Warum schrieb Hitler mein kampf?

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2 Antworten


Mein Kampf ist eine politisch-ideologische Programmschrift Adolf Hitlers. Sie erschien in zwei Teilen. Hitler stellte darin seinen Werdegang zum Politiker und seine Weltanschauung dar. Das Buch enthält Hitlers Autobiografie, ist in der Hauptsache aber eine zweckgerichtete Kampf- und Propagandaschrift, die zum Neuaufbau der NSDAP (Hitlers Partei) unter Hitlers Führung dienen sollte.


Der erste Band entstand in Hitlers Haftzeit 1924 und wurde erstmals
am 18. Juli 1925, der zweite am 11. Dezember 1926 veröffentlicht. Vor allem der erste Band wurde bis 1932 in der Weimarer Republik zu einem viel diskutierten Bestseller.


Hier ein paar Beispiele was Hitler in seinem Buch ausdrückt.

-die Forderung nach Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich;

-die Forderung nach neuem Lebensraum für das deutsche Volk, der nötig sei,   sobald der bisherige Lebensraum nicht mehr ausreiche

-die ausführliche Darstellung der antisemitischen Überzeugungen Hitlers mit breitem Raum für die angeblich jüdischen und daher aus seiner Sicht zu vernichtenden Weltanschauungen Marxismus und Sozialdemokratie. Dabei malte Hitler das Bild einer jüdischen Weltverschwörung aus, deren Ziel die Knechtung Deutschlands und letztlich die Weltherrschaft sei. Zu diesem Zweck bediene sich „der Jude“ sowohl des angeblich jüdischen Bolschewismus als auch des internationalen Börsenkapitals. Hitler schreibt z. B. unter Verweis auf Gottfried Feder (1883–1941) und dessen Schlagwort von der „Brechung der Zinsknechtschaft“
(8. Kapitel, ähnlich auch 13. Kapitel) von den „beiden Kapitalsarten“.
Hitler lobt Feders „scharfe Scheidung“ zwischen „Börsenkapital“ und
nationaler Wirtschaft. Diese Scheidung ermögliche es, gegen die
„Verinternationalisierung der deutschen Wirtschaft“, gegen das
„internationale Finanz- und Leihkapital“ anzutreten, ohne zugleich das „Kapital überhaupt“ als „Grundlage einer unabhängigen völkischen Selbsterhaltung“ bedrohen zu müssen. Ziel des „Juden Karl Marx“
mit dessen Arbeiten als ideologischem Hintergrund der Sozialdemokratie
sei der Kampf gegen die nationale Wirtschaft, um die „Herrschaft des
wirklich internationalen Finanz- und Börsenkapitals vorzubereiten“. Die
Juden beschrieb er als Parasiten und Krankheitserreger, die, wenn man sie nicht entschieden bekämpfen würden, ihr Wirtsvolk umbringen würden.

-Außerdem unterstellt Hitler den Juden, durch Förderung der Prostitution bewusst die Syphilis zu verbreiten.

Zur Rechtslage


Der Neudruck des Buches war vor dem 1. Januar 2016 in Deutschland nach dem Urheberrecht unzulässig. Da Hitler bis zu seinem Tod mit Wohnsitz am Prinzregentenplatz 16 in München gemeldet war, wurde sein Vermögen nach dem Krieg von der amerikanischen Militärregierung beschlagnahmt. Dazu gehörten auch seine immateriellen Werte, darunter die Urheberrechte. Im Zuge der Entnazifizierung war die Einziehung des Vermögens der NS-Verantwortlichen durch das jeweilige Land vorgesehen, erforderlich war dafür aber ein rechtskräftiges Urteil eines Gerichtes oder einer Spruchkammer.

Deshalb wurde 1948 vor der bayerischen Spruchkammer München I ein
Verfahren gegen Adolf Hitler geführt. Im Urteil wurde Hitler als
Hauptschuldiger erklärt und sein in Bayern befindlicher materieller
Nachlass sowie sein immaterieller Nachlass zugunsten des 1946 wieder
begründeten Freistaats Bayern eingezogen. Seither war das Land, vertreten durch das Bayerische Finanzministerium, Inhaber der Urheberrechte. Es untersagte jeglichen Nachdruck und ging im In- und Ausland gegen Urheberrechtsverletzungen vor.
Das Vorhaben des britischen Verlegers Peter McGee, im Januar 2012 eine
kommentierte Teilausgabe des Buchs in seiner Zeitschrift Zeitungszeugen zu veröffentlichen, wurde vom Landgericht München I auf Antrag des Freistaates Bayern verboten. Es erschien darauf unter dem Titel „Das unlesbare Buch“ mit komplett geschwärztem Originaltext.


Ist zwar ein wenig lang aber hilf bestimmt weiter ;-)

Lg




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Er hatte viel Langeweile im Knast und wurde dort auch radikaler. Das Buch sollte als Leitfaden für seine Gefolgsleute dienen, und wurde später zu sowas wie einer Ersatzbibel.

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