Frage von Blackbloodband, 155

Warum ist die "Metal" Community so schlecht geworden?

Hallo,

In letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, dass es einfach viel zu viele Idioten gibt, die sich Metalheads schimpfen.

Ich sehe immer wieder Leute, die einen richtig Harten in der Hose bekommen, wenn sie unter einem Cover Video ein Haterkommentar hinterlassen können oder richtig Feucht werden, wenn sie jemanden damit Beleidigen keine Ahnung von Metal zu haben.

Fangirls breiten sich in Massen aus und die Poser wachsen wie Unkraut. Das sind nur wenige Sachen, die mir in letzter Zeit aufgefallen sind.

Was denkt ihr sind die Gründe dafür? Habt ihr noch andere negative Erfahrungen gemacht? Seht ihr solche Leute als Community Mitglieder an?

Ich würde mich über sinnvolle Antworten Freuen.

Expertenantwort
von Vando, Community-Experte für Metal, 95

Ich weiß nicht so recht. Das einzige was mir in der Richtung aufgefallen wäre, wäre bei den neuen Songs von Sabaton. Das neue Album ist kein Meisterwerk und Anhänger der neuen Sabaton bashen sich mit den Anhängern der alten Sabaton. Ansonsten lese ich kaum Kommentare bei Youtube. Aber allgemein sind die heutigen Zeiten ja eh schlechte Zeiten um mit den Leuten normal zu reden. (Von wegen Flüchtlingskrise, Terror etc. Da färbt eventuell was ab.)

Was mir grade nur auffällt ist, wie viele Idioten es in diesem Týr Boykott gibt (ich weiß nicht, ob du davon was gehört hast, aber die Band Týr wird ja aktuell von Veranstaltern boykottiert, weil der Sänger bei der Grindwaljagt, genauer gesagt, dessen Verarbeitung mitmacht). Da gibts ne Menge doppelmoraliger Pseydomoralapostel (oder es sind mehr Menschen Vollzeitvegetarier, als ich dachte).  

Was mir sonst noch aufgefallen ist, ist das es hier bei GF wieder mehr Bash um ,,Band XY spielt kein Metal" gibt. Nicht die Leute die das sagen (was ja im sehr überwiegendem Fall auch richtig ist), sondern jene die danach zurückkeifen, weil sie sich scheinbar auf den Schlipps getreten fühlen. Ob das jetzt nur Einbildung ist, oder nur ein saisonelles Hoch oder echter Trend weiß ich nicht.

Antwort
von Maienblume, 88

Wenn man sich anschaut, wie die Leute insgesamt miteinander umgehen, wundert es nicht, daß die Metalszene ebenso infiziert wird von den Auswüchsen........ Beleidigungen, Herabwürdigen, Hate in jedweder Form knallt einem doch langsam bei jedem Thema ins Gesicht.

Denn wir leben ja nicht auf der Insel der Glückseligen, nicht wahr?

 - Den Blödsinn nicht mitmachen.

- Sich nicht als der Alleinige-Oberahnungshaber aufspielen.

Ich hab z. B. eine schwere Arroganz-Allergie. Wenn einer meint, er hat die Metal-Kompetenz mit Löffeln gefressen, ich aber nicht (schon weil ich ne Frau bin), dann ist der Wicht schon durch den Rost gefallen. Meine Aufmerksamkeit hat er jedenfalls verspielt.

Nee, wenn man nicht auf die üblichen Verdächtigen hereinfällt (die es in JEDER Szene gibt), dann ist im Großen und Ganzen bei den Metalheads schon mehr in Ordnung als im Argen.

Antwort
von NinthFived, 88

Nicht nur beim Metal, sondern bei allen Themen, die beliebt sind (und um denen ein gewisser Hype herrscht), existieren sogenannte "Mitläufer".

Welche behaupten, echte Experten zu sein, weil sich das dann einfach besser anfühlt und viele ihnen das abkaufen und sie fast schon verehren.

Sie kritisieren auch gerne alles und jeden (schon im unrealistischen Verhältnis), damit es so wirkt, als hätten sie derbe Ahnung von ihrem Fach.

Traurig aber war.
Die Leute gibt es und sie werden leider auch immer mehr.



Wenn ich deinen Text überhaupt richtig verstanden habe
und du darauf hinaus wolltest.

Antwort
von bephelor, 53

Ich sehe es zum Teil ebenso das einige Typen mit schwachen Charackter sich denken, sich dem Metal anzuschliessen um etwas "Hartes" darzustellen....

Solche Leute wissen oft nicht worum es eigentlich geht. Heavy Metal ist für mich eine Philosopie und Lebenseinstellung.

In den letzten 15 Jahren hat sich der Metal mittlerweile als Salonfähig etabliert und hat seit Jahren keine Ausenseiterolle mehr.

In einem vorigen Beitrag wurde es so beschrieben, dass viele diesem "hype" einfach nur folgen.

Diese stehen dann aber nicht zum Metal und dessen was er verkörpert (obwohl das für jeden etwas anderes sein kann).

Viele denken sie schliessen sich der Gemeinschaft an damit sie ein Teil etwas grossen sind und dann einen auf "Hart und mir doch egal" zu machen. Haben im Leben vielleicht nichts erreicht oder sind sonstige Versager und unzuzfrieden mit sich selbt...

Genau das wird dann damit verbunden, das der Metal ja eigentlich die innere Wut mit aufgreift und auch als Rebellion gegenüber der Gesellschaftsnorm steht. Somit werden die typischen Klischees und Vorurteile gegenüber dem Heavy Metal bedient und erfüllt....

Während die echten Metalheads eben über den Dingen stehen.

Zum Glück sind es nur einzelne Idioten....

Ein anderer Punkt ist auch, so glaube ich, das es oft auch nur kleine schwächliche Versager sind, die in der Anonymität des Internets sich aufspielen.

Stehen sie dann vor einem, würde man aus dem Lachen nicht mehr heraus kommen :)

Antwort
von ponyfliege, 88

vor 30 jahren war metal noch richtig geil, vor 20 jahren war noch alles in ordnung. seitdem geht es bergab.

typisches next generation problem. sich darüber aufzuregen ist kindergarten.

die grizzlybären lockst du jedenfalls mit den kindereien nicht hinterm ofen vor. damit ein steelheart beim wintertreffen morgens aus dem schlafsack kriecht und bei minustemperaturen ins freie stapft - dafür brauchst du das da.

und wenn du das nicht kennst, hast du von der materie (es ist nicht nur die musik) keinen schimmer.

ach - die gründe dafür sind recht einfach darzustellen: nur die harten kommˋ in garten - und es heisst nicht community sondern club - by the way.

Antwort
von schnoerpfel, 40

In letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, dass es einfach viel zu viele Idioten gibt, die sich Metalheads schimpfen.

Trifft das nicht auf jede Jugendkultur zu? Ersetze Metalhead durch Goth, Punk oder XXX...

Kommentar von Vando ,

Was hat Metal mit einer Jugendkultur zu tun? Nix. Metal ist eine Musikrichtung und Lebenseinstellung und hat nix mit einer Phase die ein paar u18 Jährige durchmachen.

Kommentar von schnoerpfel ,

Jugendkulturen heißen sie deshalb, weil das Einstiegsalter in der Jugend verankert ist. Das ist ein feststehender soziologischer Begriff.

Zudem gibt es keine spezifischen Lebenseinstellungen, die eine ganze Jugendkultur bestimmen können. Was Du meinst, sind Lebensstile. Ein Lifestyle ist etwas anderes als eine Lebenseinstellung (welche muss man denn Deiner Ansicht nach als Metaller haben? Mir sind noch keine Metaller begegnet, die identische Einstellungen teilen).

Kommentar von Vando ,

Ich denke zu einer Jugendkultur gehört ebenso, dass die Teilnehmer überwiegend jugendlich sind. Andernfalls versteh ich nicht warum es dann Jugendkultur und n7cht Subkultur heißen soll. Und Metal ist ja nicht nur auf die Jugend begrenzt.


Ein Metaller ist jemand der Metal hört, liebt und sich damit identifiziert. Alles darüber hinaus ist Optional und da denkt wirklich jeder anders. Aber diese Liebe hat jeder.

Kommentar von Blackbloodband ,

In der Frage hatte ich vergessen zu Sagen, dass es Überwiegend um Jugendliche geht. 

Ich habe mich mit Bekannten über das Thema unterhalten und diese schieben meine Angesprochenen Probleme auf die steigende Anzahl der Jugendlichen und deren Dissrespekt, welchen man bei den Unreiferen auffindet. 

Weil ich nicht viel mit anderen Szenen zu tun habe, konnte ich dementsprechend auch nichts wissen, im Bezug auf deine Antwort. 

Mit meiner Frage wollte ich nicht auf die "wahren" Metalheads bezug nehmen, sondern nur den Schlüsselpunkt anschaulich machen. 

Ich hoffe der Sinn des Kommentars kommt rüber. Bin nicht so ganz bei Klareb gedanken im Moment.. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community