Frage von Vitaly1989, 624

Wie findet ihr die Mentalität der Menschen in Niedersachsen (Hannover, Oldenburg, Göttingen)?

Ihr alle habt schon bemerkt, dass ich als Russe über verschiedene Orte Deutschlands Fragen stelle. Was würdet ihr über diese Region sagen?

Antwort
von Steffile, 481

Ich bin aus der Gegend :) Ganz verallgemeinernd gesagt sind die Leute da trocken und solide, ein bisschen verschlossen, aber wenn sie dich erstmal kennengelernt haben, sind sie die besten und treue Freunde.

Kommentar von Vitaly1989 ,

Also, hat Oberflächlichkeit keine Wert bei euch? Das finde ich sehr gut! 

Antwort
von Dampfschiff, 412

Allgemein ist es im Norden von Deutschland meistens so, dass die Menschen Fremden gegenüber freundlich, aber zurückhaltend sind. Es dauert lange, bis man jemanden als engeren Bekannten oder sogar als Freund gewinnt.

Im Süden von Deutschland sind die Menschen oft direkter. Wenn dort jemand freundlich zu Dir sein will, spürst Du das sofort viel stärker. Wenn er zu Dir unfreundlich sein will, dann auch!

Kommentar von Vitaly1989 ,

Danke!

Antwort
von lucinda333, 473

Als alte Hannoveranerin kann ich sagen, dass es schon einen Unterschied zwischen den Norddeutschen und vielen anderen Nationalitäten gibt. Im russischen habe ich die Erfahrung gemacht, dass man viele Bekannte hat, und auch leicht Bekanntschaften schließt. Dafür hat man relativ wenig enge Freunde.
Im Norddeutschen ist es etwa umgekehrt. Hier tut man sich schwer mit neuen Bekanntschaften. Deswegen wirken wir manchmal etwas spröde. Aber wen wir einmal als Freund in unser Herz geschlossen haben, den behalten wir dort umso länger und inniger.

Kommentar von Vitaly1989 ,

Danke! :)

Antwort
von abibremer, 423

Als gebürtiger Nordhesse, der die wechselvolle Geschichte Norddeutscher Gefilde mindestens ansatzweise kennt, fühle ich mich nach ca 40 Wohnortswechseln in Niedersachsen absolut zu Hause und wer auch nur ansatzweise kommunikativ ist, der kann sich hier schnell wohlfühlen. Nach meinen Fernfahrer-erfahrungen kann das im oldenburger Raum schon schwerer werden. Die Göttinger haben durch den internationalen "Magnetismus" und Ruhm ihrer Uni keine Probleme mit Fremden .Kassel hat durch "König Lustik" eine gewisse Beziehung zum französischen und der Hannoveraner hatte quasi englische Könige zu "Chefs": Das deutsche Wort "Keks" ist die Übersetzung englischer "Cakes" durch den königstreuen Plätzchenbäcker Herrmann Bahlsen. Zu den Oldenburgern kann ich nur wenig sagen: ruhig und etwas spröde, ist mein Eindruck als Fernfahrer gewesen.

Kommentar von Vitaly1989 ,

Danke! :)

Antwort
von Sachsenbruch, 430

Schau Dir mal dieses Detail an: https://de.wikipedia.org/wiki/Niedersachsenlied#Bedeutung_des_Wortes_.E2.80.9ENi...

Die traditionelle Selbstbeschreibung als "sturmfest und erdverwachsen" hat heute allerdings einen gesunden Touch Ironie. Dennoch sind die traditionellen "Abgrenzungen" in der Wikipedia-Passage gut herausgearbeitet. Man darf sie aber auch nicht übertreiben - sie haben nichts den Nachbarn gegenüber feindlich Gesinntes (mehr) an sich.

Kommentar von Vitaly1989 ,

Danke! :)

Kommentar von earnest ,

DEN Spruch aus dem Liedtext kann man, denke ich, heutzutage nur noch mit einer gewissen Belustigung aufsagen - oder gar singen. 

Vielleicht lieber so: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Niedersachsenlied#/media/File:Landesvertretung\_Be...

Antwort
von abibremer, 43

Zu Oldenburg und Göttingen kann ich mangels Erfahrung nichts sagen. Hannover ist Dank seiner ewig langen Messe -Erfahrung eine sehr weltoffene Stadt in der sich Menschen ALLER Nationalitäten wohlfühlen können.

Expertenantwort
von earnest, Community-Experte für deutsch, 384

Wie anderswo in Niedersachsen auch. 

Mal so, mal anders. Wie das Menschen so an sich haben.

Gruß, earnest


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