smile am 14.09.2007 um 22:21 Uhr
Sobald ich anfange zu lesen, sehe ich alles bildlich vor mir. Landschaften, Orte, Personen, Handlungen... In Farbe und fast so "scharf" wie im Traum. Ich finde das gut, wenn es nicht so wäre, würde mir das Lesen wahrscheinlich nicht so viel Spaß machen. Deshalb bin ich meist auch von Filmen enttäuscht, die aus den Büchern gemacht werden. Ich kenne Leute, bei denen das genauso ist, wie bei mir. Es gibt aber auch Leute, die das nicht nachvollziehen können, die einfach nur die (meist) schwarzen Buchstaben auf dem Papier lesen und denen dann keine Bilder "erscheinen". Vorwiegend sind das Männer, das kann natürlich auch Zufall sein. Um es rauszukriegen, habe ich das in der Umfrage getrennt.

Daher mag ich eindrucksstarke Bücher. Zum Beispiel Stephen King´s Turmreihe oder Pratchetts Scheibenweltromane. Da gehe ich gedanklich voll ab. ;-D

Ich denke das hat mit Mann oder Frau nichts zu tun, sondern mit Einbildungskraft und Phantasie. Auch ich kann mir dabei sozusagen nebenher meinen "Film" drehen. Deshalb lese ich auch so gerne, am liebsten riesengroße Schmöker.

Ich habe schon meine Vorstellungen. Wenn ein Buch verfilmt wird und die Bilder stimmen mit meinen Vorstellungen nicht überein, bin ich enttäuscht. Aber Bilder sehe ich beim Lesen nicht.
Falls jemand "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams kennt: Ich habe keine Ahnung, wie Marvin aussieht, aber definitiv nicht so, wie in dem Film gezeigt. (Vielleicht ähnlich, wie in der alten britischen Fernsehserie, aber auch nicht ganz.)
neurodoc am 14. September 2007 22:53 Vielleicht denkst Du von berufswegen zu linkshirnig!
Eastside am 14. September 2007 23:00 Na klar, er IST DOCH DIE PERSONIFIZIERTE LOGIK
..was hat mich dieser Mann "seinerzeit" schlaflose Nächte gekostet... ;-))
neurodoc am 14. September 2007 23:20 Da oder na?
Eastside am 14. September 2007 23:41 Richtig! ;o)
WolfRichter am 14. September 2007 23:47 Gefühle habe ich aber schon. ;-))
neurodoc am 15. September 2007 00:00 Die Gefühle sind bihemisphäriell! Außerdem glaube ich Dir das sofort!:-)
Oh, zerfrettelter Grunzwanzling, dein Harngedränge ist für mich wie Schnatterfleck auf Bienenstich. Grupp, ich beschwöre dich, mein punzig Turteldrom und...
leider weiß ich nicht weiter auswendig.
Morla am 15. September 2007 14:26 Das erinnert mich an: "Ode an den kleinen grünen Kittklumpen den ich eines Sommermorgens in meiner Achsehöhle fand!" Wohl einer der witzigsten Sätze die je niedergeschrieben wurden!

normalerweise wird bei beiden Geschlechtern beim Lesen die rechte Gehirnhälfte aktiv - und die ist unter anderem für visuelle Vorstellungskraft zuständig..
ich habe eine unsagbare phantasie und kann mir alles sofort bildlich vorstellen.

genau genommen Szenen.
smile am 14. September 2007 22:28 Auf den Punkt gebracht. Deshalb mehrere Bilder, nicht nur eins. Danke - smile.


Ich stimme dir zu, wenn ich ein Buch gelesen habe, möchte ich den Film dazu auch nicht mehr sehen.


Ich sehe beim Lesen ganze Filme und vergesse die Welt um mich.:-)





Logisch hat man/frau eine Vorstellung, wie und wo sich das abspielt und wie die Personen aussehen. Ein Film kann den eigenen Film kaputt machen und außerdem sind Filme nie so ausführlich wie ein Buch. LG Lotusblume

Wenn das Buch gut ist, nehme ich nicht einmal mehr die Buchstaben wahr beim Lesen.
smile am 14. September 2007 22:56 Super Antwort!

Frauen scheinen in der Tat intensiver Bilder zu sehen... Ich sehe sicher einiges vor meinem geistigen Auge, aber irgendwie nicht ganz scharf und nicht wie ein Film. Wenn ich jetzt darüber nachdenke gefällt es mir sogar so, dass alle Bilder sich wandeln können, keine Figur hat dabei ausgeprägte Gesichtszüge z.B. (erst wenn diese explizit beschrieben werden). Für mich macht das den besonderen Reiz, dass im Verlauf des Buchs die Bilder schärfer werden können... im Film sind alle schon von Anfang an scharf ausgeprägt, da kann sich weniger entwickeln...

Ich tauche beim lesen völlig in die Geschichte ein,sehe alles bildlich vor mir.

Beim Lesen trete ich in eine andere Welt ein und auch nach einigen Wochen, habe ich diese Bilder noch vor Augen. Deswegen meide ich Stephen King!!!

Ich stelle mir immer alles bildlich vor.
Deshalb kann ich hier bei so manchen Fragen/Antworten so herzhaft lachen.


so ist es.

Ich kann mir zwar in den Roman oder die Geschichte hineinversetzen, aber ich sehe keine Bilder.
Habe dann immer eine bestimmte Vorstellung


Ich steele mir das vor wie im Kino. Lesen ist Kopfkino
Niklaus am 15. September 2007 14:22 Upps Fehlerteufel. Gemeint ist "stelle"



Ich finde es gerade so schön wenn man sich es vorstellt. Was ich an manchen Büchern allerdings etwas blöd finde wenn ein Ort nicht gut beschrieben wird. Da kommen bei mir immer zu viele Bilder die ich gerne trennen würde. Von Filmen die aus Büchern entstehen bin ich auch immer enttäuscht. Da passt ja nie was mit der Fantasie zusammen. Schade!

Hm, ich würde es eher einen Film nennen, aber wenns denn Bilder sein müssen ^^. Ich kann durchaus ein Buch lesen ohne aufzupassen was drinsteht. Bei guten Büchern sehe ich gar keine Buchstaben mehr, nur noch den "film" ^^
Ich stell mir alles haarklein vor, habs sogar mal aufgemalt/zeichnet, meine kumpels sagen sie stellen sichs genauso vor, was ich interessant finde... vll gibt es sowas wie ein Standartbild, das vom Hirn erstellt wir?... wahrscheinlich nicht... naja

Überhaupt nicht! Es dauerte, bis ich selbst verstand, was Fantasie bedeutet. Leider besitze ich sie anscheinend nicht. Ich war allerdings in der Schule leidenschaftlicher Theaterschauspieler. Jetzt musste ich mein Studium abbrechen. Wer kennt sich bei diesem Thema aus. Kann man diese Unfähigkeit medikamentös behandeln?
Ich habe unlängst im Fernsehen einen Bericht über einen Vorlesewettbewerb verfolgt. Da hat so eine 10-jährige Göre gesagt: "Lesen ist wie Kino im Kopp" Genau so isses!! Ein gutes Buch hat irgendwann keine Buchstaben und kein Papier mehr sondern ist reiner (wie es auf neudeutsch heißt) "Content"
