yvydin am 07.08.2008 um 12:13 Uhr
Ich möchte heut einen freund von mir besuchen der aber seit längerem im Wachkoma liegt...jetzt hab ich natürlich tausend fragen, wie geh ich mit ihm um, merkt er überhaupt das ich da bin ..und und und. Die ganzen Internet foren haben mir nicht wirklich geholfen;( Danke im Voraus
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Wie war deine Beziehung zu ihm???
Hattet ihr auch eine körperlichen Beziehung, also habt ihr euch umarmt zu Begrüßung oder zum Abschied???
Wenn ja. kannst Du das immer noch machen.
Menschen die im Wachkoma liegen, reagieren sehr gut auf Körperkontakt.
Du kannst ihm alles erzählen was Du möchtest, irgendwie kommt es an.
Manchmal kann man das auch an ganz kleinen Regungen sehen, ein Augenzwinkern oder ein Zucken, oder der Puls wird schneller, oder der Mensch entspannt sich.
Wenn Du nicht so häufig Kontakt zu ihm hast, ist es vielleicht Merkwürdig mit ihm zu reden und Du dir geht nach kurzer zeit der Gesprächsstoff aus.
Das wird deinen Freund egal sein, da er trotzdem spürt das Du da bist.
Aber für dich ist es vielleicht merkwürdig und wird dich beklemmen.
Hat er gerne gelesen??
Dann bringe ihm doch seine Lieblingszeitung oder -Buch mit und lese ihm vor.
Oder ihr könnt auch zusammen Musik hören.
LG Wolpertinger
sprich mit ihm les ihm was vor usw....
PS halt ihm die hand. lliegt daran was der mensch dir bedeutet

Man weiß nicht genau, was Wachkomapatienten mitkriegen, aber man geht davon aus, dass es eine ganze Menge sein könnte. Sei normal, erzähl ihm, was Du so machst, was die Freunde machen, was es Neues gibt, zeig ihm Bilder... etc. Auch wenn Du Dir zuerst blöd vorkommst. Du musst ja den Besuch auch nicht bis zum Abwinken ausdehnen, sondern kannst nach einer halben Stunde wieder gehen und kommst lieber immer mal wieder zu Besuch.
moon73 am 7. August 2008 12:18 Genau so - DH
genau

Normal, bei allen Apperaten an die er angesclossen ist, bei allem unverständlichen geh mit ihm normal um. Erzähl ihm was von gemeinsamen Bekannten, nichts Aufregendes, plaudere mit ihm, spiel den Alleinunterhalter. Vor Jahren lag ich selbst mal im künstlichen Koma, wer neben einen steht bekommt man nicht mit, aber das irgent jemand da ist bekommt man sehr wohl mit. Einestages sagte der Oberarzt zu meine Frau bringen sie die Tochter mit. Meine Toch.. war 8 Jahre und wuste natürlich nicht wie sie damit umgehen sollte, zum Ende des Besuch sagte meine Frau, nun gib ihm ein Küsschen auf die Wange, kaum berühten mich die Lippen meiner Tochter spielten alle Apperate an den ich angeschlossen war verrückt. Du siehst die Komapatienten sind nicht da, aber sie müssen was spüren. Erzähl ihm was schönes. Denk daran, Mitleid kann in dieser Lage kein Mensch gebrauchen. Die besten Wünsche begleiten Dich.
Wolpertinger am 7. August 2008 12:46 wow, was für eine Geschichte, da bekomme ich richtig Gänsehaut.
LG Wolpertinger
mikael am 7. August 2008 13:22 Du weißte was dadran der Gaudi ist? Ich habe nach Jahren(meine Tochter ist jetzt 19) gefragt was sie damals gedacht hatte, da hat sie mir erzählt, als meine Tochter mir das Küsschen gab und alle Apperate mit einemmal anfingen zu Pipen dachte sie, sie hat was kaputt gemacht.

Du mußt einfach mit ihm reden. Manche sagen er versteht es, manche verneinen es. Aber rede trotzdem mit ihm, es wird ihm guttun!!!

halte seine hand und erzähle ihm was dir in den letzten Tagen, Wochen passiert ist. Erzähle was im Freundeskreis alles los ist. Was es neues gibt etc.. Er wird das schon irgendwie mitbekommen. Sei stark und Bravo das du das machst... ;-)
Man weiß heutzutage nicht, ob ein Patient im Wachkoma etwas mitbekommt oder nicht.
Rede mit ihm, berühre ihn auch. Manchmal spürt man dabei Reaktionen.
Erzähle ihm einfach, was Deinen Alltag so ausmacht. Erinnere Dich an gemeinsame Erlebnisse.
Rede nie in seinem Krankenzimmer einfach über ihn.

Ja er merkt das Du da bist!Rede ganz normal mit ihm und erzähl ihm was es "Neues"gibt!Mach dir keine Gedanken,vielleicht ist es am Anfang etwas komisch,aber dann läuft es bestimmt ganz gut!!
caro83 am 7. August 2008 12:19 Ich habe zumindest gute erfahrungen gemacht!ich arbeite auf einer Station wo nur wachkomapatienten sind!Und hin und wieder kommt es vor,dass sie wieder "klar"werden!
DH!

Man vermutet, dass er es mitbekommt. Beweise gibt es leider hierfür nicht. Ich lag selber nach einem Unfall 1 Woche im künstlichen Koma. Ich habe einige Einflüsse, die von außen kamen, in Träumen verarbeitet. Ich weiß, das kann man nicht vergleichen. Rede mit ihm, erzähl ihm von vertrauten Dingen. Es wird ihm gut tun.
es gibt schon wachkomapatienten, die später (wenn sie wieder voll und ganz das sind) behaupten, dass sie alles oder viele mitbekommen haben. toll, dass du so viel mut hast...andere würden sich aus angst drücken....am besten machst du es so, wie du es mit dieser person immer machst...erzähle ihm/ihr von deinem tag...euren geimeinsamen hobbies...berühren...sagen, dass du dich schon wieder freust, wenn er/sie gesund ist und erwacht...dass du fest an die genesung glaubst etc. du kannst im/ihr auch aus eurem lieblungsbuch (falls ihr eines habt) vorlesen, seine/ihre lieblingsmusik vorpsielen oder vorsingen....du kannt alte erinnerungen auffrischen, die ihr gemeinsam erlöebt habt...sollten halt lustige oder schöne momente sein! alles liebe! :-)

Wenn du wirklich hingehen möchtest, dann find ich das erstmal sehr bemerkenswert!!! Versuche ihn so zu behandeln, als wenn er "vollkommen anwesend" ist (weißt schon wie ich das meine!). Er bekommt es mit, kann nur nicht antworten. Fasse ihn an, rede mit ihm,... einfach ganz normal sein. Und wenn du Fragen hast oder dir sonst etwas unklar ist: frag am Besten beim Pflegepersonal nach; die sind ganz sicher froh, wenn jemand um Rat und Hilfe fragt... vor allem, wenn jemand den komatösen Patienten besucht!!!

Mit ihm reden, Neues von Bekannten, Freunden und Familie, Job etc. erzählen, alles was du ihm erzählen würdest wenn du ihn ihm Krankenhaus besuchen würdest und er nicht im Koma läge. Die ersten Minuten sind ganz komisch, man fühlt sich unwohl, da er weder reagieren noch antworten wird, doch du gewöhnst dich schnell dran. Mein Opa lag fünf Jahre im Wachkoma

dies ist ein sehr heikles thema, zum einen wie nah steht man mit diesem menschen, da man sich ja selbst umbehaglich fühlt und nicht so recht weiß soll man mit dem jenige reden oder nicht, ich denke schon das die patzienten wissen das jemand für sie da ist, aber anderer seits weis ich auch nichts darüber ob schon mal jemand der aus dem koma erwacht ist, sich an das erinnert was im krankenhaus oder pflegeheim oder wie auch immer war, aber wenn er dir lieb und teuer ist, dan rede mit der person wenn du es für richtig hälst..alles gute LG

Gib ihm das Gefühl, dass jemand bei ihm ist ... Er wird es vermutlich merken.
DaSu81 am 7. August 2008 12:27 ...; gelle!?!