Frage von Polizeiliebe, 35

Welche Fragen kann ich meinem Zeitzeugen stellen?

Hallo also wir müssen in Geschichte einen Zeitzeugen befragen und dies dann in einem Vortrag darstellen. Die Themen zwischen denen ich auswählen kann sind: 1. Das Kriegsende und die Nachkriegsjahre 2. Erinnerungen an die Jugendweihe/Konfirmation/Kommunion 3. Erfahrungen im Alltagsleben der DDR bzw. BRD Welche Fragen würdet ihr stellen?Und wie kann man das am besten in einem Vortrag darstellen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gina1230, 15

Besonders interessant würde ich Punkt 1 finden. Außerdem bekommt man zu diesem Punkt von Zeitzeugen bestimmt viel mehr Informationen als z. B. zum Punkt 2.

Ich würde zu Punkt 1 folgende Fragen stellen:

1. Wissen Sie noch wo sie waren und was Sie gemacht haben, als Sie vom Ende des Krieges erfuhren? Wie haben Sie sich gefühlt, wer war bei Ihnen, wo waren Ihre Angehörigen (Vater/Mutter/Großeltern/Kinder) zu dem Zeitpunkt. Haben Sie es sofort geglaubt?

2. Wo haben Sie gewohnt? Wie sah die Stadt aus in der Sie wohnten? Gab es Ruinen oder waren alle Häuser noch bewohnbar.

3. Wie hat man sich damals gegenüber den Flüchtlingen (aus dem Osten) verhalten?

4. Wie ging es weiter (Lebensmittel/Wohnraum/das Wiedersehen mit Angehörigen, die vermisst waren)?

5. Welche Nahrungsmittel haben Sie in der Kriegs-/und Nachkriegszeit besonders vermisst? Können Sie sich daran erinnern, wann Sie dies zum ersten Mal wieder gegessen haben?

6. Ab wann wurde es für Sie wieder spürbar besser (Wirtschaftwunder)?


Antwort
von Manja1707, 13

Ich würde Kriegsende und Nachkriegsjahre wählen. Das ist ein Thema das mich immer schon interessiert hat. Leider rückt diese Zeit in immer weitere Entfernung, sodass es bald keine Zeitzeugen dazu mehr geben wird die man persönlich befragen kann.

Im Vortrag könntest du erwähnen, dass du dieses Thema aus dem und dem Grund gewählt hast. Dann könntest du einen kurzen geschichtlichen Überblick über die wichtigsten Eckdaten des 2. Weltkrieges bzw. der Nachkriegszeit geben.

Dann könntest du die Fragen, die du deinem Gegenüber gestellt hast erörtern.

Gute Fragen könnten sein:

Wie haben Sie das Kriegsende erlebt? 

Was war Ihre schlimmste Erfahrung in den Kriegsjahren?

Haben Sie Angehörige im Krieg verloren?

Wie war es , Verwandte wiederzusehen von denen man nicht wusste, welches Schicksal ihnen widerfahren war.

Von welcher Besatzungsmacht war das Viertel in dem Sie gelebt haben besetzt?

Wie haben Sie den Umgang der Besatzungsmächte mit der Bevölkerung in Erinnerung?

Woran hat es in dieser Zeit am meisten gemangelt?

Wie war die ärztliche Versorgung zu dieser Zeit?

Usw.usw.

Antwort
von BiggerMama, 14

Am besten suchst Du Dir unabhängig vom Thema einen Zeitzeugen, zu dem Du ein Gutes Verhältnis hast. Oma, Opa, Tante , Onkel, gute Nachbarn.

Das andere wird sich dann schon finden. Wenn Du erst das Thema aussuchst und dafür einen Zeitzeugen suchst, kann es Dir passieren, dass Du keine "gescheiten" Antworten kriegst, weil die Chemie zwischen Euch einfach nicht stimmt.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 13

Bevor du über Fragen nachdenkst und wir dir hier vielleicht einen Tipp geben können, solltest du vielleicht erst einmal auswählen, welches Thema aus der Auswahl du deinen Fragen zugrundelegen willst!

Wichtig wäre auch zu wissen: Wer soll dein Zeitzeuge sein? Die Oma, ein Onkel ... ?

MfG

Arnold

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