Frage von omnia 21.09.2010

was ist die "erbsünde"?

  • Hilfreichste Antwort von TeeEi 21.09.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also auf deine Frage "im Alltag heutzutage" eingehend: Erbsünde ist der Grund, warum der Mensch unvollkommen ist. Deshalb können die Menschen von eigener Kraft heraus keine Erlösung finden. Dafür hat Jesus aber gesorgt, sein Opfer wird als Loskaufopfer für die Erbsünde betrachtet.

    Übrigens steht die Lehre der Erbsünde nicht in der Bibel. Der Verweis auf die Frucht vom Baum der Erkenntnis ist eine Interpretationssache. Man muss es nicht im Sinne der Erbsünde interpretieren. Paulus hat angefangen, in dieser Richtung zu lehren. Die Lehre wurde dann in der katholischen Kirche entwickelt, dabei ist die Lehre von Augustinus von Hippo im vierten/fünften Jahrhundert von besonderer Bedeutung.

    Die Lehre wird aber nicht nur von der römisch-katholischen Kirche vertreten, sondern von allen Kirchen (ich kenne jetzt keine Ausnahme, aber ich bin auch kein Experte), wobei es in kleineren Details Unterschiede geben kann.

  • Antwort von AllesKnower 21.09.2010
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Eine Erfindung der Kirche, um Menschen Angst zu machen !

  • Antwort von elenore 21.09.2010
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Erbsünde (lat. peccatum originale originatum) bezeichnet in der christlichen Theologie den durch die Ursünde Adams und Evas begründeten Unheilszustand, in den jeder Mensch als Nachkomme Adams „hineingeboren“ wird und durch den er in seiner eigenen Freiheitsgeschichte vorbelastet ist.

    Ausführlich unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Erbsünde

  • Antwort von Abundumzu 22.09.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo omnia

    wenn Du Dir bitte die Antwort zu dieser ähnlichen Frage einmal ansiehst, dann hast Du eine Reihe biblisch begründeter Argumente:

    .

    Warum ist Jesus für uns gestorben?

  • Antwort von Harterkampfer 21.09.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Erbsünde hat nichts mit der historischen Schuld oder historischen Verantwortung zu tun. Den Begriff gibt es seit 1.700 Jahren und nicht erst seit dem 2. Weltkrieg.

    Erbsünde ist eindeutig ein theologischer Begriff, den Augustinus von Thagaste (der in Hippo im heutigen Tunesien) Bischof war, entwickelt hat.


    Augustinus, ein hochgebildeter römischer Redner, mit faszinierender Rhetorik und mit überstarker Mutterbindung, wandte sich von seinem erkenntnis- und wissensorientiertem Leben ab, trat zum Christentum über und glaubte, nur noch der Bibel trauen zu können. In der Folge entwickelte er theologische Vorstellungen von unbarmherziger Strenge. Eine seiner "Erfindungen" war eben die Erbsünde. Deren Grundzüge:

    Woher kommt das Böse, fragte sich Augustinus!

    Wenn Gott allmächtig ist, dann kann keine andere Macht etwas Gott Widersprechendes schaffen - also ist auch das Böse von Gott!

    Wozu schafft Gott Böses, wo er doch das Gute will?

    Um den Menschen zu strafen - so Augustinus.

    Das schlimmste, das Augustinus infolge seiner teilweise pathologischen Mutterbindung vorstellen konnte, war der Sexualtrieb. Dieser brachte ihn in unlösbaren Konflikt mit seiner Mutter, die seine Konkubine, mit der er einen Sohn hatte, nach jahrelangen Bemühungen vertrieben hatte.

    Gott straft den Menschen also mit der Lust!

    Aus diesem „Bösen“, dem Sexualakt, geht aber jeder Mensch hervor – also, so reimte Augustinus, müsse jeder Mensch bei seiner Geburt mit dem Bösen „infiziert“ sein. Das nannte er „Erbsünde“.


    So der alte Augustinus. Der einzige Fehler, den er beging, war, zu übersehen, dass eine Erbsünde in der Realität nicht existiert, lediglich in der Phantasie von religiösen Menschen.

  • Antwort von dreadnought 22.09.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich tue jetzt mal so, als hätte die Kirche das Recht, wenigstens ihre eigenen Begriffe selbst erklären zu dürfen und nicht von jedem nach Belieben verbogen zu kriegen.

    Dann hat dogmengeschichtlich harterkampfer einiges für sich. Augustinus hat sich viele Gedanken darüber gemacht und entdeckt, daß wir als Menschen grundsätzlich die Eigenschaft haben, uns von Gott losreißen zu wollen.

    Allerdings sieht er das nicht als "Erwachsenwerden", wie das Atheisten heute tun, sondern wie das Vorschulkind, das sich an einer vielbefahrenen Bundesstraße von der Mutter losreißt, weil es auf der anderen Seite ein Spielzeuggeschäft gesehen hat. Diese Eigenschaft ist also nichts Positives, wie uns heute eingeredet wird, sondern ein wesentlicher Teil unseres Elends.

    Wir haben diese Eigenschaft alle, genau so wie wir zu den Trockennasenaffen gehörige Säugetiere sind.

    Und wie viele andere unveränderliche Eigenschaften wird sie sexuell vererbt. Das ist bei Augustin die in der Wirkung unselige Verquickung von Sexualität und Sünde, die allerdings theologisch nicht zwingend ist.

    Hier kommt für Christen die Taufe ins Spiel. sie wäscht nämlich symbolisch die Erbsünde ab und befreit. Deswegen wird sie im NT "Bad der Wiedergeburt" genannt. Darum sind Freikirchen, die keine Sakramente, sondern nur psychische Zustände haben, auch bisweilen so gesetzlich.

    Zu den Folgen vgl. Sonnenschnauz und TeeEi

  • Antwort von coeleste 22.09.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    e ist die entfernung von seinem wahren SELBST

  • Antwort von Sonnenschnauz 22.09.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Begriff "Erbsünde" ist eine falsche Übersetzung des lateinischen "peccatum originale". Ein theologischer Begriff wurde biologisch wiedergegeben. (Soweit mir bekannt ist, geschah das nach/bei dem 4. Laterankonzil durch G.von Kaysersberg.)

    Der Begriff Sünde (peccatum) besagt, dass Gott und Mensch getrennt sind, dass sie nicht in der Einheit, im Bilde gesprochen: in der paradiesischen Einheit, miteinander leben.

    "originale" bedeutet, dass diese Trennung so tief geht, dass sie in die "Uranfänge" des Menschen (der Menschen überhaupt) zurückreicht. Das heißt, er kann nicht selbst diese Trennung überwinden.

    Der Begriff "peccatum originale" ist die Feststellung der Tatsache, dass Gott und Mensch getrennt sind. Diese theologische Tatsache ist keine Erfindung der Kirche, schon gar nicht, um Menschen Angst zu machen.

    Überall da, wo man durch irgendwelche Ideologien, durch Revolutionen und Systemveränderungen einen "neuen", einen "angstfreien" Menschen schaffen wollte, ist das Gegenteil entstanden.

    Billige und unverantwortliche Polemik gegen die Theologie hilft hier überhaupt nicht weiter.

  • Antwort von evaness 22.09.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Genesis beschreibt in Wirklichkeit Vorgänge in der Biosphäre des Präkambriums.

    In der Zeit der Planetenentstehung war die Erde vollkommen anders beschaffen als heute. Sie war

    mit dem Leben riesiger Kolonien von wasserlebenden autotrophen einzelligen Organismen erfüllt.

    Diese konnten die Energie von der Sonne durch Fotosynthese direkt nutzen, waren also mit einer natürlich-göttlichen Quelle verbunden. Kein Wesen brauchte ein anderes zu fressen, da alle autotroph lebten. So war die Erde in dieser Zeit ein friedliches Paradies.

    Das Wort "Sün-de" kommt vom lateinischen "sine deo". Als die ersten heterotrophen Organismen entstanden, die keine Fotosynthese mehr betreiben konnten, also die ersten einzelligen Pilze und Tiere, waren diese auf einmal von der göttlichen Energiequelle getrennt und sie vererbten ihr Tiersein von da an weiter über viele Evolutionsschritte bis auch die höheren Tiere und Menschen entstanden. So haben wir die Unfähigkeit von Fotosynthese zu leben, das Getrenntsein von der natürlich-göttlichen Energiequelle Sonne, geerbt. Das ist die "Erbsünde".

    Der lebende Urplanet wird in bestimmten nicht-naturwissenschaftlichen Schriften hebräisch "Adam Kadmon" genannt. Von seiner Substanz wurde etwas genommen, woraus Eva entstand, damit ist der Mond gemeint, dessen Substanz aus der damaligen Erde ausgesondert wurde.

    Durch neue Entwicklungen in der frühen Evolution hörte die Erde auf, das ganz mit Leben erfüllte paradiesische Gebilde zu sein, wo nur autotrophe Organismen in Frieden lebten. Der Beginn der heterotrophen Lebensweise durch Pilze und niedere Tiere, der ersten Träger von Nervenzellen, ist das „Essen“ der „Frucht vom Baum der Erkenntnis“, und damit begann ein Bewusstsein, das ohne Trennung aus dem Einssein nicht möglich wäre. Wer Nervenzellen hat, muss auch andere Lebenwesen essen. Durch die Mehrzelligkeit kam der Tod hinzu (Volvox). Die symbolische Schlange hat eine betonte Segmentierung, die bei der Entstehung höheren Lebens eine wesentliche Rolle spielt. Durch bilateral-symmetrische Nervensysteme und Gehirne kam dann ein ganz neues Bewusstsein.

    Im Mythos wird seit der Vertreibung aus dem Paradies das Leben durch „Kinder gebären“ weiter gegeben. Segmentierung ist auch eine Form von Generationenbildung. Außerdem vermehren sich die Lebewesen nun nicht mehr als Einzeller, bei denen die Eltern in den Tochterzellen aufgehen. Es gibt nun Elterntiere und Elternpflanzen, die aus Keimzellen Nachkommen hervor bringen.

  • Antwort von YlangYlang 22.09.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Apfel vom Baum der Erkenntnis zu essen beudeutet, dass man sich Wissen über die Welt aneignet, dass man die Welt und sich selbst erkennt, dass man Bewusstsein erlangt und sich ein eigenes Urteil bildet. Wir sind aus dem "Paradies" vertrieben worden, weil wir die Naivität die Tiere noch besitzen, verloren haben. Wir können nicht mehr einfach nur leben so wie sie, denn wir beurteilen. Wir trennen in "gut" und "böse". Das ist abgesehen von der Kirchendoktrin tatsächlich wahr und hat auch philosophischen Wert. Tatsächlich sind wir dadurch, dass wir uns aus der geborgenen Ganzzeit aus dem reinen Sein durch unsere Ratio verabschiedet haben, aus einer Art Paradies vertrieben. Wir haben uns selbst daraus vertrieben. Doch im Gegensatz zur Kirchenmeinung ist das nicht schlecht, sondern einfach notwendig auf dem Weg der Evolution. Wir müssen durch diese Trennung hindurch um auf einer neuen Bewusstseinsebene wieder zu ihr zurück zu kehren. Wissen (Ratio) und Urvertrauen sind wichtig. Wir mussten diesen "Apfel essen". Das war nicht böse, wie die Kirche meint. Da irrt sie und zeigt nur wie sehr sie selbst durch ihre Verurteilungen Vertriebene sind.

  • Antwort von Chriss23 22.09.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die ersten Menschen waren vollkommen. Sie konnten ein wundervolles Leben beginnen. Nur von einem Baum unter vielen sollten sie nicht essen. Gegen Gott zu rebellieren kam ihnen durch die Vollkommenheit gar nicht in den Sinn. Erst als sie durch eine Schlange (hinter dem eigentlich ein Geistgeschöpf stand) belogen wurden, das sie, wenn sie von der Frucht (das es ein Apfel war, wird niergends erwähnt) essen würde, wie Gott sein könnten. Eva ass davon und gab anschließend ihrem Mann davon zu essen. Beide waren sich bewusst, das sie damit gegen ein Gesetz verstoßen. Die Vollkommenheit sagt zwar einem was richtig ist, man kann sich aber auch dagegen entscheiden. Durch dieses bewusste dagegen entscheiden, wurden sie zu Rebellen. Ihre Vollkommenheit ging verloren und die Sünde trat in ihr Leben. Das hatte mehrere Auswirkungen. Krankheit, Tod, mühevolle Arbeit, Schmerzen.... Und der Körper kann automatisch Fehler machen. Z. B. das man plötzlich jemand anschreit, obwohl man sich vorgenommen hat ruhig zu bleiben usw. Da Adam und Eva vor der Rebellion noch keine Kinder hatten, wurden alle Kinder von Adam und Eva auch mit der Unvollkommenheit geboren. Bis in heutiger Zeit. Die Unvollkommenheit wurde immer weiter an die Kinder vererbt. Deswegen Erbsünde.

  • Antwort von berkersheim 22.09.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Von den Antworten gefällt mir die von TeeEi am besten. Daher hier nur zur Ergänzung:

    Der Mythos von der Vertreibung aus dem Paradies findet sich auch in Varianten außerhalb der Bibel wieder. Man findet Aspekte in der Prometheus-Geschichte, in der Sysiphus-Geschichte. Auch Teile des Dyonisos-Mythos und des Iris-Osiris-Mythos enthalten Hinweise, dass die Menschen früher einen Bruch zwischen Natur und sich selbst empfunden haben, der mit Schuldgefühlen verbunden war. Auch ein gewisses Unbehagen heute an einem ungebremsten Fortschrittsglauben könnte als Fortsetzung im heute angesehen werden. Selbst im Geist-Körper-Dualismus, besonders den gnostischen Varianten, die Körper als ausschließlich schlecht qualifizieren, steckt das Gefühl eines schuldbeladenen Bruchs.

  • Antwort von Angel84 22.09.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich finde, dass @heureka die Frage schon recht gut beantwortet hat.

    Ergänzen möchte ich dazu noch:

    Es ist damit nicht das Abfallen von Gott gemeint, sondern das Vergessen, dass ALLES Gott ist. Mensch hält sich für diesen Körper und hat vergessen, dass er in seiner Essenz reiner Geist ist.

    Außerdem ist die Definition, die gemeinhin dem Begriff Sünde zugrunde liegt, ziemlich irreführend. Denn in dieser Weise wird sie in der Kirche benützt, um ihre Schäflein klein zu halten und ihnen Schuld zu suggerieren.

    Fakt ist:

    Mit Schuld hat dies nichts zu tun! Es hat genau so sein sollen, sonst wäre es nicht!

    Und Mensch muss sich deswegen in keinster Weise schuldig fühlen, ganz im Gegenteil! Die Tatsache, dass sich Mensch als abgetrenntes Wesen fühlt, hat erst die Möglichkeit geschaffen, dass Mensch Schmerz und Leid erfahren konnte.

    Die gute Nachricht ist, dass diese Zeit, JETZT, die Möglichkeit bereit hält, sich wieder zu erinnern! Sich daran zu erinnern, was wir wirklich sind und damit Schmerz und Leid ein Ende zu bereiten!

  • Antwort von heureka47 21.09.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn man sich eng an den Wortsinn hält, dann geht es um eine Sünde, die man (er)erbt, also von seinen Eltern / Vorfahren.

    Was ist "Sünde"? Gemeint ist die "Entfernung / Abtrennung / Entfremdung" von Gott und von dem, wofür Gott steht, was wir unter Gott verstehen.

    "Gott ist - allgegenwärtige bedingungslose - Liebe".

    Also geht es bei der "Sünde" um das Entfernt- / Getrenntsein von diesem Prinzip: Liebe.

    Das Gegenteil von Liebe als universeller (Lebens-)Energie ist Angst.

    Wenn in einem Menschen nicht die Liebe herrscht, dann hat die Angst die Möglichkeit, die Macht zu ergreifen und auszuüben!

    In der Geschichte von Adam und Eva heißt es, daß nach dem Apfel-Essen sie sich "versteckten" und "bedeckten".

    Das ist die symbolische Darstellung dafür, daß Menschen von "negativen Gedanken / Gefühlen" befallen / ergriffen und beherrscht werden. Denn wer sich versteckt - der hat doch wohl Angst.

    Und der Erfahrung negativer Gefühle wie Angst, Schuldgefühl, Schamgefühl und anderen kann sich in der Kindheit kein Mensch entziehen. Es geschieht einfach - ist im Grunde unvermeidlich.

    Deshalb: Erbsünde. Sie fällt uns zu wie eine "Erbschaft" - für die wir gar nichts tun müssen!

    Wenn aber die Erbsünde unausweichlich ist - warum wird so ein Aufhebens davon gemacht??

    Weil es dem Menschen möglich ist, sich am Ende der Kindheit davon zu befreien! Im Umfeld der Pubertät hat der Mensch das Potenzial zur Fähigkeit zu lernen, Angst (und andere "negative" Gedanken / Gefühle) konstruktiv zu überwinden.

    Dann ist er reif, eine grundlegende Reinigung seiner Seele / Psyche, seines (Unter-)Bewußtseins vorzunehmen, um alle "Altlasten" - seelische Verletzungen, "Traumata", verdrängte Ängste und andere Dinge - rauszu"spülen".

    Dann hat der Mensch die Chance, frei zu werden von der "Erbsünde" und wirklich gesund und wirklich glücklich zu werden.

    Aber leider wird das viel zu wenig vermittelt - vor allem in der zivilisierten Gesellschaft nicht, die von einer kollektiven psychischen / Bewußtseins-Störung befallen und beeinträchtigt ist.

    Siehe meinen TIPP "Kollektive Zivilisations-Neurose / Krankheit der Gesellschaft".

    Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

  • Antwort von Martinmuc 21.09.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    In der christlichen Theologie bedeutet die Erbsünde

    • die schuldhafte Verstrickung des Menschen in Leid, Tod und Sünde (wobei mit Sünde im biblischen Sinne die Entfernung des Menschen von Gott gemeint ist) und
    • seine Unfähigkeit, sich aus eigener Kraft aus diesem Kreislauf zu befreien.

    Die Erlösung von dieser, dem menschlichen Wesen innewohnenden Problematik kann nicht durch die Anstrengung des Menschen aus seiner eigene Kraft geschehen, sondern nur durch Gott selber und geschieht nach der christlichen Lehre dadurch, dass Gott selber als Christus den Tod am Kreuz durchleidet.

  • Antwort von hagges 21.09.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    die erbsünde bedeutet, das du heute für den misst den unsere vorfahren vor über 65jahren gebaut haben noch immer bestraft wirst! nur weil du deutscher bist wirst du immer ein antisemit, etc, etc bleiben und hast gefälligst die klappe zu halten wenn dir was unrechtes passiert!

  • Antwort von FlorentineHonig 22.09.2013
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Erbsünde ist eine im frühen Christentum entwickelte Lehre, dass der Mensch durch die "Ursünde" von Adam und Eva schon schuldbehaftet auf die Welt kommt. Die Taufe soll den jeweiligen von der Erbsünde befreien.

  • Antwort von derdorfbengel 17.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Geschichte vom Sündenfall steht nicht ohne Grund am Anfang der Thora/Bibel. Sie ist wie eine Allegorie auf das Erwachsenwerden. Aber der Prozess in einer Stufe zusammengefasst.

    Am Anf

    ang haben wir ein "naives" Urvertrauen in unsere Mutter, in deren Bauch wir ja auch wohlbehütet und umschlossen und versorgt entstehen.

    Wir glauben alles, was von ihr (und dann dem Vater) kommt. Wir sind im Paradies, weil wir sozusagen keine Frage und keine Sorge haben.

    Dieses Paradies wird mit der Geburt beendet (nicht umsonst sind wir zum Geborenwerde und Gebären am Ende der Geschichte verurteilt).

    Im Laufe der Zeit gehen wir auf das ein, was aus der Umwelt an uns gebracht wird. Wir sind nuegierung und misstrauen dr sichrheit der Mutter und wollen eben immer mehr "am Baum der Erkenntnis" naschen.

    Der Anfang der Religionsgschichte Gottes mit seinem Volk, also uns, ist der Beginn dieser Geschichte des Getriebenseins, immer auf der Suche nach Wiedererlangung dieser Geborgenheit und Urruhe. Am Anfang eines Lebens der Schock des ersten gleissenden Lichts, dass uns im Kreissaal wehtut und uns aus dem Paradies wirft - mit Schreien vor Panik - und am Ende der Wiedereintritt in das Paradies, der uns versprochen ist.

    Ungefähr so in aller Kürze

  • Antwort von Nowka 22.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    erbsünde bedeutet, daß, wenn einer gesündigt hat, seine nachkommen auch mit diesem makel befleckt werden.


    4.Mose 14,18

    18 »Der HERR ist geduldig und von großer Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Übertretung, aber er läßt niemand ungestraft, sondern sucht heim die Missetat der Väter an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied.«


  • Antwort von Odysseus247 22.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Zusätzlich sei noch erwähnt, das in der Ertziehung des Menschen zwei vorstellungen existieren: A) Das Kind ist ein kleiner Teufel, der erst durch die Erziehung zum Menschen wird und B) Das Kind ist von geburt aus Gut und wird erst durch die Einflüsse von aussen verdorben, was eine gute Erziehung verhindern sollte. Sicht A) ist Analog zur Erbsünde. Typ B) ist typisch Naturorientiert.

  • Antwort von Reisswolf53 22.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das ist die von den Bibelverfassern und -übersetzern erfundene Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Kirchen und deren Personal.

  • Antwort von omikron 22.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das ist die "Anlage" im Mensch, immer selber alles besser zu wissen und erst mal nur auf sich zu schauen.

  • Antwort von jobul 21.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Auf das heutige Leben übertragen bedeutet Erbsünde nichts. Selbst eingefleischte Katholiken werden an diesen Begriff nur ungern erinnert, weil er sie zu einem Eiertanz von Erklärungen zwingt.

  • Antwort von coppa 21.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es war verboten von diesem Baum zu essen. Eva hat sich von der Schlange, die niemand anders war, als der Teufel, verführen lassen und in weiterer Folge auch noch Adam verführt. Dadurch wurden sie aus dem Paradies vertrieben und ihre Nachkommen auch - incl der Stelle "Feindschaft will ich setzen zwischen Deinen Nachkommen und ihren Nachkommen"

  • Antwort von Kobold82 21.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das mit Adam und Eva den Apfel vom Baum der Erkenntnis stahlen und dadurch sich die Sünde bis in die heutige Zeit überträgt. So trägt jeder von uns von Geburt an Sünde. So stehts in der Bibel. (PS. ich bin kein Vertreter der Kirche nur um Missverständnisse gleich vorweg zu nehmen). Auf das heutige Leben übertragen ist ein Beispiel das mir einfällt auch eines der katholischen Kirche und zwar aus diesem Grund, dass Eva den Adam verführte und deshalb mehr Schuld in sich trägt dürfen Frauen keine Priesterinen werden. Sie sind ja die Ursache der Erbsünde und Adam ja nur der Verführte ;).

  • Antwort von Aquarium123 21.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Du darfst dir die Erbsünde nicht als zusätzliche Eigenschaft vorstellen, die man von seinen Vorfahren erbt, sondern als fehlende Eigenart, als ein Mangel. Und was fehlt, das ist eben die Zugehörigkeit zu einer Heilsgemeinschaft. Erbsünde heißt, daß der Mensch nicht mehr in eine Heilsgemeinschaft hineingeboren wird, sondern in ein "irdisches Jammertal".

  • Antwort von Mimel 21.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Erbsünde bedeutet: Das JEDER Mensch von Geburt an Sünder ist, von Adam und Eva an hat sich die Sünde an jeden Menschen weiter vererbt, in der Bibel steht, das der Mensch von Mutterleib an sündig ist, es bedeutet das es keinen Menschen auf der Erde gibt der fehlerlos lebt, wir alle brauchen Gottes Vergebung von unserer Sündenschuld, deshalb ist auch Jesus der Sohn Gottes am Kreuz gestorben um für unsere Sünde zu büssen. Wir müssen dieses Geschenk nur noch annehmen.

  • Antwort von GoodFella2306 21.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Erbsünde ist religiös gesehen die Übertragung der Schuld Adams und Evas (Vertreibung aus dem Paradies) auf nachfolgende Generationen. Damit sollte dauerhaft eine schuldhafte Verpflichtung des Menschen gegenüber Gott und der römisch-katholischen Kirche manifestiert werden.

  • Antwort von kindergarten 21.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Erbsünde ist die, dass Adam und Eva gegen Gottes Gesetzt gesündigt haben und diese Sünde wurde weiter vererbt. So meint es zu mindest die Katholische Kirche

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