Welche Zeitungen berichten AfD freundlich?

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13 Antworten

Es geht nicht um freundlich, sondern sachlich.

Es würde ja reichen, wenn die Zeitungen einfach nur von der AFD berichten, nein, immer ist es die rechtspopulistische AFD.

Das haben inzwischen doch alle vernommen, oder gibt es welche, die das bisher noch nicht wissen?

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Kommentar von Crack
13.09.2016, 20:11

nein, immer ist es die rechtspopulistische AFD.

Diese Bezeichnung haben sie sich doch auch hart erarbeitet und bestätigen sie täglich auf`s Neue.
Warum also sollte man darauf verzichten?

2

es gibt aktuell keine Zeitung die objektiv berichtet. Es sind wenige Berichte von sehr wenigen Journalisten die noch objektiv berichten. Es hat sich durchgesetzt die Meinung des Journalist in die Berichte mit einfließen zu lassen und dadurch gerät die Objektivität in den Hintergrund.


„Vierte Gewalt“ meint dabei, dass es in einem System der
Gewaltenteilung eine vierte, virtuelle Säule gibt. Neben Exekutive,
Legislative und Judikative
gibt es danach die Medien, die zwar keine eigene Gewalt zur Änderung
der Politik oder zur Ahndung von Machtmissbrauch besitzen, aber durch
Berichterstattung und öffentliche Diskussion das politische Geschehen
beeinflussen können.


https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt

wie das funktioniert siehst du hier:

1.   Verharmlosung
2.   Übertreibung
3.   Ignoranz
4.   Ablenkung
5.   Perspektive
6.   Wortwahl
7.   Behauptungen
8.   Einseitigkeit
9.   Expertenverweis
10. Wiederholung
11. Persönliche Ebene
12. Desinformation

z.b.

2. Übertreibung

Übertreibungen werden eingesetzt, um Geschehnisse gezielt hervorzuheben und die Meinung der Menschen in eine gewünschte Richtung zu bringen.

4. Ablenkung

Sobald Missstände des Staates oder des eigenen Systems durch
unabhängige Menschen veröffentlicht werden, dauert es meistens nicht
lange, bis man zum Mittel der Ablenkungsstrategie greift.

8. Einseitigkeit

Wir leben in einem Zeitalter in dem die Medien immer wieder darauf
verweisen müssen, wie objektiv und unparteiisch diese sind. Doch schaut
man sich die Nachrichten an, so wird man fast immer eine Positionierung
zugunsten bestimmter Gruppen vorfinden. Es gibt einige heilige Kühe, die
nur in den seltensten Fällen kritisiert werden.


http://www.scheinwelt23.de/Manipulation.php

hier super beschrieben von Giovanni di Lorenzo

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/509418#/beitrag/video/2819942/%22Markus-Lanz%22-vom-6-September-2016

Mit der AFD kann man sehr gut die Misstände der etablierten Parteien überdecken.

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Der Begriff völkisch ist der Frau Petry nicht in den Mund gelegt worden. Sie hat völlig aus freien Stücken im Interview mit der Welt am Sonntag gefordert, man sollte dem Begriff "völkisch" eine positive Bedeutung geben. 

Und der Begriff "völkisch" war nun einmal zentral in der NS-Ideologie. In Hitlers "Mein Kampf" taucht er Dutzendfach auf - auch im Stichwortverzeichnis - und er dient als Basis für die NS-Rassenideologie. Nicht zufällig hieß das NSDAP-Propagandablatt "Völkischer Beobachter". In den Jahren zuvor war es die selbst ernannte "Völkische Bewegung" gewesen, die das Wort selbst als zentralen Kampfbegriff politisch aufgeladen hatte. Insbesondere der NS-Antisemitismus basiert in weiten Teilen auf "völkischen" Ideen. Der Begriff stand im "Dritten Reich" für die Abgrenzung einer deutschen "Volksgemeinschaft" gegenüber als minderwertig angesehenen Gruppen wie etwa Juden oder Schwarzen.

Als völkisch bezeichnet man eine radikal-nationalistische Einstellung, die die Menschengruppe, zu der man sich zugehörig fühlt, das eigene "Volk", verabsolutiert und als (ethnisch) reine Gemeinschaft definiert. Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlangte die Völkische Bewegung großen politischen Einfluss, sie war ein Wegbereiter des Nationalsozialismus. Bis heute sind die Völkischen eine wichtige Strömung des Rechtsextremismus. [...] Die Bewegung war nicht nur antisemitisch, sondern auch antiegalitär und generell antimodernistisch. Sie lehnte Frauenemanzipation und Demokratie ab, ebenso Parlamentarismus und Republik, Industrialisierung und Urbanisierung, moderne Kunst und neuartige Sportarten wie Fußball. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

Und da ich mir nicht vorstellen kann, dass der AfD-Chefin der historische Hintergrund des Begriffs schlicht nicht bekannt war, muss sie sich nun vorhalten lassen, dass sie NSDAP-Vokabular in Deutschland wieder salonfähig machen will.

Die Kritik kommt zurecht von der Presse und den Medien. Wobei der Grund nicht eine falsche Berichterstattung ist, sondern die korrekte Berichterstattung über ein Interview, das Frauke Petry gegeben hat. Das ist nicht speziell AfD feindlich. Jeder andere Politiker, der so etwas gefordert hätte, wäre damit genauso ins Kreuzfeuer der Medien geraten, egal, welcher Partei er oder sie angehört.

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Kommentar von Mastrodonato
13.09.2016, 13:17

Leider habe ich den Wortlaut des Interviews von der Welt am Sonntag nicht. Jemand, den ich schätze, hat das gesagt.

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Am ehesten die nationalkonservativen "Junge Freiheit" und "Compact"

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Will der Fragensteller noch irgendwas sagen oder hat er literarisch und faktenbezogen so aufn Latz bekommen, dass er sich nicht mehr traut ? ^^

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Kommentar von Mastrodonato
13.09.2016, 08:55

Von wegen. Es gibt aber Leute, die schlafen nachts und arbeiten tagsüber. Kommt noch.

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Der Schießbefehl war nicht von Petry gefordert, sondern von Frau von Storch.

Typisch AfD-Sypatisant: Ignorier mal brav die Fakten, selbst wenns deine eigenen sind.

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Kommentar von Mastrodonato
15.09.2016, 18:31

Das war kein Schiessbefehl, sondern ein "im notfall von der Waffe gebrauch machen", sowohl von Petry (Mannheimer Morgen) als auch von Storch (facebook).

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Welche Zeitung berichtet denn heutzutage über irgendeine Partei "freundlich"?

"Freundlichkeit der Berichterstattung" ist kein Bestandteil des journalistischen Arbeitsethos und maximal eine Aufgaben- und Zielstellung für parteieigene Gazetten.

Ansonsten haben die Journalisten und Medien die Politik kritisch und nicht im Modus des Erfüllungsgehilfen zu begleiten.

Wenn die AfD nun besonders kritisch betrachtet wird, dann sicherlich nicht, weil die Medien "unfair" mit ihr agieren, sondern eben viele Aspekte an der AfD eben auch sehr kritisch zu betrachten sind.

Es ist auch dummes Zeug zu behaupten, man habe Petry (und dem hässlichen Storch)  einen "Schießbefehl" in den Mund gelegt. Ich habe neulich erst das inkriminierte Interview noch einmal gelesen. Da spricht sich Petry unmissverständlich dafür aus, "notfalls" auch auf Frauen und Kinder zu schießen, um Grenzübertritte zu unterbinden.

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Kommentar von Mastrodonato
13.09.2016, 13:45

"Notfalls von der Waffe gebrauch machen" war der Wortlaut - und nicht schiessen. Das ist ein Unterschied. Waffen können Tränengas, Knüppel und andere nonletale waffen sein.

Schiessen kann man auch in die Luft (Warnschüsse), vorher kann man mit der Waffe drohen.

Wenn man sich diese   http://www.bz-berlin.de/welt/fluechtlinge-stuermen-die-mazedonien-grenze  und diese  https://de.sputniknews.com/bilder/20160409/309055659/fluchtlinge-sturm-grenze-griechenland-mazedonien.html  Bilder ansieht, dann verliert die Erwägung über Waffeneinsatz sehr viel von ihrer "Ungeheuerlichkeit". die die Mainstream Presse verbreitet, wo man sich vorstellt, dass ohne Grund auf wehrlose Kinder geschossen wird oder was auch immer.

Das Wort Schiessbefehl ist auch deshalb eine Ungeheuerlichkeit, weil das an der DDR Grenze und anderen Ostblockstaaten galt - auf Leute, die nicht in ein Land eindringen wollten, sondern nur anderswo hinwollten.

So kann man nicht von objektiver Berichterstattung sprechen. Man kann höchstens sprechen, dass Waffengewalt eingesetzt werden kann - das ist aber kein Schiessbefehl. Hier auch die Sache mit B v Storch:

"Wollt Ihr etwa Frauen mit Kindern an der grünen Wiese den Zutritt mit Waffengewalt verhindern?", was Storch knapp mit "Ja" beantwortete.

Das im Artikel des Spiegel, der aber den Schiessbefehl als Untertitel hat.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-beatrix-von-storch-schiessbefehl-aeusserung-loest-entsetzen-aus-a-1074937.html

Eine neutrale Berichtserstattung hält fest, dass Waffengewalt nicht gleich Schiessen bedeutet (sondern nur im Notfall), sondern eben auch Drohen und warnen bedeuten kann und das es nicht tödliche Waffen gibt.

Eine wohlwollende Berichterstattung wird darauf hinweisen, dass diese sogenannten Flüchtlinge sich durch hohe Gewaltbereitschaft auszeichnen, Kinder als Schutzschilder verwenden und deshalb der Einsatz von Waffen zumindest diskutiert werden kann.

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Bei dieser Sache mit dem Schießbefehl hat sie rein rechtlich, wie sie eben gesagt hat auch Recht. Es geht mir aber nicht darum ob es gesetzlich ok ist, sondern menschlich gesehen und so können die Zeitungen auch berichten wenn sie das wollen. 

In der DDR damals war der Schießbefehl an der Grenze auch durch das Gesetz legitimiert. Heißt es nun, dass dessen Ausführung gut war? Nein, das war überhaupt nicht gut und als absolut verwerflich einzustufen. Die DDR bezeichnet man ja immer so schön als Unrechtsstaat auch wegen diesem Schießbefehl also würde sich die BRD auch zu einem Unrechtsstaat machen, zumindest sehe ich das so. Von daher kann man nunmal negativ über Petrys Aussage schreiben. 

Die Polizisten oder Grenzschützer sollten nur auf Personen schießen, wenn sich die Gewalt absolut gegen diejenige Person richtet, welche die Waffe hält. Allerdings einfach nur auf Menschen zu schießen, weil diese eine unsichtbare Linie übertreten finde ich mehr als daneben. Aber das scheinen einige AfD´ler wohl anders zu sehen. so ist das dann eben. Shit happens...

Ach so und Zeitungen: Bei der Jungen Freiheit kannst du bestimmt mal reinschauen und ein absolut unabhängiger neutraler Block ist der von Honigmann. Den kann ich nur empfehlen... (Sarkasmus) Vielleicht ist ja was für dich dabei.

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Kommentar von Mastrodonato
15.09.2016, 18:06

Nur war das eben kein Schiessbefehl (also die Pflicht auf Flüchtende zu schiessen wie in der DDR), sondern ein "notfalls von der Waffe gebrauch machen". Das beinhaltet beispielsweise Warnschüsse.

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Schau mal bei epochtimes.de rein. Die Berichterstattung finde ich schon recht neutral und auch sehr unbequemes wird dort veröffentlicht.

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Kommentar von ceevee
13.09.2016, 12:03

Wahrscheinlich hast du mit der Antwort den Nagel auf den Kopf getroffen... so wie die epochtimes über den Petry-völkisch-Skandal berichtet (bzw. was die Epochtimes so alles weglässt - verdammte Lügenpresse :) ), ist es wahrscheinlich genau das, was der Fragesteller hören will

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/afd-chefin-frauke-petry-will-begriff-voelkisch-positiv-besetzen-a1356629.html

Wenn es allerdings hingegen darum geht, dass Heiko Maas eine linksextreme Band lobt, dann reicht es bei der epochtimes für zwei deutlich längere und detailliertere Berichte... neutral ist also auch die epochtimes nicht, die misst zwischen verschiedenen Politikern mit zweierlei Maß.

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Kommentar von Mastrodonato
15.09.2016, 18:15

Danke, Epochtimes ist gut.

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Niemand hat Petry den Schießbefehl in den Mund  gelegt. Er stammt eindeutig von dieser von Storch und ihre absurde Ausrede war später, dass sie von der Maustaste ausgerutscht wurde.

Petrys völkisch hat sie so gesagt und keine Erfindung der Presse, genauso wenig Gauweilers Äußerungen zu Boateng oder Höckes "afrikanischer Ausbreitungstyp". Alles sind Begriffe und Formulierungen, die nichts anders als die angebliche Überlegenheit der weißen Rasse sind.

Ich weiß nicht, wie man da dann freundlich drüber schreiben kann, es sei denn, der Darmausgang wurde zum Hirn umgeleitet.

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