Frage von xgamerXx, 43

Was tun, wenn man keinen zum Reden hat?

Manchmal wünsche ich mir einfach mal eine neutrale Person mit der ich über alle meine Probleme reden kann. Meine Mutter nimmt meine Probleme nicht ernst und es hat keinen Sinn mit ihr darüber zu reden, von ihr kommt immer nur etwas wie "Mir geht es auch schlecht und keinen interessiert es". Meinen Sowieso schon wenigen Freunden vertraue ich solche Dinge nicht an... Wer weis ob sie nicht doch etwas ausplaudern. Wo soll ich nur mit all meinen Frust hin, wenn ich es keinem anvertrauen kann? :/

Antwort
von Schokolinda, 43

wenn du dir eine lösung oder einen besseren umgang mit dem problem wünschst, dann kannst du dir lebensberatung bei der caritas holen.

auf dauer solltest du deine haltung deinen freunden gegenüber überdenken- wenn man sich freunden nicht anvertrauen kann, dann sind das keine freunde. und dafür sind unter anderem freunde da, dass man bei ihnen ab und an den frust ablädt- so wie sie das auch machen.

keine ahnung, ob dich das verhältnis zu deiner mutter interessiert- aber das sieht verbesserungswürdig aus. falls du kraft dafür hast, frage sie mal, warums ihr denn schlecht geht; sage ihr, dass es dich sehr wohl interessiert, wenn es ihr nicht gut geht. normalerweise funktioniert so was auf gegenseitigkeit, d.h. dass deine mutter vielleicht auch interesse für deine sorgen entwickelt, wenn sie sich von dir mit ihren sorgen angenommen fühlt.

aber manche leute nehmen nur- keine ahnung, ob deine mutter nicht auch so eine ist.

Kommentar von xgamerXx ,

Ich weis das es keine wirklichen Freunde sind, aber es sind die einzigen Menschen die ich überhaupt habe und wenn ich mich von Ihnen distanziere, bin ich ganz alleine... Und meine Mutter ist so eine die sich immer bei mir ausheult über alles... Ich höre ihr immer zu, aber ein Ohr für meine Probleme hat sie überhaupt nicht... Das interessiert Sie null :(

Kommentar von Schokolinda ,

es hat keiner gesagt, dass du dich distanzieren sollst.

haltung überdenken kann auch bedeuten, sich anzunähern zu versuchen z.b. indem man einfach mal hofft und sich anvertraut. kann schief gehen, aber vielleicht auch nicht.

mit deiner mutter solltest du sprechen: sag ihr doch mal, wann du ihr das letzte mal zugehört hast, wenn sie sich mit o.g. satz beschwert. bring sie ruhig mal zum denken.

Kommentar von Schokolinda ,

ok, ich seh grad, du gehst noch in die schule. dann versuch mal die anonyme kostenfreie nummer gegen kummer 116 111, die speziell für kinder und jugendliche gedacht ist.

Antwort
von grossbaer, 35

Wenn du noch Schüler bist, dann kannst und solltest du dich an deinen Klassenlehrer oder an den Vertrauenslehrer eurer Schule wenden. Er kann dann auch weitere Schritte veranlassen, wie zum Beispiel eine Therapie oder andere Maßnahmen die dir helfen. 

Kommentar von xgamerXx ,

Aber wenn ich zur Schulpädagogin gehe, sehen es die anderen und Stempeln mich wahrscheinlich gleich als krank oder Psycho oder so ab (vorallem weil ich grade erst neu in der Klasse bin und in meiner alten Klasse sind auch solche Gerüchte rum gegangen...)

Kommentar von grossbaer ,

Das ist schwer für dich, ich kann das nachvollziehen. Aber was ist wichtiger? Deine Gesundheit und dein Wohlergehen oder das Geschwätz der anderen? Willst du das diese Probleme dein Leben beherrschen und eventuell sogar zerstören? 

Ich bin jetzt mal ganz offen und ehrlich zu dir. Sei mir bitte deswegen nicht böse. 

Schau dir deine Mutter an, wie sie auf dich und deine Probleme reagiert hat. Das ist für einen erwachsenen Menschen die absolute Kapitulationserklärung. Sie hat die Kontrolle über ihr Leben verloren. Willst du den gleichen Weg gehen und irgendwann mal genau so enden wie deine Mutter? Willst du mal später gegenüber deinen Kindern genauso reagieren wenn sie mit Problemen zu dir kommen? Mit Sicherheit nicht. Also musst du etwas tun. Es ist dein Leben und wenn du Hilfe brauchst, dann nimm sie dir. 

Wenn die Leute aus der Schule dich nicht mögen oder ein Problem mit dir haben, dann werden sie immer einen Grund suchen und auch finden um über dich zu reden und zu lästern. Von dem her ist es egal, ob sie es mitbekommen das du zum Schulpsychologen gehst oder nicht. Wenn die Schulzeit vorbei ist, siehst du die allermeisten von deinen Mitschülern eh nicht mehr wieder. Warum willst du dir jetzt also selbst schaden und weiter leiden, nur wegen diesen Leuten? 

Gehe zur Schulpsychologin und rede mit ihr. Es geht um DEIN Leben. 

Antwort
von Windspender, 27

ja, vertrauen kann man nur sehr wenige und die erst finden, kann lange dauern bzw findet man nie jemanden. Ich vertraue auch niemanden, daher behalte ich alles für mich.

Kommentar von xgamerXx ,

Aber ich weis nicht ob ich dazu in der Lage bin alles in mich rein zu 'fressen' ohne das ich auf lange Sicht psychische Erkrankungen bekomme :/

Kommentar von Windspender ,

musste einfach lernen oder dich doch mal beraten lassen. 

Antwort
von Mebate, 31

Hallo xgamerXx, ich kenne das. Leider ist es heutzutage schwer jemanden zu finden, dem man wirklich vertrauen kann. Früher habe ich viel gechattet und mit den anderen Chattern über solche Dinge gesprochen. Das hilft. Und wenn man will, kann man ja anonym bleiben ;-)

Kommentar von xgamerXx ,

Aber wo finde ich solche Personen zum chatten, die die gleichen Probleme wie ich habe... ?

Kommentar von Ille1811 ,

Dazu musst du sagen, was du für Probleme hast. Oder gib dein Problem und 'Selbsthilfegruppe' in eine Suchmaschine ein.

Antwort
von Queensleaves, 22

Vielleicht mit einem Vertrauenslehrer oder einem Psychologen oder was du auch machen kannst: alles aufzuschreiben!:)

Kommentar von xgamerXx ,

Aufschreiben hab ich schon versucht, hilft mir leider aber gar nicht... 

Kommentar von Queensleaves ,

Dann würde ich es vielleicht wirklich mal mit einem Vertrauenslehrer oder Psychologen probieren!:)

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