Frage von Alfredodori, 309

Warum nehmen wir so viele Flüchtlinge auf?

Andere europäische Länder verschärfen ihre Asylpolitik doch auch bereits oder nehmen schon gar keine mehr auf ... Außerdem haben wir doch gar keine Kapazitäten um mit so vielen Neuankömmlingen klar zu kommen. Wir haben doch jetzt schon ca. 3 Millionen Arbeitslose in Deutschland. Zwar brauchen wir auch 800.000 Fachkräfte aufgrund des demografischen Wandels, aber die momentanen Flüchtlingszahlen sprengen ja auch diesen Rahmen und zumal hier ja auch die Rede von Fachkräften ist, welche dementsprechende Qualifikationen mitbringen. Außerdem wird auf die teilweise Beunruhigung innerhalb der Bevölkerung gar nicht eingegangen und die Bundesregierung setzt ihren Kurs konsequent fort. Warum? Des Weiteren gibt es auch keine konkreten Pläne zur Integration (Sprachkurse reichen da nicht) und ich habe die Befürchtung, dass Parallelgesellschaften entstehen werden.

Wo soll das ganze hinführen?

Antwort
von uyduran, 130

Solange Deutschland Milliarden mit Waffenexporten einnimmt sowie Milliarden durch EU Subventionen, Rohstoff- und Lebensmittelspekulationen, Wasserprivatisierungen einheimst und dadurch die Volkswirtschaft anderer Staaten zerstört, nur um den eigenen Profit zu steigern, so lange können wir auch Menschen in Not aufnehmen! Ganz einfach.

Die Frage sollte also nicht lauten: Warum nimmt Deutschland so viele Flüchtlinge auf? Die Frage müsste lauten: Wieso drücken sich die anderen EU-Staaten vor ihrer Pflichtaufgabe? Hätte man von Anfang an klargestellt, wie die Aufnahmekapazitäten und finanziellen Mittel der einzelnen Länder sind und daraus errechnet, wie viele Flüchtlinge in etwa jedes EU-Land aufnehmen kann, dann hätte man den Salat jetzt nicht. Aber hier zeigt sich leider wieder, wie zäh und uneffektiv Abstimmungen und Beschlüsse der EU sind. Europäischer Konsens sieht jedenfalls anders aus.

Längerfristig muss Europa (und natürlich auch USA, Russland und China) bezüglich ihrer Außenpolitik umdenken. Man kann nicht über Jahre hinweg die sogenannte "Dritte Welt" ausbeuten und sich dann wundern, wenn die Menschen aus den Elendsländern zu uns rüberkommen.

LG


Antwort
von Skinman, 144

Wir sind das reichste und wirtschaftskräftigste Land in Europa mit der größten Bevölkerung. Das mit der Kapazität ist ja mal, ich will nicht sagen "reiner Unsinn", aber jedenfalls durch nichts zu belegen. Oder woran willst du das konkret festmachen? Wie viel sind "zu viel"?

Guck dir mal die Anzahl Flüchtline relativ zur Einwohnerzahl der verschiedenen Länder an. In der Türkei sind aktuell 1,4 Millionen Flüchtlinge, die haben ungefähr genau so viele Einwohner wie wir, sind aber weit ärmer. Im winzigen Griechenland, dessen Wirtschaft WIR mit unserer verfehlten Politik zu Grunde gerichtet haben, wurden allein zwischen Januar und August 2015 rund 200.000 Menschen erfasst. Das hat nicht mal zwei Drittel der Einwohner von NRW! Jordanien 650.000, der winzige Libanon 1,2 MILLIONEN!

So.

Und der GRUND, aus dem die nicht dort nach wie vor latent verzweifelt, aber leidend und duldend in ihren Lagern sitzen, ist UNSER verdammter Geiz hier im Westen, denn nachdem WIR die ganze Region dort destabilisiert und mit Krieg überzogen haben, sind WIR dann hingegangen und haben denen die Hilfen zusammengestrichen. Will sagen WIR haben den Flüchtlingen in den Elendslagern auch noch die Hälfte des Essens vom Teller genommen. Und parallel war 2013 auch noch kein einziges Wort von "§europäischer Solidarität" zu vernehmen. Wir erinnern uns: Damals haben wir nier noch schön arrogant aufs Dubliner Abkommen gepocht. Die sollten gefälligst in Italien und dergleichen bleiben, wo sie halt an Land gespült wurden, und diese Länder in Südeuropa sollten sehen, wie sie damit klar kommen.

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/wdr2-klartext/audio-abkommen-mit-der-tue...

Kommentar von kayo1548 ,

" Das mit der Kapazität ist ja mal, ich will nicht sagen "reiner Unsinn", aber jedenfalls durch nichts zu belegen"

kommt ganz darauf an wie man Kapazitäten definiert.

Letztendlich braucht man auch langfristige Lösungsstrategien, Kapazitäten im Gesundheitswesen, im Rahmen der Arbeitssituation usw.

Wenn man das miteinbezieht wird es auf jedenfall eng (was daran liegt, dass es in manchen Bereichen ohnehin schon seit Jahren Probleme gibt die sich natürlich, wenn man nichts dagegen tut, kaum von selber lösen)

"Wie viel sind "zu viel"?"

Schwierige Frage und hängt u.a. von den Lösungsstrategien, aber auch von den zu erbringenden Leistungen und vieles mehr - eine eindeutige Antwort gibt es da denke ich nicht

"Guck dir mal die Anzahl Flüchtline relativ zur Einwohnerzahl der verschiedenen Länder an."

Richtig, aber man muss bedenken, dass die Leistungen die es in manch anderen Ländern gibt nicht mit denen bei uns zu vergleichen sind und diese Leistungen beanspruchen mitunter das System.

Für Gesundheitsversorgung braucht man Ärzte, für Bildung Lehrer und Schulen usw.

Andererseits halte ich es auch nicht für sinnvoll diese Menschen in provisorischen Einrichtungen am Rande einer Stadt o.ä. unterzubringen bzw wäre das bei uns flächenmäßig auch kaum möglich ohne das es zu starken Problemen käme

"ist UNSER verdammter Geiz hier im Westen"

das kann ich durchaus nachvollziehen vor allen Dingen wenn man selber nicht viel hat (und davon gibt es genug Menschen in Deutschland) ist es schwierig abzugeben.

Wenn jemand kaum in der Lage ist seine Rechnungen zu zahlen, monatelang auf Arzttermine warten muss, keine Aussicht auf einen guten Beruf hat und dann plötzlich noch mehr Menschen vorhanden sind sorgt das für Unsicherheit und Angst.

Da müsste die Politik mit Strategien ansetzen um diese Angst zu nehmen und das sehe ich momentan nicht.

Zweifelsohne liegt es im Einzelfall natürlich auch an geringer Bildung das man jedes Vorurteil glaubt.

"denn nachdem WIR die ganze Region dort destabilisiert und mit Krieg überzogen haben"

wer ist wir? und welche Region?

Das der US Einsatz im Irak die dortige Region erst recht stabilisiert hat ist klar; Probleme gab es aber auch vorher schon genug.

Genauso wie in Nordafrika:  die ganze Region ist schon seit langer Zeit ein Pulverfass und nicht alles hängt von Militäreinsätzen o.ä. ab

Kommentar von skyfireXLS ,

Das mit der Kapazität ist ja mal, ich will nicht sagen "reiner Unsinn", aber jedenfalls durch nichts zu belegen.

Warst du überhaupt schon einmal in einem Flüchtlingsheim? Scheint mir nicht so.

Ich war bereits in einer Erstaufnahmeeinrichtung. Es gab mittags Essen für ca. 1800 Personen, jedoch haben wir jeden Morgen etwa 2100-2300 Personen gezählt. Es war tagsüber ein Arzt vor Ort und jeweils einmal in der Woche ein Kinderarzt und ein Gynäkologe. Mehr als 30 Patienten wurden am Tag also nicht behandelt.

Ich könnte noch viel mehr aufzählen, an was es so durchgehend gemangelt hat, aber mit unzureichender Ernährungs- und Gesundheitsversorgung habe ich die wichtigsten bereits abgedeckt.

Sind das die ausreichenden Kapazitäten, die du gemeint hast, oder ist das deiner Meinung nach wirklich „reiner Unsinn“?

Btw. jeder allein reisende Erwachsene bekommt im Monat ca. 150€ zur Verfügung gestellt. Familien mit Kindern natürlich mehr.

Kannst ja mal selber überlegen, wie viel die Flüchtlinge in Jordanien, Libanon oder Griechenland wohl zur Verfügung gestellt bekommen. Oder wie die Bedingungen in den Lagern wohl sind.

Kommentar von Skinman ,

Glaubst du, die werden im Libanon besser versorgt?

Es geht nicht um die Kapazitäten in einer einzigen Aufnahmestelle, sondern in ganz Deutschland. Mag sein, dass die Orga zu wünschen übrig lässt, aber das Land und seine Wirtschaft verkraften noch ganz erheblich höhere Zahlen, bevor es zu einer echten Beeinträchtigung von irgendwas kommt.

Die Wirtschaft wird mittelfristig sogar von den Flüchtlingen profitieren. Die sind nämlich größtenteils nicht zum Abgammeln hier.

Dass man die Integration aktiv betreiben muss und die Ghettoisierung nicht derart aus dem Ruder laufen lassen darf wie in Marxloh und dergleichen, steht auf einem völlig anderen Blatt.

Kommentar von skyfireXLS ,

Ja, das war die Situation in einer Aufnahmestelle.

Aber denkst du wirklich, dass es in den anderen so viel besser aussieht? Ich habe bereits diverse Berichte von anderen Einrichtungen gehört, allerdings kann ich diese nicht bestätigen, da ich selber noch nicht dort war. Deswegen habe ich nur von der einen Aufnahmestelle geschrieben, weil ich vor Ort war und mir die dortigen Zustände bekannt sind.

Mag sein, dass die Orga zu wünschen übrig lässt [...]

Ohne eine gute „Orga“ geht es allerdings nicht. Man muss die Flüchtlinge auch unter menschenwürdigen Umständen unterbringen und gewisse Standards einhalten. Der Winter ist jetzt zum Glück vorbei, aber noch vor ein paar Monaten haben einfache Zelte als Unterbringung beispielsweise nicht gereicht.

Mehr Flüchtlinge bedeutet auch mehr Personal zum Betreuen. Ehrenamtliche Helfer, medizinisches Personal, Lehrer, Sicherheitspersonal etc. pp.

Das sind die Kapazitäten, die es in Deutschland nur begrenzt zur Verfügung gibt. Oder soll „das reichste und wirtschaftskräftigste Land in Europa“ Geldscheine verteilen, damit sich die Flüchtlinge daraus Kleidung und Decken nähen und Essen kochen können?

Kommentar von Skinman ,

Haben dort auch Mütter in Zelten im Schlamm entbunden?

Ich halte die Leute egal wo in Deutschland für besser untergebracht als in Idomeni.

Und wenn es dort solche Probleme gibt, dann sind die nicht prinzipiell angelegt, sondern im Behördenversagen.

Wenn irgendein Land die Kapazitäten aufbauen kann und sollte, dann wir. Alles andere wäre beschämend, ganz besonders auch mit Blick auf unsere Verantwortung für die Eurokrise.

Und im Vergleich zur Bankenrettung oder Infrastrukturapokalypse wird dafür auch praktisch kein Geld benötigt.

Kuck dir doch mal allein die Abwrackprämie an, wo wir mindestens 2,6 Milliarden Euro größtenteils sinnlos aus dem Fenster gepulvert haben. Übrigens damit genau das Gegenteil dessen gemacht haben, was wir Griechenland und Südeuropa an "Sparpolitik" verordnen - sobald es an die eigene Haut geht.

http://www.welt.de/wirtschaft/article3663349/Studie-entlarvt-wahre-Kosten-der-Ab...

Zu behaupten, es sei "kein Geld da", ist einfach nur verlogene Heuchelei.

Das ist wie im normalen Leben, wenn man angeblich "keine Zeit" für etwas hat. Dieser Spruch bedeutet immer nur "Etwas anderes ist mir wichtiger".

Antwort
von kloogshizer, 138

Ja die Unruhen von der Deutschen Bevölkerung ist denke ich das größte Problem, und irgendwann muss dem auch Rechnung getragen werden. Aber im Moment hat die Kanzlerin ja wieder die Mehrheit der Deutschen hinter sich, und die meisten unterstützen den Kurs. 

Warum nehmen wir die auf? Na erstmal haben wir irgendwann die europäische Menschenrechtskonvention, die genfer Flüchtlingskonvention etc. unterzeichnet, und nur weil sich andere Staaten nicht an die Verträge halten, heißt das ja nicht, dass wir das auch so machen müssen. Artikel 1 unseres Grund gesetzes heißt ja auch "Die Würde des Menschen ist unantastbar". 

Die Frage ist also eher warum die anderen Staaten so wenige aufnehmen. 

Und seit wann interessiert es irgendeinen Politiker wo irgendwas hinführt? Die Politik fährt schon seit Jahren nur noch auf Sicht

Antwort
von YanMeitner, 108

Wir tun dies aus Humanität. Weil wir Menschen, die verfolgt werden Schutz bieten. Ich denke, man sollte Humanismus generell über Patriotismus stellen. Ich gebe dir Recht; So etwas wie in Molenbeek darf hier nicht passieren. Wir sollten deswegen massiv in Integration investieren.

Allerdings: Die meisten Flüchtlinge werden Deutschland nach dem Krieg wieder verlassen. Deswegen ist die Angst vor überfremdung übertrieben. Auch was die derzeitigen Zuströme angeht. Im Vergleich zu unserer Bevölkerung ist die Anzahl der Flüchtlinge sehr gering.

Ein anderer Punkt ist das Sozialsystem. Hierbei wiedersprechen sich Flüchtlingsgegner regelmäßig selbst: Nehmen uns die Flüchtlinge nun die Arbeitsplätze weg, oder sind sie zu faul zum Arbeiten?

Dass Frau Merkel ihren Kurs nicht ändert, finde ich beeindruckend und stark, auch wenn ich kein Christdemokrat bin. Nicht umzuknicken, trotz einer sehr lauten Minderheit ist gut. Politiker sollen nicht wie ein Fähnchen im Wind jeder Bürgerströmung nachlaufen, sondern langsfristig richtige Entscheidungen treffen.

Antwort
von poppins78, 52

Die viel interessantere Frage ist doch,warum nehmen Saudi-Arabien,Katar,die Vereinigten Arabischen Emirate etc. kaum bzw nur gut betuchte Flüchtlinge auf??Die Staaten,die ich genannt habe,wären rein finanziell gesehen in der Lage,ihre muslimischen Brüder und Schwestern aufzunehmen.Und das Saudi-Arabien Erfahrung mit gewaltigen Menschenmassen hat,kann jeder einmal pro Jahr bewundern...Ach,und noch etwas:Ich habe mich  von Anfang an über den Zeitpunkt der Flüchtlingsaufnahme gewundert.Der Krieg in Syrien besteht seit 2011, der Libanon bspw war in kürzester Zeit mit der großen Anzahl an Flüchtlingen komplett überfordert-warum hat unsere ach so moralische Bundeskanzlerin nicht schon damals ihren Aufruf gestartet?Warum erst Jahre später?Und dann so eine undurchdachte Hauruck-Aktion...Diese Fragen finde ich ehrlich gesagt interessanter...Mal schaun,ob und inwieweit sich darauf schlüssige Antworten finden lassen.

Antwort
von hutten52, 55

Gründe:

1. Merkel hat im September 2015 einen Riesenfehler gemacht und ist jetzt zu schwach, ihn zu korrigieren.

2. Viele Merkelanhänger genießen es, im Unterschied zu Franzosen, Ungarn, Österreichern etc. unschlagbar "gut" zu sein: "Schaut her, wir sind die Größten! So viele Flüchtlinge nimmt keiner auf!" Dass diese Leute, meist junge Männer,  auch Jobs, Wohnungen und Ehepartnerinnen brauchen, überlegen sie nicht.

3. Viele Merkelianer wollen die Nationalstaaten Deutschland, Frankreich etc. auflösen. Sie wollen einen Brüsseler Euro-Zentralstaat. Deshalb sind sie so erbittert gegen Grenzkontrollen an den nationalen Grenzen.

2. Viele Merkel-Anhänger lehnen Deutschland und staatliche Grenzen überhaupt ab: "Nie wieder Deutschland", "No state, no border, anarchy is order". Sie glauben, dass alle Deutschen Nazis sind. Die Flüchtlingswelle ist für sie die "Strafe" für diese "Nazis". Sie finden es gut, dass der Staat die Kontrolle verliert. Alle Menschen auf der Welt sollen einreisen dürfen und sofort die vollen Sozialleistungen erhalten.


Antwort
von paulklaus, 40

Immer wieder interessant zu lesen und / oder zu hören, wie Unsinn der Medien unkritisch übernommen und papageienhaft nachgequatscht wird !!

Zur Frage: Deutschland ist eines der reichsten Länder der Erde, das TROTZ der Arbeitslosen, Kinderarmut etc. im Luxus zu ersaufen droht !

Warum helfen wir ?! Wir befreien Flüchtlinge aus akut lebensbedrohenden Situationen. Menschlichkeit nennt man sowas !

pk

Antwort
von bluelibelle, 60

 Außerdem wird auf die teilweise Beunruhigung innerhalb der Bevölkerung gar nicht eingegangen und die Bundesregierung setzt ihren Kurs konsequent fort. Warum? 

Weil unsere Bundeskanzlerin schon etwas starrsinnig auf ihr "Refugees Welcome" beharrt und wir letztendlich mit unseren Waffenlieferungen in diese Krisengebiete an den Kriegen mitverantwortlich sind, ja sie maßgeblich unterstützt haben. 

Dadurch tragen wir eine Mitschuld an der Flucht der Menschen vor diesen unmenschlichen Kriegen und dem daraus resultierendem Terror.

Kommentar von kayo1548 ,

"und wir letztendlich mit unseren Waffenlieferungen in diese Krisengebiete an den Kriegen mitverantwortlich sind, "

wer ist wir?
und wie wo wurden wann von wem mit welchem Wissen Waffen in welche Region geliefert?

Kommentar von bluelibelle ,

WIR = Deutschland = Waffenindustrie = brisant Waffenlieferungen an Vereinigte Arabische Emirate +  Südkorea + Israel + Saudi-Arabien + USA !!! + Katar + Algerien = Deutschland ist Waffenexport-Europameister:

http://www.stern.de/politik/deutschland/is-terror-im-nordirak-merkel-will-waffen...

http://www.vice.com/de/read/verursachen-deutsche-waffenexporte-fluechtlingsbeweg...

http://blogs.deutschlandfunk.de/berlinbruessel/2015/04/23/wer-waffen-exportiert-...

http://blogs.deutschlandfunk.de/berlinbruessel/2015/04/23/wer-waffen-exportiert-...

http://www.welt.de/politik/deutschland/article142972724/An-diese-Staaten-liefert...

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-10/deutschland-exportiert-mehr-waffe...

Ich könnte dir endlos LINKs dazu schicken. Aber Google mal bitte selbst: „waffenlieferungen deutschland“

Was meinst du, warum unsere Wirtschaft so „boomt“?

Kommentar von kayo1548 ,

Also eben doch nicht wir sondern nur einige wenige von uns?

Und was haben Waffenliegerungen an beispielsweise Südkorea damit zu tun?

"= Deutschland ist Waffenexport-Europameister:"

und?

Waffen werden ja nicht nur für illegale Zwecke verwendet sondern sind wichtig für Militär und Sicherheitskräfte und auch im Sportbereich werden selbige verwendet.

Also ist nicht jede Waffenlieferung für Konfliktregionen bestimmt, d.h. da zu pauschalisieren hilft wenig.

Man müsste konkret schauen wer wie wo warum entsprechende Lieferungen getätigt hat und diese dann konkret abgrenzen um beispielsweise auch am illegalen Waffenhandel etwas ändern zu können.

Eine Pauschalisierung sorgt eben genau dafür, dass man diese konkreten Probleme nicht benennt, sondern unter den Teppich kehrt.

Bei erstgenanntem Link geht es um Waffenlieferungen an Kurden um den IS zu stoppen;

die Situation dort ist bereits eskaliert und möglicherweise könnte eine solche Lieferung tatsächlich sogar einen positiven Effekt haben

Ob ein solcher Effekt eingeteten ist, ist umstritten; aber einen Zusammenhang zu einer Destabilisierung sehe ich hier nicht.

Und natürlich könnte man jetzt spekulieren ẃie genau sich Dinge vor 50 oder 100 Jahren abgespielt haben, aber da kausale Zusammenhänge zu schließen halte ich für nicht machbar.

Das ist wie wenn Menschen hingehen und die Situation in Afrika auf die Kolonialzeit zurückführen; natürlich spielt das eine Rolle aber man kann sich kaum anmaßen da "was wäre wenn" zu spielen

Und auch bei den von dir genannten Quellen steht, dass es statistisch keinen Kausalzusammenhang gibt.

Antwort
von MarcelBerling, 56

Vorne weg, ich finde es gut, dass du dich traust diese Frage zu stellen.

Aber spekulieren wir doch mal. Wenn wir keine/merklich weniger Flüchtlinge aufnehmen würden hatte das zwei offensichtliche Folgen.

1. Wie bei fast jeder humanen "Krise" würden wir bei dieser Einstellung von anderen Ländern wie bereits in der Vergangenheit als "Nazischweine" oder ähnlichem bezeichnet werden. Das kann anderen Ländern nicht passieren. Wir waren schon sehr oft die "bösen oder rassistischen Nazis" und der Bumann von Europa.

2. In Deutschland gibt es viele Leute die für die Integration von Flüchtlingen sind ( wobei ich mich weder für noch dagegen positionieren will ). Wie z.Z gäbe es risiege Demos, nur statt in den Augen Vieler "Rechter" wären es "Linke" Demonstranten. Diese wären viel mehr als derzeit die Demonstranten der anderen Seite. Und solche immens große Demos können schnell eskalieren. Wobei das nur ein Beispiel ist.

Das ist meine Meinung dazu, hoffentlich konnte ich dir helfen.

Antwort
von ManuViernheim, 33

Hoffentlich führt das dazu, dass bald die illegalen Wirtschaftsflüchtlinge in ihrer Heimat zurückkehren.

Die meisten Kriegsflüchtlinge sind nachweislich keine Fachkräfte.

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