Frage von DerChacker, 54

Was verdient man in der Forschung an einer Uni?

Was verdienen forschende Doktoranden an Unis, hauptsächlich wissenschaftliche Gebiete, Mathematik, Astronomie, Kosmologie

Beantragte Forschungsfelder, was genau Haben die für einen Verwendungszweck, finanziert das nicht alles entweder Uni oder Staat?

Bleibt das Gehalt (abgesehen von Erhöhung) immer das selbe, auch wenn man in Forschung nicht weiter kommt?  

Antwort
von Hamburger02, 27

Die verdienen ganz schlecht, bekommen häufig nur Teilzeitverträge und dennoch wird von ihnen häufig unermüdlicher Einsatz weit über die eigentlich vereinbarte Stundenzahl hinaus verlangt.

Ein Kollege von mir wollte in Bio promovieren und hat das genau so erlebt.

Antwort
von Ansegisel, 30

An der Universität ist man in der Regel im öffentlichen Dienst angestellt. Als Doktorand bzw. Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe 13 (auch TVL 13 oder ähnlich genannt). Diese Gehaltsstufen sind unabhängig von der Fachrichtung. Bei einer vollen Stelle geht es da ungefähr (je nach Bundesland und zwischen Ost und West verschieden) um 3300-4000€ brutto.

Doktoranden haben aber in der Regel keine Vollanstellung, sondern erhalten 50 bis 75%. 1300-1800 netto sind da keine Seltenheit. Außerdem arbeitet man in der Regel trotzdem mehr, als man bezahlt bekommt.

Außerdem gibt es gerade für Nachwuchswissenschaftler heute nur noch wenige feste Stellen, die meisten sind auf 2 oder 3 Jahre begrenzt. Außerdem gibt es das so genannte Wissenschaftszeitgesetz, das die Dauer der Anstellung an der Universität auf 6 Jahre vor der Promotion und 6 Jahre nach der Promotion begrenzt.

Man muss an der Uni also nicht verhungern, an der Universität jedoch dauerhaft eine Anstellung zu finden, ist heutzutage extrem schwer und gelingt nur den wenigsten.

Kommentar von DerChacker ,

Gut, aber lächerliche 1.800,- netto für jemanden, der unheimlich geleistet hat und leistet ist eine Unverschämtheit

Kommentar von Ansegisel ,

Ich persönlich finde weniger die Höhe des Gehalts bedenklich (doll ist es nicht, aber da es öffentlicher Dienst ist, ist man in der Regel sehr korrekt, was Gehalt, Urlaubsanspruch, Krankheitsfall, Elternzeit etc. betrifft), sondern die berufliche Unsicherheit, in der sich die Nachwuchswissenschaftler bewegen. Die meisten hangeln sich von Vertrag zu Vertrag, ohne Aussicht auf Festanstellung.

Ohne Festanstellung ist es aber auch extrem schwer, finanziell für die Zukunft vorzusorgen, Kredite (etwa für einen Hausbau) zu bekommen oder sich auch nur aufs Kinderkriegen einzulassen.

Die Unsicherheit, weniger das Geld, ist der Grund, weshalb viele fähige Köpfe die Unis verlassen und sich in Richtung freier Wirtschaft orientieren - obwohl sie lieber unabhängig forschen wollen würden und vom Intellekt und der Ausbildung her auch könnten.

Antwort
von capi89, 22

Also, wissenschaftliche Mitarbeiter, der sog. "akademische Mittelbau" werden nach den Tarifen des öffentlichen Dienstes bezahlt und sind in der Regel in Tarifgruppe 13 eingruppiert. Sofern es sich um eine der wenigen Beamtenstellen als akademischer Rat, Oberrat oder Direktor handelt, so wird man nach A13-15 bezahlt. Was das genau bedeutet, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Außerdem sind diese Mittelbaustellen (außer den Ratsstellen) häufig keine vollen Stellen. Das Gehalt bleibt gleich, egal wie erfolgreich die Forschung ist, da die regulären wissenschaftlichen Angestellten aber meistens befristete Stellen haben, kann eine mangelnde Arbeitsleistung durchaus Konsequenzen haben. Mittelbaubeamten kann ggf. eine Beförderung vorenthalten werden.

Antwort
von boneclinks, 28

Doktoranden an Unis in Naturwissenschaften? Durchschnittlich so um die 1500 brutto und wenn man Glück hat und einen 65 % Vertrag bekommt auch mal 1800 brutto.

Antwort
von Einhorn64, 24

Ich hab mal gehört aus bekanntenkreisen das die Leute nicht gerade überbezahlt sind !

Auf gut deutsch dass sie einen sch ei ss Dreck bekommen

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