Frage von Musicismylife99, 105

Was studiere ich um Kriminalistiker/Kriminaloge zu werden ohne zur Polizei, BKA zu gehen?

Hallo, es gilt für den Abiturabschlussjahrgang 2017 nun herauszufinden, in welche Richtung man beruflich einmal gehen möchte. Bei mir ist es die Kriminalistik die es mir besonders angetan hat.Ich habe mich sorgfältig informiert, sehe jedoch kaum durch. Wie es scheint kann man dies nicht als bachelorstudiengang studieren, sondern muss erstmal z:B. Psyschologie oder Soziologie studieren und dann den Master in kriminalistik darauf setzen, richtig? Psyschologie intressiert mich sehr, jedoch werde ich den vorausgestzen NC nicht schaffen. Halb und Endjahr der 11. Klasse hatten einen durschschnitt von 8,0 ca. Also wird ein 3er abi.. Am Meisten intressiert mich das Fach der Krimilapsyschologie.
Das Problem der ganzen Sache....bitte kommt mir jetzt nicht mit BKA, ich weiß das ich darüber Kriminaloge werden könnte, ich möchte aber unabhängig von der Polizei dieses Fach erlernen. Wäre lieb wenn mir nun irgendjemand der genau diesen job hat, bzw. das studium vorhat/hinter sich hat, und mir raten kann was der beste weg zur Kriminalistik wäre, wo man es studiert usw. Danke für eue Hilfe!

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Antwort
von schloh80, 38

Hier geht einiges durcheinander!

Kriminalistik hat mit Psychologie nichts zu tun. Das ist grob eine angewandte Wissenschaft in der es um die Aufklärung von Straftaten geht. Es gibt eine gewisse Nähe zur Kriminaltechnik. Sie ist in Deutschland Teil des Studiums im Rahmen der Ausbildung bei der Polizei im gehobener Dienst.

Kriminologie ist eine forschungsbezogene Wissenschaft die sich mit Bedingungen (v.a. auch politischen) von Straftaten befasst. In Deutschland ist sie ein Teilgebiet der Strafrechtswissenschaften, also des Jurastudiums. Es gibt auch für Sozialwissenschaftler eine Möglichkeit, hier ein Aufbaustudium zu absolvieren. Das ist sinnvoll, wenn jemand sozialwissenschaftlich im Bereich der Kriminologie forschen möchte. Kriminologe wird man nicht bei der Polizei, auch nicht beim BKA.

Kriminalpsychologie ist ein Teilgebiet der Rechtspsychologie. Sie ist zunächst forschungsorientiert und befasst sich z.B. mit individuellen Konstellationen bei Straftaten, wie z.B. Störungen von Gedächtnisprozessen bei Traumatisierungen von Opfern von Straftaten und deren Auswirkungen auf Erinnerungen und deren Verzerrungen z.B. bei Zeugenaussagen, Gesichterkennung usw. Praktisch findet sich zunehmend eine gewisse Bedeutung in der forensischen Psychologie durch gerichtliche Begutachtungen der Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen.

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 32

Ja. Bisher geht in Deutschland Kriminologie nur als Master. Vorangehende Bachelor Möglichkeiten gibt es viele. Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften oder natürlich Jura. Einen eigenständigen Studiengang gibt es dafür nicht.

http://www.kriminologiestudium.de/

In Bonn kann man Kriminalistische Forensik studieren - was natürlich eher naturwissenschaftlich ist ...

Gruß S.


Antwort
von Maro95, 17

Also erstmal solltest du wissen, mit was für Begriffen du um dich schmeißt.

Kriminalistik ist faktisch eine reine Polizeiwissenschaft, die außerhalb der Polizei keinen Anwendungsbereich findet. Sie beschäftigt sich mit der erfolgreichen Bearbeitung und Aufklärung von Straftaten = Job der Polizei. Alle meine Kriminalistik-Dozenten sind/waren erfahrene Polizeibeamte. Wenn du damit nichts am Hut haben willst - schlag es dir aus dem Kopf.

Kriminologie ist eigentlich eine Sozialwissenschaft, die in Deutschland den Rechtswissenschaften zugeteilt wird, obwohl sie mit dieser kaum Berührungspunkte (abgesehen von der Ent- und Neukriminalisierung vom Tatbeständen) aufweist und sich viel mehr in der Psycho- und Soziologie bedient. Die ganzen Theorien, die eine Erklärung für abweichendes Verhalten geben sollen, sind vorrangig soziologischer Natur.

Kriminologie-Dozenten waren bei uns daher immer Wissenschaftler (Soziologen und Rechtswissenschaftler), die sich spezialisiert haben.

Antwort
von Referendarwin, 35

Da gibt es wenige Möglichkeiten, studiere bloß nicht so einen brotlosen Mist wie Kriminologie. Die Absolventen finden kaum Jobs

Die Polizei stellt auch kaum externe Leute ein.

Der beste Weg: Medizinstudium und dann Rechtsmediziner werden. Das ist ein geiler Job, hohes Gehalt, hohes Ansehen, absolute Sicherheit.

Geht auch mit Bildungskredit im Ausland (Kroatien, Polen, Rumänien...), auch wenn die Gebühren hoch sind, langfristig lohnt sich das extrem!!!

Kommentar von Jeanie1992 ,

Nur, dass man als Gerichtsmediziner bzw Rechtsmediziner (nicht Pathologe!)kaum eine Chance auf eine Stelle in Deutschland hat :-D

Kommentar von Referendarwin ,

Absoluter Unfug. Studierst du selber Medizin oder wer hat dir das erzählt? Es gibt keine arbeitslosen Mediziner in Deutschland.

Kommentar von Jeanie1992 ,

Schau mal in die Jobboersen rein und zähle die Anzahl der offenen Stellen in Relation zu Bewerbern  ;-) oder guck einfach mal in einschlägige Foren, wo Leute diskutieren, die sich mit der Thematik wirklich auskennen (nicht gutefrage...)
Und nein, ich habe mich gegen Medizin und für ein anderes Studienfach entschieden. Aber da sich deiner Meinung nach nichts anderes als Medizin oder Zahnmedizin lohnt, sehe ich keinen Sinn darüber zu diskutieren, Herr Lehrer.

Kommentar von Referendarwin ,

Ich bin studierter Mediziner ;) und unterrichtete nur mit kleinem Studendeputat.

Ich kenne auch viele Menschen persönlich, die einen Facharzt für Rechtsmedizin absolvieren oder absolviert haben. Keiner der Absolventen hat auch nur den Hauch eines Problems am Arbeitsmarkt. Entsprechende Stellen gleichen mehr einer Berufung und sind nur in wenigen Jobbörsen überhaupt inseriert.

Was war nochmal deine Kompetenz, aufgrund derer deine Meinung aussagekräftiger ist?

Kommentar von Jeanie1992 ,

Ein Mediziner und gleichzeitig Lehrer, der auch noch genug Zeit und Lust hat sich hier mit Fragen rumzuquälen, aber gleichzeitig noch nicht eine medizinische Frage beantwortet hat. Sorry, aber das ist mir zu blöd ;-)

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag :)

Kommentar von Referendarwin ,

Naja, außer Schmähkritik kam ja nicht viel von dir.

Das es ne ganze Menge Mediziner gibt, die OTA u.s.w. anteilig unterrichten, scheint dir auch unbekannt zu sein.

Schade, ich hätte gern wenigstens ein  Argument zum Thema von dir gehört.

Kommentar von Jeanie1992 ,

Tut mir leid, aber ich kann das einfach nicht ernst nehmen, wenn ich mir deine Fragen zu studieren neben dem Beruf etc durchlese. Aber wenn es wirklich so sein sollte, dann Glückwunsch zu diesem Werdegang ;-)

Achso, meine "Erfahrungen" habe ich übrigens auch nur daher, dass ich mich einst sehr dafür interessiert und deshalb im Internet und bei befreundeten Studienkollegen der Medizin erkundigt habe.

Ich denke übrigens, mal von Thema ab, dass man mit (fast) jedem Studiengang den passenden Beruf findet, wenn man genügend Praktika, Auslandsaufenthalte etc aufzuweisen hat (abgesehen von passenden Noten und passendem Charakter natürlich).

Kommentar von Referendarwin ,

Hey, du wolltest dich nicht mehr mit mir abgeben!

Einen passenden Beruf mag man mit jedem Studiengang finden, stimmt. Nur leider gibt es sehr viele Studiengänge (Biologie, Germanistik,...) mit denen es FAST unmöglich ist, eine

unbefristete

für Akademiker anständig bezahlte (mindestens 1500 netto)

fachnahe (nicht als Politologe bei Ikea)

Stelle zu finden. Das gilt auch für Absolventen mit 1,0 und guten Praktika. Ich stimme dir allerdings zu:

Relevante Praktika (Nah der späteren Tätigkeit) und Werkstudententätigkeiten sind das A und O, Arbeitgeber wollen einen roten Faden im Lebenslauf.

Zu denken: Wenn ich Kulturanthropologie studieren, dann aber gute Noten und Praktika habe, bekomme ich auch einen anständig bezahlten Job, ist leider meist Wunschdenken.

Nur weil inzwischen 50 % und nicht mehr 15 % eines Jahrgangs studieren, sind die gut bezahlten Jobs eben leider nicht im gleichen Verhältsnis mehr geworden.

Humanmedizin ist einfach der einzige Studiengang, bei dem eine sichere, sehr gut bezahlte und fachnahe, anspruchsvolle Tätigkeit garantiert selbst für mittelmäßige Absolventen herausspringt. Meist hat man beim Facharzt eine nahezu freie Auswahl.

Ich gebe zu ich übertreibe, aber nur leicht. Viele andere Studiengänge führen ebenso zum Erfolg oder sogar noch stärker, nur eben nicht für die Masse der Absolventen.

Mediziner führen daher im Durchschnittsverdienst in D, Arbeitslose gibt es nicht. Die Gründe hierfür liegen in der Begrenzung der Absolventen aufgrund der hohen Kosten des Studiums und dessen Anspruch, weiterhin ist die hohe Stellung der Gesundheit für die Menschen ausschlaggebend. Dennoch verdienen Pfleger deutlich weniger, wegen des geringen Anspruchs der Ausbildung und der rechtlichen Umstände.

Man kann nicht mal eben jemanden auf Mediziner "umschulen".

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