugehen

Soviel ich weiß stammt dieser Ausdruck aus dem Bayrischen. Mein Vater war Bayer und hat diesen Ausdruck ( Büchsenmacherei ) immer gebraucht wenn er in eine Familie kam wo vorwiegend, besser gesagt nur Mädchen waren. Er eklärte mir das Büchse eigentlich aus dem Wort für Buchse ( so wird / wurde in Bayern ein Unterhose genannt ) stammt, und Büchse war eher ein liebevoller Ausdruck den mein Vater auch immer bei mir angewand hat ( komm her, kleine Büchse ) also ich fand und finde nichts diskreminierendes an diesem Ausdruck, eher ein Kosename. Aber wie gesagt, das war die Erklärung meines Vates, obs stimmt, weiß ich auch nicht.

Wie werden Büchsen gemacht?Bezogen auf diese Titulierung für Mädchen sollte das Deine Frage beantworten.

In eine Büchse kann man halt was reintun,öfters. So sagt man, wenn ein Mädchen was hat am Unterleib,die hat was an der Büchse. Übrigens haben wir für die Männer ja auch Ausdrücke
Bei uns in Kärnten (Österreich) gibt es eine berühmte Waffenerzeugung in Ferlach, wo natürlich "Büchsen" hergestellt werden. Ich nehme an, dieser an sich geschlechtsfreie Begriff beinhaltet, daß eine Büchse ein Rohr enthält, in dem man zur Zeit der Erfindung etwas hineinstopfen mußte, um es zur Explosion zu bringen.
Im Islam wurden ja bekannterweise weibliche Neugeborene vor Jahrhunderten lebendig begraben. Dies erwähnend, obwohl ich den Islam in seiner unverfälschten Lehre sehr schätze, um nicht gleich Morddrohungen im Haus zu haben. Auch in unserer sogenannten christlichen Kultur waren Jungen eher erwünscht, da sie ja am Hof arbeiten sollten, was allerdings Mädchen und Frauen dann, vielleicht umsomehr auch geleistet haben.
Für mich sind solche Ausdrücke völlig unnötig, gehören aus dem Sprachschatz. Auch ich habe vier Töchter und drei Söhne und habe bisher mehr Freude mit meinen Töchtern als mit meinen Söhnen, was nicht an mir liegt. "Männer sind anders, Frauen auch" (Buchtipp)
Ha, hatte mein alter Herr doch zum Teil recht, nur halt mit der Buchse als Unterhose stimmte nicht, wollte wahrscheinlich nicht so genau ins Detail gehen mein Vater.